Beiträge von Panama

    Wenn ich dich nicht hätte. :saint: Scheint dir als Einzige aufgefallen zu sein.

    Ist mir aufgefallen. Habe es aber als Tippfehler erkannt. Hier gibts oft Tipp- und Rechtschreibfehler, ich denke, man muss nicht drauf rumreiten, für mich war das sehr klar, dass du das Gegenteil meintest.

    Schutzschild

    - ich denke, damit ist gemeint, dass Kinder als "Grund/ Ausrede" genutzt werden, um den Alkoholiker nicht zu verlassen. Nach dem Motto, wenn ich die Kinder nicht hätte, wäre ich schon längst weg. Was aber eben oft nicht wirklich so ist, sieht man ja daran, wie viele auch ohne minderjährige Kinder sich sehr sehr schwer tun, eine Beziehung zum Alkoholiker zu beenden. Genauso wie es oft heißt, wenn der Partner gewaltätig wäre, dann wäre ich sofort weg. Oder wenn mich der Partner betrügen würde. Es gibt x Gründe wegen derer jemand objektiv sofort gehen würde, aber wenn man dann als Partner selbst in der toxischen Beziehung steckt, bleibt man doch, obwohl schon x Grenzen überschritten wurden.

    Wäre es dann nicht irgendwie leichter, wenn man für sich akzeptiert, dass der andere sich zu Tode säuft und es keinen Ausweg gibt? Man kann sich ja dafür entscheiden, den Partner bei seinem Weg zu begleiten. Aber dann eben auch die Hoffnung auf Besserung aufgeben, wie man es ja leider bei anderen tödlichen Krankheiten auch machen muss? Ich könnte mir vorstellen, dass es das für einen selbst einfacher macht, wenn man das Unausweichliche akzeptiert. Und dann versucht, den gemeinsamen Weg noch irgendwie so gut wie möglich zusammen zu Ende zu gehen.

    Ja, das hast du falsch verstanden, unser Sohn ist tagsüber in einer Behindertenwerkstatt, ich habe riesen Probleme in dem n den Bus zu setzen und wieder da zu sein wenn er kommt, mein Arbeitgeber zählt mich dafür regelmäßig an!

    Hättest du denn vielleicht die Möglichkeit eine Pflegekraft oder Haushaltshilfe zu engagieren, die sich nachmittags ein wenig um deinen Sohn kümmert, damit es für dich ein wenig einfacher wird.

    Hey Vierauge, dir darf es auch gut gehen!

    Jahrelang hast du gekämpft und alles versucht. Irgendwann ist es auch genug.

    Deine Ex ist erwachsen und für dich selbst verantwortlich. Gegen die Sucht kannst du nicht gewinnen.

    Nur der Süchtige selbst kann versuchen, dagegen zu kämpfen, aber dann muss er es von sich aus wirklich wollen.

    Jetzt hast du die Chance, dich auf dein Leben zu konzentrieren, zur Ruhe zu kommen und das Leben wieder genießen lernen.

    Hey Coco,

    das liest sich so schrecklich, da hast du schon so viel Schlimmes mitgemacht.

    Dein Mann ist für sich selbst verantwortlich, er bekommt jetzt Hilfe, um den Rest muss er sich selbst kümmern. Es ist nicht deine Aufgabe, ihn nach der Klinik wieder aufzunehmen und dir das Ganze nochmal anzutun. Denn ganz ehrlich, klar verspricht er dir jetzt alles! Aber wenn du hier die Geschichten liest, wirst du sehen, dass ganz viele, quasi kaum aus der Klinik raus, wieder anfangen zu trinken.

    Such dir jetzt Hilfe für dich! Hier hier hast du eine Selbsthilfegruppe, hier ist fast immer jemand, mit dem du schreiben kannst. Mit hat allein das Lesen hier im Forum sehr geholfen.

    Und auch du kannst zu einer Suchtberatung gehen und dich als Angehörige beraten lassen. Du hast sehr viel mitgemacht, vielleicht wäre auch für dich eine Therapie gut, um das Erlebte aufzuarbeiten und zu verarbeiten.

    Wie sieht es mit deinem Umfeld aus, hast du Freunde/ Verwandte, die eingeweiht sind und dich unterstützen können?

    Es wird sicher hart werden, wenn er versucht, dich wieder in die Spur zu bringen. Bleib bei dir und deinem Standpunkt. Mir hat eine Liste mit den schlimmsten Erlebnissen geholfen, mit immer wieder klar zu machen, wie schlimm es war, dass ich das nicht mehr will. Damit hab ich es geschafft, nicht nachzugeben und nicht wieder auf ihn einzugehen und mir das schön zu reden.

    Hallo achelias,

    danke für den letzten Satz.

    Der Satz lautete "würde der Partner sich so benehmen, ohne Alkohol, wäre die Entscheidung klar".

    Leider kann ich das nicht richtig zitieren.

    Aber, achelias - wie kommst du denn darauf?

    Von außen betrachtet, wäre die Entscheidung so oft sonnenklar.

    Es gibt aber Millionen Menschen, die in völlig destruktiven und toxischen Beziehungen festhängen und sich nicht lösen können, auch ganz unabhängig von Suchtproblemen. Aber ich denke da an psychische und körperliche Gewalt, Partner die x-fach betrogen werden usw. Und da bleiben die Partner auch unfassbar oft drin hängen. Da stecken offenbar diverse schwerwiegende Gründe hinter, weswegen ein "Geh doch einfach" offenbar nicht einfach ist und die Partner bleiben.

    Warum kannst du das nicht?

    Kennst du den Spruch - wenn das was du tust, nicht funktioniert - tu etwas anderes, anstatt immer mehr vom Falschen?

    Das klingt nach einer wirklich richtig schlimmen Lage, in der du dich befindest.

    Anscheinend machst du das Ganze schon seit vielen Jahren mit.

    Und es sieht so aus, also steckst du wirklich tief drin und fest, ganz genauso wie deine Frau.

    Ihr seid beide sehr krank.

    Sie will nicht aufhören zu trinken. Du willst nicht aufhören zu helfen.

    Bei dem ganzen heftigen, was du da beschreibst - mehrfach Klinik, Entzüge, Psychiater, etc. - hat denn da nie mal jemand mit dir gesprochen und dir gesagt, dass manchmal "Nichthilfe" der einzige Weg zur wirklichen Veränderung ist?

    Es liest sich so, als versucht du mit aller Macht und Kraft deine Frau trocken zu legen.

    Was kommt denn wirklich von deiner Frau? Was von den Kliniken, Entzügen etc. wollte sie selbst? Hat sie sich um irgendwas selbst gekümmert oder hast du alles organisiert und arrangiert für sie?

    Die Frage, die du dir stellen solltest, ist einfach, wie lange schaffst du das noch?

    Es klingt, als wärst du ziemlich alleine mit allem.

    Was, wenn du irgendwann zusammenbrichst? Wer kümmert sich um dann um deinen Sohn?

    Wenn du dich dafür entscheidest, deine Frau in ihrer Sucht zu begleiten und zu unterstützen, dann kannst du hier einige Geschichten lesen, wie elend das Verrecken wahrscheinlich sein wird, welches du dir ansehen musst.

    Du solltest dir dann auf jeden Fall Hilfe und Unterstützung für den Haushalt und die Pflege für deinen Sohn (und irgendwann auch für deine Frau) suchen.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für deinen Weg.

    2.3 ist ja schon eine heftige Hausnummer. Da muss man ja schon eine gewisse Toleranz entwickeln, damit man es überhaupt noch schafft, Auto zu fahren.

    Wie gesagt, die 6-8 Flaschen vermutest du ja nur. Vermutlich ist es inzwischen mehr. Der Konsum steigert sich immer weiter, weil der Betroffene ja wegen der Toleranzentwicklung immer später etwas merkt. Und deswegen bemerkst du es auch als Angehöriger vermutlich immer später.

    Ich habe das im Buch von Muriel Baumeister gelesen. Sie schreibt, dass sie irgendwann 1.5 Flaschen Weißwein gar nicht mehr bemerkt hat, erst wenn sie noch mehr getrunken hat, setzte eine Wirkung für sie ein.

    Wenn ich das richtig verstehe, hat man ja aber die Promille trotzdem im Blut.

    Wie stellst du dir das denn konkret mit dem Schlüssel vor? Du weißt doch gar nicht genau, was er getrunken hat. Und wenn er dir sagt, er hätte nichts getrunken?

    Finde ich auch nicht gut.

    Angenommen, er wäre tatsächlich nüchtern, wenn er los fährt. Und dann?

    Fährt er irgendwo hin, trinkt da und fährt betrunken zurück.

    Du hattest geschrieben, er trinkt schon vormittags, quasi täglich und ca 6-8 Flaschen Bier. Das ist die Menge, die du ahnst. Wie viel er auswärts oder heimlich zwischendrin trinkt, bekommst du ja gar nicht mit.

    Wenn das so ist, dann hat er ja immer einen gewissen Pegel und ist überhaupt nie nüchtern.

    Du kannst ihn nicht davon abhalten zu fahren, ich würde ihm auch nicht die Schlüssel abnehmen (es sei denn, er ist wirklich sichtbar volltrunken und kann kaum laufen). Wer weiß, wie er dann reagieren würde.

    Du kannst ihm aber klar sagen, dass du das völlig verantwortungslos und unmöglich findest.

    Und du kannst deiner Tochter auch klar sagen, dass du nicht möchtest, dass sie mit ihm fährt. Er wird sie ja nicht mit Gewalt ins Auto zwingen.