Beiträge von Alex_aufdemweg

    da ich mich hab von meinen eigenen Erfahrungen habe leiten lassen - und die sind gering was Alkohol angeht.

    Dann möchte ich Dich gerne noch mal an meiner Erfahrung teilhaben lassen. Siehe eine Seite vorher hier.

    So lange ich auf alkoholfreies Bier ausweichen "muss", habe ich mich noch nicht von meinem nassen Verhalten lösen können.

    Die Promillezahl ist absolut unerheblich. Am besten liest Du einfach meinen ganzen Beitrag dazu.

    Dann habe ich einen Plan, falls ich aus der Situation raus muss und der ist mit meiner Frau abgesprochen.

    Ich bin ein Fan der einfachen Pläne.

    Morgen ist großes Betriebsfest. Ich gehe hin und esse und rede.

    Wenn es "unangenehm" wird gehe ich.

    "Du gehst schon?"

    "Ja"

    "Aber wieso denn?"

    "Weil ich es will."

    Und bei "Bleib doch noch" oder "nur noch ein bisschen" oder "vielleicht erst noch dies, oder das".

    Einfache Antwort "nein".

    Das bietet keine Angriffsfläche. Oder Möglichkeit zum Überreden. Was will man zu "nein" sagen, außer "doch".

    Und das machen Dreijährige. ;)

    Um abstinent zu leben, benötigt es eine gewisse Einstellung. So lange ich auf alkoholfreies Bier ausweichen "muss", habe ich mich noch nicht von meinem nassen Verhalten lösen können.

    Ich lasse mich noch immer von meinem Suchthirn steuern und trinke Bier. Dazu kommt dann, dass das auf Dauer die Sucht nicht befriedigt. Aus dem Grund ist der Schritt zum "echten" Bier (oder anderem um erst mal nicht aufzufallen) sicher.

    Und richtig. Ich finde alkoholfreies Bier besch... Es gibt so viele Getränke, die besser schmecken. So lange ich aber am alkoholfreien Bier festhalte, kann das nur die Sucht sein.

    Übrigens sind das Erfahrungswerte von mir. Denn ich habe das in meiner nassen Zeit auch mal probiert. Mein Suchtdruck war sehr heftig. Ich vermute, dass das zusätzlich daran lag, dass ich meinem Körper ja geringe Mengen Alkohol zugeführt habe. Und dann "schreit" er ja erst recht nach mehr. Denn wenn ich angefangen habe, sollte es so viel werden, bis mein Pegel erreicht war. Alkoholfreies Bier ist wie "anfangen".

    Ich war schon immer ein Mensch, der sehr gut alleine sein konnte,

    Und ich nicht nur konnte. Sondern es auch will.

    Vielleicht hast Du noch nicht angefangen nach neuen Kontakten zu suchen, weil Du es einfach nicht brauchst?

    Ich habe 90 % meiner Kontakte verloren, weil die alle saufen. Habe sie mir ja so ausgesucht. Und ich "brauche" sie jetzt nicht mehr.

    Dann sind da noch 10 %. Und ich muss mich sowas von überwinden, wenn ich mich einmal mit jemandem treffe. Weil ich einfach keine Lust habe. Na und?

    Ich rede mit meinen Kolleginnen. Oder beim Krav Maga, wenn ich den Trainingspartner gerade im Schwitzkasten habe. ^^

    Echte Probleme schreibe ich hier rein, oder spreche mit meiner Partnerin darüber.

    Mir ist nie langweilig. Der Tag ist oft zu kurz. Was soll ich die Zeit mit anderen Leuten verplempern ;)

    Kurzum. Wenn es Dir so gut geht, dann lass es so. Es erwartet keiner etwas, außer Du selbst.

    Hallo Rennschnecke,

    ich hoffe, Du bist kräftig am abhaken Deiner Liste.

    Herzlichen Glückwunsch zum halben Jahr. 💐

    Das Suchthirn will halt saufen. Ob das jetzt Wein ist, oder etwas anderes.

    Die gute Nachricht. Es lässt sich echt gut umkonditionieren. Ich denke, das braucht auf alle Fälle seine Zeit.

    Ich bin gerade sowas von am Jammern, in meinem Thread. Und ey, ich habe auch Grund. Aber mein Suchthirn zuckt kein bisschen. Das hätte ich anfangs nicht für möglich gehalten.

    Es ist eine starke Aktion von Dir, dass Du das hier geschrieben hast. Genau so habe ich das auch gemacht. Und mache es auch noch. Ich denke jeden Abend, nachdem ich gelesen habe, ob mich irgendwo der Schuh drückt. Und dann schreibe ich es hier rein.

    Ich fahre jetzt mal ne Runde Rad. Bin gerade echt down. Aber nicht wegen Alkohol. Gibt zum Glück ja noch genug andere Probleme. X/ Aber ohne klaren Kopf geht gar nix.

    dass ich ja quasi vorbereitet war.

    Du hast "funktioniert" und jetzt kommen die Emotionen noch hinterher. Die sind nicht so schnell.

    Ich habe beim Sanitätsdienst auch die Algorithmen im Kopf und "mache" dann.

    Es ist, meiner Meinung nach gut, sich auf bestimmte Szenarien vorzubereiten. Damit im Erstfall reagiert werden kann. Denn sonst steht man im Schock erst mal da und weiß nicht weiter.

    Du bist auf dem richtigen Weg und ziehst das beeindruckend durch. Von Einfach war (leider) nie die Rede.

    Aber das Glück ist auch schon auf Deiner Seite. :thumbup:

    Du gibst Deinem Hamsterrad gerade einen Tritt.

    Und mit der Einstellung kann’s ja auch nicht besser werden,

    Mit seiner wird es nicht besser. Und die wird sich wohl auch nicht ändern.

    Wenn ich versucht habe, nichts zu trinken, war ich auch gereizt. Darum habe ich es meistens erst gar nicht versucht.

    Wenn er Alkoholiker ist, muss er trinken. Und dann bist Du ihm im Weg.

    Also stimmt es, dass Du nur Deine Einstellung ändern kannst. Aber nicht unbedingt dazu, dass Du mit ihm zusammenleben musst und er betrinkt sich, wie es ihm passt.

    Du kannst Dich entscheiden, nicht dabei zu sein. Also räumliche Trennung. Oder Du bleibst bei ihm. Was dann kommt, kannst Du auch bei vielen anderen Angehörigen lesen. Jedenfalls kannst Du dann dauerhaft rotieren.

    Es ist alleine Deine Entscheidung. Er hat seine schon getroffen, wie es scheint.


    Nachtrag. Habe die zweite Seite gar nicht gesehen. Passt aber immernoch. :)

    Hallo Alfajores,

    Du bist jetzt freigeschaltet und kannst überall schreiben. Nur bitte in den nächsten vier Wochen noch nicht im Vorstellungsbereich.

    Ich habe Dich in den Bereich für die Angehörigen verschoben und wünsche Dir weiterhin einen guten Austausch.

    Viele Grüße

    Alex

    Ich habe nachher Anwaltstermin und mache mir auch ins Hemd, was da alles herauskommt.

    Aber wie Du geschrieben hast.

    Machen, nicht denken.

    Es muss sein und es ist egal, wie ich mich fühle. Also muss es ja auch nicht allzu schlecht sein. Schau, dass Du alles machst, damit es Dir gut geht. Ach ja. Ich versuche auch nicht ständig dran zu denken. Das ganze läuft bei mir und es macht keinen Sinn zu viel zu denken.

    Ich sehe Dich schon in der Zukunft, wenn Du es hinter Dir hast. Hamsterrad ade. :thumbup:

    Ja, alles klar. Habe ich auch nicht so verstanden.

    Weshalb ich mir selbst gewünscht hatte, er könnte kontrolliert trinken

    Ich habe auch zu hören bekommen "dann trink halt mal eines".

    Bei mir war es aber eher, dass ihr die Kontrolle über mich verloren ging. Hatte tatsächlich nicht den Eindruck, dass es ihr so gepasst hat, dass ich aufgehört habe.

    Musste mir jeden Meter erkämpfen. Ihr Alk in der Wohnung. Alkoholfahne. Ist ja auch nach einem Bier vorhanden, usw. Im Prinzip musste ich alleine schon deswegen da raus. Sonst nix mit lebenslanger Abstinenz.

    Was ich bei sehr vielen, auch in der realen SHG, gesehen habe ist, dass sich die Beziehungen verändern, wenn der Partner trocken wird.

    Ach ja. Und natürlich megamäßig bei mir selbst. ^^

    Wenn er trinkt redet er mehr,

    Ich verstehe. Und wenn er nicht trinkt, ist er halt er selbst. Tja.

    Wenn ich getrunken habe, habe ich geredet wie ein Buch. Und wenn ich nichts trinke, rede ich wie ein Buch. ^^

    Das ist Typabhängig. Vielleicht kann er sich ein wenig "anpassen". Vielleicht über ein Thema, das ihn besonders interessiert.

    Im Großen und Ganzen hat jeder seinen eigenen Charakter. Weiß jetzt den Anfang nicht. Hat er schon getrunken, als ihr euch kennengelernt habt?

    Es kommt vor, dass Angehörige sich hier anmelden und dann auch eine eigene Abhängigkeit feststellen.

    So wie ich, als Alkoholiker, ordentlich CO Anteile in meiner alten Beziehung an den Tag gelegt habe.

    Wenn ich Deine Gedanken dazu lese (und alleine schon, dass diese da sind) sehe ich eine Abhängigkeit, oder sehr nahe dran. Es kommt nicht auf die Trinkmenge an.

    Und wie es sich jetzt liest, hast es bei Dir jetzt "klick" gemacht. Du hast erkannt, dass nicht zu trinken, kein Verzicht ist. Das ist doch super. Ab diesem Moment war für mich der Kampf vorbei.