Alkoholiker helfen oder fallen lassen - Tipps für Co Abhängige

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  • Ich gebe zu, es belastet mich manchmal hier zu lesen. Ich stelle mal eine einfache Frage: Soll man einen Alkoholiker helfen oder fallen lassen?

    Ist die Wortwahl „fallen lassen“ nicht schon falsch gewählt?

    Die Wortwahl suggeriert, dass der CO sich um den anderen kümmert/kümmern sollte und nicht um sich selbst. Aber es bleibt kein anderer (gesunder) Weg als der EIGENE.

    D.h. Fokus auf sich selbst.


    Es ist leider soooooo schwierig (!) zu erkennen, dass man einem (nassen) Alkoholiker (ohne Einsicht) nicht helfen kann. An den Punkt (rational & emotional) muß jeder für sich selbst kommen. Und dann bleiben dem CO die beiden Optionen:

    sich ganz alleine um sich selbst zu kümmern (=Trennung)

    oder

    sich an der Seite des Alkoholikers um sich selbst zu kümmern.

    Beides hat - wenn man die Perspektive wechselt - nichts mit fallen lassen zu tun.


    PS:

    Ich habe mich ja gerade erst vor gut 2 Wochen getrennt (und zum Glück liegen 1000km zwischen uns). Die Trennung ist final.

    Und trotzdem mache ich mir Sorgen um meinen Ex, wenn ich hier von schlimmen Krankheitsfolgen lese und möchte ihn nur zu gern wachrütteln, warnen,… Aber - NUR ER SELBST hat es in der Hand. Ich muß mich von diesen Sorgen distanzieren und abgrenzen.

    Tja, dem Co bleibt auch nach der Trennung die Arbeit an sich selbst…

  • Hallo Anneliese,


    ich habe mich damals für die Option Trennung entschieden.

    Das war auch richtig und gut so für mich.

    Mein Exmann hat dann aufgehört zu trinken und war gut 4 Jahre lang nüchtern.


    Trotzdem habe ich noch öfter an ihn gedacht und er tat mir auch leid weil er alleine, also ohne Partnerin, war.

    Das verging aber immer schneller im Laufe der Zeit. Denn mir wurde bewusst dass er ja erwachsen war und ihm alle Möglichkeiten offenstanden.


    Dann lernte er eine Frau kennen, die hat gerne einen getrunken und somit fing er auch wieder an. Das tat mir auch leid denn ich wusste ja, wie diese Scheiß Krankheit enden konnte. Ohne dass sie gestoppt wird. Die Hilfe von meinem 2. Mann und mir hat er aber abgelehnt.


    Also habe ich im Laufe der Zeit immer wieder mitbekommen, wie der physische und psychische Abbau fortschritt. Wir hatten wegen der (erwachsenen) Kinder und unserer Enkelin noch ab und an Kontakt, außerdem wohnte er direkt um die Ecke.


    Ich habe mir da Sorgen gemacht. Obwohl ich meinen Exmann nicht mehr liebte war er ja ein vertrauter Mensch. Wir kannten uns seit 1981, waren 26 Jahre zusammen und wurden nach 29 Ehejahren geschieden. Aber diese Sorgen überschatteten nicht mehr meinen Alltag, mein Leben. Denn ich wusste, es ist einzig seine Entscheidung und nur er hat es in der Hand. Ich fand das trotzdem sooo schade... Er starb dann am 6.11.2018. Das wäre unser 37. Hochzeitstag gewesen...


    Ich habe ihn nicht fallen gelassen sondern losgelassen. Das war meine Rettung. Er selbst hatte es für sich auch in der Hand aber er hat sich gegen das Leben entschieden.


    Fallenlassen ist ein Wort, das wird im Zusammenhang mit Co/Alkoholiker gerne benutzt. Um es klar zu machen, dass dem Abhängigen niemand helfen kann als der Alkoholiker selbst und dass er an einen Tiefpunkt ankommen muss, um das zu verstehen und zu können.


    Loslassen finde ich eher besser für uns Cos, denn es bedeutet das loszulassen, was uns in den Abgrund zieht.


    Lieber Gruß

    Aurora

    Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch anwenden;

    es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.


    Johann Wolfgang von Goethe

  • Hallo,


    bei der ersten Trennung von meinem Mann hat seine Schwester gesagt " Sie findet es schade das ich ihn fallen lasse wo er mich gerade brauch". Dieser Satz hat mich doch sehr getroffen.

    Ich habe Sie bei der jetzigen Trennung angerufen um ihr Bescheid zu geben, wie der Stand ist. Da sagt sie doch zu mir" ja die Probleme sind jetzt auch psychisch weil du ihn ja vor einigen Wochen fallen lassen hast. Das hat ihm sehr zugesetzt." Ich habe nicht mehr viel dazu gesagt. Von der Seite ist nichts zu erwarten, Verständnis auch für meine Seite ist nicht vorhanden. Seine Mutter meinte wenn ich nicht mehr kann sollte ich mich mal eine Woche krankschreiben lassen. Als ob es damit gut wäre. Ich habe ihr dann nur gesagt das nicht ich sondern ihr Sohn krank ist.


    Das "fallen lassen" hat für mich eher einen sehr negativen Beigeschmack. Ich würde es für mich lieber als loslassen bezeichnen.


    Der Partner seiner Schwester trinkt, sein Bruder trinkt, ich denke sein Vater hat auch getrunken, die wissen schon sehr genau was da auch mit mir los ist. Aber keiner von denen gibt zu das es ihnen eventuell auch nicht gut geht. Ich weiß aber aus Gesprächen das auch dort nicht Friede und Freude herrscht.


    LG

  • Loslassen finde ich eher besser für uns Cos, denn es bedeutet das loszulassen, was uns in den Abgrund zieht.

    Im Leben muss man öfter etwas loslassen..... :roll: Loslassen fällt schwer, sehr schwer, vor allem wenn man noch daran hängt.

    Fallenlassen ist negativ behaftet und macht einem ein schlechtes Gewissen. Darum gefällt mir die Wortwahl, loslassen auch viel besser.


    Alex, du hast diese Frage in den Raum gestellt und diese Frage lässt viel Raum zum Spekulieren. Ich habe eine Weile darüber nachgedacht. Ich glaube, wenn es einem selbst schadet und man Gefahr läuft selbst zu erkranken darf/muss man loslassen.


    Meiner Freundin ihr Mann ist Herzkrank und durch diese Erkrankung hat er sich sehr verändert. Ja, er ist krank, aber er versinkt in Selbstmittleid. Er könnte durch mehr Aktionismus und Übungen seinen Herzmuskel trainieren und es ist erwiesen, dass er dadurch viel mobiler und gesünder wäre. Sie ist einen junge Frau und ist gefangen. Sie hat ihn verlassen. Das Unverständnis um sie herum ist sehr groß. Wie kann sie nur? Aber was würde es bringen, wenn sie bleibt und dann psychisch erkrankt. Dann hat ihr Sohn zwei kranke Elternteile. Manchmal muss und darf man loslassen. Um seiner Willen!

  • Fallenlassen - Loslassen? Heute sage ich, ich treffe eine Entscheidung für mein Wohlergehen. Dafür bin ich verantwortlich. Ich bin ein soziales Wesen und ich tue niemand absichtlich was Böses. Wenn ich mich in einer Beziehung - mit wem auch immer - nicht mehr gut fühle, mich diese Beziehung sogar unglücklich macht, ist es meine Verantwortung dafür zu sorgen, dass es mir wieder gut geht und manchmal heißt das eben jemanden oder eine Situation zu verlassen. Ich weiß, dass das nicht leicht ist und mir gelingt das auch viel zu selten, aber ich übe mich darin. Genau so hat doch unser Gegenüber die Verantwortung für sich. Nimmt er sie - aus welchem Grund auch immer - nicht wahr, so ist das sein Problem und nicht meins. Es hat jetzt 10 Jahre gedauert, bis das auch so wirklich in meinem Innersten angekommen und zu meiner Grundeinstellung geworden ist. Es ist Herausforderung und Erleichterung zu gleich.


    Mein Tipp für die Co's: sorgt dafür, dass es euch gut geht - unabhängig vom Alkoholiker. Das ist eine Entscheidung für euch und nicht gegen euren Alkoholiker.


    Dafür muss ich mir aber im Klaren sein, welche Bedürfnisse, Wünsche, Träume ich habe. Für mich ging das nur mit einer räumlichen Trennung, damit ich zur Ruhe kommen und mich wirklich um mich kümmern konnte und eine Chance hatte, mein Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Das war kein leichtes Unterfangen, vieles in meiner Wahrnehmung hatte sich verschoben, ich musste erst wieder lernen, mich wahr zu nehmen und dazu kamen natürlich die Reaktionen von Außen. Zu Anfang habe ich einige Entscheidungen nur mit dem Kopf getroffen und die Gefühle sind dann irgendwann hinterher gekommen und wollten gesehen werden. Es war so über 2 Jahre eine sehr intensive Zeit mit viel Tränen, Zweifeln, Angst, aber auch guten neuen Erfahrungen. Bis sich das dann alles gesetzt hatte und ich wirklich angekommen bin sind doch so 8-9 Jahre vergangen, aber die Zeit hatte ich ja und es hat sich gelohnt. Die Wege zur eigenen Zufriedenheit sind verschieden, so wie wir Menschen verschieden sind, aber meiner Meinung führen sie nicht neben einem nassen Alkoholiker dahin.


    Wenn jeder für sich sorgt, ist für jeden gesorgt.

    Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst - das heißt für mich nichts anderes, als dass die Selbstliebe der Grund jeder Nächstenliebe ist. Diese beiden Sprüche habe ich mir am Anfang meines Weges sehr zu Herzen genommen und sie begleiten mich noch heute.


    sonnige Grüße

    Lütte

    "Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten" (Albert Einstein)

  • Fallenlassen - Loslassen?

    Fallenlassen oder loslassen?

    Wählt einer eines dieser Worte, entbrennt eine Diskussion über die Deutung dieser Worte.


    Hätte der Urheber die Worte gewählt: „ Alkoholiker helfen oder sich lösen (von ihm)“ sähe das sicher anders aus.

    Komischer Weise stört sich niemand an dem Worte „helfen“ .

    Helfe ich dem Alkoholiker, wenn ich mich von ihm trenne oder wenn ich bei ihm bleibe, wenn er weiter säuft?


    Als ich den Fokus auf „helfen“ lenkte: Und wenn helfen/ unterstützen, wie lange??? 1 Monat, ein Jahr, 10 Jahre?

    -Helfen oder nicht helfen?

    -Sich trennen oder weiter erdulden?

    -Wie lange den gegenwärtigen Zustand ertragen?



    Antwortete Hartmut : wieso helfen? Wir sind doch eine Selbsthilfegruppe Da muss doch der User sich selbst helfen.


    Unter Helfen, kann man auch wieder zweierlei verstehen … die Sucht unterstützen oder ihm bei der Bewältigung der Sucht helfen. Hartmut ging sogar noch einen Schritt weiter: "von einen User heraus schon spekuliert wie man helfen könnte ."

    Also, daß Dritte helfen könnten/ wollten.



    Die Erfahrungen haben es

    doch gezeigt, wenn man sich nicht von der Sucht/ dem Alkohol/ dem Alkoholiker löst, wird es nie besser. Sei es der Alkoholiker vom Alkohol, das EKA von seinem Abhängigem oder der Co. .

    Wir haben doch nur eine Wahl – mit oder ohne, ... mit allen Konsequenzen.

  • Mein Tipp für die Co's: sorgt dafür, dass es euch gut geht - unabhängig vom Alkoholiker. Das ist eine Entscheidung für euch und nicht gegen euren Alkoholiker.

    Ich bin zwar erst seit ein paar Tage hier aber habe schon soviel Hilfe und Austausch bekommen…….das hier schon ein paar Schritte für mich getroffen habe…….und sogar schon ausgesprochen habe 🙏🏼 jetzt meine Frage an euch alle die das hier lesen……ich habe meinem Mann gesagt das ich mit ihm nicht mehr leben möchte vor ein paar Tagen…….er ist stinke sauer aus dem Haus ohne Kommentar 😞 und komm betrunken spät Abends nachhause……jetzt verhält er sich so als ob das nie gesagt wurde und möchte mit mir auf Feste gehen und gemeinsam was trinken gehen…….😡 hat er das vergessen ? Verdrängt er das……??? Will er sich das nicht eingestehen ??? Er weiß das ich mit ihm nichts mehr unternehme…….sowie ich hier zuhause mit ihm mich nicht mittags auf die Terrasse setze und einen zu trinken 🙈


    Gehört das schon zu seinen Krankheitssymptomen?

    Welche Symptome hattet ihr oder konntet ihr alles so feststellen ?

    Ich kann einige aufzählen…….die aber auch mit anderen Krankheiten zusammen hängen könnten…….ich konnte mich jetzt schon etwas abkapseln 🙏🏼 und mache derzeit nur Sachen die ich machen will und die mir Spaß machen…….😍 so geht es mir schon gut 😊 wie deutlich muss ich noch werden das er es auch versteht das ich möchte das er sich helfen lässt ? Ich weiß nicht ob er überhaupt begreift das er dringend Hilfe braucht 😞😇


    Vielleicht gibt es ja jemanden dem es genauso geht oder sogar einen trockenen Alkoholiker der mir jetzt sagen kann…….wie ich mich am besten verhalte 🙏🏼😘


    Liebe Grüße

  • Denn ich wusste, es ist einzig seine Entscheidung und nur er hat es in der Hand. Ich fand das trotzdem sooo schade... Er starb dann am 6.11.2018. Das wäre unser 37. Hochzeitstag gewesen...

    Ich weiß das auch alles…..und auch so wie Du sagst……ich muss versuchen damit klar zukommen 🙏🏼 es ist so schwer 😥 da er wirklich auch ganz viele Symptome hat und auch täglich sich noch mit Schmerztabletten wegen angeblichen Rückenproblemen betäubt 🙈 an was ist den Exmann gestorben ?

  • Hallo Pamela,


    mein Exmann hat sich schlicht und ergreifend totgesoffen. Kaputtes Herz, kaputte Leber... Er wurde 64 Jahre alt.


    Mein Exmann hat sich ähnlich wie dein Mann verhalten. Er hat mich einfach nicht ernst genommen. Ich hatte einfach zu viele Drohungen nicht wahr gemacht und er fühlte sich sicher, dass es weiterhin so wäre. Als ich dann aber plötzlich doch eine Wohnung suchte und auszog war er baff.


    Trotzdem hat er mich weiterhin oft nicht ernst genommen. Auch in der Zeit seiner Nüchternheit. Ich war einfach immer zu wankelmütig gewesen, hatte in meiner Wut vieles ausgesprochen und nie eingehalten. Grenzen gesetzt und diese sofort wieder eingerissen. Wenn er dann wieder freundlich zu mir war. Das ist eben Teil auch der Verbindung Co/Alkoholiker (nass). Aus Angst, Schuldgefühlen, Verantwortlichkeiten und Sorge geben wir Cos nach und schöpfen Hoffnung. Der Alkoholiker weiß das und reagiert dementsprechend. Er verspricht Besserung, wird plötzlich freundlich und aktiv, so, als wäre alles in bester Ordnung.


    Wir Cos zweifeln dann an unseren Wahrnehmungen, aus lauter Hoffnung, dass nun doch alles besser wird und ja alles nicht so schlimm wäre und wir nur zu empfindlich. Und weil er auch so tut als wäre nie was gewesen, verwirrt uns das noch mehr. Bis wir wieder in der Spur sind. Dann geht es mit der Trinkerei langsam wieder los und das Karussell dreht sich wieder weiter.


    Das alles passiert nicht immer ganz bewusst, glaube ich. Es sind Verhaltensmuster, die da ablaufen. Da es für den Alkoholioker lange Zeit so funktioniert, wendet er es immer wieder an. Und wir Cos reagieren gewohnt darauf.


    Da hilft tatsächlich nur, dass Karussell anzuhalten und auszusteigen.


    Lieber Gruß

    Aurora

    Es ist nicht genug zu wissen, man muß auch anwenden;

    es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.


    Johann Wolfgang von Goethe

  • Das alles passiert nicht immer ganz bewusst, glaube ich. Es sind Verhaltensmuster, die da ablaufen. Da es für den Alkoholioker lange Zeit so funktioniert, wendet er es immer wieder an. Und wir Cos reagieren gewohnt darauf.

    oh nein todgesoffen ist schrecklich 😞 das muss ja so elendig sein…..😞 meiner säuft seid dem ich ihn kenne und davor haben ihn seine Frauen auch alle deswegen verlassen……das geht jetzt schon seit über 30 Jahren so……..😞 die Blutbilder werden mir verheimlich bzw gesagt alles ok nur ein Wert ist schlecht 🙈🙈🙈 wer’s glaubt 😡 gesundheitlich ist er am Ende aber zum Arzt geht er nicht wirklich 😳


    Ich muss mich hier noch weiter rausziehen…….nur für mich 😍😍😍

  • Hi,

    ein Alkoholiker hat als oberste Priorität, etwas trinken zu können und dafür zu sorgen, daß genug Stoff da ist. Dann kommt erst mal ganz lang gar nix. Erst mit Pegel kann er sich auf andere Dinge, das "normale Leben" betreffend, konzentrieren. Ignorieren von Missständen ist eine leidige Nebenwirkung.

    Viele saufen ja, werden trotzdem alt, sind vielleicht auch krank, machen aber weiter bis zum Schluss.

    Die Angehörigen sind ihnen nicht immer egal, aber die Sucht hat das Kommando.

    Du musst nicht drohen, sondern handeln.

    Möglich, daß er es dann kapiert.


    Grüße,

    Hera (Alkoholikerin)

  • Oh Danke……😘 deine Antwort bedeutet mir viel…..😊👍🏼 ich drohe auch nicht mehr……ich mache einfach nichts mehr für ihn und mit ihm……das ist für mich bis vor ein paar Tagen noch nicht möglich gewesen……🙏🏼 Wir haben heute Abend noch wegen unserem Geschäft noch Erledigungen zu machen……der er noch machen muss…….jetzt ist er total Aggro das das noch anfällt heute Abend und er noch fahren muss…..ich soll ihn jetzt bespassen damit er nicht so dumm rum sitzt hier zuhause 😊 er kann sich selber nicht mal 5 Minuten ganz in Ruhe hinsetzen und mal ohne IPad Handy Fernseher oder sonst etwas ausruhen……..nach dieser Arbeit heute muss er sich so betrinken das er schlafen kann 😞😞😞😞 es ist ein Kreislaufen 🙈🙈🙈 eigentlich tut er mir total leid……ich glaube er glaubt selber immer noch das er alles unter Kontrolle hat…….. warst du auch so nervös und hast keine Ruhe gefunden ????

  • ... jetzt meine Frage an euch alle die das hier lesen……ich habe meinem Mann gesagt das ich mit ihm nicht mehr leben möchte vor ein paar Tagen…….er ist stinke sauer aus dem Haus ohne Kommentar 😞 und komm betrunken spät Abends nachhause……jetzt verhält er sich so als ob das nie gesagt wurde und möchte mit mir auf Feste gehen und gemeinsam was trinken gehen…….😡 hat er das vergessen ?

    Ja.

    Alkoholiker sind Meister im Vergessen und Verdrängen! ... und sehr gut, in sich Sachen schön zu reden. Sie bemerken gewisse Dinge einfach nicht.

    Eine Selbstreflexion ist praktisch ausgeschlossen. Wenn du so willst eine Psychose.

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