Mir hat es sehr geholfen, eine Art Liste mit den schlimmsten Vorfällen und Eskalationen anzulegen. Und mir diese Ereignisse immer wieder in Erinnerung zu rufen, wenn mein Herz mir sagen wollte, ach komm, so schlimm ist es nicht, das kannst du doch aushalten.
Doch, es war schlimm. Und nein, ich wollte das nicht mehr aushalten, für mich nicht und für die Kinder erst recht nicht.
Beiträge von Panama
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Kann sein, dass es ihm jetzt schlecht geht, das ist aber sein Problem und vor allem seine Verantwortung. Er hat sich durch sein Handeln in diese Situation gebracht und jetzt muss er mit den Konsequenzen leben.
Und es ist ja nicht so, dass du ihm vorher nicht zig Chancen gegeben und x mal mit ihm geredet hättest. Und ihn hat es übrigens nicht wirklich interessiert, wie schlecht es dir die ganze Zeit über ging oder? -
Das habe ich mir schon gedacht, dass du Maßnahmen ergreifen willst, damit sie nichts oder wenig trinkt. Das wird nicht funktionieren und ist auch nicht deine Aufgabe. Deswegen kann das eigentlich nicht gut laufen. Viel wahrscheinlicher wird es total stressig für euch alle.
Du machst dir Gedanken, ob, wann und wie viel sie trinkt und wirst es wahrscheinlich auch ansprechen. Also drehen sich deine Gedanken dann den ganzen Tag um ihren Konsum.
Deine Mutter macht sich den ganzen Tag Gedanken, wann sie endlich was trinken kann und wird sich vermutlich irgendwelche Verstecke suchen. Vielleicht schafft sie es, 1-2 Tage etwas weniger zu trinken und dann wird es vermutlich eskalieren.
Dein Mann wird sich drüber ärgern, dass er in seinem Urlaub gar nichts trinken soll und bekommt mit, dass du die ganze Zeit unter Strom stehst.
Also werdet ihr wahrscheinlich alle völlig gestresst sein, was deine Tochter dann mitbekommt und sie auch stressen und beunruhigen wird.
Und bedenke immer, auch falls deine Mutter die irgendwelche Versprechungen macht oder ihr Absprachen trefft. Sie wird sich wahrscheinlich nicht dran halten können, weil sie ihren Konsum ja nicht kontrollieren kann, weil sie Alkoholikerin ist und trinken MUSS.
Ich habe selbst zwei Urlaube mit meinem Mann erlebt, als klar war, dass er Alkoholiker ist. Es ist die Hölle als Angehöriger, man beobachtet ununterbrochen, versucht Aktivitäten, damit sie weniger trinken, ärgert sich, bettelt, streitet und diskutiert und eiert auch immer noch um die Kinder drumrum.
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Ich kenn mich da nicht aus, aber man darf doch auch nicht einfach so Sturmklingeln und gegen die Wohnungs- und Terrassentür hämmern?! Ist das nicht sowas wie Hausfriedensbruch oder so?
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Ich sehe das ganz genauso, du warst vielleicht gerade in dem Moment körperlich nicht anwesend, aber du warst da für deine Kinder!
Du hast alles wichtige vorher und nachher getan und organisiert, du warst für deine Tochter erreichbar und was aber auch sehr sehr wichtig für dich und auch die Zukunft deiner Kinder ist, dass du die Verantwortung im Job übernommen und deinen Termin durchgezogen hast. Du kannst ja nicht täglich rund um die Uhr bei deiner Tochter sein und es kann ja leider noch mal vorkommen, dass er irgendwo auftaucht. Ich finde, ihr habt diese furchtbare Situation großartig gemeistert. Es wird sicher noch dauern, das aufzuarbeiten und darüber hinwegzukommen, vor allem für deine Tochter, aber ihr werdet das schaffen. Und ich hoffe sehr, dass das unfassbare Verhalten deines Ex nachhaltige Konsequenzen für ihn haben wird.
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Du machst das richtig. Bleib stark!
Klar, er hat jetzt Bammel, weil er merkt, du machst ernst. Deswegen verspricht er dir jetzt erstmal alles, damit du wieder zurück kommst. Dann reißt er sich vielleicht 2-3 Wochen (wenn überhaupt) zusammen und dann geht wahrscheinlich wieder alles wieder von vorne los.
Er muss auch erstmal für sich trocken werden wollen. Wenn das wirklich ernsthaft will und nicht nur redet, sondern auch Taten folgen lässt, dann kannst du nach einiger Zeit immer noch mal gucken.
Aber eins muss dir klar sein, wenn er Alkoholiker ist, wird er nicht wieder "gesund", die Krankheit bleibt lebenslang. Und es gibt verdammt viele Alkoholiker, die es schaffen, auch lange Trinkpausen einzulegen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Den Führerschein wiederzubekommen ist dabei ein Klassiker. Das schaffen viele und trinken dann teils direkt am gleichen Tag nach der MPU wieder.
Versuch dich erstmal abzulenken. Vielleicht ein Spaziergang, lesen, Filme gucken. Und du kannst auch erstmal von Tag zu Tag denken. Einen nach dem anderen überstehen.
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Ich hab jetzt schon mehrfach hier gelesen, es gäbe nichts, was man tun kann. Aber damit kann ich mich nicht zufrieden geben. Wir haben schon über viele Dinge gesprochen, mehr soziale Kontakte durch z.B. Sportgruppen, einen Hund, ein Umzug in unsere Nähe.. irgendwas, wodurch es sich für sie überhaupt lohnt, ihr Problem anzugehen. Gibt es da nicht jemanden, der bei noch annähernd kalkulierbarem Suchtverhalten irgendwelche positiven Änderungen bewirken konnte? Das kann ich mir einfach nicht vorstellen.
Was sagt sie denn selbst dazu? Will sie überhaupt grundsätzlich etwas an ihrem Alkoholkonsum ändern?
Wie stellt ihr euch denn den gemeinsamen Urlaub vor? Ich würde mir das wirklich gut überlegen, ob ihr das machen wollt. Bei dem was du in deinen ersten Beiträgen geschrieben hast, kann das eigentlich nicht gut laufen.
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Du liest dich so verzweifelt. Das tut mir wirklich leid für dich.
Auch in einer geschlossenen Klinik kann deinem Sohn nicht wirklich geholfen werden, wenn er nicht mitarbeitet und selbst wirklich Hilfe will.Meine Mutter ist psychisch krank, zwar keine Sucht, aber ich auch da war es so, dass ich als Angehörige fast verzweifelt bin, weil alle gesehen haben, dass sie schwer krank ist, nur sie nicht. Aber zum Glück hatte sie doch irgendwo eingesehen, dass was nicht in Ordnung ist und ist freiwillig in der Klinik geblieben. Lange halten sie einen da nicht fest, wenn man keine Hilfe will.
Hast du dir denn mal einen Termin bei der Suchtberatung für dich ausgemacht oder guckst du nach anderer professioneller Hilfe für dich? -
Ja, kenne ich. Und ja, mein Mann hat das selbst geglaubt bzw. sich vorgemacht. Er wollte das ja selbst nicht wahr haben, dass er die Kontrolle verloren hat.
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Seid ca 2 Wochen sind wir nun innerhalb der Wohnung so gut es eben geht getrennt, und wenn das so weiter geht mit Ihrem Lebensstil, brauche ich keine Scheidung mehr. Kein Einkaufen mehr (Lebensmittel und Getränke) nur noch Lidl und Edeka um Alk und Zigaretten zu kaufen. Sie wiegt mittlerweile keine 50 Kilogramm mehr, und sieht aus wie, ja eigentlich keine Ahnung, richtig fertig halt.
Das hast du selbst geschrieben.
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Das scheint in eine sehr ungesunde Richtung zu gehen bei dir.
Du solltest wirklich dringend zum Anwalt gehen und dich über vernünftige nächste Schritte beraten lassen.Du solltest auch schnellstmöglich eine räumliche Trennung herbeiführen. Wenn deine Frau nicht geht oder woanders unterkommen kann, solltet du dir schnellstmöglich eine vorübergehende Unterkunft woanders suchen.
Wie stellst du dir das denn vor, wenn deine Frau nicht von alleine geht oder sich nicht um eine andere Bleibe kümmert? Hast du dir dann mal ernsthaft realistische Gedanken über einen möglichen Ablauf gemacht. Oder hoffst du jetzt tatsächlich auf eine „natürliche“ Lösung, weil du meintest, ihr geht es körperlich rapide schlechter? Wenn du dir dazu ernsthaft Gedanken machst, pass bitte auf, dass es nicht zu unterlassender Hilfeleistung von deiner Seite kommt.
Du liest dich sehr abwertend und respektlos, es ist aber auch deine Verantwortung, dass du es so lange mitgemacht und nicht früher deine Konsequenzen gezogen hast.
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Ich habe mit seiner Alkoholberatung gesprochen und mir den Rücken stärken lassen, dass es richtig und in Ordnung ist, was ich empfinde und dass bei ihm ganz ohne Frage eine Suchtproblematik besteht und sie nicht sieht, dass er es jemals schaffen wird, seine Grenze zu finden, dass ihm aber auch niemand helfen kann, wenn er keinen eigenen Leidensdruck verspürt und ich daher entscheiden müsse, wie ich damit umgehe.
Das ist eine wichtige Erkenntnis für dich.
Denke nur bitte daran, dass da auch Kinder mit dranhängen, für die du mitentscheidest.
Ich wünsche dir viel Kraft und würde mich freuen, wenn du dich irgendwann mal wieder meldest.
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Das problem ist er hört nie auf zu trinken, für ihn ist bier zu wasser geworden er trinkt nichts anderes und als er merkte das er Kaffee morgens nicht mehr vertragen kann hat er aufgehört Kaffee zu trinken. Und wenn er mal morgens nicht trinkt er hat es versucht, geht es ihm nach einer halben stunde richtig schlecht zittern, schweisausbrüche
Das ist sein Problem, nicht deins!!!!
Schütze dich und deine Kinder! Vor allem die Kinder sollten den Vater nicht erleben müssen, wenn er betrunken ist. Das macht was mit den Kindern und zwar nichts Gutes! Ich denke, es wäre wirklich sehr sinnvoll, wenn du dir professionelle Hilfe suchst für die Kinder und dich. Suchtberatungsstellen bieten auch Hilfe für Angehörige, auch für Kinder.
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Mach es nicht, rational sollte dir das auch mehr als klar sein.
Du hängst dann wieder voll mit drin und hast ihn dann auch noch direkt um die Ecke sitzen.
Er ist erwachsen und selbst für sich verantwortlich. Wenn ihm von allen Seiten immer wieder der Hintern nachgetragen wird, hat er überhaupt keinen Grund irgendetwas zu ändern.Nichthilfe als Hilfe ist hier das Schlagwort.
Und außerdem, willst du das den anderen Mietern in dem Haus tatsächlich zumuten, dass er da evtl nachts Randale anfängt, betrunken im Treppenhaus liegt oder wer weiß was noch alles?
Edit- ich würde an deiner Stelle schnellstmöglich andere Mieter suchen und falls du tatsächlich gefragt werden solltest, ganz klar antworten, dass die Wohnung bereits vermietet ist. Konntest du ja schließlich nicht ahnen, dass er aus seiner Wohnung geschmissen wird.Und nochmals - so schnell wird sein aktueller Vermieter ihn gar nicht los, kann mir nicht vorstellen, dass ein Polizeieinsatz ein rechtmäßiger Kündugungsgrund ist.
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Dein Eingangspost liest sich für mich so, als ob du dich als EKA angemeldet hast.
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Liebe Sonnenschein,
es klingt so schlimm, was du durchmachen musst.
Aber eins verstehe ich nicht, du hast schon öfter geschireben, dass er dir fiese Nachrichten schreibt. Warum lässt du den Kontakt überhaupt zu? Blockiere ihn doch und tu dir das nicht mehr an. Das macht dich nur noch mehr fertig und ihm bietet es immer wieder neue Nahrung und neue Motivation, wenn er dich erreicht. Lies mal etwas über die Grey Rock/ Grauer Stein Methode. Du musst für ihn langweilig und uninteressant werden, sonst wird er dich nicht in Ruhe lassen. Ich würde gar nicht mehr persönlich mit ihm kommunizieren an deiner Stelle, die Kinder musst du auch vor ihm schützen. Lass alles über Ämter und Anwälte laufen.
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Meiner Meinung nach sollten deine nächsten Schritte sein
- mach einen Termin alleine für dich bei der Suchtberatung, dort gibt es auch Hilfe für Angehörige
- geh mit ihm zu "seiner" Suchtberatung und erzähle dort, was du erlebt hast
- sprich mit deinem Bruder
Und dann guckst du mal weiter.
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Sehe ich auch so. Ich glaube auch nicht, dass das so stimmt, was er gesagt hat. Er bietet jetzt an, dass Krümel mitgehen kann, um sie ruhig zu stellen, wahrscheinlich geht er auch davon aus, dass sie nicht mitgeht.
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Manchmal kommt er nach Hause und fällt einfach ins Bett, manchmal schläft er unterwegs irgendwo ein.
EInmal hatte er eigentlich AUfsicht über die Kinder, ich war mit Freunden unterwegs. Er wollte zu einem Grillabend bei einem Freund mit den Kindern, 1-2 Stunden - um 1 Uhr nachts war er mit den beiden Zuhause, hatte 20 Bier (0,2) und 2 Schnaps getrunken und ist mit den Kindern ohne Licht mit den Fahrädern nach Hause gefahren...
EInen anderen Abend war er so orientierungslos, dass er um ein Haar in unser Bett uriniert hätte - während unsere Tochter darin lag.
Beim nächsten Mal ist er nachts um 3 vor der Haustüre liegend einegschlafen, um 5 Uhr habe ich ihn gefunden er war kaum ansprechbar.
Er kam nachts um 2 nach hause und hatte eine kompletten Zusammenbruch. Verstand nicht, wie er die Kontrolle verlieren konnte, schwor sich, nie wieder zu trinken etc.
Das ist NICHT normal.
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Das siehst du falsch.
Alkoholiker sind nicht nur die, die täglich trinken.Der Kontrollverlust ist ein sehr typisches Merkmal.
Trinkpausen können so genannte Quartalstrinker öfter machen, das ist kein Anzeichen dafür, dass sie keine Alkoholiker sind. Sie können ihren Konsum aber nicht mehr kontrollieren, sobald sie angefangen haben zu trinken. Und dann kommt genau das, was du erlebt und beschrieben hast. Filmrisse, besoffen Auto fahren, mit den Kindern unterwegs sein und sich trotzdem komplett abzuschießen, sich einnässen (wird vermutlich bald passieren bei deinem), Verletzungen durch Stürze im Suff usw.Dann wünsch deinem Mann mal viel Spaß auf dem Oktoberfest, da wird das sicher ganz besonders gut klappen mit der Kontrolle, Ironie off. Hoffentlich kommt er heil wieder zurück.
Edit: und wenn du bei den Gesprächen bei Hausarzt und Suchtberatung nicht dabei warst, dann glaube lieber nicht alles, was dein Mann erzählt hat…