Beiträge von Api

    Ganz schlimm…das kenne ich.

    Insgesamt merke ich, dass ich dünnhäutiger gegenüber Alkohol werde.
    Die Kinder waren letztes auf einem Geburtstag. Als ich sie abgeholt habe, saßen die Erwachsenen mit alkoholischen Getränken da (teilweise waren es die Eltern der Kinder). Zwar alles im Rahmen, niemand war offensichtlich angetrunken, aber mir war das zu viel. Alkohol und Kinder zusammen finde ich mittlerweile so schrecklich.

    Ich kann auch nicht mehr darüber lachen, wenn Eltern witzig sein wollen, so nach dem Motto: den Tag heute übersteht man nur mit Alk.

    Vielleicht sehe ich es irgendwann wieder anders, aber im Moment: ein klares NEIN!

    geht mir auch so! Da bin ich echt unentspannt geworden - und das wird immer mehr statt weniger.

    und Wichtelmama

    mir fiel grade noch ein, dass ich Dir noch erzählen möchte, dass ich gemerkt habe, dass ich selber scheinbar viel mehr unter dieser Ungerechtigkeit (Haus, Garten, Nachbarschaft, Natur, Tiere...) leide oder gelitten habe, als Sohni dies tut. Obwohl er als ich ihm damals von der Trennung erzählt hatte ja direkt sagte "ABER WIR BLEIBEN HIER!" Und obwohl er ja autistische Züge hat und sehr viele Routinen braucht. Und sehr von der Umgebung profitiert hat.

    Mir ist das ganz extrem aufgefallen, als er in letzter Zeit anderen Leuten immer wieder so vollkommen selbstverständlich erzählt "in Ort xy wohnt mein Papa" oder "ich besuche meinen Papa" oder so. Da ist nix von "da wo ich früher wohnte" oder so. Er hatte ja schon keine 2 Wochen nach unserem Auszug, an Weihnachten, von seinem Zuhause gesprochen, wenn es um unsere (Ferien-)Wohnung ging. Er wollte einen Weihnachtsbaum in seinem Zuhause, obwohl wir ja in unserem alten Haus gefeiert haben. Wurde ihm dort etwas zu viel, bat er mich, dass wir nach Hause (in die Ferienwohnung) fahren usw. Es war von Anfang an UNSER ORT und den hat er sicherlich mit einer entspannten Mama verbunden.

    Das kann und darf natürlich bei jedem Kind unterschiedlich sein - jedes Empfinden von den Kindern, die ja nix dafür können, hat sein Recht. Ich hatte da ein riesen Glück. Aber vllt hilft es Dir, denn wie meine Therapeutin mir oft empfielt, wenn ich Dinge in der Zukunft negativ sehe: Kann natürlich sein, dass es so (negativ) kommt. Aber es gibt zig andere Möglichkeiten, die genauso gut eintreten können.

    Ich denke an Euch und wünsche Euch alles beste für Euer Einleben in EUREM ORT!!


    LG

    Api

    Es ist einfach so unfair. Drei Menschen müssen ihr Zuhause aufgeben und sich alles neu erarbeiten. Das für eine kurze Zeit nur. Es hätte so viel einfacher sein können. Hätte hätte Fahrradkette…

    Ich hoffe einfach nur, dass es wirklich die richtige Entscheidung war. Aber was hätte ich anderes machen sollen?! Ich hätte noch weiter warten können, ob eine Wohnung hier in der Nähe frei wird. Aber meine Nerven sind jetzt schon am Ende.
    Ich hätte den Mitbewohner drängen können auszuziehen, aber auch das wäre eine Frage der Zeit gewesen. Das hätte sich Jahre hinziehen können.

    Liebe Wichtelmama

    - ja, es ist verdammt unfair! Beu uns ja auch. Das lässt sich nicht schönreden!

    - ich möchte Dich gerne in dieser Hoffnung, dass es eine richtige Entscheidung ist unterstützen

    - eben: was hättest Du anderes machen können!?

    Du machst das sicher genau richtig. Und sehr verantwortungsvoll für Deine kinder!

    Viel Kraft und alles Liebe

    wünscht

    Api, die begeistert von der positiven Entwicklung ihres Kindes ist und sich auch selber entwickelt, während bei ihrem Ex (glaubt sie) nicht so viel Entwicklung im Gang ist

    Du hörst Dich sehr traurig und einsam an, Anne.

    Lies Dich mal in Ruhe hier ein. Hier wimmelt es von ganz jungen bis wirklich älteren Menschen, die aus der Co-Abhäbgigkeit raus wollen, sich gerade befreien oder schon länger befreit sind. Ü 50 und 20 oder 30 Jahre ein Paar: da können so einige von uns mitreden! Da bist Du schonmal nicht allein! Außerdem: Stell Dir Dich mal mit 80 vor: wenn Du dann an Deine 50er denkst, willst Du dann denken "Ach was war ich da noch jung und was hätte ich da noch mein Leben ändern können!"? Oder willst Du dann denken "Hej da hab ich meinem Leben ein tolle Wendung gegeben!"?

    LG

    Api

    Hallo Schmetterling,

    Die Heiligenfeld-Kliniken haben auch eine Einrichtung, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben. Ich habe mal jmd kennengelernt, die dort war und es sehr hilfreich fand. Ist aber schon eine Weile her.

    Aber Schmetterling,

    Selbst wenn es "nur" Dein inneres Kind ist u d selbst wenn Dein Mann noch nicht tief in einer Sucht steckt: Ist es denn eine Partnerschft auf Augenhöhe, wenn es Dir mit seinem Alkoholkonsum schlecht geht und er trotzdem weiter so trinkt anstelle zu sagen "Hej Schmetterling Dir geht es schlecht?! Was kann ich tun, um Dir zu helfen?!"

    LG Api

    Liebe Tigermama;-)

    Du fragst, wie Du es den Kindern erklären sollst. Eigentlich wollte ich grade im Anfang Deines Fadens nur nachschauen, wie alt deine Kinder sind. Dann bin ich über ein paar Zitate gestolpert und dachte "vllt reicht es zu sagen, der Papa braucht grade Zeit für sich und meldet sich wenn es wieder geht. Wir machen es uns aber jetzt trotzde schön. "


    meine Kinder die Fahne ihres Papas als normal empfinden.
    Aber nun ist es leider so.

    Feiert und genießt wann immer mlglicv, Deine Entscheidung, den Kindern ihr Gespür für "normal" und "nicht normal" zurückzugeben!

    ich selbst bin zwischen Alkholikern groß geworden

    Feiert und genießt wann immer möglich Deine Entscheidung, dass Deine Kinder dies später mal nicht werden sagen müssen.

    Die Situation macht mich zu einer schrecklichen Mama, ich kann keine Sekunde in Ruhe mit meinen Kindern spielen, weil ich ununterbrochen darüber nachdenke wie das hier alles weitergehen soll.

    Und spielt was das Zeug hält!!


    Dann werden vllt gar nicht allzu viele Fragen aufkommen!

    Alles Gute

    wünscht Api, die nach dem Auszug dachte, es würde eine notwendige aber schwere Zeit für sich und den Sohn abbrechen, aber eines Besseren belehrt wurde! Es kam ganz viel Unbeschwertheit ins Leben!

    Kaettl, ich kam mir auch erst so vor, als würde ich meinen Partner hintergehen. Und dann plötzlich hab ich es umgedreht und ihm offen gesagt, dass ich zur Suchtberatung gehe, Bücher lese usw. Das tat gut. Denn endlich blieb ich bei mir. Ich habe ab da versucht, nicht mehr zu sagen "Hör Du auf" sondern "ich fange jetzt an". Das war eine riesen Erleichterung!

    Beim Thema Alkohol können wir nicht miteinander reden. Da schaltet er in den Sturmodus und hört mir nicht zu. Hat hier schon jemand seinem/r Partner*in einen Brief geschrieben? Ich möchte ihn wissen lassen, wie ich mich fühle und warum ich wie reagiere bzw. welche Entscheidungen ich für mich getroffen hab.

    Mir ist bewusst, dass er sich dadurch nicht ändern wird.

    Hallo Lollo05

    Ja, ich habe so einen Brief geschrieben. Er wurde richtig richtig lang und es ging nicht nur um Alk sondern um vieles was bei uns im Argen lag . Er hat den Brief Monate lang nicht gelesen, was mir sehr zu schaffen gemacht hat, da ich ihm mehrmals gesagt hatte, dass das doch meine Gefühle, meine Sorgen, meine Perspektive ist und ob er es echt nucht erträgt, mir mal in Ruhe zuzu"hören".

    Aber für mich selber war es gut, den Brief zu schreiben. Ich konnte mich dadurch ein Stück weiter sortieren. Es war nochmal anders als hier zu schreiben. Eine gute Ergänzung.

    LG

    Api

    Ich finde da Ehrlichkeit auch am besten Aber wenn Du zb zu Deinen alten Verwandten sagst "er kann Dir nicht helfen, er ist krank, ich möchte aber nicht darüber reden was er hat" dann finde ich das auch nicht unehrlich. Falls das so besser für Deine momentane Situation passt.

    Hallo Lila-blau

    Ich glaube, ich habe bzgl meinem Prtner lange ganz ähnlich gefühlt und gehandelt wie Du. Auch ich habe mich gefragt, wie ich ihm das überhaupt sagen soll, dass ich möchte, dass er auszieht. Dass er dann bestimmt nichts findet. Dass er ja kein tolles soz. Netzwerk um sich hat. Dass er ja die Trennung nicht will. Kurz gesagt, dass er das alles bestimmt nicht hinbekommt. Es war dann ein langes Hin und Her. Letztendlich hab ich tatsächlich (mit externer Unterstützung) geschafft zu sagen, dass ich das will. Für mich ein riesen Schritt, etwas einzufordern. Hat trotzdem nicht geklappt und letztendlich bin ich diejenige gewesen, die mit unserem Sohn ausgezogen ist. Wäre ndersrum besser gewesen, aber Hauptsache ich bin ausgestiegen. Jetzt muss ich trotzdem noch lernen, ihm sein Leben zuzutrauen. Nicht ständig Sorge zu haben, dass er das alles nicht verkraftet, hinbekommt etc.

    Ich wünsche Dir, dass Du zügig in die Puschen kommst und kann Dir von mir berichten, dass es sich gut anfühlt, endlich wieder zu agieren statt zu reagieren! Selbst wenn es anders kommt als ideal.

    Alles Gute

    Wünscht

    Api

    Hallo livia

    Ich war auch in den Anfängen im Forum ein paar mal vor den Kopf gestoßen, dachte warum ist der oder diejenige so unsensibel etc. Aber wenn ich mir das heute durchlese, denke ich "oha warum hat mich das denn so vor den Kopf gestoßen?! Es ist doch nur die unverpackte Wahrheit!"

    Mittlerweile empfinde ich es als sehr bereichernd, dass hier sehr unterschiedliche Menschen mit sehr unterschiedlichen Perspektiven und auch Schreibarten unterwegs sind.

    Und: zieh Dir einfach raus, was Du gebrauchen kannst und lass alles Andere liegen. Es geht ja hier um Deine Selbsthilfe und nicht darum, eine Gruppe zu sein, die befreundet miteinander ist oder so.


    LG

    Api

    Das ist ein einziger Alptraum geworden, aus dem es kein Erwachen gibt.

    Hallo livia ,

    Über diese Formulierung bin ich gestolpert. Es gab eine Zeit un meinem Leben, da hatte ich mit sehr, sehr schlimmen Alpträumen zu tun. Da konnte ich tatsächlich nicht draus fliehen. Schrecklich war das.

    Nun leben wir aber ja den größten Teil des Tages im Wachzustand. Und da sind wir gar nicht handlungsunfähig und auch nicht allem was so kommt ausgeliefert. Wir können uns Hilfe holen (was Du ja hier machst) und uns aktiv aus einer Lebenssituation befreien!

    Ich sage weder, dass das einfach, noch schön oder schnell geht. Ich selber habe Jahrzehnte gebraucht. Aber: es ist kein Ding der Unmöglichkeit. Wir können uns im wachen Zustand bewusst entscheiden, zu fliehen bzw etwas zu verändern. Im Albtraum funktioniert das nicht.