Beiträge von Hera

    Da war ich eine davon. Ich konnte nicht rechtzeitig "Nein, danke" sagen. Zittern, Schweißausbrüche, Panikattacken, volles Programm. Aber das soll ja kein Battle sein ;)

    Aber wenn du morgens schon getrunken hast, um dich auf Pegel zu bringen, warst du ja auch eine Spiegeltrinkerin oder?

    Aber im Grunde ist es egal, wer wann wo und wieviel getrunken hat, wichtig ist, dass du erkannt hast, dass du es nicht mehr willst.

    Grüße

    Hi und willkommen hier, schön, dass du uns gefunden hast. Dein Nickname hat mich gleich an Police Academy erinnert.

    Ich wollte auch direkt was zur Gartenparty schreiben, aber es wurde schon auf die Gefahren hingewiesen. Das ist das Gute hier, Achtsamkeit.

    Liebe Grüße,

    Hera

    Das müsstest du doch wissen? Was bringen dir diese Fragen? Oder anders, wie bringen sie dich weiter? Das klingt langsam wie ein Interview..

    Ja, es kann sein, dass sich Alkoholiker unter Alkohokeinfluss verändern. Manche sind nüchtern nett und fangen betrunken Schlägereien an. Andere sind nüchtern gereizt, weil sie nicht auf ihrem Pegel sind.

    Es ist doch in allen Bereichen des Lebens so, dass ich erst wirklich mitreden kann, wenn ich eigene Erfahrungen damit gemacht habe (ob das jetzt Krankheiten, berufliche Situationen, Kindererziehung, Mobbing oder Auswanderung betrifft). Ich versteh das besser, weil ich es nachvollziehen kann. Und trotzdem ist jeder Mensch individuell und muss das nicht gleich wie der andere betrachten oder verhält sich nach dem gleichen Muster. Es gibt Alkoholiker, die tolle Menschen sind und welche, die ich nicht in meiner Nähe haben will.

    Ich verstehe, wie gnadenlos die Sucht ist und wie sie einen gefangen nimmt. Das ja.

    Ich weiß nicht, auf was du hinaus willst, deshalb frag ich.

    Ich kenn persönlich gar nicht so viele nasse Alkoholiker. In meinem Freundeskreis gibt es vielleicht einen und mit dem geh ich ganz normal um, wie sonst? Wenn mir ein Mensch nichts Böses will, bin ich immer normal zu diesem, ob Alkoholiker oder nicht.

    Ich kenne aber viele Menschen, die einen normalen Umgang mit Alkohol haben und ab und an was trinken, da sag ich auch nix dazu.

    Als ich morgens keinen Kaffee mehr, sondern direkt Wein getrunken habe. Bevor ich meine Kinder geweckt habe. Da war es glasklar, dass es tiefer fast nicht mehr geht. Bin auch trotzdem arbeiten gegangen, war aber ständig entzügig. Pegel halten war die Devise. War super, als man ne Zeit lang Maske tragen musste. Warum ich so abgerutscht bin, weiß ich nicht genau und ich hatte auch Phasen, da waren die anderen aber sowas von schuld daran, dass ich weiter trinken musste..böse Welt, böse Menschen.

    Wenn ich die Zeit zurück drehen könnte, wäre ich wieder 15 und hätte gern das Wissen von heute. Schade Marmelade, aber der Zug ist abgefahren.

    Da hast du recht. Irgendwann checkt das jeder und Alkoholiker sind ja nicht weniger intelligent, nur weil sie trinken 😉 bei Handlungen in vollem Zustand sei das aber dahingestellt. Knallhart war der gefühlte Fausthieb in die Magengegend morgens, wenn mir eingefallen ist, was ich Tags davor wieder für einen Mist fabriziert hatte, also schnell weitertrinken, um das zu verdrängen. Und das war oft der Fall.

    Unter der Voraussetzung, dass er es will. Du weißt ja nicht, warum der Einzelne trinkt. Ob er nichts (mehr) zu verlieren hat. Wenn das so wäre, würde jeder irgendwann an den Punkt kommen. Tun aber nicht alle.

    Mir war das klar, weil ich Verantwortung meinen Kindern gegenüber hatte, sie haben sich eine trinkende Mutter nicht ausgesucht. Egal wie betrunken ich war, da hab ich mit mir nicht diskutiert. Bei meinem Mann wären sie in den besten Händen gewesen. Ich hätte sie verloren, aber das wäre für die beiden die einzige Option gewesen, normal aufzuwachsen.

    Alkoholiker sind oft hart zu sich selbst. Also ICH war es. Und da war und ist mir meine Bequemlichkeit sch***egal. Wohnungsmarkt, Kinder, die mit nur einem Elternteil aufwachsen, Finanzen, ... was juckt einen das, wenn das Hauptziel das tägliche sich-Abschießen ist??

    Und noch ein Gedanke zu Beziehungen. Bekanntermaßen wird eine Alkoholiker*in nicht mit dem Saufen aufhören, wenn keine Krankheitseinsicht und keine eigene Entscheidung vorhanden ist. Und ebenso wird eine Alkoholiker*in sich in den seltensten Fällen freiwillig aus einer Beziehung (mit oder ohne Kinder) lösen, wenn das eigene Saufen fremd schädigend wird, weil das ja wieder Krankheitseinsicht voraussetzen würde. Außerdem wäre das ja unbequem denn im Grunde geht es ja darum, ungestört der Sucht nachzugehen.

    Hi Kazik! Dann gehöre ich zu den seltensten Fällen. Ich war einsichtig und wollte mich trennen, um meine Familie zu schützen. Und unbequemer ist es doch, wenn ich nicht "ungestört" trinken kann? Oder hab ich was missinterpretiert ?

    Hi nochmal,

    bei uns läuft es immer nach dem gleichen Schema ab, nämlich, dass sich hier die Menschen, die sich als Alkoholiker bezeichnen können und für immer abstinent leben möchten, sofort austauschen können, wenn sie bei ihrer Entgiftung ärztlich begleitet werden - das geht natürlich auch ambulant zuhause.

    Wir möchten niemanden dazu animieren, kalt zu entziehen, da das gewaltig schief gehen kann.

    Ansonsten kannst du dich nach 7 alkoholfreien Tagen hier wieder melden.

    LG, Hera

    Hi Ludwig, willkommen bei uns!

    Hier wirst du verstanden und kannst immer direkt schreiben, wenn es brenzlig wird, es ist quasi immer jemand online, mit dem du dich austauschen kannst.

    Du bist also Alkoholiker und möchtest für immer abstinent leben?

    LG, Hera

    Das, was du aufzählst, kann durchaus auch durch Co-Abhängigkeit ersetzt werden.

    Man sieht den Partner anders als andere -> verzerrte Wahrnehmung

    Verändert die Sexualität, weil man sich vielleicht zurückzieht

    Verändert den Charakter, weil man früher stark und selbstbewusst war... usw.

    Und es ist völlig egal warum oder in welcher Gehirnregion das passiert, wenn man mit dem Ist-Zustand einfach nicht klar kommt.