Beiträge von Alex_aufdemweg

    Schön. :thumbup:

    Möchtest du schreiben, was sich so verändert hat und wo es noch Probleme gibt?

    Ich habe am Anfang hier getextet wie ein Weltmeister. Naja, mache ich ab und zu eigentlich immer noch. :saint:

    Wenn ich erst mal anfange, sprudeln meine Gedanken nur so. Und ich bekomme sie recht gut geordnet, auf dem Weg. Kann ich nur empfehlen.

    VG

    Alex

    Das mit dem "Gezeter" finde ich gut ausgedrückt.

    sind die zum Teil starken Gefühle,

    Auch Erinnerungen kommen hoch. Gestern, als ich totale Ruhe hatte, kam eine Erinnerung an mein Elternhaus, als ich ca. 5 war, hoch.

    Inzwischen scheint meine EKA-Seite ihr Recht einzufordern. Da müssen Dinge verarbeitet werden.

    Erlebnisse und Emotionen, die ich als Kind "Eingesperrt" hatte, kommen jetzt wieder hoch. Nun habe ich die Möglichkeit, sie mit meinem "Erwachsenen-Ich" zu betrachten und zu nachzuerleben. Um sie besser einordnen zu können. Gibt Angenehmeres.

    Immer is' was. :/

    Wenns mir zu viel wird, hilft Achtsamkeit, auf die Gegenwart. Kann ich empfehlen.

    So, jetzt erst mal Sonntag. :thumbup:

    Finde das sehr gut, dass Du hier so ehrlich schreibst. Auch wenn hier alle Alarmglocken schrillen. ;)

    Anfangs kamen solche Gedanken auf. Als ich dann letztes Jahr, im Sommer, auf dem Betriebsfest war, wurde ich "geheilt".

    Am Anfang war noch alles gut. Ordentlich gegessen und mich durch alle Fruchtschorle probiert. Dann kippte dort die Stimmung. Die Leute wurden lauter und schriller. Lachten über Dinge, die gar nicht so lustig sind. Wurden aufdringlicher. Fing an, mich immer unwohler zu fühlen. Ich habe die Biege gemacht und war froh, als ich draußen war.

    Jetzt, weiß ich, dass das nichts für mich ist. Aus dem Grund vermisse ich da nichts mehr.

    Plan, falls ich nochmal hingehe. Satt essen. Schön viel Eis zum Nachtisch und dann auf Französisch verabschieden, bevor es "komisch" wird.

    Wie Bolle schreibt. Es braucht einfach seine Zeit.

    Bin gespannt bei welchem Anlass mein Suchthirn wieder anspringt.

    Das ist schon lästig am Anfang. Ich finde, das Wichtigste ist, dass ich die Suchtstimme als solche erkenne.

    Manche müssen den Gedanken, bis zum bitteren Ende denken. Andere (ich) hören nicht zu und fahren der Stimme direkt über den Mund.

    Gingen Gedanken in Richtung Alk, habe ich sie - gleich wenn ich es gemerkt habe - gestoppt. Meiner Stimme einen Anschiss erteilt (und zwar recht vulgär) und an etwas anderes gedacht.

    Auch nicht diskutiert. Ich weiß ja, was draus wird und wie es war. Das brauche ich nicht hervorholen und anfangen zu diskutieren.

    Habe mich mein Leben lang für alles gerechtfertigt. Das wird weniger und vor der Stimme gibt's das gar nicht.

    Jetzt ist es eher so, dass es mich überrascht, wenn sie sich meldet. Oder es versucht. Gerade, weil es so selten ist. Da heißt es, wachsam bleiben.

    Ach ja. Ich würde jetzt mal nicht zu sehr auf das "Anspringen" warten. Denn dann tut sie Dir sicher den Gefallen. ;)

    Wo gibt es vielleicht irgendwas, wo es bei ihr endlich Klick macht,

    Und was bringt Dich dazu, dass es endlich Klick macht?

    Es geht hier um Dich. Du kannst Dich und Dein Leben ändern.

    Gestern habe ich einen guten Satz gehört. In einer längeren Erzählung ist genau der bei mir hängen geblieben. Habe ihn mir aufgeschrieben.

    "Jeder kann so glücklich sein, wie er will"

    Tipps gab es hier ja jetzt schon einige. Mach Dich glücklich! Oder erst mal glücklicher.

    Wenn Du ihr Verhalten für Dein Glück verantwortlich machst, sieht es düster aus. Das hast Du ja gemerkt.

    alle können's anscheinend, nur ich nicht

    Das ist das was sich mit der Zeit bei mir geändert hat. Die Einstellung.

    Da war mal die Frage, ob man die Pille nehmen würde. Die einem den Alkoholiker nimmt. Das man wieder "normal" trinken könnte.

    Sicher. Die würde ich nehmen. Und dann würde ich erst recht nichts mehr trinken. Wenn mich dann nichts mehr triggert, um so besser.

    Klar, es war viel zu viel und mir ging es immer schlechter. In allen möglichen Belangen. Körperlich und seelisch.

    Wenn ich jetzt weniger trinken könnte, würde ich mich "weniger" schädigen. Aber wer will sich schon schädigen? Ich haue mir ja auch nicht absichtlich mittelfest auf den Daumen.

    Wenn ich nicht möchte. Muss ich auch nicht verzichten. Wenn man den Punkt erreicht hat, ist es kein Kampf mehr.

    Es ist einfach geworden. Der Haken ist mein Suchthirn. Die "Stimme" ist zwar still jetzt. Aber sie lauert. Und wenn ich mich in eine Situation begebe, in der viel getrunken wird, kann sie wach werden. Dann bin ich in Gefahr.

    Ach ja. Und außerdem finde ich angetrunkene Menschen gar nicht mehr toll. Erinnert mich wahrscheinlich an mich. Und ich vermute es ist rückwärtsschämen. Hat also gar nicht so viel mit der Person zu tun.

    Irgendwann weiß auch Dein Herz, dass es keinen Grund gibt etwas zu trinken.

    Das braucht Zeit und jetzt ist es extrem Gefährlich sich in solche Situationen zu bringen. Es ist ja nicht nur dort. Man nimmt es ja auch mit heim. Genau diese "die können und ich nicht"-Gedanken entstehen dabei.

    Mache es Dir nicht unnötig schwer.

    Ich dachte, der Zug ist für mich abgefahren. Aber nopp. Ich bin tatsächlich noch einmal Glücklich geworden in meinem Leben. Die Sonne scheint mir zwar noch nicht aus dem A... Hürden gibt es immer. Aber ich bin inzwischen sehr zufrieden mit meinem Leben.

    Also, es lohnt sich.

    Zwei Dinge, die dafür sprechen:

    1. Deine Freunde beziehen deine Absage nicht auf sich und sind irgendwann beleidigt.

    2. Siehe das ganze mal auf lange Sicht. Das restliche Leben Ausreden?

    3. Wenn es Freunde sind, werden sie versuchen, dich zu unterstützen. Wenn nicht, kommt der Punkt „Spreu vom Weizen“ zum Zug.

    ;) Ja ja. Das sind jetzt drei Punkte geworden. Gut aufgepasst.

    Bei mir ist Punkt 3. schon länger durch. Und ich war überrascht wie viel Spreu es war.

    warum trinkst Du jetzt eigentlich

    Die Frage ist bei mir leicht zu beantworten. Ich habe getrunken, weil ich Alkoholiker geworden bin. Und dann ist jeder Grund recht. Gründe sind nur da, für den Versuch es zu rechtfertigen da. Und sobald meinem Suchthirn einer eingefallen ist, hat es ihn auch schon rausgeblasen.

    "Toller Tag. Trink einen", "Einsam. Trink was", "Gut gemacht. Belohn dich und trink was"

    "Geht es dir gut, schlecht, müde, zu wach?" - "Dann trink".

    Das Mindset ändert sich und die Stimme wird leiser, bis sie - bis auf seltene Ausnahmen - verstummt.

    Aber sie wartet immer. Und beim ersten Tropfen wird sie wieder stark und laut.

    Daran muss ich immer denken. Ich glaube die Gefahr später ist, dass man das nicht mehr richtig auf den Schirm hat.

    Das ist einer der Hauptgründe, wieso ich hier bin.

    Hallo Elraine,

    da bisher noch nichts kam, hier mal meine Interpretation zu positiven Gedanken.

    Bei mir waren die positiven Gedanken, die gefährlichsten, am Anfang. Da sprang dann das Belohnungszentrum an und wollte seine übliche Belohnung, um das gute Gefühl noch zu steigern.

    Wenn es mir also besonders gut ging, weil z. B. der Tag super gelaufen ist, kam die Idee "jetzt ein kühles Weizen" auf. Das als "Nachricht" der Suchstimme zu erkennen, hat mir sehr geholfen. Es war "die Stimme".

    Da ist jeder anders, bei mir kam sie fast ausschließlich bei guten Emotionen.

    Ich schreibe in der Vergangenheitsform, weil es immer weniger wurde und jetzt sehr, sehr selten vorkommt. Um so größer ist der "Schreck", wenn es dann doch passiert.

    Zum Glück hat der Mensch da einen Vorteil. Ein Tier handelt instinktiv. Dann hätte ich getrunken. Hier ist Aufpassen und Verstand gefragt. Später dann, änderte sich dann auch der Instinkt. Er sagt mir, wenn eine Situation nicht gut ist, und warnt mich sogar, wenn die Stimme meint etwas "flüstern" zu müssen. Denn wenn, ist es nur noch ein Flüstern (was es vielleicht gerade noch gefährlicher macht).

    Zusammengefasst, bei mir waren, besonders anfangs, die positiven Emotionen die gefährlichsten.

    Grüße

    Alex

    welche Leute wichtig und richtig sind und wen man von der Liste streichen kann.

    Ja, das hatte ich anfangs gar nicht auf dem Schirm. Dann ging das, wie von selbst, ganz schnell. Nach einem halben Jahr war ich für sie abgemeldet. Und andersherum. Ein gutes weiteres Jahr später kann ich sagen, dass ich tatsächlich keinen von ihnen vermisse. Das meine ich ganz ehrlich. Ich stellte fest, dass mich gar nichts mit ihnen verbunden hat. Wir waren nur Komparsen in einer Dramaserie.

    Sie für mich und ich für sie. Ein Beiwerk zum Trinken.