Ja, meine ich. Das Thema kommt immer wieder auf und stört mich schon länger. Auch gerade heute wieder. Der Thread heißt Fragen an einen Alkoholiker, scheint aber ständig dahin zu driften dass Alkoholiker die Cos in die Schranken weisen und "therapieren".
Ich schreibe kaum bei den Cos, lese aber.
Wenn sich jemand im Trennungsprozess oder kurz nach einer Trennung befindet, geht es ihm ja sowieso schon schlecht. Um sich da nicht total in das Vergangene zu verrennen, sich zu fragen, warum das alles passieren konnte usw. gibt es immer diese eine Antwort, dass es die Sucht ist und dass ein Nicht-Süchtiger diese - zum Glück - nicht versteht. Sucht steht leider über allem.
Daher kommt vermutlich recht schnell der eine oder andere Vorschlag, sich auf sich selbst zu konzentrieren, quasi, um dem-/ derjenigen zu helfen, nach vorne zuschauen und (erstmal) nicht zurück.
Ich würde als Co wahrscheinlich auch das Suchtsystem verstehen wollen.
Aber die Aufarbeitung kommt dann natürlich trotzdem irgendwann, ist bei Alkoholikern ja auch so. Ich denke auch manchmal: "Oh nein, geh bitte nicht zurück!", wenn dann zum Beispiel diese Fragen und Selbstvorwürfe kommen, ob der Co schuld an der Misere ist oder den Kindern den Vater nimmt. Das ist er aber nicht - also rein auf den Alkoholismus bezogen. Was sonst schief gelaufen ist, kann ich ja nicht beurteilen.
Ich hoffe, ich konnte das einigermaßen nachvollziehbar rüberbringen. Ist aber MEINE Meinung zu der Thematik.
Grüße!