Beiträge von PetraPetra

    Hallöchen hier bin ich mal wieder.

    Seit ein paar Tagen nimm ich mir immer wieder vor hier im offenen Bereich, in meinem Vorstellungsbereich, etwas zu schreiben. Heute ist es endlich soweit und ich habe die Muse meine Gedanken in Worte zu fassen.

    Zuerst musste ich hier nachlesen, um nachzuvollziehen zu können was sich in mir bewegt hat.

    Als ich hier ankam, hatte ich das Gefühl, alle wollen, dass ich mich von meinem Mann trenne. Der Tenor ging immer in dieselbe Richtung……TRENNUNG. Das war mein empfinden. Natürlich meinten es alle nur gut mit mir, jeder hat seine eignen Erfahrungen und jeder muss seinen eigenen Weg gehen.

    In der Grundhaltung ist es ja auch richtig, in einer unbefriedigenden/unglücklichen Beziehung sollte die Trennung folgen. Vor allem wenn Alkohol und Kinder involviert sind. Aber in meinem Fall habe ich nur Sorge für mich zu tragen. (was ich sehr schnell hier im Forum dank euch gelernt habe)

    Ich kam hier ins Forum, weil es mir nicht gut ging. Ich hoffte auf Gleichgesinnte mit denen ich über meine Sorgen und Gefühle sprechen kann. Da hier viele User sind, mit viel Erfahrung, die ihren Weg aus dem Alkohol und der Coabhängigkeit geschafft haben und die Richtung tendenziell immer zur Trennung führte/führen musste, geht der Rat auch in diese Richtung. Somit war für mich dann die Auseinandersetzung hier sehr schmerzlich. Aber hier an der Stelle sei gesagt, jeder gibt sich hier so viel Mühe, nimmt sich sehr viel Zeit die Neuankömmlinge aufzufangen, teilt seine Erfahrungen mit so viel Offenheit und Ehrlichkeit und steht einem mit Rat und Tat zur Seite.

    Ich habe mich in viele Tagebücher eingelesen und stellenweise wiedergefunden. Aber das geht den meisten so hier. Ich habe mich ausgetauscht und ich wurde immer trauriger. Da mein Wesen nicht wegschauen, weggehen oder aufgeben ist, habe ich den Rat befolgt und mir eine Forenpause gegönnt. In dieser Zeit habe ich über das geschriebene und den Austausch hier nachgedacht. Viele Dinge treffen auf mich Co-Abhängige zu, einige Dinge passen überhaupt nicht zu mir. Und das ist auch gut so. Denn wir Menschen, unsere Geschichten und unser Leben sind so unterschiedlich und individuell.

    Bevor ich hier ins Forum kam, habe ich mir schon eine Weile zuvor selbst ein Ultimatum gestellt. Eins mit natürlich, wie kann es anders sein, HOFFNUNG! Hoffnung meinen Mann zu einem Antialkoholiker zu machen. Anscheinend bemerkte ich, dass es dafür keine Hoffnung gibt und dass machte mich anscheinend traurig, so sehr, dass ich fast unsere geplante Schiffsreise absagen wollte, obwohl mein Mann kaum noch trinkt und wir uns soweit ganz gut verstehen.

    Natürlich verstand er die Welt nicht mehr, ich im Übrigen auch nicht. ABER ich habe viel nachgedacht. War oft alleine unterwegs, habe Ausflüge gemacht und bin zwei Tage alleine verreist, was mich noch trauriger machte. Allein was zu unternehmen macht mich traurig und macht mir keinen Spaß. Auch eine Erkenntnis!!!

    Dadurch ergaben sich viele Gespräche zwischen mir und meinem Mann. Auch er wurde sehr nachdenklich. Ich bemerkte, dass genau das geschehene ist, was einige mir hier geschrieben haben. Jetzt ist es nicht mehr der Alkohol, sondern dass was der jahrzehntelange Alkoholkonsum aus UNS gemacht hat. Wir haben uns verloren. Er ist nicht mehr der Mann den ich geheiratet habe und ich auch nicht mehr die die ich mit 20 war. ABER ist das nicht meist in einer jahrzehntelangen Ehe so????

    Ich schaue nun genauer hin, horch in mich hinein und spreche an was mich bewegt. Wir sind sehr unterschiedlich, ab und an, wenn er mal ein Bier trinkt, hasse ich es immer noch und Wut, Ekel und alle anderen Gefühle kriechen in mir hoch. Ja, auch wenn es nur ein Bier ist und es bei einem Bier bleibt und es auch kaum sein Wesen in diesen Moment verändert. Aber ich weiß auch, dass unsere Probleme mittlerweile nicht nur mehr am Bier/Alkoholkonsum liegt. Und daran gilt es jetzt zu arbeiten und herauszufinden ob das mit uns noch Zukunft hat.

    Erster Schritt aus von meiner Seite, raus aus der Co-Abhängigkeit. Gelingt mir (fast immer) recht gut. Da ist viel Training und Selbstbeherrschung gefragt.

    Auf mein Frage hin, ob es denn auch Erfolgsgeschichten gibt antwortete lütte mir:

    Doch, so was gibt es. Aber glaub nicht, dass das ein Zuckerschlecken ist. Es müssen beide wollen und meiner Meinung nach müssen beide erstmal für sich gesund werden.

    Genau das habe ich erkannt und ich bin auf einen guten Weg. Was mein Mann in die Richtung bewegt weiß ich im Moment nicht aber er weiß meine Meinung und das Ultimatum ist ja immer noch vorhanden.

    Folgende Zitate möchte ich nochmals aufgreifen:

    Aber auch die (oder der) Coabhängige muss was tun! Diese Beziehungen sind ja meistens nicht einseitig sondern es ist ein Zusammenspiel aus Co- und Alkoholabhängigkeit.

    Die Coabhängige muss, genau so wie der Alkoholiker, Verhaltensmuster erkennen und ausschalten. Sie muss ihr eigenes Leben in den Mittelpunkt rücken und den Alkoholiker loslassen. Damit meine ich, sie muss ihm seine Eigenverantwortung wiedergeben, ihn machen lassen. Ihn ernst nehmen. Sich selbst wichtig nehmen.

    Aber wenn du dich selbst mehr und mehr in den Fokus stellst und ihn sein lassen kannst ohne dass es dich belastet, dann verändert sich vor allem auch was bei dir. Und daraus ergibt sich dann wieder was.

    All diese Ratschläge habe ich mir zu Herzen genommen und arbeite daran.

    Am aller Wichtigste, ich habe meinem Mann ganz klar seine Eigenverantwortung zurückgegeben. Klar und deutlich und es kam bei ihm an. Was er daraus oder damit macht, ich weiß es nicht und es liegt nicht in meinen Händen.

    Bin ich die Typische Co????

    Ja, ich bin.....oder nein, ich war die typische Co. Mein Wunsch an mich selbst: darauf achten das ich keine Co mehr werde oder sein will.

    Vielleicht hat die neue Petra keinen Bock mehr auf ihren XY.

    Kann sein, ich mach mich auf den Weg es herauszufinden.

    Hallo Pamela,

    Also hau weiter in die Tasten. Das kann nur gut sein. Für dich.

    Besser in die Tasten hauen als auf......zu hauen :shock::lol:

    Es muss raus.......wenn das hier dein Ventil ist, ist das erst einmal gut so. Wichtig ist nur, dass irgendwann die Worte die hier einem mitgeteilt werden auch ankommen.

    Gehe deinen Weg ganz in deinem Tempo. Den Anfang hast du ja schon gemacht.... :thumbup:

    Wäre ich vor zig Jahren hier mit einer Wut im Bauch angekommen (die ich oft hatte) hätte ich Höchstwahrscheinich ganz ähnlich so wie du geschrieben. Also höre auf den Rat von Aurora....haue weiter in die Tasten..... :mrgreen:

    Hallo und <3 -lich Willkommen auch von mir.

    Oje da bist du ja ganz schnell in einen Strudel geraten. Ich glaube du solltest für dein eigenes Wohl die räumliche Trennung so belassen. Wie und ob du versucht ihn weitere zu unterstützen kannst du dir ja noch in Ruhe überlegen. Ich denke auch wie alle anderen, dass du mit Sicherheit kein schlechtes Gewissen haben muss/solltest. Stell ihn doch jetzt dein Ultimatum.....aber nur eins, dass du dann auch durchziehst. Dann kann er zeigen, wie ernst ihm seine Worte sind.

    Wieso kommt er mit dem Kontaktabbruch klar und ich nicht.

    Weil er trinkt......er trinkt seine Gefühle weg. darum kommt er im Moment damit besser klar als du.

    Ich verstehe mich selbst nicht mehr :cry:

    Es ist auch schwer zu verstehen. Du spürst diene Gefühle. Liebe verschwindet nicht von heut auf morgen und darum tut es soooooo weh.

    Versuche dich abzulenken. Mach etwas Schönes was du gerne machst, etwas worin du Freude findest. Bisschen Ablenkung und den Kopf freizubekommen. Dann kannst du die nächste Runde Trauer und Schmerz besser ertragen.

    Hallo Mamiechen,

    <3-lich Willkommen.

    Ich stelle mir diese Sorge unendlich schwer vor. Umso mehr bewundere ich dich gerade, dass du zum Selbstschutz und zum Schutz deines Sohnes auf Abstand gehst. Ich wünsche dir viel Kraft in dieser schweren Zeit.

    Liebe Grüße Petra

    <3 -lich Willkommen Julchen,

    ich wünsche dir hier einen guten Austausch.

    Es macht mich sehr traurig deinen Worte zu lesen... :roll: Aber ich weiß, es hilft dir nicht recht viel weiter. Hier gibt es jedoch einige Betroffene die dir bestimmt bald schreiben um sich mit dir Auszutauschen.

    Ich wünsche dir trotz allem ein gutes Wochenende.

    Lieber Hanseat,

    es schmerz mich diese Zeilen zu lesen. Ich bin ja auch der falsche Ansprechpartner und kann ja nicht groß weiterhelfen. Trotzdem wollte ich eine Reaktion hierlassen, da mich die Wege der trockengewordenen/trockenwerdenden Alkoholiker interessieren.

    Mein erster Gedanke war, hätte es dir geholfen jemanden anzurufen oder hier im Forum ein Netzwerk zu haben, indem man in solchen Momenten/Situationen jemanden kontaktieren könnte/kann? Vielleicht hätte es dir geholfen, in dieser schweren Situation mit jemanden zu reden, wenn nötig auch Stundenlang????? Wie gesagt nur mein Gedanke (wahrscheinlich sehr naiver Gedanke) von einer Co die sich natürlich Null in die Situation hineindenken/hineinfühlen kann.

    Schön dass du wieder weiter, auf deinem Weg Trocken sein, gehst.

    Herzlich Willkommen Traumtrude,

    dass er in trockenen Phasen, dessen Länge variieren, depressiv und unglücklich ist.

    Genau diese Situation kenne ich auch. Aber wenn ich ganz ehrlich bis, weiß ich jetzt, dass dies ein Trugschluss vom Trinkenden ist. Es ist ein Teufelskreis und ein schönreden.

    Wenn er trinkt, und dann meine ich nicht die völligen Abstürze, sondern das Pegeltrinken, ist er glücklich. Seine Depressionen sind wie weggeblasen.

    Ich erkenne in deinen Worten sehr viele parallele zu meinem Mann/meiner Situation. Weiß aber nach 30 Jahren, dass genau diese Aussagen nicht stimmen. Aber diesen Zustand können dir die erfahren Forenmitglieder hier viel besser vermitteln als ich. Ich selbst bin auch erst seit kurzem hier und lerne stetig dazu.

    Wir müssen und können nur auf uns achten. Du sagst ihr lebt in zwei getrennte Wohnungen, das ist ein großer Vorteil.

    Ich wünsche dir ein gutes einlesen hier und wünsche mir, dass du für dich dass findest was dir weiterhilft.

    Liebe Grüße Petra

    Liebe Anneliese,

    es ist wie Liebeskummer wenn man verlassen wird.....nur das du dich getrennt hast. Liebe und Gefühle sind nicht gleich weg. Du bist zu deinem Selbstschutz/Selbstliebe gegangen. Hast rational mit dem Kopf entschieden. Die Gefühle übermannen dich gerade und das darf/soll so sein und ist wichtig.

    Wenn du bemerkst das dir das lesen hier im Moment nicht so gut tut dann mach einen Pause. Du kannst ja auch nur hier in deinem Bereich lesen/schreiben, da hast du es dosieren.

    Ich denke du solltest in deinem Tempo weitergehen. Ich habe mich am Anfang hier auch sehr intensiv eingelesen , mich mit den Themen beschäftigt, sehr viel geweint und konnte teilweise meine Gedanken nicht mehr einordnen/sortieren. Als es mir zu viel wurde, habe ich eine Forumspause eingelegt. Es waren nur ein paar Tage. Ich habe die vielen Eindrücke und Erfahrungen mit meiner Situation verglichen, in mich hineingehört, um zu spüren und zu fühlen, was für mich aus den vielen Erfahrungsberichten zutrifft und anwendbar ist.

    Ich wünsche dir, dass auch du bald wieder aus dem Tal der Trauer (und es darf getrauert werden) rausfindest und das schöne und positive sehen darfst/kannst.

    Liebe Grüße Petra

    Loslassen finde ich eher besser für uns Cos, denn es bedeutet das loszulassen, was uns in den Abgrund zieht.

    Im Leben muss man öfter etwas loslassen..... :roll: Loslassen fällt schwer, sehr schwer, vor allem wenn man noch daran hängt.

    Fallenlassen ist negativ behaftet und macht einem ein schlechtes Gewissen. Darum gefällt mir die Wortwahl, loslassen auch viel besser.

    Alex, du hast diese Frage in den Raum gestellt und diese Frage lässt viel Raum zum Spekulieren. Ich habe eine Weile darüber nachgedacht. Ich glaube, wenn es einem selbst schadet und man Gefahr läuft selbst zu erkranken darf/muss man loslassen.

    Meiner Freundin ihr Mann ist Herzkrank und durch diese Erkrankung hat er sich sehr verändert. Ja, er ist krank, aber er versinkt in Selbstmittleid. Er könnte durch mehr Aktionismus und Übungen seinen Herzmuskel trainieren und es ist erwiesen, dass er dadurch viel mobiler und gesünder wäre. Sie ist einen junge Frau und ist gefangen. Sie hat ihn verlassen. Das Unverständnis um sie herum ist sehr groß. Wie kann sie nur? Aber was würde es bringen, wenn sie bleibt und dann psychisch erkrankt. Dann hat ihr Sohn zwei kranke Elternteile. Manchmal muss und darf man loslassen. Um seiner Willen!

    Wann hört dass auf......gute Frage? Ich glaube das es noch sehr oft solche Momente geben wird. Es ist schwer zu begreifen für uns Cos. Er kann nicht aus seiner Haut und du auch nicht. Ich denke solche Momente sind Tagesabhängig. Auch in gut funktionierten Beziehungen gibt es Tage wo man schlecht drauf ist. Vielleicht kannst du dich ein wenige ablenken. In die Natur einen Spaziergang machen. Ich wünsche dir weiterhin die nötige Kraft.

    Denn anscheinend habe ich meinen Mann in den Alkohol getrieben.

    ?????????

    NEIN......ganz bestimmt nicht????

    Wie kommst du denn nun darauf?

    Es war dumm von mir hier auf mehr als Worte zu hoffen.

    Was wünscht du dir, oder was erwartest du von uns?

    Sämtliche harte Kritik hier habe ich verdient.

    Bitte sehe es nicht als Kritik. Jeder hier von uns versucht nur seine Erfahrungen weiterzugeben. Jeder muss sich aus der SHG hier das passende für sich rausziehen.

    Seepferdchen, ich glaub in dir ist soooooo viel Wut dass du achtgeben solltest dass es nicht in Hass umschwenkt. Denn das hilft dir überhaupt nicht weiter. Ich bin auch der Ansicht, dass der nasse Partner lieben kann. Er ist evtl. in dem Moment wo er betrunken ist vielleicht nicht so empathisch. Ich stimme shunshin, hera und yankee zu und danke ihnen für die Sichtweise. Im Übrigen gilt für die Trinkenden es genauso wie für die Cos. nicht alles über einen Kamm scheren! Wir Menschen sind alle individuell.

    Seepferdchen, ich glaube du bist sehr verbittert und enttäuscht. (ich meine es nicht böse oder möchte dich verärgern) Was ich gut nachvollziehen und verstehen kann. ABER bitte versuche dich abzugrenzen. Denn du wirst dir keinen Gefallen machen indem du deinen Mann verteufelst. Bleib bei dir und schau was du für dich verändern kannst und willst. Du hast es in der Hand. Deinen Mann wirst du nicht ändern.

    Hallo mollyfisch,

    du solltest dich nicht für deine Handeln schämen. Es ist dein Leben und es sind deine Entscheidungen. In einer SHG sollte man offen und ehrlich sein dürfen.

    Ich wünsche dir noch weiterhin viel Kraft um die Trennung gut zu organisieren und zu verkraften.

    Schön das dich dein Sohn so gut unterstützt. Das ist viel wert.

    Und ich soll ihn verlassen und wieder alles aufgeben wofür ich Jahrzehnte lang gekämpft habe.

    Ich hoffe du hast meine Frage nicht Missverstanden. Mir steht so ein Rat gar nicht zu. Erstens, weil keiner in deinem Leben steckt um dir das zu raten und zweitens, weil ich auch bei meinem Mann bleibe.

    Glaube mir, ich verstehe dich!!!!!

    Ich hoffe du findest hier den Austausch und die Hilfe die du suchst.