Beiträge von Panama

    Am besten liest du dich hier im Forum zu dem Thema ein, bei den Betroffenen EKAs (erwachsene Kinder alkoholkranker Kinder).

    Sehr sehr viele Kinder von Alkoholikern werden selbst psychisch krank und auch oft selbst alkoholabhängig.

    Alkoholabhängigkeit ist eine Familienkrankheit und macht nach und nach alle aus der engen Familie krank.

    Das ist keine gesunde, stabile und sichere Umgebung, in der die Kinder aufwachsen.

    Oh je, das klingt sehr dramatisch und sehr sehr anstrengend für dich und die Kinder.

    Arbeitet dein Mann noch?

    Sich regelmäßig nachts einnässen klingt schon nach einem sehr massiven Problem. Da ist ja bestimmt schon einiges mehr vorgefallen.

    Ihr könntet gemeinsam zu einer Suchtberatung gehen. Es gibt auch einige Tests/ Kriterienkataloge online, durch die könntest du dich durchlesen um selbst zu einer Einschätzung zu kommen.

    Auf jeden Fall scheint es ja so zu sein, dass sein Konsum dich massiv stört (und das völlig zu Recht, auch für die Kinder ist das gar nicht gut) und du willst, dass er sein Verhalten ändert.

    Wenn er das allerdings nicht selbst auch will, hast du erstmal schlechte Karten.

    Lass dir eines gesagt sein, an seinem Konsum hast du gar keine Schuld!! Er entscheidet sich zu trinken, nicht du!

    Hier kannst du leider viele ähnliche Geschichten lesen. Als erstes könntest du dich mehr auf dich selbst und die Kinder konzentrieren und aufhören, dich um seinen Kram zu kümmern.

    Hi Floke,

    Das ist ein riesiger Mist, in dem du da steckst. Und leider ist es ziemlich sicher so, dass du mit deinem Gefühl richtig liegst. Nichts ist wichtiger als der Alkohol, nicht mal die Familie. Das war bei meinem Mann zeitweise auch so. Wollte er natürlich nicht einsehen.

    Du sagst, dein Mann trinkt täglich, dann ist er ja nie richtig nüchtern?

    Sie sind jetzt schon seit Freitag/ Samstag da? Seine Eltern sind noch zu zweit?

    Was sagt denn dein Mann dazu, dass deine Mutter jetzt alleine zuhause sitzt? Hat er da gar kein schlechtes Gewissen?

    Und was sagt die Familie deines Mannes dazu?

    Warum kann dein Mann dich nicht schon Freitag abholen?

    Ein Alkoholiker kann nicht kontrolliert trinken.

    Ich kann das, du vermutlich auch.

    Aber das als Alkoholiker anzuerkennen, dass es eben nicht geht, ist unglaublich schwierig.

    Bei meinen Mann lief es so, dass er furchtbar betrunken war, meist auf Dienstreisen und sich danach einige Tage runtertrinken musste, bis er wieder klar kam. Dann war einige Zeit nüchtern, bis zum nächsten Besäufnis. Danach Reue, Entschuldigungen, Einsicht, dass es so nicht mehr geht. Dann war er mal 2-3 Wochen komplett nüchtern, um zu beweisen, dass er es kann. Um sich danach noch schlimmer zu betrinken als vorher.

    Diese Abwärtsspirale war wirklich krass, hier im Forum gibt es viele ähnliche Geschichten.

    Er war dann drei Wochen in einer Klinik. Dort wurde Tacheles geredet, aber wahrhaben wollte er es immer noch nicht.

    Das bekannte Spiel, die zwei Monate danach waren noch schlimmer.

    Bis ich die Reißleine gezogen und ihn rausgeschmissen habe. Zum Glück ist er gegangen und nicht ich musste mit den Kindern woanders hin.

    Nach ca fünf Wochen oder so hatten wir ein klärendes Gespräch, bei dem ich ihm gesagt habe, dass ich mich trenne, wenn er weiter trinkt.

    Der Schock hat bei ihm tief gesessen.

    Er hat tatsächlich aufgehört zu trinken und ging wieder regelmäßig zur Therapie. Ich war sehr skeptisch, ob er es schafft, da er meiner Meinung nach (und nach den Grundbausteinen hier) nicht genug geändert hat. Aber bislang läuft es tatsächlich gut und er ist seit über sechs Monaten abstinent.

    Keine Ahnung, wie das da in der Familie so läuft.

    Wenn aber der Vater zu dem 14 jährigen sagt, komm, wir fahren mal eben zu xy, dann ist das sehr viel Verantwortung und schwer für einen 14 jährigen zu sagen, nein, ich Steig nicht zu dir ins Auto. Schon gar nicht, wenn die Mutter nicht vorher ne klare Ansage an den Vater gemacht hat.

    Wobei du nicht sicher wissen kannst, ob eine der beiden überhaupt rückfällig geworden ist. Die Eine war doch 12 Jahre trocken, sie hatte nur einen anderen Weg gewählt, als den, der hier empfohlen wird.

    Sie wurde dann hier recht hart angegangen, bereits in den ersten Tagen. Und eine frisch trockene fand den Ton unangemessen und hat sich dann ebenfalls beleidigt verabschiedet.

    Vielen Dank für deine Offenheit.

    Das Finanzielle klingt wirklich sehr verzwickt und schwierig.

    Ist ja schon mal super, dass du bereits bei einer Beratungsstelle warst. Mir haben die Gespräche da sehr geholfen. Es hat so gut getan, offen über alles reden zu können.

    Und wie reagiert er dann, wenn er halbwegs nüchtern ist? Oder hast du ihn noch gar nicht auf seinen Konsum angesprochen?

    Ich finde auch, du musst schnellstmöglich mit deinem Mann sprechen und ihm sagen, dass du nicht mehr willst, dass die Kinder mit ihm Auto fahren! Ansonsten bringst du die Kinder, vor allem den 14-jährigen, in eine unmögliche Situation. Natürlich hat er ein Problem damit, denn genau, was soll er denn zu seinem Vater sagen, wenn der mit ihm irgendwo hin will?

    Du musst die Verantwortung übernehmen und deinem Mann ne klare Ansage machen, dass die Kinder nicht mehr mit ihm fahren werden.

    Und ich würde gucken, dass du für die Kinder und dich schnellstmöglich einen Termin bei einer Suchtberatungsstelle bekommst. Vielleicht gibts auch Selbsthilfegruppen für Kinder/ Familien in eure Nähe. Gerade der 14-jährige wird bestimmt Hilfe brauchen. Und du eben auch, wie du und die Kinder mit der Situation umgehen können.

    Eine Trennung muss übrigens nicht für immer sein. Du könntest deinen Mann auch erstmal bitten zu gehen, um Abstand zu gewinnen und selbst zur Ruhe zu kommen.

    Die anderen Schritte, finanzielle Klarheit gewinnen, Unterlagen zusammensuchen, finde ich wichtig für den Anfang. Erstmal einen Überblick gewinnen und für dich ins Handeln kommen.

    Hi Paula, du liest dich sehr verzweifelt und steckst auch wirklich in einer sehr schwierigen Situation.

    Mir ist einiges noch nicht so ganz klar, ich seid erst sehr kurz zusammen gewesen, als du schwanger wurdest, richtig?

    Habt ihr euch zusammen eine Wohnung genommen oder wie ist das gelaufen?

    Du sagst, er lügt viel, was weißt du denn sicher?

    Vielleicht ist er bei seiner Ex rausgeflogen wegen der Trinkerei?

    Die finanziellen Verhältnisse würde ich an deiner Stelle schnellstmöglich klären. Das muss doch rauszufinden sein, wie viel er seiner Noch-Frau zahlt? Und was soll heißen "sie nimmt ihn angeblich aus"? So lange sie noch verheiratet sind und nichts gerichtlich geregelt ist, müsste er ja quasi noch gar nichts zahlen.

    Wieso musst du von deinem Elterngeld alles für dich und das gemeinsame Kind zahlen, wenn er gut verdient?

    Und die berufliche Situation ist mir auch nicht ganz klar, wieso seid ihr da eng verbandelt, es liest sich so, als sei er irgendwo angestellt?

    Du verstehst nicht, warum er nichts ändern will - warum sollte er das wollen ? Momentan scheint ja für ihn alles ganz gut zu laufen.

    Es wird sicher schwierig mit ihm zu reden, wenn er täglich Alkohol trinkt und einen gewissen Pegel hat. Nüchterne Phasen gibt es gar nicht?

    Achte auf jeden Fall erstmal auf dich und deine Kinder. Lass sie nicht mit ihm alleine. Du könntest für dich einen Termin bei einer Suchtberatungsstelle ausmachen und dort um Hilfe für dich bitten.

    Die Frage ist, was willst du als Konsequenz daraus ziehen oder was erwartest du dir. Höchstwahrscheinlich wird er weiter lügen und es nicht zugeben. Und was willst du dann machen?

    Oder er gibt es zu, sieht aber keinen Grund etwas zu ändern und will weitertrinken.

    Dann musst du auch überlegen, was du dann machen willst. Du kannst ihm nicht helfen, wenn er nicht selbst aufhören will.

    Dann kannst du nur versuchen, dich abzugrenzen. Dich nicht zu ihm ins Auto setzen etc. Und lass am besten deine Söhne nicht mehr mit ihm im Auto mitfahren.

    Simsala, wie schrecklich! Mir läuft es gerade kalt den Rücken runter, wenn ich mir das vorstelle. Die armen Kinder! Was muss das für ein Kind bedeuten 😱.

    Eigentlich kann man ja fast froh sein, wenn so ein Partner den Führerschein verliert, dann hat man wenigstens den Beweis für das Alkoholproblem.

    Dein Kind da aber sicher nicht rankommen an die Flasche?

    Bitte lass dein Kind nicht mit ihm im Auto mitfahren. Leere, große Wodkaflaschen… das klingt für mich nach einem sehr massiven Konsum. Dann ist er doch wahrscheinlich gar nicht mehr nüchtern, sondern hat ständig einen gewissen Pegel? Das ist äußerst fahrlässig, wenn er sich so überhaupt hinters Steuer setzt.

    Wenn du die Reise partout nicht absagen willst, dann könntet ihr doch alle zusammen mit dem Zug fahren?

    Ach liebe Yuna, du klingst wirklich sehr verzweifelt und es ist auch wirklich schrecklich, was du durchmachen musst.

    Wenn du dich nicht traust, mit ihm zu reden, kannst du dann nicht vielleicht was vorschieben? Zum Beispiel wenn er weg ist zu deinen Eltern gehen und ihm von da aus mitteilen, dass du erstmal dort bleiben musst, weil deine Mutter krank ist und Hilfe braucht? Oder dass das Baby krank geworden ist und du erstmal bei deinen Eltern bleibst um ihn nicht anzustecken?

    Es würde dir ganz bestimmt helfen, wenigstens mal für eine Nacht da raus zu kommen. Und wenn du dann bei deinen Eltern bist, dann können sie dir bestimmt Mut machen und dich dabei unterstützen, die nächsten Schritte zu planen. Du musst das nicht alleine schaffen!! Aber du brauchst wirklich ganz dringend Hilfe für dich und dein Kind. Ihr habt das nicht verdient, dass er euch so behandelt.

    Vielleicht kannst du auch schon mal heimlich eine Notfalltasche packen. Wenn er sich so beleidigt, passiert vielleicht auch irgendwann mal schlimmeres und er wird handgreiflich.

    Fühl dich mal doll gedrückt!

    Ihr seit doch erst seit zwei Jahren zusammen, gibts da wirklich schon so gravierende Verstrickungen?

    Wie alt sind denn deine Kinder?

    Hier im Forum kannst du viele Lebensgeschichten nachlesen. Bei vielen erkennt man auch, was das Zusammenleben mit einem Alkoholiker für Kinder bedeutet. Sehr viele werden später selbst psychisch krank.