Beiträge von PetraPetra

    Hallo Schari,

    meine Güte, da liegt aber ein bewegtes Leben mit ständigen Begleiter des Alkohols hinter dir. Mein aufrichtiges Beileid.

    Ich glaube du musst anfangen an dich zu denken. Du kannst deinem Mann nicht helfen. Aber dass weißt du ja selbst.

    Versuche dich anzugrenzen. Du hast ja schon damit begonnen.

    Wäre es möglich dass dein Mann auszieht? Ich nehme mal an, eher nicht. Aber ich glaube auf kurz oder lang brachst du eine räumlich Trennung.

    Ich wünsche dir hier einen erfolgreichen Austausch für dich. Hier kannst du deinen Ballast abladen. Oft hilft dass einem sich zu sortieren.

    Schwere Frage, die dir hier keiner beantworten wird.

    Du bemerkst ja, dass das ewige ansprechen nichts bringt.

    Du solltest dir für dich Gedanken machen was du willst. Und wenn du dass dann weißt kannst du ihm ja klar und deutlich deinen Standpunkt erklären. Wichtig dabei ist, nur auch das aussprechen was du auch durchziehen kannst. Andernfalls wird er dich sonst nie mehr für voll nehmen.

    <3-lich Willkommen Wallnuss,

    ich denke mit deiner Selbsteischätzung liegst du schon richtig.

    Wenn er nichts ändern möchte, wird das zusammenziehen nichts werden. Jetzt solltest du dir die Frage stellen, kannst du dir ein Leben, in getrennten Wohnungen, so wie im Moment auf Dauer vorstellen.

    Ich wünsche dir hier ganz viel guten und wertvollen Austausch.

    Hi du, schön von dir zu lesen.

    Es ist eine schwere Zeit die du gerade durchlebst.

    Ich glaube wir alle Cos kennen solche Tage. Seit vier Jahren gehe ich immer mal wieder durch so ein Tal.

    Wie du bereits schon vermutest, am schlimmsten ist es, wenn er nicht trinkt. Da kommt der Gedanke, es gäbe ja keinen Grund mehr zur Trennung.

    Du denkst an dich und das ist gut so. Ich mache dass mittlerweile genauso. Das ist leider das Tal wo wir durch müssen.

    Gut dass du den Weg beibehältst und ganz klar in deinen Gedanken diesbezüglich bist.

    Heute ist ein komischer Tag, evtl. liegt es an Weihnachten oder an der längsten Nacht des Jahres.

    Hallo Wollwolke,

    schön dass du hier bist, auch wenn der Anlass leider weniger schön ist.

    Auwei, dass ist echt eine schwere Frage. Ich würde dir raten, hör auf dein Bauchgefühl.

    Wenn du bereit bist den RTW zu rufen, mach es genau dann. Also ich denken keinen Alkohol kaufen.

    Ich wünsche dir viel Kraft um die richtige Entscheidung zu treffen.

    Hallo Nici,

    herzlich Willkommen, schön das du dich dazu entschieden hast dich anzumelden. Auch du kannst darauf stolz sein!

    Mir geht es da wie dir, auch ich habe eine Heiden Angst loszulassen.

    Den Mann mit dem ich zwei Kinder habe, mit dem ich durch dick und dünn gegangen bin, mit dem ich mir alles aufgebaut habe, mit dem ich die letzten 33 Jahre alles geteilt habe, der mich besser kennt als fast jeder andere auf dieser Welt, der, der für mich da ist wenn ich ihn brache (auch wenn ich es ihm manchmal sagen muss, da seine Empathiefähigkeit anscheinend etwas eingeschränkt ist), der mir die Sicherheit gibt nicht alleine auf dieser Welt zu sein, und noch vieles mehr.

    Auch der Gedanke, ich will nicht nochmal von vorne anfangen, kenn ich nur zu gut.

    Deine Gefühle sind vorhanden und echt, genauso wie meine.

    Hier lesen und sich austauschen bringt uns auf den Weg. Bringt uns dazu, immer wieder genau hinzusehen und in uns hineinzuspüren. Wichtig ist, nach meiner Meinung, nicht wegzuschauen, bei sich zu bleiben. Sich immer wieder fragen, wie geht es mir, was brauche ich? Wenn dann der Zeitpunkt gekommen ist zu gehen, hoffe ich, dass wir die Kraft haben zu gehen. Wenn nicht, dann sollten wir wenigstens darauf achten, dass wir nicht mit in die Grube fallen.

    Auch ich bewundere DIE die es schaffen. Doch heißt das nicht, dass sie stärke oder wir schwächer sind. Denn die Geschichten ähneln sich zwar, jedoch ist keine zu 100% identisch. Es ist dein/unser Weg und dein Leben!

    Egal was dich dazu bewogen hat jetzt doch zu schreiben, der Austausch ist hilfreich. Jetzt ist wichtig dran zu bleiben, hier zu bleiben, auch wenn Gegenwind kommt.

    Danke das du dich geöffnet hast.

    Hallo Tardis, hallo Mina,

    herzlich Willkommen!

    Ja es macht Angst!!! Zukunftsängste, Existenzängste und noch vieles mehr!

    Es gibt nur bleiben und alles was der Alkohol so mit sich bringt hinnehmen oder gehen und evtl. wieder glücklich werden. Letztes muss ja nicht (solang das eigene und das Leben der Kinder nicht akut gefährdet ist) sofort sein. Ein Schritt nach dem andern. Sich einen Plan machen, sich Hilfe holen, sich informieren. Wenn man dann etwas Klarheit hat fällt einem evtl. der nächste Schritt etwas leichter.

    Ich wünsche euch eine angenehmen und hilfreichen Austausch hier.

    Hier haben mir bislang fast alle geraten mich sofort zu trennen, das will ich aber nicht.

    Das sind zweierlei Situationen Molch! Wie Kintsugi schrieb, das gilt zu differenzieren. Der Rat diente zu deinem eigenen Schutz in deiner Situation. Es ist ein gutgemeinter Rat von Menschen mit sehr langen Erfahrungswert. Kann man annehmen, muss man(n) aber nicht. Es ist dein Weg, du bist für dein Leben und dein Glück selbst verantwortlich.

    Ich wünsche dir, dass es für dich der richtige Weg ist.


    Danke für deine Antwort Eloise,

    einige Dinge (räumliche Trennung im Haus, Ehering abgenommen, Suchtberatung, Ehetherapie und letztendlich dann getrennte Wohnungen) die du beschrieben hast habe ich auch in den 30 Jahren unserer Ehe versucht. Als ich unsere erwachsenen Kinder mit ins Boot holte ist es eskaliert. Mein Mann kam damit nicht klar.

    Komm erst einmal an. Vielleicht findest du die Zeit, um dich etwas bei uns Co-durchzulesen, dann wird dir schnell auffallen das sich viele Geschichten gleichen.

    Nur Bier,

    ich dachte hier wollen alle nur das man(ich) sich trennt.

    Ich betone, ich dachte!

    Wenn Kinder mit im Spiel sind ist das auch was ganz anderes. da sollte dringend auf das Kindeswohl geachtet werden.

    Wir Angehörigen gehen sowas von kaputt in dieser Situation. Das kann doch nicht unser Lebenswunsch sein! Wir, auch wir, haben nur dieses eine Leben. Und dann soll ein anderer das Recht haben, uns dieses eine Leben zu ruinieren?

    Und genau das muss dann jeder für sich selbst abwägen und entscheiden. Und genau das wird hier vermittelt.

    Gut ist auch, das immer wieder der Fokus gesetzt wird: bei sich zu bleiben!!!

    Auch ab und an ein A....tritt schadet nicht. Er regt zum Nachdenken an. Und das ist gewünscht.... :thumbup:

    ich schaffe es aktuell einfach nicht, mich abzugrenzen...wenn ich nach hause komme zum Beispiel und mir vorgenommen habe zum Sport zu gehen und meine Frau sitzt leicht besäuselt auf der Couch, dann ist das so als würde mir der Boden unter den Füssen wegrutschen...ich stell dann alles in Frage...

    Aktuell nicht! Das heiß nicht, nie. Gib dir die Zeit. Du beschäftigst dich jetzt m mit dem Thema und deinen Problemen. Das ist ein Anfang. Sei geduldig mit dir. Gehe einen Schritt nach den anderen. Schaue auf dich, schaue was dir hilft und gut tut.

    ...wenn ich das denn so 5min im Kopf hatte, geh ich nur noch auf die Couch in meinem Zimmer und lass mich berieseln...da ist kein Fünkchen Power für Sport mehr vorhanden....und ich weiß, und das ist dass Schlimme...ich muß was tun...aber ich bekomm dann die Kurve nicht...

    Kann ich so gut verstehen. Auch ich habe mich sehr oft von meinem Mann runterziehen lassen. Ab und an geschieht mir das auch noch heute. ABER nur selten. Dann versuche ich genau hinzusehen und verändere es sofort wieder. Aber das braucht Übung. Ich weinte in dieser Zeit viel. Es machte mich unendlich traurig. Aber ich bleibe bei mir.

    Hallo egah_73,

    dieses Gefühl kennen viele von uns hier. Als ich hier vor 7 Monate ankam wusste ich nichts von Co-Abhängigkeit. Ich wollte nur verstehen warum mein Mann immer wieder trinkt. Warum dies....warum das...warum so..... Alle Fragen drehten sich um ihn! Tja und dann habe ich hier eine Weile sehr viel gelesen, erst wurde ich sauer, ich dachte hier wollen alle nur das man(ich) sich trennt. Irgendwie hörte ich nur, es gibt nur eine Lösung, die Trennung! Aber nach einer kurzen Auszeit hier machte es auf einmal klick..... ich habe verstanden, dass es um mich geht und nur um mich!!! Was kann ich (noch) ertragen, was lasse ich zu, was lasse ich mir gefallen und wieviel Verständnis will ich immer und immer wieder aufbringen???? Das waren dann meine Fragen und darum kümmerte ich mich. Seither geht es mir viel besser und auch mein Mann bemerkt diese Veränderung und verändert etwas.

    Vielleicht versucht du es auch einmal, frage dich, was kann ich (also du) machen das es mir besser geht?

    Hallo Lotta,

    wenn es dir damit besser geht kannst du ja deine Wut gegen den Alkohol richten. Aber wie Saphira sagt, natürlich dürfen wir auch wütend auf den Alkoholiker sein.

    Beispiel: meiner Freundin ihr Mann ist Herzkrank, Herztransplantation folgte, er ist/ war ein Eckel, unausstehlich. Sie war auch wütend auf ihn obwohl er so schwer erkrankt ist und hat ihn sogar verlassen weil sie sonst mit untergegangen wäre.

    Ja, zum Eigenwohl darf man (Kranke verlassen) wütend sein.

    Aber ob es dir etwas bringen wird-----? ob es dir hilft....? Eher nicht, so wie Morgenrot es dir geschrieben hat.

    Ich war auch oft wütend. Aber es hat mich kein Stück weiter gebracht.

    Erst als ich anfing auf mich zu schauen hat sich was verändert.

    Hallo Vanessa,

    im Grunde lese ich bei dir heraus, dass es ja nicht nur der Alkohol ist. Er hat dich betrogen. Das ist ja dann schon die zweite Baustelle die zu ver/-bearbeiten gilt.

    Was sagt er denn zum zweimaligen Betrug?

    Vielleicht akzeptierst du erst einmal dass er Abstand will/braucht.

    Auch wenn du leidest und es dir sehr schwer fällt, du bitter enttäuscht bis von seinem Verhalten.

    Versuche jetzt auf dich zu schauen. Du sagtest, die letzten Jahre waren heftig. Verarbeite (evtl. mit therapeutischer Hilfe) was alles war. Lass ihn machen.

    Sollte er sich dann wieder bei dir melden weil er bereit dafür ist, kannst du ja weiter schauen.

    Jetzt helfe dir selbst.