Beiträge von Panama

    Aber einfach auf alles verzichten, was ihr zusteht?! Das würde ich so einfach nicht machen!!

    Außerdem kann man ja vorher noch gar nicht wissen, wie er reagiert. Hat er denn überhaupt einen Anwalt?

    Hat er noch einen Führerschein?

    Was will er mit dem Auto, betrunken fahren?

    Solange du den Fahrzeugbrief etc noch hast, bist du doch in der besseren Position. Soll er doch erstmal klagen, damit du die Sachen rausrückst!

    Vielleicht lässt er sich ja auch auf einen Deal ein. Du behältst das Auto, dafür verzichtest du auf den Unterhalt.

    Gib bitte nicht kampflos auf!!!!!!!!!!

    Ach so - noch was.

    Wir hatten davor auch schon öfter darüber gesprochen, dass er zuviel trinkt, dass es so nicht weitergeht, etc. Er war auch einmal 3 Wochen in einer Klinik. Aber ich hatte ihm noch vorher damit gedroht, dass ich gehe oder dass wir uns trennen oder so.

    Als ich das ausgesprochen habe, habe ich das auch durchgezogen. Er hat ja dann ca. 10-12 Wochen nicht zuhause gewohnt.

    Es hätte nie funktioniert, wenn ich das nicht durchgezogen hätte und er die ganze Zeit zuhause gewesen wäre. Ich denke nicht, dass er mich dann ernst genommen hätte.

    Und vernünftig mit ihm reden ging nur, wenn er nüchtern war und am besten 2-3 Tage gar nichts getrunken hatte.

    Hi Lotta, nach einem schlimmen Absturz hatte ich meinen Mann gebeten, erstmal auszuziehen. Das hat er auch gemacht. Ich hatte ihm nicht klar gesagt, dass ich erwarte, dass er aufhört zu trinken, ich dachte eigentlich, das wäre ihm klar. War es aber nicht. Es war eine sehr schwierige Zeit für ihn, da sein Stiefvater im Sterben lag, die Wohnung musste ausgeräumt werden, Streit mit seiner Schwester, die Beerdigung, etc.

    Er hat in der Zeit deutlich weniger getrunken, hatte aber auch noch Abstürze. Das waren so 4-6 Wochen.

    Wir hatten dann ein weiteres Gespräch, in dem er dachte, er könnte wieder nach Hause zurückkommen. Ich habe ihm dann klar gemacht, dass wir nur zusammenbleiben, wenn er aufhört zu trinken. Das musste er erstmal sacken lassen.

    Wir haben dann besprochen, wie es weitergehen soll, wenn wir uns trennen. Das Haus hätte ich nicht halten können, ich habe mir dann Alternativen im Netz rausgesucht. Letztendlich hatten wir aber besprochen, dass er zunächst auszieht und ich ganz in Ruhe nach einem kleineren Haus gucken kann (1-1.5 Jahre), damit auch die Kinder nicht sofort aus ihrer Umgebung gerissen werden.

    Letztendlich hat er aufgehört zu trinken und ist wieder zur Therapie gegangen. Ich wollte eigentlich, dass er zu einer Selbsthilfegruppe oder in eine Klinik geht, aber meintet, er schafft es auch so.

    Ich habe ihm noch eine Chance gegeben. Er ist wieder eingezogen. Und nun seit über vier Monaten trocken. Ich finde, das ist ein guter Abfang. Aber wirklich sicher, ob er dauerhaft abstinent leben will oder es nur eine Trinkpause ist, bin ich mir nicht.

    Oh Mann, dein Ex ist wirklich ein besonders Exemplar. Wobei das typisch Mann ist, ich kenne da einige Geschichten. Langjährige Frau kaum unter der Erde, zack, steht die nächste parat. Meist einige Jahre jünger und aufs Geld aus. Stört aber viele Männer offensichtlich nicht, wozu auch, Hauptsache, sie haben was fürs Bett, für die Küche und zum Saubermachen.

    Gut, dass du beim Anwalt bist, das wird bestimmt fies, bis alles geregelt ist. Wie ist denn nochmal die Lage, hat er Einkommen? Nicht, dass du da von deinem Beamtengehakt noch Unterhalt zahlen und was von deiner künftigen Pension abgeben musst :o??

    Freu dich einfach, dass du da jetzt raus bist, deine rosa Küche hast und Zeit mit deinem Hund verbringen kannst!

    Ich glaube, hier wird oft nicht richtig gelesen.

    Das sind doch super Aussichten für dich!! Wenn alles jetzt so läuft wie geplant, ist er in drei Tagen bei der LZT und danach geht er zur seiner Mutter?

    Dann kannst du ja hoffentlich wesentlich früher zur Ruhe kommen als gedacht. Unterschrieben hatte er, dass er bis Mai auszieht oder? Das geht ja dann jetzt wirklich viel schneller.

    Ich wünsche dir viel Kraft. Es wird bestimmt richtig seltsam für dich, wenn er tatsächlich raus ist.

    Es ist trotzdem so, dass er weiter trinken will und kein Problem sieht.

    Du musst das für dich wissen. Aber hör bitte auf, es die schön zu reden.

    Ich persönlich wäre bei Messie schon sowas von raus, das wäre für mich keine Beziehung, in der ich meinen Partner in seiner Wohnung nicht besuchen kann.

    Das ist natürlich richtig blöd für deine Freundin und auch für dich und deine Pläne. Vielleicht könnt ihr aber doch trotzdem Zeit zusammen verbringen? Sie wird ja so nicht arbeiten gehen können. Vielleicht könnt ihr gemütlich zusammen frühstücken? Oder Mittagessen und danach auf der Couch abhängen und Filme gucken und Popcorn essen?

    Du könntest auch alleine einen längeren Spaziergang machen, frische Luft tut ganz bestimmt gut.

    Oder du nimmst dir vor, einen bestimmten Schrank auszumisten, den Keller aufzuräumen, Papiere abzuheften oder irgendwas anderes sinnvolles. Dann hast du einen Plan, bist beschäftigt und kannst dich später darüber freuen, was du geschafft hast.

    Das ist wirklich eine unglaublich schwierige Situation für dich. Ich denke, du brauchst dringend Hilfe.

    Hast du dich schon einmal bei einer Suchtberatungsstelle gemeldet? Dort kann man auch als Angehöriger Hilfe bekommen.

    Ich hab dort nach einem Kennenlern-Gespräch die Möglichkeit bekommen zu ausführlichen und vertraulichen Einzelgesprächen. Es hat so gut getan, mit jemand erfahrenen und unabhängigen Menschen über das Ganze zu sprechen.

    Beim nächsten Mal bin ich weg.

    Liebe Zoe,

    das ist eine echt miese und gefährliche Situation, in der du da steckst.

    Deine Gedanken sind ja schon mal gut und gehen in die richtige Richtung.

    Denk dran, dass dein Partner nicht wirklich ausgenüchtert war, als du mit ihm gesprochen hast.

    Am besten triffst du schon mal Vorbereitungen fürs "nächste Mal". Such die wichtigsten Unterlagen zusammen, mach dir Kopien etc.

    Was heißt denn genau, "beim nächsten Mal" bist du weg?

    das nächste Mal,

    - wenn er trinkt?

    - wenn er dich beschimpft?

    - wenn er dich schlägt?

    - wenn er droht, sich umzubringen?

    Wo ganz genau ist deine Grenze? Sei dir darüber bitte ganz im Klaren und weiche sie nicht wieder auf.

    Es sind ja auch nicht alle Alkoholiker körperlich abhängig. Die körperliche Abhängigkeit ist doch gar nicht das Hauptproblem, wenn ich das richtig sehe. Denn die ist ja nach einer Entgiftung vorbei, die psychische Abhängigkeit ist doch das, was den Süchtigen immer wieder zum Suchtmittel greifen lässt. Oder sehe ich das falsch.

    Außerdem muss ja nicht zwangsweise der Co-Abhängige eine neue Wohnung suchen. Es kommt auf die Umstände an, aber in vielen Fällen könnte ja auch der Alkoholiker gehen und sich eine neue Bleibe suchen.

    Das sind Prozesse im Gehirn, die da ablaufen. Durch den anhaltenden Missbrauch verändern sich Abläufe im

    Kopf, die man nicht mehr umkehren kann. Das kann man in entsprechender Literatur nachlesen, ich kann es gerade nicht besser erklären.

    Es gibt wohl auch genetische Veranlagungen, aber auch viele andere Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass jemand alkoholkrank wird (zB, je jünger jemand angefangen hat, regelmäßig Alkohol zu trinken, desto höher die Wahrscheinlichkeit, später alkoholkrank zu werden; wenn die Eltern Alkoholiker sind; traumatische Erlebnisse; Gewalt- und/ oder Missbrauchserfahrungen in der Kindheit usw).

    Ich dachte eigentlich, bei Quartalstrinkern zB wäre das etwas anders? Mein Mann konnte sich „runter“ trinken und hat dann auch eine gewisse Zeit nichts getrunken. Gar nichts. Aber dann kam wieder der nächste Absturz und die Abstände wurden kürzer.

    Bleib stark und halte durch!

    Wahrscheinlich hilft es dir am besten, immer wieder hier zu lesen, falls du auf die Idee kommst einzuknicken oder ihm zu glauben.

    Was ich dich noch fragen wollte - er war doch in der Klinik und hat direkt danach wieder getrunken - war er da aus eigener Initiative hingegangen?

    Das Hundefutter kann er ja ans Tierheim spenden.