Es ist auch schön zu lesen, dass es deinen Kindern gut geht. Darf ich fragen, wie sie es anfangs aufgenommen haben und wie ihr Verhältnis jetzt zum Papa ist? Habt ihr sie offen und ehrlich über den Grund der Trennung aufgeklärt?
Die Frage war zwar nicht, aber ich hatte die gleiche Situation.
Ich war altersgerecht ehrlich zu ihnen, habe mit ihnen ganz oft darüber geredet sofern es möglich war. Meine Kinder waren jünger als deine, sie haben oft einfach nur zugehört.
Schlecht geredet habe ich ihn aber nicht.
Ob er jemals mit ihnen darüber geredet hat, weiß ich nicht, ich denke aber nicht.
Beide haben die Trennung sehr gut verkraftet. Mein älteres Kind hat sehr schnell selbst gesagt, dass es viel besser ist ohne ihn, weil sie die Streitereien anstrengend fand. Sie hat einiges bewusst mitbekommen, was ich gar nicht gemerkt habe. Wenn man noch in der Situation ist merkt oft aus Gewohnheit nicht mehr wie sehr es an der ganzen Familie nagt.
Vieles weiß sie (leider) immer noch. Wenn sie Redebedarf hat, rede ich mit ihr darüber.
Beide sind aufgeblüht, sie haben ja die angespannte Stimmung zuhause gespürt, die nach der Trennung nicht mehr da war. .
Vermisst haben sie ihn trotzdem. Papa bleibt Papa. Sie besuchen ihn alle 2 Wochen. Das hat sich sehr gut eingespielt.
Er kümmert sich jetzt besser um die Kinder, muss er ja, sie besuchen ihn gerne.
Bei uns war die Trennung eine win-win-Situation für alle (zumindest für mich und die Kinder), aber ich denke, es war auch für ihn eine Riesen Chance. Was er daraus macht, ist aber nicht mehr mein Problem.
Ich habe auch ewig mit mir gerungen und verstehe dich sehr gut.
Als ich den Schritt schließlich gemacht habe, war es richtig so. Ich habe nicht eine Minute an meiner Entscheidung gezweifelt, bis heute nicht.
Am Ende ist es ein Prozess, den jeder in seinem Tempo und auf seine Art durchlaufen muss…