Beiträge von Anneliese

    Hallo traumgeplatzt,

    es ist doch normal, dass man als CO eine besondere Einstellung zum Thema Alkohol entwickelt. Und das darf auch sein. Ob an dem „gesunden Viertel trockenem Rotwein“ was dran ist, wage ich eh zu bezweifeln… (will damit jetzt auch keine Diskussion starten).

    NICHT zu trinken kann nur gut sein!

    Ich selbst, merke auch, dass ich sehr zurückhaltend geworden bin, was meinen eigenen Alkoholkonsum betrifft. Das finde ich auch gut so.

    Ich habe allerdings Bedenken, dass ich andere nicht mehr neutral sehen kann, wenn sie trinken und mir Gedanken über sie mache. Ganz abgesehen von meiner Paranoia, die ich ggf - irgendwann mal - bei einem potentiellen neuen Partner haben könnte….

    Aber: Der Co - (ich meine damit gerade mich!) - muß lernen bei sich zu bleiben.

    GLG

    Da entsteht für mein jetziges Dafürhalten natürlich die Frage, ob sich die Aufnahme des Kampfes überhaupt lohnt oder ob es nicht stressfreier wäre, sich mit dem Alkoholismus meiner Frau einfach zu arrangieren.

    Lieber Schratte,

    das sind berechtigte Gedanken. Sobald Du „es“ ansprichst, ist ein offene Thema und kein halb-offenes Geheimnis mehr.

    Die Frage ist, was willst Du?

    Was ist Dein Wunsch, Dein Ziel?

    Wie sehr belastet Dich ihr Trinken?

    Kommst Du damit klar ohne zu viel Lebensqualität einzubüßen?

    Ich habe mich erst Montag von meinem Ex getrennt. Ich hab mich nervlich aufgerieben, sein Trinken hat mich total belastet, obwohl er immer lieb zu mir war und sehr viel für mich getan hat. Ich bin damit nicht mehr klargekommen, konnte mich nicht abgrenzen.

    Mein Wunsch wäre gewesen, dass er trocken wird. Das steht für ihn aber außer Frage. Und ehrlich gesagt, wäre das auch eine riesengroße Aufgabe mit unsicherem Ausgang über Monate hinweg gewesen (plus anschließendes Durchhalten ein Leben lang).

    Irgendwie bin ich froh, dass ich nicht auch dafür noch Energie und Nerven aufbringen und ggf noch mehr Rückschläge einstecken muß.

    Oh - sorry. Es sollte um DICH gehen!

    Also:

    Was hat konkret den Ausschlag gegeben, dass Du hier im Forum bist?

    Was erhoffst Du Dir?

    Und zu was bist Du bereit?

    Ich finde es nicht verwerflich, Dich in Ruhe auf ein Gespräch vorzubereiten. Wie das verläuft und vorallem, wie ihre Reaktion ist, weiß aber keiner.

    Vielleicht ist sie sogar froh, dass Du es ansprichst.

    Vielleicht geht sie komplett auf Ablehnung.

    Vielleicht …

    Vielleicht …

    Schau, was Deine Beweggründe sind und entscheide dann.

    Viel Erfolg!

    Liebe Pusteblume,

    es hat mich auch zerrissen. Am Montag habe ich es geschafft und mich getrennt. Alles andere als einfach!

    Zwiespalt & Hoffnung - das kenne ich auch, wie viele andere hier ebenfalls.

    Mir hat es sehr geholfen viel hier zu lesen.

    Zu merken, dass ich nicht alleine bin mit so einem Problem, dass ich mir nichts einbilde, dass meine Gefühle ihre Berechtigung haben.

    Und auch, dass ich nicht helfen kann, nicht wirklich, genug versucht habe ich schon längst.

    Nur bei sich selbst bleiben hilft!!!

    Ich habe hier auch viele ehrliche für mich harte Reaktionen und Fragen erhalten, die mir geholfen haben, der Realität ins Auge zu blicken und den für mich richtigen Weg der Trennung zu gehen.

    Schau Dich hier um und lass Dich unterstützen.

    Saphira :

    Ja, genau. IHM geht es schlecht und er denkt Null an mich, dass es mir auch schlecht geht. Er meint, dass ich doch einfach zurückkommen könnte… Nee, das geht eben nicht. Will und kann ich nicht (mehr).

    :!:

    Nasse Alkoholiker scheinen es echt nicht zu begreifen bzw. sehr erfolgreich zu verdrängen, was es für Auswirkungen hat für Partner bzw. Familie. Nicht unbedingt absichtlich - das ändert aber nichts an den Fakten.

    Wirklich jeder CO muß an sich selbst denken und handeln. Ob mit Trennung oder ohne.

    Besser früher als später.

    Übrigens:

    Seit der Trennung am Montag lauter Telefonate mit ihm in Richtung

    „Komm bitte zurück“

    „Ich lieb Dich doch“

    „Es geht nicht ohne Dich“

    „Ich vermisse Dich so“

    „Es ist nie zu spät“

    „Es muß einen Weg geben“

    „Du kannst bei einem Problem doch nicht einfach gehen“

    „Wir finden einen Weg“

    ….

    Es geht ihm echt nicht gut und er meint das alles Ernst und dreht sich gleichzeitig im Kreis.

    UND:

    Keine einzige Aussage dazu, was er konkret anders machen will, wie der Weg aussehen soll :!:

    Schon schlimm.

    Ich bin weg und trotzdem kein „Klick“

    Aber da wäre ich nicht die Erste, der das passiert.

    Leider.

    Gut, dass ich gegangen bin.

    Jetzt muß ich schauen, wie ich mit seinen Anrufen umgehe. Zur Not blockieren, aber das wäre die letzte Option. Hoffe, dass er es schafft meinen Wunsch nach Abstand & Ruhe zu respektieren!

    Ich verbringe derzeit wirklich viel viel Zeit hier in diesem Portal.

    Das zeigt, wie sehr mich das alles beschäftigt… Co halt. Leider.

    Es ist ja nicht nur, dass ich eine Beziehung beendet habe. Ich habe damit auch meinen Lebenstraum in seinem ziemlich einzigartigen Betrieb auf dem Dorf in Österreich aufgegeben

    Und: Es liegt halt „nur“ am Alkohol - so viel anderes passt.

    ABER: So ist es. Und ich bleibe dabei!

    UND: Es hilft mir so sehr, mir hier andere Geschichten durchzulesen, um den Teufel Alkohol in allen Facetten vor Augen zu haben.

    Mein Weg geht weiter - alleine!

    Heute wahrscheinlich viel hier im Forum und mit einem neuen Roman im Garten meiner Eltern.

    …und :!:

    mein neuer Lebenstraum darf sich langsam entfalten. Der bekommt Zeit dafür.

    Liebe Fuchsi,

    Di warst seit 3 Wochen nicht mehr online bzw. hast nichts geschrieben.

    Wie geht es Dir?

    Ich kann Dir auch nur raten Dich lieber früher als später zu verabschieden. Ich habe mir auch so gewünscht, dass es mit meinem Partner klappt. Tja. Am Montag habe ich mich getrennt.

    Bitte achte auf Dich! Man(n) bzw Frau kann da echt reinschlittern….

    Liebe Saphira,

    danke, dass Du an mich denkst! Ich bin noch unterwegs, aber in 4 Stunden bin ich bei meinen Eltern.

    Ich wollte gerade schreiben, dass ich dann durchatmen kann. Vielleicht weine ich aber auch nur…

    Keine Ahnung - es kommt wie es kommt!

    Ich in wirklich sehr (!) froh über den räumlichen Abstand. Das war schwer zu ertragen die letzten beiden Tage. Ich werde selten laut oder wütend. Aber das liegt ja jetzt hinter mir!

    GLG

    Ich lese gerade quer hier im Forum und bin unheimlich DANKBAR dafür!

    …dafür, dass Alkoholiker (nasse wie trockene) hier offen mitteilen, wie es ihnen geht, was sich in ihnen abspielt, wie irrational sie handeln. Denn es führt mir vor Augen, welche unterschiedlichen Ausprägungen der Alkohol hat, wie hart es ist sich zu entscheiden trocken zu werden, was dafür häufig alles erst passieren muß und was für eine große Aufgabe es ist konsequent trocken zu bleiben.

    ->

    Ich denke nicht, dass mein Ex das schaffen könnte (sofern er überhaupt will). Schade um ihn, denn er ist ein toller Mensch!

    Aber das ist seit Montag komplett seine Verantwortung - nicht mehr meine.

    Ich habe selbst eine Suchterkrankung (Bulimie) und kann mich daher in einige Suchtthemen & -gefühle inkl. Suchtdruck durchaus reinfühlen. Ich weiß, wie hart es ist an sich zu arbeiten und Therapie zu machen. Ich war letztes Jahr 8 Wochen stationär in einer Klinik. Verdammt hart war das - und verdammt hilfreich!

    Also Ihr Lieben: Jedem einzelnen, der sich aktiv auf seinen Weg macht, dem gebührt mein Respekt!

    Ich werde mich jetzt wieder alleine auf meinen eigenen Weg machen und zusehen, dass ich aus der Co-Abhängkeit rauskomme und ich um mich selbst kümmere.

    Hallo Ihr Lieben,

    ok, ich gebe es zu, meinen Ex auf Abstand zu halten ist schwieriger als gedacht! :rolleyes:

    Aber das würde ich jetzt noch nicht mal nur auf den Alkohol schieben. Er ist in allem was er tut eher extrem: Sport, Arbeit und eben auch was seine Gefühle für mich angeht (und parallel aber trotzdem nicht die Finger vom Alkohol lassen kann!)

    Dass er mich heute wieder nicht in Ruhe läßt, macht es aber irgendwie schlimmer und einfacher zugleich.

    Ich bin RICHTIG wütend! Wenn er es irgendwie noch schlimmer machen kann, dann ist das heute passiert.

    Ich hab mir übrigens doch spontan Hilfe geholt von Bekannten,so dass hier im Ort jemand Bescheid weiß und mich später zum Bahnhof fährt. Ich mache dann 3 Kreuze!!!

    Welch ein Glück, dass dadurch großer räumlicher Abstand ist.

    Puh.

    Guten Morgen zusammen,

    ich wollte einmal berichten, wie der Stand der Dinge ist:

    Hab gestern viel telefoniert, hatte die Therapiestunde, dazwischen in Ruhe gepackt (für 2-3 Monate, wer weiß? Keine Ahnung wann ich weiß, wo es final hingeht mit mir und ich meine Möbel hole).

    Abends bin ich noch in die Sauna.

    Ich bin traurig, weine immer, wenn ich darüber rede…

    Aber: In der Sauna sind mir auch positive Gedanken und erste Ideen für mich gekommen!

    Meinem Ex geht es nicht gut. Zweimal hat er angerufen, einmal stand er spät nachmittags vor der Tür - betrunken natürlich, was NICHT ok war. Ich hab die Tür nicht geöffnet und nur durchs Fenster kurz mit ihm geredet und ihn gebeten sich schlafen zu legen. Das hat er gemacht.

    Mir tut es weh ihn so zu sehen. Die Gespräche sind für mich OK - noch. Jetzt ist aber schon klar, dass es nicht mehr viel zu sagen gibt. Zumindest nichts wirklich Neues. Er will mich zurück, sagt dass wir eine Lösung finden, mich liebt, für einen Ring für mich gespart hat, das doch auch mein Leben hier ist, wir das hinkriegen usw - ABER: Es hat bei ihm immer noch nicht „KLICK“ gemacht. Das merke ich. Für mich würde er was ändern, aber nicht für sich und das hat ja in der Vergangenheit schon nicht geklappt. Er will immer noch nicht wahrhaben in welchem Ausmaß mich der Alkohol belastet.

    Ich bin fest in meiner Entscheidung zu gehen und es tut gut, das festzustellen. Ich habe lange genug viel Energie reingesteckt, versucht zu helfen, Verständnis gehabt und und und… Meine Grenze ist jetzt überschritten.

    Gestern hat eine Freundin gesagt, dass es gut ist, dass ich mir selbst jetzt Zeit zugestehe und langsam schaue, wie es für mich weitergeht. Sie hat dann so was in die Richtung gesagt „Wer weiß, ob die Liebe doch Berge versetzt, vielleicht gibt es eine Lösung, vielleicht säuft er jetzt erstmal und macht dann doch Therapie, Du könntest in einem Nachbardorf wohnen…“

    Und ich war selbst erstaunt über meine innerliche Reaktion, dass das keine Option ist. Meine Hoffnung ist echt weg und ich will jetzt für mich schauen, wie und wo ich mir ein neues Leben aufbaue.

    Sicher brauche ich früher oder später Eure Hilfe, um in einsamen, traurigen Momenten stark zu bleiben und mir immer wieder klarzumachen, dass ich hier bei ihm zu häufig unglücklich war und mich das alles zu sehr belastet.

    Heute packe ich den Rest und mein Zug fährt am frühen Abend . Sicher wird mein Ex sich nochmal melden, denn ab morgen bin ich 1000km weit weg und schlechter greifbar.

    Das schaffe ich aber auch noch! Und dann muß er mir meine Ruhe lassen. Hab ich ihm gestern schon gesagt, dass Abstand das einzige ist, was jetzt hilft. Zur Not blockiere ich ihn, aber ich denke/hoffe, dass es nicht so weit kommt.

    Also, DANKE fürs hier mitteilen dürfen. Euch allen einen guten Tag!

    Danke Ihr Lieben!

    Es macht mir gerade nur etwas Sorgen, dass zwei von Euch mich so eingehend warnen. Mein Ex hat mir sogar angeboten meine Sachen mit ins Auto zu laden (was ich abgelehnt habe) und hält sich bisher auch daran, dass er sich nicht meldet. Und ja - er weiß wo ich bin, das ließ sich gar nicht vermeiden.

    Ich werde mich aber auf nichts einlassen und habe Eure Ratschläge im Hinterkopf!

    Danke.

    Hallo Ihr Lieben!

    Ich habe es geschafft und mich nachmittags getrennt, danach gepackt und bin jetzt bis Mittwochabend in einer Übergangswohnung, um mich zu sortieren. Dann geht es mit dem Zug zu meinen Eltern.

    Puuuuuhhhhh.

    Nicht einfach, gar nicht einfach.

    Aber ich will nicht zurück.

    Bin emotional völlig platt und falle sicher bald todmüde ins Bett.

    Morgen früh um 9h habe ich online eine Therapiestunde.


    Mein Weg geht weiter!!

    Wäre es vielleicht möglich, dass ihn jemand zu einem Termin holt u er ein paar Stunden weg ist, damit du packen kannst? Er rechnet ja nicht damit, dass du gehen wirst oder?

    Oder nachts? Irgendwann wird er ja mal schlafen.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft - es tut mir so leid, was du gerade durchmachen musst.

    Danke für den Tipp!

    Es ist so schräg: Ich hab eben mit Herzklopfen 1 Stunde Sachen gepackt und gehorcht, dass er bloß nicht aufwacht. Fühle mich wie im falschen Film…

    Aber: Es geht weiter! Ich hoffe sehr, dass ich mich nicht nur traurig, sondern auch erleichtert fühle, wenn ich den Schritt hinter mir habe

    Liebe Anekan,

    ich fahre 1000km weit weg zu meinen Eltern. Da muß ich etwas mehr mitnehmen - zumindest so viel wie ich alleine mit dem Zug transportiert bekomme. Das kann ich nicht heimlich packen.

    Hm.

    Ich habe jetzt eben doch noch einer gute Freundin von seinem Sohn eine Nachricht geschickt, ob ich später mit ihr telefonieren kann. Ich versuche sie ins Vertrauen zu ziehen - vielleicht kann sie helfen und herkommen.

    Wird schon irgendwie.

    Muß ja!