Beiträge von Erna

    Liebe Cadda,

    dein Beitrag war mal wieder sehr motivierend. Dein Faden hier, war einer der ersten, die ich mir komplett durchgelesen habe. Hat mich sehr inspiriert und ich fand mich darin wieder.

    Das gibt einen Schutz.

    Ja, das Gefühl habe ich auch. Vorher war es mir nur im Kopf klar, dass es so funktionieren kann. Jetzt merke ich, dass mit jedem Menschen, der Bescheid weiß, die Hemmschwelle zu trinken ein klein wenig größer wird. Irgendwer wird etwas sagen, wenn ich mit einem Bier antanze, Und mit jedem Male des Mitteilens wird der Entschluss in meinem Kopf ein klein wenig fester. Genial, dass man sein Gehirn auch wieder umkonditionieren kann.

    in anderen Bekanntenkreisen muss man nämlich gar keine Ausrede suchen, da wird ein "ich trinke nicht" einfach akzeptiert,

    Zum Glück gibt es viele Menschen, bei denen es nicht normal ist, Alkohol zu konsumieren. Ich habe das Glück, welche davon in meinem nahen Umfeld zu haben, bzw. das die Möglichkeit besteht, die Kontakte wieder aufleben zu lassen. Ich fiel da ja eher aus der Reihe mit meiner maßlosen Sauferei. Und ich bin zuversichtlich, dass sich Neue ergeben werden, wenn ich noch weiter mit mir ins Reine komme. Ich war immer gehemmt im Umgang mit anderen, weil ich mich selbst zum Kotzen finde. Und mit der Sauferei ist ein großer Punkt verschwunden, der ja einen Rattenschwanz hinterher zog ,der mich unzufrieden mit mir sein lässt. Und ich fühle mich gerade frei und bereit, mich weiterzuentwickeln.

    Eins ist sicher, ich könnte mich im Moment nicht mit offensichtlich angetrunkenen Menschen umgeben. Und wollte es auch nicht. Kommt dann eh nur Müll aus den Mündern. Deshalb hast du es sicher auch nach und nach sein lassen. :)

    Liebe Cadda, lieber Hartmut,

    da habt ihr mir ja etwas zum Nachdenken mitgegeben. Muss das erstmal sacken lassen und überdenken, um mir die nötigen Antworten zu liefern.

    Hab gleich wieder einen Termin bei der Suchtberatung.

    Bis später

    Guten Morgen liebe Anni,

    ich danke dir für die positive Rückmeldung.

    Die hatten mich ja vor einigen Jahren erlebt. Da war es wirklich manchmal schlimm. Beim letzten Mal, bevor ich mich verabschiedete, hab ich mich neben den Stuhl gesetzt. (Sowas schreibe ich gleich mal auf meine Absturzliste. Das hatte ich irgendwie verdrängt. )

    Waren im letzten halben Jahr dann alle glücklich, dass ich mich zum positiven verändert hatte. Dass es trotzdem noch schlimm ist, war ihnen nicht klar.

    Habe zwar gesagt, das der Biertrinker nicht auf sein Feierabendbier verzichten muss, aber ich vermute, er wirds trotzdem erstmal tun. Mal sehen.

    Fühle mich erleichtert und mir fiel es gar nicht so schwer, darüber zu reden. Irgendwie gehts in großen Schritten und kleinen voran in meinem Kopf.

    Aber ich trau dem Frieden nicht. Die großen Stolpersteine kommen schon noch.....

    So, bin heil, glücklich und ohne Hopfen und Malz im Bauch zurück. :)

    Es war eine tolle Probe. Kein Suchtdruck, nichts....am Anfang musste ich einmal von dem Biertrinker-Bandkollegen wegrücken. Aber nicht, weil ich auch ein Bier wollte, sondern weil es so eklig roch. Ist das denn zu fassen?

    Das brachte dann natürlich gleich das Thema auf, ob ich denn jetzt gar nicht mehr trinken wolle. Darauf konnte ich dann klartext reden. Gutes Gefühl.....und es gab positives Feedback.

    Ich wollte nochmal anmerken, dass ich die Grundbausteine grundsätzlich sehr wichtig finde um einem das Nüchtern bleiben zu erleichtern. Würde in meiner Band mehr Alkohol konsumiert, wäre ich nicht hingegangen, hätte mir wahrscheinlich sogar überlegt, ganz auszusteigen. Nächste Woche mit dem Kind zu zelten, ist mir auch zu heikel, weil ich da spätestens am Abend Lust auf Alkohol bekommen würde. Genauso werde ich diverse andere Orte und Situationen meiden.

    Cadda Ich habe hier heute nichts böse aufgefasst. Im Gegenteil. Und ab und zu mit mir "Meckern" ist ja manchmal nicht verkehrt. Wer weiß, vielleicht wäre es mir ohne das "Meckern" heute anders ergangen. So war ich noch ein Stückchen bewusster bei der Sache.

    Ich werde auch nicht auf Zwang weniger schreiben, aber ab Sonntag ist der Zwerg wieder da und wir haben viel vor :)

    Ach Hartmut, du übertreibst.....aber steinigen werde ich dich nun nicht :wink:

    Bin, wie gesagt, eher dankbar, dass du mir den Kopf zurecht gerückt hast und ich nun noch Achtsamer in die Situation gehe.

    Du hast dir also nicht ganz umsonst die Finger wund geschrieben.

    Es Ist vermutlich frustrierend, wenn zum zigsten Male nicht auf dich gehört wird und ich hoffe, du denkst nun nicht, das auch bei mir Hopfen und Malz verloren ist.

    Lieber Hartmut,

    ich habe keine masssiven Bedenken geäußert. Ich hatte leichte Bedenken, die ich mit dem "kein Geld mitnehmen" und der entsprechenden mentalen Vorbereitung ausgeräumt hatte. Deine Beiträge lassen mich nun aber noch einmal mehr in Habachtstellung gehen, was ja nicht verkehrt ist. Daher danke ich dir.

    @achelias.....ich werde mir nie zu hundert Prozent trauen können. Ich werde immer auf der Hut sein müssen. Aber ich glaube, ich kann das heute Abend schaffen und für mich überwiegen die Vorteile, die ich daraus ziehen kann.

    Und ja, es ist mein Weg. Meine Verantwortung. Ich muß niemandem gefallen und brauch kein Einverständnis.

    Ich war jahrelang mit einer Band befreundet und beim Proben dabei. Wir hatten da auch einen Partyraum und es war immer jemand, dabei, der was zum Saufen hatte. Da wurde auch mal schnell eine Flasche in die Hand gedrückt. Nicht mal von der Band selbst. Man trifft immer jemand.

    Wäre es so eine Band, würde ich definitiv nicht hingehen. Aber es gibt keinen Partyraum, keine Besucher, die mir Flaschen in die Hand drücken....das sind liebe, "normale" Menschen mit Familien und ohne Alkoholproblem die sich gefreut haben, dass ich dort nicht mehr im Vollsuff ankam. Wenn ich dort nicht gut aufgehoben bin, wo dann?

    so ein Dilemma.....ihr habt ja recht. Aber ich muss mit Sitautionen wie diesen ja irgendwann klar kommen. Ich weiß, irgendwann. es ist eigentlich noch zu früh.

    Aber dann dürfte ich gar nicht mehr auf die Strasse gehen. Hab an ganz vielen Orten in Wohnortnähe getrunken und muss da ständig dran vorbei. Treffe Leute aus der Kneipe oder vom Späti auf der Strasse. Da kann ich mich auch nicht vor bewahren. Ich weiß, das ist nicht wirklich zu vergleichen.

    Da stehen aber auch ne Menge Menschen die den Alkohol in sich schütten

    lieber Bolle,

    da steht heute niemand. Ist eine Probe im stillen, abgeschirmten Proberaum.

    Wenn wir in einigen Monaten mal wieder einen Auftritt haben werden, dann werden dort Leute stehen und Alkohol in sich reinschütten. Damit muß ich dann auch zurecht kommen.

    Oder ich muß dieses Hobby komplett aufgeben, was ich aber eigentlich nicht möchte, da ich eben sehr gerne musiziere.

    Nun bekomme ich doch noch etwas zum Nachdenken.....danke Hartmut :wink:

    Ich kiffte nie in Öffentlichkeit.

    Mag sein, dass ich da heute unvernünftig bin, im Grunde, weiß ich das selbst, sonst würde ich keine Vorkehrungen treffen.

    Aber ich denke auch, dass dies eine Situation ist, die beherrschbar für mich sein kann mit entsprechender mentaler Vorbereitung. Wie bereits beschrieben, habe ich bei der Bandprobe im letzten halben Jahr nicht bis kaum getrunken und das bewusst. Die Situation ohne Alk wäre also nicht völlig neu. Und ich habe für mich festgestellt, das ich auch ohne mich zu betrinken, kreativ sein kann.

    Tja.....die Grundbaussteine.....Situationen meiden, in denen Alk konsumiert wird oder die ich mit Alk verbinde. Sehe ich ein und halte mich daran und werde mich strikt daran halten.

    Aber heute habe ich das Gefühl, ich muss gehen. Ein positives Erlebnis wird mir auch Auftrieb geben. Die Leute dort sind einige meiner wenigen sozialen Kontakte und keine Säufer. Es wird bei der Probe nicht gesoffen. Das war nur ich vor einigen Jahren. Und es gibt einen Gelegenheitsbiertrinker. Aber der muss fahren. Es werden keine Saufgeschichten erzählt.

    Ich rechtfertige mich natürlich auch nur, weil ich weiß dass es unvernünftig ist. Hoffentlich nimmt sich niemand ein Beispiel.

    Liebe Seeblick....

    ich Doofi! :lol: Geld zu Hause lassen war hier schon woanders ein toller Tip. Wäre ich aber jetzt nicht von allein drauf gekommen. Genau das werde ich machen. Ohne Geld kein Bier....ganz einfach !

    Ich danke dir für die Anregung :)

    Guten Morgen liebes Forum,

    heute gibts wieder was zu lesen. Versprochen, nächste Woche mach ich auch mal ein paar Tage Pause :lol:

    Habe vorhin unterwegs meine Nachbarin getroffen und promt ein Kompliment kassiert. Ich sähe blendend aus, meinte sie. ( sie kennt mich schon lange und hat mich ein paar mal sturzbesoffen erlebt, bin dann oft schnell an ihr vorbei weil ich mich mal wieder geschämt habe, heute konnte ich ganz locker mit ihr plaudern) und das stimmt auch!Habe seit letztem November 10 Kilo abgespeckt. Seit ein paar Monaten stand die Waage aber still. Jetzt, nach dem kurzen hoch letzte Woche, geht sie gaaaaanz langsam wieder nach unten :) Außerdem war ich letzte Woche Belohnungsklamottenkaufen plus Schönheitsprogramm zu Hause durchführen. Ich sehe also tatsächlich ziemlich gut aus :wink:

    Gerade war ich noch kurz beim Späti. Dort saß schon der erste mir bekannte Säufer mit seinem Bier. Aber der war mir sonst aber schon immer sehr unangenehm, daher gings ohne zu grüßen vorbei. Der Spätiverkäufer ist auch nicht mehr ganz so reserviert zu mir und guckt nicht mehr ganz so schräg, aber sicher trauert er auch dem Geld hinterher, dass ich ihm in die Kasse gepackt habe :mrgreen:

    Heute abend ist zum ersten Mal nach der "Sommerpause" wieder Bandprobe. Ein wenig heikel. Aber ich werde hingehen. Habe dort vor einigen Jahren jedesmal Bier getrunken, manchmal kam ich auch schon hacke an. Die Auftritte konnte ich auch nur mit Trinken überleben. Habe mich dann dort nach einer besonders peinlichen Aktion verabschiedet.

    Vor einem halben Jahr wurde ich dann gefragt, ob ich nicht wieder mitmachen wolle. Sagte zu und trank dann dort bewusst keinen Alkohol oder max. 2 kleine Bier. Auch die letzten beiden Auftritte gingen ohne, oder einer mit einem kleinen Bier zwischen 2 Sets. Der Rest trinkt auch nicht, nur einer gönnt sich ab und an mal ein Bier.

    Ich denke, das sind ganz gute Vorraussetzungen. Bin aber trotzdem wachsam und ein klein wenig ängstlich. Aber ich habe auch das Bedürfnis nach wenigstens ein paar sozialen Kontakten. Mein einziges Hobby möchte ich auch nicht aufgeben. Gefährlich wird der Heimweg. Da habe ich mir meistens noch ein Bier geholt. Vielleicht gestallte ich den Heimweg anders....lasse mich an einer anderen Bahnhaltestelle rauswerfen. Eine kleine Veränderung könnte ja vielleicht schon helfen um nicht in den Autopilot zu wechseln. Und das Forum werde ich auch dabei haben, plus Absturzliste.

    So, das wars.

    LG und ich wünsche allseits einen entspannten Tag und viel Kraft

    Erna in Vorfreude aufs musizieren

    Ihr Lieben,

    es bleibt mir wieder nur danke zu sagen für euren Zuspruch.

    Ich hoffe, dass ich es auch irgendwann schaffe, die Kraft, die ich aus diesem Forum ziehe, an andere weiter zu geben.

    Aber vielleicht zieht ja schon jemand etwas aus meiner Geschichte für sich raus, auch wenn es manchmal nur Belanglosigkeiten zu lesen gibt. ;)

    Hallo liebes Forum,

    ich hoffe, es fühlt sich niemand genervt, wenn ich hier jeden Tag meinen Senf reingebe :lol: Aber ich habe gerade das unbändige Verlangen, mich irgendwie mitzuteilen. Habe leider sonst niemanden, mit dem ich das Thema teilen kann. Also müsst ihr da durch^^

    In den Gruppen, fällt es mir auch noch schwer, mich mitzuteilen. Gestern habe ich das aber, für meine Verhältnisse sehr intensiv, gemacht. Das war ziemlich gut, ich bekam viel Zuspruch und mein Kopf ist noch dran.

    Wollte mich ja eigentlich diese Woche mal bei ein paar Freundinnen melden, ich bring das aber einfach nicht fertig. Also verbringe ich die Zeit allein und mit mir. Bin damit aber auch nicht gänzlich unzufrieden. Habe eine größere Putzaktion gestartet, die mich auch noch die nächsten Tage beschäftigen wird und ich werde in den nächsten Tagen eine Katze Ferienfremdbetreuen. Hab mich auf eine Anzeige beworben.

    Das sind ja schon ein paar Dinge, die ich sonst nie gemacht hätte.

    Nächste Woche wollte ich eigentlich mit dem Kind ein paar Tage wegfahren zum Zelten. Aber ich trau mich noch nicht aus dem im Moment halbwegs sicheren Umfeld raus. Nun hab ich beschlossen, hier zu bleiben. Wir werden hier einfach ein paar Tourisachen unternehmen. Auch schön und ich verbringe trotzdem Qualitytime mit meinem Kind.

    Arztbesuch steht auch noch aus. Gestern waren leider noch nicht alle Blutwerte da. Nun sitze ich wie auf glühenden Kohlen und warte auf einen Anruf.

    Ihr seht, mein Leben lebt sich ziemlich ereignislos vor sich hin, aber für mich ist es trotzdem schon viel und ich bin froh und dankbar. Wer hätte gedacht, dass eure Ankündigungen und Mutmacher der ersten Tage tatsächlich so rasch eintreffen. :)

    LG von der dankbaren Erna :)

    Ja liebe Linde,

    für dich als Erwachsene ist das sicher so. Du kannst dich selbst reflektieren, bist mit dir einigermaßen im Reinen aber das war bestimmt auch ein steiniger Weg dorthin.

    Aber ich habe auch von einigen im EKA-Bereich gelesen, dass sie schwer damit zurechtkommen, wenn nicht geredet wird.

    Wahrscheinlich ist wieder der Mittelweg gut. Nicht ewig darauf herumreiten, aber wenn das Gespräch gesucht wird, da und offen sein.

    Auch mit meinen Eltern hätte ich gerne über einige Dinge geredet. Sie waren zwar keine Alkoholiker aber dafür liefen einige andere Dinge schief. Habe das öfter versucht, bin dort aber meisst auf Granit gebissen. Heute belasse ich es, sage mir, sie sind auch nur Menschen und Menschen machen nun mal Fehler. Und sie haben ihr Bestes gegeben. Außerdem bin ich Erwachsen und selbst verantwortlich für mein Leben und Scheitern. Aber ich brauchte lange, um an diesen Punkt zu kommen.

    Liebe Linde, ich wünsche dir eine gute Zeit mit deiner Mama und noch viele schöne Erinnerungen.

    Liebe Linde,

    ja, es ist berührend, das mein Zwerg so ein lieber Kerl ist und versucht, sich um seine Mama zu kümmern. Traurig berührend. Mir zerreisst es auch das Herz. Aber ich bin an dieser Stelle nicht wichtig.

    Ich habe einiges im EKA Bereich gelesen. Sehr bewegend und mir wurde nochmal bewusster, was ich meinem Kind antat. Ich habe mir vorgenommen, ihm gegenüber nichts totzuschweigen, zu beschönigen oder kleinzureden, auch wenn ich vor Scham am liebsten im Boden versinken würde. Ansonsten braucht es wohl Zeit und Taten meinerseits.

    LG und ich wünsche allseits einen tollen Tag .....Erna