Beiträge von Hera

    Naja hier wird schon viel Rücksicht auf mich genommen. Kein Alkohol, keine gerede über Alkohol, ich habe ein großes Zimmer und meinen Rückzugsort. Ist halt jetzt wie eine WG, als die Kinder klein waren war es wie eine Familie- sind halt net meine Kinder

    DAS find ich wichtig! Familiäre Probleme kann es immer geben, auch mit eigenen Kindern. Das ohne Alkohol zu meistern, um das geht es doch im Kern. Jederzeit kann irgendwo was nicht rund laufen, im Job verbringt man oft mehr Zeit als mit seiner Familie. Das darf dann eine Abstinenz auch nicht zum Bröckeln bringen... Ich selber muss stabil sein, vor Allem, wenn sich Umstände in naher Zukunft nicht ändern können.

    Das klingt gut. Als wäre da jetzt ein Knopf drunter gemacht worden. Und es tut bestimmt auch gut, das alles mal in Worte zu fassen. Ich wünsch dir, dass du dich in naher Zukunft wieder mögen lernst. Dass der Alk dich daran hindern würde, hast du längst kapiert. Alles Gute für dich!

    Irgendwann konnte ich mir selbst gegenüber nichts mehr vormachen und musste es mir eingestehen. Das hat aber schon ne Weile gedauert, jahrelang war es missbräuchlicher Konsum. Dann kamen die Entzugserscheinungen und dann war es für mich klar. Und ab da begann auch das Täuschen meines Umfelds.

    Hi!

    Ich kann leider total mit dir mitfühlen. Ich habe mich nicht nur einmal peinlich verhalten... Ich weiß jetzt nicht wie schlimm es war und inwieweit du dich daneben benommen hast, aber ich hab mich damit getröstet, dass die anderen ja wissen, wie ich bin, ohne besoffen zu sein. Die Scham bleibt natürlich, aber mit der Zeit wird sie weniger. Inzwischen konnte ICH mir verzeihen, ich war damals nicht ich.

    LG, Hera

    Ich weiß der Großteil hier wird mir empfehlen nicht hinzugehen, die Option habe ich auch in Erwägung gezogen, bin noch unschlüssig.

    Dann war dir das Echo doch klar?

    Du bist da völlig bewusst hingegangen und warum der Geburtstag wichtig war, weiß ich nicht. Anscheinend wichtiger als dein Wunsch, deine Abstinenz zu sichern.

    (Das mit der Hochzeit meiner Tochter zu vergleichen... klingt einfach nur trotzig.) Ich habe mein Umfeld komplett geändert, mir hält niemand mehr nen Kurzen unter die Nase.

    Ich weiß einfach, dass ich niemals in einem Umfeld hätte heilen können, in dem ich krank geworden bin.

    Dein Leben, deine Krankheit, deine Entscheidung. Ich wünsch dir, dass du das auch im Nachgang überstehst.

    Nicht cool. Alle Warnungen in den Wind geschlagen. "Überstehen" und "meistern" - das ist keine Leistung, sondern Unvernunft. Sorry, aber ich kann das absolut nicht verstehen. Und ich find es blöd, weil vielleicht der ein oder andere Neue dann denkt, er kann das auch.

    Willkomme Toscanelli.

    Hier sind Unterstützer, die sich Zeit für dich nehmen. Dein einziger Gegner ist die Sucht. Verwende deine Energie für dich, nicht gegen das Forum und die Art und Weise wie hier vorgegangen wird. Die hat nämlich Hand und Fuß.

    LG, Hera

    Hi Julia,

    "den Alkoholiker" gibt es nicht. Alle haben die gleiche Krankheit, aber trotzdem eine eigene Persönlichkeit. Er kann froh sein, dass du ihm eine Chance auf Entwöhnung und ein Zuhause bietest, dass du überhaupt noch da bist. Hast einen Hausrat für ihn im Keller, falls er gehen will. Das klingt gönnerhaft. Du erwartest, dass er dir Dankbarkeit zollt, für etwas, das noch in der Zukunft liegt und einen ungewissen Ausgang hat. Als ich mitten in der Sucht gefangen war, hatte ich zum Beispiel kaum Perspektiven. Du kannst (zum Glück) nicht nachvollziehen, warum ein Alkoholiker trinkt. Für einen Außssenstehenden klingt es so einfach, aufzuhören. Aber das ist es nicht.

    LG