Beiträge von Bolle

    Hallo Schmidtty

    Mein Vorschlag wäre,täglich mit dem alkoltester, unaufgefordert zum Sohnemann zu gehen und zu sagen:ich möchte pusten, nur zu deiner Sicherheit, damit du mir nicht dauernd auf den Wecker damit gehst.

    Einfach den Spieß umdrehen, und offensiv werden.Das stärkt auch dein Selbstbewusstsein und nach dem 50.mal wird es sich ändern.

    Nur mal so ein Gedanke von mir,wie ichs versuchen würde.

    Das Vertrauen und der Respekt kam bei meinen erst nach sehr langer Zeit. Verständlich, aber doch erreichbar mit Ausdauer und Geduld, und natürlich trocken, versteht sich.

    LG Bolle

    Hallo izzy

    Die nicht selbst betroffenen haben eben keine Ahnung von der Alkoholkrankheit.ich selbst stecke sie in die Kategorie der Nichtwissen den.woher sollen sie es auch wissen.sie haben ihre Schubladen in die sie einordnen.

    Wer besoffen unterm Tisch liegt oder im Park ist Alkoholiker,wer seiner Arbeit nachgeht und nicht auffällig ist eben nicht.fertig.

    Mach erstmal deine Reha, später siehst du es entspannter.

    Dann könnte ich dir ein paar Tipps geben wie man ,aber auch nur vielleicht,den unwissenden ihren Horizont etwas erweitert.

    Ein Schritt nach dem anderen

    LG Bolle

    Verarscht ist vielleicht ein zu harter Ausdruck.

    Ratschläge und Empfehlungen nicht anzunehmen ist ja kein böser wille.wenn es jemand dann doch macht und hinterher Suchtdruck entsteht ist es eine erfahrung.im günstigen fall!

    Die Gefahr wird unterschätzt.kenn ich gut von mir,nach ein paar Monaten Trinkpause wurde ich leichtsinnig und ging Risiken ein,die ich damals noch nicht als besonders groß ansah.

    Damals hatte ich vom Suchtgedächtnis noch keine Ahnung,vom Wesen der Sucht auch nicht.

    Aus Unwissenheit und mangelnder Einsicht.

    Das gesteh ich jedem,der sich auf den Weg gemacht hat auch zu.

    Es ist eine tödliche Krankheit und das zu verstehen und zu akzeptieren hat bei mir sehr lange gedauert Bei etwa 200 Toten täglich durch Alkohol (offizielle Zahlen des Bundesministeriums) Dunkelziffer höher müsste man schon Mal ins Grübeln kommen und alles fürs Überleben (trocken bleiben)tun.

    Das rüber zu bringen kann Leben retten.

    Ich fühle mich nicht verarscht,wenn jemand das noch nicht versteht, sondern sage mir,er/sie ist noch nicht soweit.

    Und leider kommen viele auch nicht soweit,weil sie aus dem Rückfall nicht mehr raus kommen.

    So sehe ich das und kann auch nix dran ändern.

    Laufen/Walken oder haben auch eine entspannende Wirkung (auf mich zumindest) und gefährlich wird es nur, wenn ich das auch schleifen lasse.

    Hallo Schmidtty

    Es gibt noch viele andere Dinge, die das Denken umlenken können.und auch entspannend wirken.

    Kochen,backen, baden, duschen, Frisör, einfach nur spazieren gehen und hundert andere mehr. Probieren was dir guttut, was dich ablenkt und beschäftigt. Denn diese Gedanken gehen vorbei,manchmal ziemlich schnell, wenn dudich mit ganz anderen, auch neuen Dingen beschäftigst.

    LG Bolle

    Probier einfach alles mal aus,was dir in den Sinn kommt

    Hallo Maeron

    Freunde anzurufen wenn es passiert ist wird nicht funktionieren. Dazu hab ich mich,in der suchtspirale steckend nicht mehr aufraffen können.

    Sinnvoll ist es schon bei saufdruck jemanden anzurufen, der auch Bescheid weiß was dann zu tun ist.am besten einen trockenen.

    Treffen, ablenken, reden,alles hilft.

    Schreib doch einfach deinen Plan um.

    Aus einem Rückfall auszusteigen gelingt nicht so einfach wie man es sich vorstellt. Sehr viele bleiben hängen und finden den Weg raus nicht mehr.

    Hier ist doch die beste Stelle, in dieser Gruppe, mit solchen Gedanken umzugehen, sie hier reinzuschreiben.

    Mehr trockene wirst du nirgends finden :wink:

    LG Bolle

    Suchtdruck bezeichne ich es nicht. Es ist eher die Stufe davor. Ich habe z. B. den Gedanken, dass ich nach dem Sport einfach in den Supermarkt gehe könnte und ein Bier trinke. Dann gehe ich gedanklich weiter, was passieren würde. Würde ich nach einem aufhören können (was bei mir durchaus machmal funktioniert hat früher, ich bin quartalsweise abgestürzt), dann wäre es nicht gut, weil ich dann bestärkt darin wäre, das es ab und zu geht und ich denken würde, doch nicht so krankt zu sein.

    Hallo Maeron

    Diese Gedankenspielerei bringt dich ja nicht weiter.

    Warum nicht schon den ersten Gedanken abblocken und beiseite schieben?Warum weiterdenken?

    Glaube das du dir da selbst das Leben schwerer machst als nötig.

    Gleich am Anfang:Basta,nix mehr für mich.und was anderes tun,so fahre ich ganz gut und das Karussel beginnt erst garnicht sich weiterzudrehen.

    Wenn ich die Spirale sich weiterdrehen lasse,kann daraus auch Suchtdruck entstehen,ode ein Verlustgefühl,oder das ich was verpasst hätte.

    Mit der Zeit lernt 'man' solche Meldungen des Suchtgedächtnisses zu erkennen und abzubrechen,gleich auf der Stelle.

    LG Bolle

    Spätestens da wird die ganze Mannschaft feststellen, dass es zum Anstoßen nur O-Saft oder Wasser gibt.

    Ein guter Plan :thumbup:

    Bei dieser Gelegenheit wirst du feststellen, daß die meisten dich und deine Entscheidung gut finden. Einige ignoranten und "is mir doch wurscht Leute "werden bestimmt dabei sein.

    Danach wirst du dich bestimmt besser fühlen und respektiert, so wie du bist,mit deiner Abstinenz.

    Meiner Meinung nach ein Schritt nach vorne.

    Ziehs durch,meine Daumen sind gedrückt

    Lg Bolle

    Hallo Erna

    Gut,das du dich entschlossen hast wieder hier zu schreiben. Ein mutiger und wichtiger Schritt.

    Wie es gekommen ist hast du schon erkannt und geschrieben.

    Ich selbst bin in der Vergangenheit schon oft gescheitert, habe mir immer wieder Hilfe geholt, aufgestanden und weiter gemacht.

    Wie es ist es schleifen zu lassen habe ich auch erlebt.

    Also auf ein neues.

    Drück dir die Daumen bei deinem Wiederbeginn.

    LG Bolle

    Hallo

    Gut ist auch ,wenn du jetzt schon in eine Gruppe gehen würdest.Dort kannst du deine Anwesenheit dokumentieren lassen.

    Das unterstreicht deine Bereitschaft auf eine dauernde Trockenheit und zeigt das du dein Problem erkannt hast und aktiv daran arbeitest.Es kann auch später bei einer MPU,die du wahrscheinlich bis sicher machen musst sehr gut helfen eine positive Prognose zu erreichen.

    Ist zwar noch lange bis dahin,aber gut vorbereitet ist immer ein Vorteil.

    Bin selbst ein Wiederholungstäter,zwar schon fast 30 Jahre her aber sowas vergisst man nicht.

    Drück dir die Daumen für deine Therapie und das Danach.

    LG Bolle

    Es dreht sich auch nicht primär um Alkohol

    was soll es dann helfen?

    in dem man sich in unbekanntes oder unsicheres Terrain begibt, sprich die eigene Komfortzone verlässt und damit Absicherungsbestrebungen, wie genaue Planung und Risikoabwägung etc. in den Hintergrund stellt.

    Eine Steilvorlage für das Suchtgedächtnis.Es geht eben nicht um eine Allergie,sondern um eine Sucht.Das ist eine ganz andere Hausnumer.

    Das Buch ist nix für mich.Habe auch schon rumprobiert um mir zu beweisen wie stark ich doch schon bin,wie resilient und was ich alles packe.

    Risikominimierung ist immer noch das Beste,denn solche Tests,wie weit ich gehen kann haben mich schon oft umgeschmissen(Rückfälle)

    Keine Experimente mehr:)

    LG Bolle