Beiträge von Hera

    Auch meine kleine Schwester und ich mussten meinen Vater stets "schonen".

    Er ist müde, er hat Kopfweh, ihm geht es nicht so gut...

    Wir sind mit unseren Problem aber weder zu ihm, noch zu meiner Mutter. Das ist bis heute so geblieben. Wir erzählen sie uns nur gegenseitig.

    Denn wir wollten auch unsere Mutter nicht stressen, sie hatte genug am Hals und eine mords Last auf ihren Schultern. Umarmt hat sie uns aber auch nie.

    Ich erinner mich noch ganz genau, ich war 9, als mir bewusst wurde, daß da was nicht stimmt. Benennen konnte ich es erst viel später: Depressionen und Alkohol, gepaart mit Existenzangst.

    Und später hab ich mich in den beiden ersten Punkten wieder gefunden.

    Also so ging ich damit um. Schlecht.

    Dann noch eine Frage, was genau erwartest du vom Forum?

    Du wirst hier nämlich nicht zu lesen bekommen, daß du das super managst oder dir jemand auf die Schulter klopft, wie du das alles meistert. Irgendwann wird da auch keiner mehr Mitleid haben, wenn du nichts änderst.

    Und deine Emojis mindern da auch leider die Ernsthaftigkeit der Thematik.

    Hi Seb,

    nicht "man", sondern "ich".

    Und BIERgarten ist auch nicht die erste Adresse.

    Bin erst seit ca. 4 Monaten trocken, auch noch nicht lange hier, aber ich garantiere dir, daß das beste Gefühl, das nicht-mehr-getrieben-sein sein wird.

    Kein "wo krieg ich Wein/Bier her" kein "shit Wochenende-Läden zu", kein "cool, ne Veranstaltung, wo offiziell getrunken wird", kein "muss das Leergut noch entsorgen", kein "Mist, zu dem Termin sollte ich nüchtern hin, aber der ist ja erst um 16 Uhr",.....

    Es wird alles so viel leichter.

    Grüße,

    Hera*

    Hi Erna,

    ich hab mich erst heute darüber geärgert, daß ich diese Woche nicht zur SHG gehen kann. So verschieden sind die Ansichten, was einem gut tut oder hilft.

    Für mich ist eine regelmäßige "Therapie" immer noch enorm wichtig, weil es mir was bringt. Ich konfrontier mich bewusst und in Gesprächen mit meinem Problem, so wie auch hier, bin nicht alleine mit meinen Sorgen, Ängsten oder kann auch gute Gefühle/kleine Erfolge teilen.

    Das stärkt mich dann im realen Leben.

    Und einem Saufdruck kann ich "bewaffnet" entgegen treten, durch das, was ich durch's Zuhören und Lesen lerne. Das weiß ich seit heute genau.

    Das ist aber MEINE Meinung zur Therapie.

    Es gibt auch Alkoholiker, die das nicht brauchen.

    Liebe Grüße,

    Hera*

    Hi, "gesunder Umgang" ist ein Widerspruch in sich. Was genau meinst du?

    So etwas wie das Glas Sekt für den Kreislauf?

    Alkohol sollte überhaupt keine Rolle spielen. Egal ob du gut oder schlecht drauf bist. Du konfrontiert dich einfach nüchtern mit Allem, ohne Beruhigungsschnaps, ohne Partypusher, ohne Deckler für Ängste, kein Mutmacher für nen Flirt etc.

    Alkohol ist, in jedem Zusammenhang, nichts anderes als ein Nervengift.

    Und ohne bist du klar und lebst gesünder.

    LG

    Hi Natze, willkommen!

    Bin jetzt ungefähr 4 Monate trocken und hatte täglich, schon morgens, getrunken.

    Mein Hausarzt hat mich während der Entgiftung begleitet, da hab ich mich sicherer gefühlt. Das Schwitzen und Kopfweh hat mir am Meisten zugesetzt aber es wurde recht schnell besser. Du bist vermutlich auch deshalb durcheinander, weil du eine (wichtige und vor allem richtige) Entscheidung getroffen hast und sich deine Gedanken jetzt

    ein Wettrennen liefern.

    Morgen, nach deinem Termin, siehst du bestimmt vieles klarer.

    Schlaf trotzdem gut und pass auf dich auf,

    Hera*

    Hallo und willkommen!

    Ihr seit erst ein Jahr zusammen und du hast ihn von Tag 1 an unterstützt.

    Es war insgesamt kein gutes Jahr, wenn ich dich richtig verstanden habe?

    Wusstest du vorher schon, daß er Alkoholiker ist?

    Du brauchst aus meiner Sicht kein schlechtes Gewissen haben und dich auch nicht als die Böse fühlen. Das war keine wirkliche Affekthandlung, es hatte sich ja schon viel aufgestaut. Und nachher gerätst du womöglich selbst noch in die Schuldenfalle.

    Liebe Grüße

    Hera

    Welcome back Hanseat, schön, daß du wieder da bist.

    Hab öfter an dich gedacht und meine Hoffnung war, daß du wieder nüchtern hier aufschlägst. Echt gut war, daß du nicht einfach weg warst, dich quasi abgemeldet hast. Einige verschwinden ja französisch oder polnisch oder wie das heißt. (Hoffe, das ist nicht rassistisch 😉)

    Und nimm dir das, mit dem hier Melden, wenn es dir nicht gut geht oder du erneut in's Schwanken kommst, zu Herzen.

    Ich bin ne Nachteule und oft bis ein, zwei Uhr nachts wach.

    Einen schönen Sonntag noch,

    Hera*

    Hi,

    ein Alkoholiker hat als oberste Priorität, etwas trinken zu können und dafür zu sorgen, daß genug Stoff da ist. Dann kommt erst mal ganz lang gar nix. Erst mit Pegel kann er sich auf andere Dinge, das "normale Leben" betreffend, konzentrieren. Ignorieren von Missständen ist eine leidige Nebenwirkung.

    Viele saufen ja, werden trotzdem alt, sind vielleicht auch krank, machen aber weiter bis zum Schluss.

    Die Angehörigen sind ihnen nicht immer egal, aber die Sucht hat das Kommando.

    Du musst nicht drohen, sondern handeln.

    Möglich, daß er es dann kapiert.

    Grüße,

    Hera (Alkoholikerin)

    Guten Morgen Erna,

    heut geh ich wieder zu den AA, morgen zur Suchtberatungsstelle, um die Kur zu beantragen. In 2 Wochen wieder zum Hausarzt, Blutkontrolle.

    Ich bin, hab eben nachgeschaut, bei Tag 113. In Relation zu den über 1300 Tagen mit täglichem Kater und Vollsuff ist das mal gar nix. Mir fällt das nicht Trinken auch immer noch nicht schwer, aber diese Termine brauch ich, um mich stetig daran zu erinnern, daß ich nie wieder dahin zurück will.

    Bleib dran.

    Liebe Grüße*