Beiträge von Api

    Diese Hoffnung habe ich gar nicht mehr...

    Durch meine Kapitulation habe ich mich scheinbar unabhängiger von diesem Hoffen und Nicht mehr Hoffen gemacht. Die Kapitulation vor der "Windmühle" Alkohol und auch vor unseren anderen Beziehungs-Baustellen .

    Auslöser war erst ein mich sehr kränkend Verhalten seinerseits, das gar nichts mit Alk zu tun hatte.

    Danach kam eine heftige Grippe mit Magen-Darm, Fieber, Halsweh und Ohrenweh, wie ich es zum Glück bisher selten erlebt habe. In dieser durchwachten Nacht habe ich eine "Sortiermaschine" in mir entdeckt, die Kämpfe mit und Kämpfe ohne Aussicht auf Erfolg sortiert. ( Es gibt noch andere Baustellen in meinem sozialen / familiären Umfeld, auf denen ich mehr kämpfe als ich es leisten kann, )

    Die Sucht meines Lebensgefährten sowie unsere Beziehungsproblene wurden von der Maschine als "ohne Aussicht auf Erfolg" aussortiert, ich kann nun keine Kraft mehr da hinein investieren, selbst wenn ich es wollte.

    So in etwa fühlt es sich an.

    Liebe Mine

    Es freut mich sehr, dass es Deinem Mann etwas besser geht!!

    Und natürlich sollst Du Dir hier aus allem Geschriebenen nur das raussuchen, was für Dich passt! Wir kennen Dich ja nicht! Das andere, was Du nicht passend findest kannst Du ja aber im Hinterkopf haben und falls Du mal Plan B brauchen solltest, ist der dann vllt schneller geschrieben.

    Ich wünsche Dir aber von Herzen, dass Dein Wunsch in Erfüllung geht!

    Ganz liebe Grüße

    Api

    Wieder sind ein paar Wochen vergangen seit dem Gespräch.

    Es ist schon traurig: nach 2 Tagen ohne Alkohol und mit viel Verzweiflung meinte mein Lebensgefährte bewiesen zu haben, dass er ja sogar in größter Traurigkeit kein Alkohol brauche.

    Das war dann Anlass genug, sich ab dem dritten Abend wieder jeden Abend Alkohol aufzumachen. Er wirkt seit dem richtig gelöst.

    Er ist so schlau, seine Sucht veräppelt Ihn aber so dermaßen.

    Die Wohnungssuche meinerseits läuft, es ist aber extrem wenig auf dem Markt...

    Morgen geht es für mich und unseren Sohn 2 Wochen zum campen und Freunde / Verwandtschaft besuchen.

    Danach will mein Lebensgefährte eine Paartherapie machen, jetzt sei er so weit.

    Ich bin aber leider schon weiter.

    Es gibt für mich keine Beziehung mehr zu retten, höchstens dass wir uns Unterstützung holen, wie wir beide und unser Sohn die Trennung verkraften können.

    Liebe Franzi

    Ich lese so gerne bei Dir und finde überhaupt und gar nicht, dass Du Dich wie "unzulängliche" Mama anhört! Sondern wie eine liebende und sich sehr verantwortungsvoll verhaltende , mutige Löwenmama!

    Sei doch nicht so streng mit Dir...

    Lg

    Api

    Ich hab diese (meine) "Rückfälle " ja mehrmals durch...immer und immer wieder. Tw hab ich mich vom Forum hier abgewendet, weil ich den Eindruck hatte, niemand versteht, wie anders es bei uns ist und alle raten immer nur zur Trennung.

    Ich habe oft von außen auf uns geschaut und fand uns so toll, wenn er weniger getrunken hat.

    Was ich dabei einfach immer wieder ausgeblendet habe sind die ganzen vielen Verletzungen durch Missachtung meiner Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche... dieses Verschließen seines Herzens vor mir. Diese allabendliche Bevorzugung der Weinflasche statt meiner Person.

    Das Wissen über die Coabhängigkeit war da, Bücher habe ich vor und zurück gelesen, hier im Forum vieles gelernt. Und doch immer wieder Gedankenkarussell. Erst mit der Therapeutin schaffe ich es jetzt, dieses Wissen wirklich an die richtige Stelle rutschen zu lassen.

    Du scheinst mir da schon viel weiter zu sein!

    Alles Gute weiterhin!

    Liebe mine

    Auch von mir ganz ganz viel Kraft! Sei Dir sicher, ganz viele Menschen denken an Dich! Die hier schreiben, aber auch die hier lesen ohne zu schreiben. Gut, dass Du Dich hier mitteilst! Und gut dass es bei Dir Großeltern, Kinder, Geschwister, Familie gibt und ihr scheinbar füreinander da seid!

    Herzliche Grüße

    Api

    Zieh einfach weiter dein Ding durch, egal ob du jetzt in der Wohnung bleibst oder er. Als meine Ex die Beziehung wegen meinem Alkoholproblem beendet hat, hat es auch lange gedauert bis das in meinem Hirn verstanden wurde.

    In einer dysfunktionalen Beziehung verschieben sich ja ständig die roten Linien, werden Grenzen überschritten. Bis jetzt war das eben ohne endgültige Konsequenz, dein Gefühl, dass dein Lebensgefährte das noch nicht wahr haben will, ist vielleicht korrekt.

    Ich habe immer wieder getrunken, Alkohol versteckt, gelogen und nie ist was passiert...und dann doch?! Das braucht (gerade bei einem nassen Hirn) eine Weile. Manchmal dauert es halt bis zur leeren Wohnung, bis Realitäten verstanden/gefühlt werden.

    Aber du hast ja klare Vorstellungen, wie deine Zukunft aussehen soll. Finde ich super 👍🏻

    Danke Hobbes auch für Deine Perspektive. Ja, er hat heute nochmal gesagt, dass er NIEMAL S gedacht hätte, dass ich das wirklich will, die Trennung. Es leuchtet mir ein. Zu einer dysfunktionalen Beziehung gehören immer zwei.

    Hallo Api,

    Ich lese raus, dass er wohlmöglich Deinen Trennungsentschluss auf seinen Alkoholkonsum bezieht und deshalb Dir hierzu Kompromisse vorschlägt. Aber es ist nicht die Lösung, da die Beziehung für Dich nicht mehr funktioniert, auch aus anderen Gründen. Vlt. war der Alkohol für das ein oder andere Beziehungsproblem ursächlich aber heute gibt es für Dich keine Perspektive mehr in der Beziehung.

    Könnte es sein, dass ihr aneinander vorbei redet?

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Ja Nayouk, das kann vielleicht sein. Und ich hätte mich in den vergangenen Jahren so gefreut und so ernst genommen gefühlt, wenn er mit dieser Ernsthaftigkeit wie gestern um einen Kompromiss gerungen hätte. Aber nun liegt so vieles im Argen und ich sehe immer mehr, was sich in all den Jahren, in denen er sich mir so sehr verschlossen hat , angestaut hat. Es ist tatsächlich nicht nur derAlkohol , aber der ist immer dabei.

    Achso. Ja, das mache ich ja. Ich habe michbgetrennt, dachte, wir sind eine Weile eine WG und sehe jetzt die räumliche Trennung als den einzig gangbaren Weg.

    Trotzdem reden wir ja noch miteinander . Und da hat sich herausgestellt, dass mein Lebensgegährte (verständlicherweise) nicht gedacht hätte, dass ich es diesmal so ernst meine und konsequent bleibe.

    Genau. Ich habe ja gesagt, dass mich das für ihn freut, aber nichts an meinem Entschluss ändert. Aber ich frage mich, warum solche von mir ausgesprochenen Sätze einfach nicht als so definitiv wahrgenommen werden wie ich sie meine?!

    Auch dass ich vor 2 Jahren aus dem gemeinsamen Schlafzimmer ausgezogen bin oder dass ich vor einigen Wochen die Beziehung beendet habe, keinen gemeinsamen Wochenendaktivitäten mehr zugestimmt und auf getrennte Sommerferienplanung bestanden habe: all das wurde zwar als übertrieben angesehen, aber akzeptiert. Und bei jedem nächsten Schritt stellt er wieder alles in Frage. Da frage ich mich halt, ob ich nicht klar genug bin?

    Fortsetzung vom gestrigen Gespräch folgte vorhin:

    Mein Lebensgefährte möchte die räumlich Trennung absolut nicht. Er verstehe meine Beweggründe , ABER...die 30 Jahre...unser Versprechen... unser Sohn...unsere alten Eltern...das Haus...unsere gemeinsamen Träume/Ideen/unsere gemeinsame Sicht auf so manches gesellschaftliche Problem...

    Ja, ja und ja! Das ist alles sehr traurig und ich schmeiße hier auch nichts leichtfertig über Bord. Das alles geht aber schon seit langem den Bach runter und nicht erst nach einer Trennung.

    Er fing an, mir Kompromisse vorzuschlagen, auf wieviel er seinen Konsum reduziert, da er ja auch weiß, dass ihm das rein gesundheitlich gut tun würde. Er will nicht wahr haben, dass dies alles für mich mittlerweile indiskutabel ist. Ich hab ihm gesagt wie es ist: Natürlich freue ich mich, wenn er etwas für seine Gesundheit tun wird, aber es hat nichts mit unserer Beziehung / Trennung zu tun.

    Aber ich tue mir scheinbar doch sehr schwer damit, diese Kompromisslosigkeit auch so zu vertreten, dass sie ankommt. (Habe ja auch schon mehrmals in der Vergangenheit leere Drohungen ausgesprochen und mich oft durch kleinere oder größere Zugeständnisse wieder auf die Beziehung eingelassen. )

    Gegenüber unserem Sohn oder auch anderen Menschen bin ich diejenige von uns, die viel besser Grenzen setzen kann. Warum nur kann ich scheinbar nicht unmissverständlich dieBeziehung beenden? Ich meine, ich hätte dies vor einigen Wochen doch getan! Und ihn mehrmals gefragt, ob er mich damit etwa nicht ernst nimmt, wenn er über irgendeine gemeinsame Zukunftsplanung sprach. Dann hieß es jedesmal "doch ich nehme Dich ernst". Jetzt geht es um die räumliche Trennung und er stellt komplett in Frage, dass wir kein Paar Mehr sind. Ich bin scheinbar zu schwammig, zu nett, zu uneindeutig. Ich versteh ihn aber ja auch und das macht es nicht leichter.

    Ich kann ihn ja nicht anschreien und behaupten, dass ich ihn hasse oder so , dann die Koffer packen und Türen knallend mit unserem Sohn das Haus verlassen. Weder hasse ich ihn noch halte ich keine Sekunde in seiner Nähe aus.

    Und meine Emotionen waren wieder völlig weg bei dem Gespräch. Dafür hab ich nachmittags im Bus auf einmal aus heiterem Himmel mit den Tränen gekämpft .

    Tja, ich schätze mal, ich steh ganz am Anfang eines sehr schwierigen Weges. Was meinen denn diejenigen von Euch, die vllt in einer ähnlichen Situation waren oder sind?

    Danke

    Lg

    Api

    Verrückt...nun hatte ich gar kein schlechtes Gewissen! Vllt ja auch dank des Forums, vllt habe ich es einfach hier gelassen, keine Ahnung! Aber ich sag mal Danke.

    Es war ein ernstes Gespräch, es waren natürlich auch Emotionen dabei, aber hauptsächlich war es von beiden Seiten ernst. Mein Lebensgefährte kann zwar nicht verstehen, dass es mir so ernst ist. Er hat noch ein paar wenige "Gegenargumente" gebracht. Aber er merkt wohl, dass ich einen Weg eingeschlagen habe. Und ich merke wieder, wie sicher ich in meinem Entschluss bin. Er hat nochmal versucht, mir zu Bedenken zu geben, dass es doch bestimmt andere Lösungen gibt, dass er ja keiner ist, der morgens nicht aus dem Bett kommt oder ein sonstwie klischeehafter Alkoholiker ist, aber das bewirkte sehr wenig in mir. So kenne ich mich gar nicht.

    Wie wir die räumlich Trennung umsetzen ist nun zwar noch nicht entschieden, aber wir werden in den nächsten Tagen weiter dran bleiben. Irgendwie sehen wir beide es wegen unserem Sohn als sinnvoll an, wenn ich hier bleibe. Andererseits hängt mein Lebensgefährte mehr als ich am Haus und unser Sohn hat durch seine Handicaps sowieso leider keine großartige Anbindung im Dorf, da könnte ich auch mit ihm in die Nähe seiner Förderschule ziehen, so dass er mal einen kürzeren Schulweg hat.

    Wir haben diese Dinge teilweise so sachlich diskutiert, dass es mir schon unecht vorkam. Seltsam...

    So, heute Spätnachmittag setzen wir uns zusammen und besprechen die räumliche Trennung.

    Ich nehme mir vor

    -kein schlechtes Gewissen zu haben, denn ich habe Jahre und Jahrzehbte lang mir 1000 Sachen einfallen lassen, diesen Schritt zu vermeiden, bevor ich dann kapituliert habe

    - kein schlechtes Gewissen zu haben, denn er ist erwachsen und wir nicht das einzige Paar der Welt, dass sich trennt. Es ist gar nicht schön, aber es ist zumutbar

    - kein schlechtes Gewissen zu haben, denn ich gehe diesen Schritt für mich und für unseren Sohn. Auch falls mein Lebensgefährte mir sagen wird, unser Sohn wird unter der Trennung leiden: 1. Wird er auch unter der unbehandelten Alkoholsucht leiden, 2. Würde er auch leiden oder ein schräges Vorbild haben, wenn ich leide und weiter immer nur ertrage, anstelle aktiv meine Situation zu ändern

    - Kein schlechtes Gewissen zu haben, da ich durch meine Therapie anfange zu verstehen, dass ich mein dauernd schlechtes Gewissen als Kind anerzogen bekommen habe und aber ja erwachsen bin und es ablegen darf

    - kein schlechtes Gewissen zu haben, da ich nicht egoistisch handel sondern endlich Verantwortung übernehme

    So - nach einem weiteren Jahr melde ich mich wieder: Getrennt von meinem Lebensgefährten, aber noch unter dem gleichen Dach wohnend . WG. Dieser Schritt war sehr, sehr gut und hat mir viel Kraft, Abstand und Klarheit gegeben. Und uns allen etwas Ruhe. Es ist keine Dauerlösung, eine richtig räumlich Trennung muss her, aber es war ein wichtiger Schritt. Ich fühle mich jetzt schon alleinerziehend verantwortlich, mit Ex-Partner, der wenn es drauf ankommt, einspringt. Das ist ein gutes Gefühl und ich glaube, dass es auch für unseren Sohn so schon sehr viel klarer und zuverlässiger ist als vorher!

    Die Paarberatung haben wir nach einer "Zwangspause" nicht wieder aufgenommen, da sie aus Sicht meines Lebensgefährten nichts bringt. Therapie- oder anderweitig externer Hilfe bedürftig sieht er sich auch nicht. Trinken tut er tatsächlich glaube ich weniger, aber weiterhin jeden Abend. Ich habe aber nicht mehr das Bedürfnis, zu kontrollieren. Meine Emotionen sind nicht mehr abhängig davon, ob, wann, was oder wieviel er trinkt! Zuletzt waren es jeden Abend 1 - 2 Flaschen Wein, jetz weiß ich es nicht.

    Ich habe für mich eine Therapeutin gesucht und nach einiger Zeit auch gefunden. Diese begleitet mich nun durch den Trennungsprozess. Es tut unheimlich gut, mich verstanden zu fühlen und klipp und klar gespiegelt zu bekommen, dass ich da gute Entscheidungen treffe. Und welche "Macken" ich selbst habe. Und dass ich mich für diese nicht schämen muss, sondern sie in Ruhe anschauen und ändern darf.

    Die Trennung findet mein Lebensgefährte übertrieben, kann sie nicht nachvollziehen, er trinke ja viel weniger / gemäßigter, empfindet es so, dass ich die Spieltegeln bestimmen will und wenn er nicht alles so macht wie von mir gefordert, gehe ich. Wenn er das nach Jahren und Jahrzehnten, in denen sich sämtliche Abendgestaltung, Urlaubsorte (wo kann man Wein bekommen) etc nach ihm gerichtet hat, so sieht, tut es mir leid (wirklich, denn ich habe ja so gelebt, dass es ihm oft genug wie gemeinsame Gestaltung und Planung vorkam), aber es gab auch mehr als genug Szenen wie wohl bei allen langjährig Co-Abhängigen, in denen ich nur allzu deutlich gemacht habe, dass ich das hasse und so nicht weiter machen will (und doch getan habe).

    Was soll's. Vergangenheit! Von unserem Sohn habe ich gelernt, im Hier und Jetzt zu leben. Und die Zukunft am Schopf zu packen!

    Also werde ich jetzt nochmal öfter hier im Forum sein, um mit Eurer und meiner Therapeutins Hilfe auch den nächsten Schritt - die räumlicheTrennung - in Angriff zu nehmen. Focus auf den Sohn und mich, Tempo so wie es braucht, Stillstand oder Rückzieher NEIN!


    Lg

    oh je - ja Elly. Krass dass das schon 1 Jahr her ist!

    Das ist eine lange Zeit und es ist viel passiert, ich lese immer noch mal mehr, mal weniger hier mit.

    Wir waren so weit, dass mein Lebensgefährte gesagt hat, er zieht aus, damit unser Sohn nicht umziehen muss. Er teilte mir auch einn paar mal mit, dass er eine passende Wohnung habe. Draus geworden ist aber nix und ich denke mittlerweile, dass er höchstens halbherzig gesucht hat und alles spielte sich wieder so ein wie immer. Er trank auch gemäßigter. Dann war ich mit Sohn auf Mutter-Kind-Kur und dort hab ich wieder gemerkt, wie groß mein emotionaler Abstand ist bzw wie mich selbst und gefühlt auch unseren Sohn seine Trinkerei und die Launen belastet, auch wenn er "nur" abends wenn unser Sohn im Bett ist trinkt. Ich habe noch von der Kur aus einen Termin bei der beziehungsberatung gemacht und dazu geschrieben, dass ich nicht weiß, ob ich alleine oder wir zu zweit kommen. Zuhause habe ichbihn dies als letzte Möglichkeit genannt bevor ich mit unserem Sohn ausziehe. Habe mich auch unserer Erziehungsberaterin und der Therapeutin unseres Sohnes (der ja durch seine Behinderungen und verschiedene weitere Faktoren sowieso belastet ist) geöffnet und diese unterstützen mich in meinem Entschluss, da sie sagten, alles was Stabilität fürs Kind bedeutet ist gut. Ambivalenz der stärksten Bindubgsperson ist schlecht. Getrennte Eltern sind kein Weltuntergang. Klingt sehr einleuchtend.

    Und siehe da: mein Lebensgefährte hörte für 2 Monate ganz auf zu trinken und macht die Beratung mit. Ganz aufhören will er allerdings nicht, sieht nicht dass er ein Problem hat. Trank dann auch lange nur noch viel weniger. Dann hatte unser Sohn einen sehr lang anhaltenden schwierigen Schub und brauchte jeden Abend Einschlafbegleitung, die er auch immer abwechselnd von uns bekam. In akuten Zeiten funktiobieren wir nach wie vor gut als Team für unseren Sohn! Auch wurden wir wieder ein bisschen wohlgesonnener miteinander und sahen mehr positive Seiten.

    Seit ein paar Wochen jedoch bin ich wieder wegen der Trinkmengen nicht mehr so sicher und lese hier ja auch immer wieder, dass die absolute Menge nicht unbedingt die Rolle spielt, sondern das Unwohlfühlen der Partnerin /des Partners mit der Menge. Und ich fühle mich wieder unwohler. Und habe Angst, dass ich ein Jahr (ein kostbares, langes Jahr gerade für einen 10 /11Jährigen) verschenkt habe.

    Danke dass Du nachgefragt hast!