Beiträge von Api

    Hätte morgen meine erste Wohnungsbesichtigung. Da ich heute in der Nähe war und sie mir die Adresse ja nun geschickt hatten, bin ich schonmal kurz vorbeigefahren, werde aber absagen: direkt an einer richtig fetten Hauptstraßen- Kreuzung und dass was sie Garten genannt haben war eine Steinwüste mit Schuppen.

    Ich werde logischerweise Abstriche machen müssen, aber irgendwas schönes muss schon da sein...sind ja Landeier, nicht nur dass wir innen alles aus Holz und so haben, sondern ich gehe ja sobald ich ein paar munütchen Zeit habe hier immer in den Garten oder zu den Tieren... (Hasen, Schafe, Katze, Hühner, Bienen...alles hauptsächlich meine 😪)

    Aber mein Lebensgefährte wird sich keine Wohnung suchen wie es aussieht. Und ich muss in den Quark kommen.

    Wow Haar, toll gemacht! Sas wird auf jeden Fall besser als das was Du ertragen musstest! Und super schön zu lesen, dass Du ein gutes soziales Netz hast (Tochter, Freundinnen...) Ich freue mich sehr mit Dir!!!

    Er ist schon 12, aber ja mit Entwicklungsverzögerung. Emotional ist er viel viel jünger. Nein, ich denke nicht, dass es "nur" das war. Er merkt natürlich dass sich die Lage bei uns zuspitzt. Und da ist man dann natürlich auch sensibler.

    Für mich ein Zeichen, dass ich schnell aus der Situation raus muss, um einen Neuanfang zu haben und stark zu sein.

    Danke Dir Elly

    Mein Sohn kam grade, wollte kuscheln und erklärte, dass er Albträume von Horrorhäusern gehabt hätte. Gestern Abend hatte er schon erzählt, dass im leerstehenden Nachbarhaus einer Mitschülerin einer Horrorfrau und ein Entführer wohnen...habe sie erzählt...

    Er macht jetzt freiwillig ein paar Aufgaben für die Schule... ich habe wohl überreagiert vorhin. Er hatte halt schonmal sehr sehr schwierige Schulphasen und ich hatte solche Angst dass das jetzt wieder los geht.

    Jetzt verweigert mein Sohn auch nich die Schule. Er ist ein sehr schwieriges Schulkind, aber mit rührend bemühten Lehrer*innen. Aber heute ist nichts zu wollen.

    Ich habe so eine Angst, dass ich grade alles nur noch schlimmer mache. Mein ganzes Leben ist sobein Schlamassel. Ich wünschte ich wäre nie geboren, dann wäre allen viel Leid erspart geblieben. Keine Sorge, ich würde mir niemals etwas antun, aber einfach niemals geboren worden zu sein wäre einfach besser gewesen. Das ist mir alles zu schwierig hier. Aber so ist es nun mal. Wird ja auch wieder.

    CT

    Ist das so? Dann hätte man mir letztes Jahr, als ich hier aufgeschlagen bin, sagen müssen: "Wie, Du bist noch nie in Deiner eigenen Kotze oder neben einem fremden Mann aufgewacht, hast immer noch Job und Führerschein und noch nie das Bedürfnis gehabt, morgens weiterzutrinken oder eigene Smartphone-Posts vom Vorabend zu löschen? Das wird nix, melde Dich wieder, wenn Du richtig am Boden bist ..."

    Wie sehen das die alten Hasen aus ihrer Erfahrung heraus: Ist mein Rückfallrisiko wegen des Fehlens vergangener Exzesse höher als bei anderen?

    Dann würde ja kein sogenannter funktionierender Alkoholiker trocken werden oder bleiben können! Das ist aber ja nicht der Fall!

    Ja Momo, vielleicht. Ich muss die Theaterrolle jetzt einfach weiter spielen und vielleicht kommt mein Gefühl irgendwann hinterher.

    Vorhin habe ich es nicht ausgehalten, dass er neben der Tatsache dass er wohl kaum mehr was trinkt (wie hätte ich mich jahrelang danach gesehnt!) auch irgendwie aufmerksamer ist. Früher hätte ich mich danach gesehnt, jetzt halte ich es kaum aus vor Schmerz. Da habe ich dann meine Theaterrolle abgespult und ihm gesagt, er soll sich bitte schnellst möglich eine Übergangswohnung/Monteurswohnung o.ä. suchen (hier auf dem Land ist es tatsächlich sehr schwer, eine kleine Wohnung zu finden, alles entweder ganze Häuser oder Familienwohnungen. Und zu weit weg wäre ja Mist wegen unserem Sohn.)

    Hallo nochmal in meinem eigenen Faden...

    Er akzeptiert es nicht. Er akzeptiert seinem Wortlaut nach die Trennung, hält aber eine räumliche Trennung für "Schwachsinn", "Blödsinn", "Quatsch ". Möchte dass wir WG (Das machen wir aber ja sowieso schon geraume Zeit. ) oder ähnliches leben, trinkt wohl kaum noch was, wäre zu Paarberatung bereit, unter der Option dass wir dort schauen, wie wir zusammen leben können. Das kommt aber zu spät und ja nicht mehr in Frage. Trotzdem macht es mich traurig.

    Jetzt werde ich ihm ein Ultimatum stellen müssen. So wollte ich nie mit jemandem / ihm umgehen. Ich hatte mit meiner Therapeutin besprochen, dass ein Ultimatum ja nicht bedeuten muss "bis dann und dann, sonst stelle ich Dir die Koffer vor die Tür" sondern auch "...sonst ziehen unser Sohn und ich aus". Weil das ja auch in Frage kommt, wenn es auch nur die zweitbeste Lösung wäre.

    Nun sagt die langjährige Therapeutin unseres (gehandicapten) Sohnes aber, sie spricht sich ganz klar dafür aus dass er und ich in seinem vertrauten Umfeld (sprich unserem Haus) bleiben. Er kommt so extrem schlecht mit Veränderungen klar...

    Also muss ich (wieder meiner Natur oder meiner Erziehung) nun doch sagen "finde bis dann und dann eine Wohnung oder ich stell die Koffer vor die Tür!"

    Es kommt mir vor wie eine Theaterrolle, die ich einnehmen soll und nicht haben will.

    Hey Vayana

    Er wird es nicht lassen- das hat er ja gesagt. Und es Dir, die Du krank im Bett liegst, heute wieder gezeigt.

    Ich kenne diese harten Aufprälle!

    Ich wünschte, ich hätte nicht so viele davon gebraucht, um wirklich ins Handeln zu kommen.

    Und ich wünsche Euch, dass Ihr nicht noch mehr davon braucht.

    Und Dir erstmal ganz schnelle gute Besserung!

    Lg

    Api

    Liebe Sternwarte

    "Willkommen im Club"...ich bin auch fast 30 Jahre mit meinem Lebensgefährten zusammen und habe diese Zahl hier schon öfters gelesen...

    Lies Dich mal in Ruhe hier durch das Forum und Du wirst hier und da noch mehr entdecken, was Dir bekannt vorkommt, denn wir sind wirklich viele hier.

    Zu Deiner Frage, ob man es alleine schaffen kann, aus der Coabhängigkeit rauszukommen: bei mir war / ist das nicht der Fall. Ich war bei der Suchtberatung für Angehörige, ich bin seit 2 oder 3 Jahren hier im Forum, ich habe 2 mmir nahestehende Menschen mit ins Boot genommen, auf einer Mutter-Kind-Kur habe ich mich dem Therapeuten und einer anderen Mutter anvertraut, etcp. Und ich mache seit diesem Jahr endlich eine ambulante Psychotherapie . Die Therapeutin meinte neulich, dass es für mich fast genauso harte Arbeit ist, aus meiner Abhängigkeit raus zu kommen wie für den Süchtigen.

    Lg

    Api

    Vllt hab ich überlesen, ob es schon jemand geschrieben hat: man kann über die Kassenärztliche Vereinigung schnelle Termine bei einem / einer Psycholog*in bekommen. Du hast Anspruch auf einen kurzfristigen Termin - die schauen, wer grade Kapazität für einen solchen Termin hat, im Umkreis deines Wohnortes. Das ersetzt keine Therapie, kann aber helfen, sich zu sortieren, welche Schritte als nächstes sinnvoll wären o.ä.

    Liebe Ich,

    Wenn Du Sorgen hast, dass Dein Expartner Opfer eines Verbrechens oder sonst etwas geworden ist, rufe bitte die Polizei und schildere Ihnen, was Deine Sorge ist. Sie werden dann nachschauen, ob er hilfsbedürftig in seiner Wohnung ist. Du musst das weder selber tun noch dich zwingen, nichts zu tun. Dafür gibt es die Polizei!

    Ach je liebe Mine

    Zum "Glück" ist das aber noch im Krankenhaus passiert und nicht kurz nach der Entlassung Zuhause!

    Mit der Krankenhaus-Sozialarbeit hast Du sicher Kontakt? Ich glaube aber, heutzutage muss man sehr hartnäckig auf Hilfe drängen. Menschen die irgendwie ausstrahlen "das schaff ich schon" bekommen manchmal nicht die Unterstützung, die sie brauchen...

    Pass auf Dich und die Kinder auf! Du darfst auch sagen "ich schaffe das nicht!"

    Herzliche Grüße

    Api

    Hallo Ich51

    Herzlich Willkommen bei uns

    Du bist längst nicht so allein wie Du Dich grDe fühlst. Lies mal in Ruhe hier ein bisschen im Forum quer...

    Aber erstmal: Gute Besserung für Dich...Fieber, Seelenschmerzen und dann noch Schietwetter - pfui das hört sich gar nicht gut an. Aber es wird besser werden !!

    Lg

    Api

    Liebe Lütte

    Du schreibst so schön reflektiert, ich nehme schon lange sehr an Deinem Werdegang teil und es freut sich sehr, dass es scheinbar in eine heilsame Richtung geht!

    Ja "wir sind die große Ausnahme" , "wir schaffen das" ... diese Hoffnung und dieses Harren hat auch mich oft oft oft und lange zum Narren gehalten...das beschreibst Du gut!

    Alles Liebe Dir und einfach mal DANKE für Deine Beiträge!