Beiträge von PetraPetra

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Nur Bier,

    ich dachte hier wollen alle nur das man(ich) sich trennt.

    Ich betone, ich dachte!


    Wenn Kinder mit im Spiel sind ist das auch was ganz anderes. da sollte dringend auf das Kindeswohl geachtet werden.

    Wir Angehörigen gehen sowas von kaputt in dieser Situation. Das kann doch nicht unser Lebenswunsch sein! Wir, auch wir, haben nur dieses eine Leben. Und dann soll ein anderer das Recht haben, uns dieses eine Leben zu ruinieren?

    Und genau das muss dann jeder für sich selbst abwägen und entscheiden. Und genau das wird hier vermittelt.


    Gut ist auch, das immer wieder der Fokus gesetzt wird: bei sich zu bleiben!!!

    Auch ab und an ein A....tritt schadet nicht. Er regt zum Nachdenken an. Und das ist gewünscht.... :thumbup:

    ich schaffe es aktuell einfach nicht, mich abzugrenzen...wenn ich nach hause komme zum Beispiel und mir vorgenommen habe zum Sport zu gehen und meine Frau sitzt leicht besäuselt auf der Couch, dann ist das so als würde mir der Boden unter den Füssen wegrutschen...ich stell dann alles in Frage...

    Aktuell nicht! Das heiß nicht, nie. Gib dir die Zeit. Du beschäftigst dich jetzt m mit dem Thema und deinen Problemen. Das ist ein Anfang. Sei geduldig mit dir. Gehe einen Schritt nach den anderen. Schaue auf dich, schaue was dir hilft und gut tut.

    ...wenn ich das denn so 5min im Kopf hatte, geh ich nur noch auf die Couch in meinem Zimmer und lass mich berieseln...da ist kein Fünkchen Power für Sport mehr vorhanden....und ich weiß, und das ist dass Schlimme...ich muß was tun...aber ich bekomm dann die Kurve nicht...

    Kann ich so gut verstehen. Auch ich habe mich sehr oft von meinem Mann runterziehen lassen. Ab und an geschieht mir das auch noch heute. ABER nur selten. Dann versuche ich genau hinzusehen und verändere es sofort wieder. Aber das braucht Übung. Ich weinte in dieser Zeit viel. Es machte mich unendlich traurig. Aber ich bleibe bei mir.

    Hallo egah_73,


    dieses Gefühl kennen viele von uns hier. Als ich hier vor 7 Monate ankam wusste ich nichts von Co-Abhängigkeit. Ich wollte nur verstehen warum mein Mann immer wieder trinkt. Warum dies....warum das...warum so..... Alle Fragen drehten sich um ihn! Tja und dann habe ich hier eine Weile sehr viel gelesen, erst wurde ich sauer, ich dachte hier wollen alle nur das man(ich) sich trennt. Irgendwie hörte ich nur, es gibt nur eine Lösung, die Trennung! Aber nach einer kurzen Auszeit hier machte es auf einmal klick..... ich habe verstanden, dass es um mich geht und nur um mich!!! Was kann ich (noch) ertragen, was lasse ich zu, was lasse ich mir gefallen und wieviel Verständnis will ich immer und immer wieder aufbringen???? Das waren dann meine Fragen und darum kümmerte ich mich. Seither geht es mir viel besser und auch mein Mann bemerkt diese Veränderung und verändert etwas.


    Vielleicht versucht du es auch einmal, frage dich, was kann ich (also du) machen das es mir besser geht?

    Hallo Lotta,


    wenn es dir damit besser geht kannst du ja deine Wut gegen den Alkohol richten. Aber wie Saphira sagt, natürlich dürfen wir auch wütend auf den Alkoholiker sein.


    Beispiel: meiner Freundin ihr Mann ist Herzkrank, Herztransplantation folgte, er ist/ war ein Eckel, unausstehlich. Sie war auch wütend auf ihn obwohl er so schwer erkrankt ist und hat ihn sogar verlassen weil sie sonst mit untergegangen wäre.


    Ja, zum Eigenwohl darf man (Kranke verlassen) wütend sein.


    Aber ob es dir etwas bringen wird-----? ob es dir hilft....? Eher nicht, so wie Morgenrot es dir geschrieben hat.


    Ich war auch oft wütend. Aber es hat mich kein Stück weiter gebracht.


    Erst als ich anfing auf mich zu schauen hat sich was verändert.

    Hallo Vanessa,


    im Grunde lese ich bei dir heraus, dass es ja nicht nur der Alkohol ist. Er hat dich betrogen. Das ist ja dann schon die zweite Baustelle die zu ver/-bearbeiten gilt.


    Was sagt er denn zum zweimaligen Betrug?


    Vielleicht akzeptierst du erst einmal dass er Abstand will/braucht.


    Auch wenn du leidest und es dir sehr schwer fällt, du bitter enttäuscht bis von seinem Verhalten.


    Versuche jetzt auf dich zu schauen. Du sagtest, die letzten Jahre waren heftig. Verarbeite (evtl. mit therapeutischer Hilfe) was alles war. Lass ihn machen.


    Sollte er sich dann wieder bei dir melden weil er bereit dafür ist, kannst du ja weiter schauen.


    Jetzt helfe dir selbst.

    Hallo simsala,


    es macht mich traurig zu lesen, dass es euch immer noch sehr schlecht geht.


    Deine Schwiegermutter ist anscheinend einer der Menschen die Wahrheiten nicht ertragen kann. Es gibt Menschen die reden sich ihre Welt schön, daran wirst du nichts verändern.


    Wichtig ist, glaube ihren Worten nicht: "du seist schuld an allem". Bitte lass diese Worte sich nicht in deinem Kopf mächtig werden. Keiner ist schuld !!!


    Euch wünsche ich, dass es euch bald ein wenig besser geht.

    Dann hoff ich, dass es weiter so hinboselt (den Begriff kannte ich noch nicht), nicht schlimmer wird um sich dann in ein paar Tagen, allerhöchstens zwei Wochen verabschiedet.


    Mir geht es im Moment gut. Also sagen wir mal, nicht schlecht. das ist doch schon Mal was..... :lol: danke der Nachfrage. Ich sitze hier mit meiner Tasse Pfirsichtee und bummele so bisschen im Forum herum. Zwischendrin mache ich immer Mal wieder die Wäsche. Danke der Nachfrage.

    Wobei ich sagen muss, kann, darf, dass ich eine extrem kritische, jedoch praktizierende Katholikin bin, doch in meinem Wesen ganz weit und frei und freilassend, in dem Wissen, dass wir gar nix wissen.

    Kritisch ist gut, dass bin ich auch. Praktizierende Katholikin bin ich nicht wirklich. Aber Katholikin mit einigen Gebräuchen. :roll: Wobei ich gestehen muss, in den letzten Jahren habe ich tatsächlich an Austritt gedacht. Dann fiel mir vor einiger Zeit ein Video unter die Hände, zwei lesbische Pastorinnen. Mir fiel dann wieder eine Erlebnis vor Jahrzehnten ein, dass ich mich der evangelischen Kirche als Jugendliche zugetan fühlte. Darüber denke ich zur Zeit als Alternative nach. So nun bin ich völlig abgeschweift. Ach herrlich, oder.

    Hallo und herzlich Willkommen Becca,

    klingt vielleicht verrückt, aber manchmal wünsche ich mir, dass wirklich etwas passiert. Dass die Polizei ihn anhält, dass er einen Unfall hat. Damit ich einen Beweis habe und sagen kann: ich wusste es! Jetzt kannst du es nicht mehr leugnen.

    Ne klingt ganz und gar nicht verrückt, wenn du dich hier durchliest wirst du oft so ziemlich die gleichen Zeilen lesen.

    Aber wie meine Vorschreiberinnen es schon beschrieben haben, kann was bewirken muss aber nicht. Und wie du ja selbst schreibst, zweimal wurde deinem Mann schon eine Trunkenfahrt behördlich nachgewiesen.


    Ob dich diese Tatsache zum Umdenken bewegen könnte....mhhhh bin mir nicht sicher.

    Sonst hat er abends immer seinen Rotwein im Wohnzimmer getrunken, nun macht er es heimlich. Ich finde Flaschen im Keller, im Auto, im Müll.

    Diese Heimlichtuerei ist für mich noch schlimmer, als wenn er sich offen betrinkt.

    Genau diese Heimlichtuerei zeigt, er hat ein Problem!!! Klar könnte er wieder sagen, ich verstecke, damit ich mir die ewigen Diskussionen mit dir nicht weiter antun muss. ABER er weiß ganz genau, dass es eben nicht mehr NORMAL ist.

    Lass dir nicht einreden dass es anders sei. Glaube deiner Wahrnehmung.

    Zur Zeit bin ich noch nicht soweit, mich zu trennen, weil ich einfach noch Hoffnung habe . Und auch, weil ich Angst vor einer Zukunft ohne ihn habe. Ich habe bisher beruflich immer weggesteckt, vor zwei Jahren haben wir ein Haus gekauft, der Kredit muss gezahlt werden, ich stehe für mich allein genommen finanziell nicht gut da. Wie soll ich es alleine schaffen? Wie reagieren die Kinder? So viele Unsicherheiten.

    Du musst auch nicht sofort die Trennung vollziehen. Kümmere dich um die Kinder und um dein Wohlbefinden. Gehe die ersten Schritte. Mögen sie noch so klein sein. Der erste Schritt war, sich hier anzumelden. Der zweite sollte sein, deine Kinder nicht mehr alleine mit ihrem Vater im Auto unterwegs sein lassen. Der nächste, die Kinder nicht mehr in seiner Obhut alleine lassen (wenn möglich). Diesen Schritt kannst du auch deinen Mann ganz klar offenbaren. Z.B.: ich werde die Kinder nicht mehr mit dir im Auto mitfahren lassen. Keine Diskussion.


    Du kannst dich auch bei einer Caritasstelle beraten lassen. Was steht dir als Unterhalt zu, usw.


    Dies sind alles kleine Schritte die du schon jetzt gehen kannst. Und irgendwann traust du dir dann den Schritt der Trennung zu.


    Oder deinen Hoffnung erfüllt sich und dein Mann ändert was. Darauf solltest du dich aber nicht versteifen da es höchstwahrscheinlich nicht eintritt.

    Was er aber einfach nicht versteht oder verstehen will, ist, dass sein alkoholkonsum der Grund für mein allmähliches abstumpfen ist.

    Ich glaube, er weiß das ganz genau. Er möchte nur von sich ablenken. Typisches Verhalten eines Süchtigen.

    Er kann die Kinder eben nicht alleine betreuen, bis er ganz sicher nicht dabei trinkt. Fertig.

    Wie Kintsugi schrieb, dass liegt in deiner Verantwortung. Da sollte es keine Wenn und Aber geben.


    Ich wünsche dir viele Kraft damit du die nächsten kleinen Schritte gehen kannst.

    Hallo achilea,


    ich will meine Begrüßung jetzt an dieser Stelle nachhohlen, herzlich Willkommen bei uns.

    Ich finde es gut, wie du inzwischen für dich selbst sorgen kannst, gelernt hast achtsam zu sein. Deine Geschichte und deine Schreibweise spricht mich sehr an. Danke dass du dein Wissen und deine Gefühle mit uns teilst.


    Um auf einige Texte, die bereits schon ein paar Tage alt sind, zu antworten, habe ich die Zitate für mich hier nochmals eingefügt. Sonst vergesse ich, was mich bewegt hat und auf was ich eingehen wollte.

    Guten Abend, ich merke schon, dass es mir sehr gut tut, hier in diesem Forum gelandet zu sein. Hier gibt es viele Menschen, denen es ähnlich geht, wie mir.

    Das freut mich, dass dir das schreiben und der Austausch hier gut tut, mir gehts da genauso wie dir. Gleichgesinnt verbindet!

    Ich bin gläubig, und ich glaube, das könnte einmal die "Eintrittsfrage" in den Himmel sein: achilea, ich habe DIR dein Leben geschenkt. Was hast du mit DEINEM Leben gemacht? Und dann kann ich sagen, ich habe mich ganz viel gesorgt, daneben war halt wenig Kraft für anderes... Dann könnte die berechtigte Frage kommen: He - ich habe dich mit vielen Talenten ausgestattet. Was hast du damit gemacht? Dann ich, es tut mir leid, ich war so mit den Paketen beschäftigt, die du mir auch mitgegeben hast: kranke Mutter, kranker Mann, kranker Sohn, wie sollte ich da mein Leben leben??????????

    Ich stelle mir deine Zwiesprache mit dem Herrn bildlich vor. Ja, das ist eine Lebensaufgabe. Jeder trägt eine andere Aufgabe. Ich habe einmal gelesen, es wird sich sooft wiederholen bis man aus seine Aufgabe erledigt hat. Solange wird man immer wieder mit den geleichen Punkten konfrontiert. Wenn nötig, auch das ganze Leben lang.

    Und wenn es mir wieder schlecht gehen sollte, hoff ich, dass jemand von euch grad das richtige für mich schreibt. Ich denk, das ist der Sinn solcher Selbsthilfegruppen, dass wir uns u.a. gegenseitig Mut machen.

    Genau so sehe ich das auch. Jeder kann was geben, jeder kann sich das nehmen was für ihn am Sinnvollsten und Wertvollsten ist. Ob man es dann gleich anwenden kann oder nicht, zumindest bleibt es präsent im Gedächtnis. So soll es sein.

    Schau ma mal. Irgendwie wappne ich mich innerlich schon vor der nächsten Nachricht. :cry:

    Ich glaube, dass dies nachvollziehbar ist. Eine Mutter (natürlich auch ein Vater) wird immer mit dem Kind verbunden sein, macht sich Sorgen. Oft malt man sich die schlimmsten Dinge im Kopf aus, auch wenn die Kinder gesund sind und nicht Suchtabhängig. Es ist schwer die richtige Dosis zu finden. Wir alle sind menschliche Wesen mit Gefühle, Ängste und Emotionen.

    Hallo allerseits, ich habe seit vorgestern Corona. Bis dato habe ich mich immer erfolgreich dagegen gewehrt gehabt. Wohl wissend, dass dieser Virus absolut jeden erwischen kann, glaube ich dennoch, dass der Körper angreifbarer ist, wenn er durch psychische Einflüsse geschwächt ist.

    Jop, das Immunsystem ist geschwächt bei Stress. Aber da du ja an anderer Stelle von Seele gesprochen hast, glaube ich, deine Seele sagt STOP/PAUSE. Der Körper hat ein inneres Wahnsystem und das hat bei dir angeschlagen.


    Wie geht es dir mit dem Bösen C? Ich wünsche dir einen milden Verlauf ohne Nach/Nebenwirkungen.

    In diesem Sinne, bleibt gesund und sammelt die Freuden des Lebens wie kostbare Perlen. Und... wie in der Natur sind diese Perlen oft sehr gut versteckt. Sucht danach!!! Wenn man das ganz ernsthaft macht, staunt man, wieviel Schönes doch vorhanden ist, in dem ganzen Leid. Eine Tasse Kaffee, in Ruhe die Zeitung lesen, hier sich austauschen dürfen, ein buntes Herbstblatt, ich freue mich immer ganz besonders, wenn ich eine Feder finde. Dann glaube ich zu wissen, dass mein Schutzengel mir wieder einmal zuzwinkert und sagt, he, du bist nicht alleine, vertraue drauf!!!!

    Danke für diesen tollen Text. Ich war so frech und habe mir diesen kopiert und in meine Schatztruhe der schönen Texte gelegt. Ich hoffe, ich habe dein Einverständnis.


    So liebe achilea (du schöne Blume) nun wünsche ich dir und uns weiterhin so einen schönen Austausch.

    Liebe Meggie,


    erst einmal danke für dein großes Vertrauen dass du uns mit deiner ausführlichen Schilderung entgegenbringst.


    Ich musste gerade schlucken und das gelesene erst kurz sacken lassen. Da hast du ja schon wirklich jede Menge durchleben müssen.


    Du hast das einzig richtige gemacht. Kontaktabbruch!!!


    Du musst ganz sensibel auf dich achten. Ich verstehe sehr gut deine Sorge um ihn. Aber noch größere Sorgen musst du um dein Wohlbefinden haben. Du warst schon mal sehr tief im Gefühlsgraben und hattest dunkle Gedanken. Dahin solltest du auf keinen Fall mehr geraten.


    Vielleich meldest du dich nochmals bei deine damalige/n Therapeut*innen. Evtl. kann die/der dich in dieser, für dich sehr schwierige Situation, begleiten.


    Du weißt, du kannst ihn nicht retten, dass muss er selbst wollen. Aber du kannst dich retten indem du weiterhin den Abstand zu ihm einhältst.


    Ich sende dir aus der Ferne ganz viel Kraft um diese erneut schwierige Situation für dich zu durchstehen.


    Sollte es dir schlecht gehen kanns du hier immer schreiben, okay. Somit hast du nicht das Gefühl ganz alleine zu sein.

    Hallo Meggie,


    willkommen im Forum.


    Gut, dass Du zu uns gefunden hast.


    Wie ich bei dir gelesen habe, lebt ihr bereits seit 6 Jahren getrennt. Ich für mich, könnte mir diese Modell vorstellen. Aber wie ich bei dir lesen konnte, macht dich dass zusammenbleiben Körperlich kaputt.

    Bin traurig und ratlos, habe so viele Zweifel und weiß doch eigentlich dass ich mich der Realität stellen muss. Ich habe mich schon mehrmals von ihm getrennt, es aber nie durchgehalten.

    Was für Zweifel plagen dich denn genau?

    Hallo Lotti,


    herzlich Willkommen. Auch wenn der Grund hier zu sein, immer eine eher unschöne Tatsache ist.

    Letztlich sagte jemand als wäre es das normalste von der Welt, dass eine Bekannte auch jeden Abend eine Flasche Wein trinkt.

    Also ICH finde das nicht normal.

    Vielleicht auch weil ich ein Kind bin wo in der Vergangenheit Alkohol ein großes Thema war?

    Ich bin ein Kind wo Alkohol in der Familie kaum/bis gar nicht eine Rolle gespielt hat und finde es absolut nicht normal wenn täglich Alkohol getrunken wird. Deine Wahrnehmung ist völlig richtig und null übertrieben.

    Mal eine Frage vorab:ICH bezeichne meinen Partner als abhängig,ICH finde er trinkt zu viel.

    Hab ich da eigentlich das Recht zu?

    Gute Frage, aber wenn du immer in Ichsätzen sprichst ist das d/eine Wahrnehmung und diese darfst du äußern. Wie z.B.: Ich glaube du hast ein Problem mit dem Alkohol oder, ich vermute du bist Alkoholsüchtig. Diese Sätze sind nichts verwerfliches. Wie er mit deiner Aussage dann klarkommt ist sein Problem.

    Deine Verunsicherung, ob du übertreibst oder etwas falsch einschätzt, das kenne ich auch. Ich habe hier in der SHG eine wichtige Sache gelernt: es spielt keine Rolle, wie die Diagnose lautet, sondern wie ICH mich mit seinem Konsum fühle!

    Das ich an meiner Wahrnehmung gezweifelt habe oder es falsch eingeschätzt habe, hatte ich NIE. Aber was ich leider gemacht habe, ich habe immer versucht das er was daran ändert, also typisch Co halt. Und wie Saphira sehr schön beschrieben hat, es geht um uns. Das habe ich sehr schnell hier gelernt. Zwar reichlich spät in meinem Fall, aber wie sagt man so schön......besser spät als NIE.


    Liebe Lotti, du hast sooooo viele Fragen und ich kann dich soooooo gut verstehen. Ich wünsche dir, dass du bald für dich einen Weg findest aus diesem Teufelskreis zu kommen.

    Liebe brightside und hallo Lotti,


    es ist auch wirklich schwierig. Bitte verurteilt euch nicht auch noch zusätzlich dafür. Ihr/Wir haben den ersten Schritt vorwärts eingeschlagen, sich hier im Forum angemeldet. Jeder muss nun in seinem Tempo weitergehen. Wichtig ist nur, dass kein Stillstad stattfindet.

    ich bin diese kindischen Psychospielchen so leid.

    Diese Spielchen kennen bestimmt alle von uns. Als wäre das Leben ein Spiel???? Wichtig ist, dass du nicht ,ehr mitspielst. Auch wenn du dich jetzt erst Mal nicht trennen wirst kannst du aufhören mitzuspielen. Aufhören werden die Spielchen von seiner Seite aus natürlich nicht. Aber es geht um dich, du gehst nicht mehr darauf ein und somit fühlst du dich evtl. bisschen besser.

    Bloß dass es für mich so kein Zurück gibt ist mir klar.

    Der nächste Schritt, die Erkenntnis. Schritt für Schritt gelangen wir an das Ziel.

    Liebe brightside,

    Nach der Sitzung meinte er, er findet den Therapeuten eigentlich blöd und er wäre auf meiner Seite gewesen … auweia. Ich habe das irgendwie erwartet. Er will jetzt auch nicht mehr hingehen.

    Ich habe so etwas befürchtet. Es tut mir für dich leid das sich deine Wünsche und Hoffnung in Luft aufgelöst haben.


    Aurora hat es soooooo gut beschrieben mit dem Sprungbrett. Du meinst, du gehst noch hin und her....ich stehe da schon seit vielen Jahren und wage den Sprung nicht.


    Ich hoffe dir gelingt dieser Sprung bald.

    Da ich hier viel gelesen habe, weiß ich eigentlich wie es ausgehen wird und muss mich jetzt darauf vorbereiten bei mir zu bleiben und mich auf eine Trennung einzustellen … so ein Mist :(

    ;( Diese Erkenntnis tut weh ;( Aber vermutlich geht kein Weg daran vorbei wenn er es nicht ändern will.

    Hallo,


    ich will es nun noch einmal versuchen dich zu erreichen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob du dir das wünscht und überhaupt möchtest.


    Du schilderst uns in Detail was dein Mann wie unter Alkoholgenuss macht. Aber wie Twizzler gerade schon beschrieben hat, wo ist dein ICH?


    Zwei Dinge sind mir aufgefallen und bitte nimm es mir nicht Übel oder sehe es als Angriff. Mir würde es besser gefallen wenn ich nicht das Wort Balla Balla Station lesen müsste. Das hört sich, für mich, recht abwertend an. Ich denke, wenn du auf dem Sozialamt arbeitest, dürfte dir der abwertende Sprachgebrauch deiner Klienten auch öfter Mal aufstoßen. Vielleicht hast du Verständnis für meinen Kritik. Auch wenn es evtl. nur die Worte deines Mannes waren, wäre es schön wenn du diese nicht wiederholst. Auf diesen Stationen wird täglich sehr gute Arbeit geleistet. Diese Menschen auf diesen Stationen sind evtl. schon einen Riesen Schritt weiter als dein Mann. Denn sie haben erkannt, dass sie ein Problem haben- Sorry, aber das war mir eben wichtig zu erwähnen.


    Und warum sollte nun hier irgendjemand über dich herfallen??? Es ist dein Weg den du gehst und uns könnte es im Grunde ja egal sein was du machst. Wir, vor allem die alten Hasen hier, geben dir/uns nur gute Ratschläge aus der Intension heraus ihre Erfahrungen mit uns zu teilen. Für den einen sind sie anwendbar und für den anderen eben nicht.


    Genauso wie ich dir in meinem vorherigen Text bereits schon geschrieben habe, egal was deine Familie denkt, wichtig bist du!!! Ich hoffe jetzt kommen meine Zeilen evtl. bei dir an.


    Das du deinem Mann helfen willst, verstehe ich nur zu gut, wie viele hier. Das ist eben die Co-Abhängigkeit. Das du anscheinend nicht aus deiner Hau kannst, dafür habe ich auch Verständnis.


    Gut war, dass du dich dieses Mal nicht auf sein Spielchen mit dem Handy eingelassen hast und trotzdem gefahren bist. Ist nur eine kleiner Schritt, aber zumindest in die richtige Richtung.


    Ich glaube, du wirst ihn nicht retten können.


    Wenn dir das Bewusst wird, hoffe ich ganz fest für dich, dass du dich wenigstens rettest-

    Vielleicht irre ich mich oder bilde mir da was ein aber es wirkt halt auch so, dass wäre es umgekehrt und ich eine Frau mit einem alkoholkranken Mann würde man anders sprechen mit mir.

    Hallo und herzlich Willkommen Alexander,


    ich vermute das du dich irrst. Mir wurden gleich am Anfang auch die selben Dinge geraten worden. Und ich bin eine Frau.


    Der Rat hier geht meist zur Trennung. Da der Schutz der Cos den Usern hier wichtig erscheint. Egal welches soziales (gender) Geschlecht.


    Ich kann mich in deine Gefühle sehr gut hineinversetzten. Du liebst deine Frau und möchtest ihr helfen, wie die meisten von uns. Leider können wir ihnen in den meisten Fällen nicht helfen wenn sie das selbst nicht wollen. Das wird uns hier vermittelt und zwar ganz geschlechterneutral. Das wollen wir nicht hören wenn wir hier ankommen. Darum verstehe ich deinen Unmut.


    Ich hätte einen wirkliche ernst gemeinte Frage, die dir glaube ich an anderer Stelle schon gestellt wurde: Warum ist man in einer Ehe, die seit 4 Jahren besteht, nicht ehrlich? Also, wenn ich meinen Job verlieren würde, egal wie eng/oder nicht eng ich im Moment mit meinem Partner bin, würde ich es ihm sagen. Ich würde kein Versteckspiel führen. Kann es sein, dass evtl. der Jobverlust etwas mit dem Alkoholkonsum zu tun hat?


    Du wünscht dir hier Austausch, so habe ich es herausgelesen. Wie ist deine Vorstellung vom Austausch?


    Ich glaube dass du wie ich, andere Vorstellung hattest als du dich hier angemeldet hattest. Du darfst mich gerne korrigieren.


    Hast du Ziele oder ein Ultimatum für dich im Kopf wie lange und bis zu welchen Situationen du an der Seite deiner Partnerin bleiben wirst? Diese Frage stell ich mir immer und immer wieder.


    Ich wünsche dir, dass du dich bald wohl und verstanden fühlst hier. Auch als Co-Mann.

    Hallo,

    was die anderen denken sollte dir egal sein. Sie denken sowieso das was

    sie wollen. Das Denken andere kann man nicht beeinflussen. ABER deine Denkweise kannst du ändern.


    Als erstes finde ich die Aussage von deiner Familie völlig daneben. Nur weil ich vor einem Jahr erst geheiratet habe, heißt das nicht, selber schuld du wusstest es doch und jetzt bist du für ewig gefangen. Zudem heißt ja eine eigene Wohnung nicht gleich Trennung.


    Wir können für Andere/den Partner immer nur solange da sein bis wir uns nicht selbst aufopfern oder schaden. Dein Wohl sollte vor seinem stehen.

    Hallo Biffi,


    in so eine ähnlichen Situation bin ich vor 4 Jahren auch gewesen. Nur ähnlich deswegen, da meine Kinder schon größer waren, mein Mann nicht nur trinkt, ich aber schon um einiges älter war/bin als du gerade. ABER ich habe beim Lesen gespürt wie mir diese Situation bekannt vorkommt.


    Ich musste zu meiner Schule 80 km einfach, dreimal die Woche fahren....bei Wind und Wetter. Wie oft habe ich beim Fahren auf der Autobahn geweint. Angekommen, musste ich alle Sorgen und Emotionen beiseiteschieben und funktionieren. Oft wusste ich nicht, wie ich durch dieses Tal kommen sollte.


    Ich habe dann folgendes gemacht, setzte mir Prioritäten.


    Ausbildung/Schule kostet eine Menge Geld, also musste ich nun durchziehen. Kinder kamen (da sie ja nicht mehr so klein waren) an zweiter Stelle. An den Tagen wo mir die Schule, die Arbeit und die Kinder Freiraum gaben, kam dann ICH. Haushalt und Mann kamen ganz zum Schluss.


    In der ICHZEIT habe ich dann ausschließlich Dinge gemacht die mir gut taten und die ich liebte. Trotzdem hielt die Kraft von Mal zu Mal immer weniger stand.


    Soweit ich weiß, dauert deine Ausbildung noch 2-3 Jahre, das ist so in dem Tempo nicht mehr durchzuhalten.

    Deswegen setze dich nicht selbst unter Leistungsdruck....ich sagte mir immer....vier gewinnt! Also es muss nicht immer eine 1 oder 2 auf der Klausur stehen. Haus darf auch Mal unordentlich sein. Gehe die nächsten Schritte zur Trennung immer dann wenn du wieder etwas Kraft und Luft hast. Wichtig.....sie nur nicht aus die Augen verlieren.