Beiträge von Dagmar

    Auch ich habe größte Probleme mit dem Schlaf…..und da hat sich auch seit meiner Abstinenz ( 01.05.2023 ) nichts verbessert.

    Ich kann nicht einschlafen, nicht durchschlafen….ohne Gedankenkarusell, ohne Grübeln. Schlafe ich gegen 1 Uhr morgens ein

    bin ich auch gegen 3 Uhr glockenhell wach, egal ob Sommer oder Winterzeit.

    Nur im Vollrausch habe ich totenähnlich geschlafen….

    Dagmar

    Ja, SummerSun, das denke ich .

    Ich lese täglich alles hier im Forum. Außerdem gehe ich meist 2 mal wöchentlich in Selbsthilfegruppen, je nach Dienst.

    In diesen Gruppen bin ich mit ca. 30 Alkoholikern, also Menschen die ich mittlerweile ganz gut kenne.

    Und bei fast!!!!!! allen kam der Anstoß zur Abstinenz erst!!!!! mal von außen, sei es die Frau/ Mann hat sich getrennt, eine üble Krankenhauserfahrung, eine MPU, Arbeitgeber hat gedrängt…..uvm. Das habe ich explizit erfragt, da es ja immer heißt es muss vom Alkoholiker ausgehen.
    Das trocken , abstinent bleiben, das ist Sache des Einzelnen. Und bei vielen hat’s geschnackelt.

    Jetzt habe ich den Drang mich auch mal hierzu äußern.

    Vorab, ich bin Alkoholikerin, nach Rückfall am 30.04.2023 seit 1.Mai 2023 abstinent.

    Aber DU unterbricht jetzt die Suchtspirale, die DICH auslaugt. So kannst DU 100%ig und JETZT für Eurer Kind da sein!

    Diesen Satz unterschreibe ich zu 100 %!

    er geht einen Weg, der für einen Alkoholiker nicht gangbar ist, den des kontrollierten Trinkens. Damit streut er dir Sand in die Augen und manipuliert dich nebenbei ohne Ende.

    Ich sehe das nicht so.

    Alle mir persönlich bekannten Alkoholiker haben das zumindest mal - wenn auch vergeblich- versucht.

    Und daran zu scheitern , wirklich am eigenen Körper zu spüren, dieser immer wieder durchbrechende Kontrollverlust ist nochmal eine ganz gewaltige persönliche Katastrophe. Vor allem wenn durch außenstehende „Hilfsorganisationen“ dies als gangbarer Weg propagiert wird.

    ?????

    der Rum-Trauben-Nuss Schokolade tatsächlich echter Rum verwendet wird. Steht auch klein auf der Packung drauf...

    Schokolade wird von Kindern konsumiert? Ich dachte da wird nur mit alkoholfreiem Rum-Aroma gearbeitet? Die Schokolade riecht und schmeckt auch richtig scharf nach Rum.


    Und von Dir. Kann nicht erwarten dass „nur“ Geschmack, also Rumaroma drin ist.

    Erwarte keine alkoholfreie SchwarzwälderKirsch, Eierlikörkuchen etc.

    Und auch das „Kinderstärkungsgetränk“ Malzbier hat meist Alkohol

    Das ist doch wohl der Oberhammer das den Kindern da echter Alkohol ( und nicht wenig ) in den Kopf geschraubt wird.

    Wieso???? Soll doch nicht Kindern untergejubelt werden.

    Bei mir ist es eine so lange Zeitspanne, dass ich unmöglich herausfinden kann, wann den jetzt die Schwelle zur Sucht überschritten wurde.

    Ich hab das anders gelesen:

    .Die Frage nach dem erstkontakt.

    Die Schwelle zur Sucht, wer kann das schon sagen…..

    Ich kann von mir sagen dass ich n o c h n i e normal getrunken habe. In den 80igern hatte ich beim „ Ausgehen“ und Alkohol trinken, damals Weinschorle , immer einen Black Out:oops:. So weit ich weiß wurde mir nie schlecht etc. Ich war halt damals bei 3 Weinschorle absolut besoffen, habe nach 1 er aber auch nicht aufhören können!!!!!! So, wie die Weinschorle in der Pfalz halt eingeschenkt werden. Da war ich knapp 17 Jahre alt .

    Aber ich musste nicht trinken, Alkohol war nicht in meinem Kopf. Ging auch ohne. Zu Hause hatte ich damals nichts.

    Und…hat mal ein Onkel so erzählt, mir haben er und mein Großvater schon als Baby „Bierschaum“ zum beruhigen gegeben wenn ich ihnen zu laut geschrieen habe.

    Aus meiner heutigen Sicht hat den Alkoholiker mit dieser Frage nur eines interessiert: Kann man diese vermeintliche Ursache irgendwie behandeln, damit wieder normal und kontrolliert saufen möglich ist.

    Alles andere hat, wie Hartmut schon schrieb, keinerlei Sinn

    Für mich absoluter Nonsens. Mir ist reflektieren extrem wichtig, ich will wissen.

    Das hängt ganz alleine von der Persönlichkeit und auch der Bereitschaft deines Partners ab.

    In unserer Welt rennen so viele nicht Alkoholiker durch die Gegend die für alles Widrige immer:!: die Umstände bzw. andere Personen als Verursacher identifizieren.

    Viele „gesunde“ Menschen reflektieren sich selbst und auch ihre Anteile am - was auch immer so passiert in Arbeits- und Privatwelt - nicht.
    Und meinen Realitätsbezug habe ich nie verloren.

    Ich komme mal in deinen Faden….

    Auch wenn wir Mitleid haben, dürfen wir nicht vergessen das der nasse Alkoholiker niemals Mitleid mit uns Co's hat, egal was wir erleben, wie traumatisiert wir werden oder ob uns psychisch und körperlich etwas passiert, die denken nicht an uns, sonst würden sie nicht immer wieder ihr Schmierentheater vor uns veranstalten,

    Das sind deine gezogenen Ergebnisse mit d e i n e m Alkoholiker! und nicht allgemein gültig für „ nasse“ Alkoholiker. Ich hatte immer sehr darunter gelitten wenn es meinem Partner wegen mir nicht gut ging.
    Und Schmierentheater aufführen bzw. nicht beim Alkoholiker setzt voraus dass ein Alkoholiker willentlich seine Sucht an- und ausknipsen kann.

    Hallo Schmidtty,

    Ja, ich weiß. Weglaufen ist keine Lösung, aber ich hatte nach dem Regen an Anschuldigungen einen solchen Suchtdruck, dass ich mich einfach selbst “retten” musste. Zu hören, man sei nie eine Mutter gewesen und sei ohnehin wertlos, das ist heftig.

    Ich finde Du hast das gut gelöst. Und ja, manchmal ist aus der Situation zu verschwinden für die eigene „ Rettung“ das einzig Richtige.

    Und das schreibe ich obwohl meine Partner sich auch immer wieder Konflikten entzieht und mich das extrem ärgert. Aber auch ich kann bei Konflikten immer weiter rein hauen…..grade wenn ich nicht weiter komme….unter der Gürtellinie wie dein Sohn weiter machen…

    Ich hatte Ende Januar mal das „Trigger- Problem“, zumindest habe ich das für mich so identifiziert.:twisted::oops:

    In der Arbeit hatte eine Bewohnerin Geburtstag. Eine Angehörige hatte ihr eine von ihr zu früheren Zeiten bevorzugte Flasche Rotwein mitgebracht , entkorkt und wollte mit ihr ein Glas trinken.
    Während ich Gläser geholt habe hat die Bewohnerin schon „ spasseshalber“ die Flasche an den Mund gesetzt.

    Ich habe dann eingeschenkt, noch gedacht wie eklig der Wein doch riecht….und bin weiter meiner Arbeit nachgegangen.

    Auch noch gedacht: ne, das willste wirklich nicht trinken.
    Ein paar Stunden später zu Hause wurde ich extrem unruhig und hatte so richtigen „ Saufdruck“.

    Und da hab ich überlegt was denn so dahintersteht, warum so massiv….

    Mein Trigger war die Flasche am Mund….das war meins….so habe ich Alkohol - meist- getrunken.
    Ich konnte es für mich klären, mir selber begreiflich machen und habe keinen Alkohol konsumiert.

    Das war schon komplett anders als bei meinem Rückfall am 30.04.2023. Da war kein Kopf / Gehirn beteiligt. Da hab ich nichts realisiert, da hab ich nur reagiert mit der Flasche.;(

    In ein paar Tagen habe ich mein 1.tes Jahr ohne Alkohol zu mir zu nehmen :lol::lol:

    Heute möchte ich mal wieder in meinem „ Fädchen“ schreiben, weiter schreiben.

    Ich bin nach wie vor abstinent seit meinem Rückfall Ende April 2023. Damit geht es mir gut.
    Gut geht es mir mit mir selbst nicht, ich kenne mich einfach nicht. Depressionen habe ich halbwegs wieder im Griff, meine Grundstimmung ist aber meist sehr traurig und melancholisch.
    Ich gehe weiterhin in zwei Selbsthilfegruppen, eine davon werde ich ab jetzt nur noch sporadisch aufsuchen da hier zu wenig Selbsthilfe und zu viel „Stammtischgeplaudere“ stattfindet. Auch werden in dieser Unterschriften / Bescheinigungen für MPU etc. gegeben. Bisher mehrfach erlebt, dass nach erfolgreicher MPU kein weiterer Selbsthilfegruppenbesuch stattgefunden hat.
    Und, in Therapie bin ich nun auch…..probatorische Stunden habe ich durch und weiß noch immer nicht ob ich für mich da weiter komme.
    Gearbeitet wird mit dem „inneren Kind“.
    Lese fast täglich hier. Vieles triggert mich enorm, grade auch im Co-Forum. Ist ja auch ein Riesen Thema bei mir.

    Da war ich oft Tags darauf froh, nicht meinem ersten Impuls zu antworten nachgegeben zu haben. Ich bin hier absolut nicht konstruktiv, teils schon extrem verurteilend .:oops: Relativiert sich ……

    Meine andere fühlbare Stimmung, Gefühlslage ist tatsächlich grenzenlose Wut. Ich gerate bei Nichtigkeiten teilweise völlig außer Kontrolle. Meinen Partner schreie ich an. Und sonstige Personen lasse ich auch deutlichst meine Missachtung merken.

    Schuldgefühle sind hinterher obligatorisch, wie früher nach Alkohol..Und Scham- wegen meines Austickens.

    Ich bin extrem empfindlich. Abgrenzung ein Riesen Problem. Merken ein Riesen Problem.
    Ich habe noch ganz schön viel an mir und mit mir zu tun. ;(

    Schade für mich, wäre schön gewesen ……Trotz der Entfernung. :lol:

    Aber Urlaub muss bei uns bereits Ende des Vorjahres festgelegt werden.:roll:

    Mein Jahr 2024 hat - natürlich abzüglich Urlaub und die bereits vergangenen Januartage - 366 :!::!:mögliche Arbeitstage, an welchen ich zum Dienst eingeteilt werden kann. Und, Dienstplan steht für nächsten Monat immer „ erst“ Mitte des laufenden Monats.:roll:

    Dagmar

    Ich will die Dinge keinesfalls verharmlosen, aber ich kann für mich nicht nachvollziehen, warum ich jetzt, wenn ich unter Druck gerate, etwas tun sollte, was ich nicht getan habe, als ich noch regelmäßig getrunken habe.

    Ich kann auch heute, fast 8 Monate nach meinem Rückfall am 30. April, immer noch nicht nachvollziehen warum ich zu einer Flasche hochprozentigen gegriffen und diesen getrunken habe.
    Und das in einer „ fremden Wohnung“ , praktisch geklaut aus dem Kühlschrank und noch dazu am Arbeitsplatz!!!!🫣

    Nie zuvor Hochprozentiges, und schon gar nie:oops: am Arbeitsplatz.

    Jeglicher Mechanismus, Selbsterhaltungstrieb, jegliche bewusste Steuerung komplett ausgeschaltet.

    Auch ich würde das lassen…….

    Habe jetzt selbst die Weihnachtsfeier abgesagt….habe einfach ein ungutes Gefühl und keine Lust im Kollegenkreis:mrgreen: immer wieder alkoholisches Anstoßen etc. abzulehnen.
    Und das ist es mir nicht W E R T :lol:

    So einen großen Suchtdruck, dass ich jegliche Impulskontrolle verliere, kann ich mir bei mir nicht vorstellen.

    Hallo Rina,

    Zu meinem Rückfall:oops: vor fast 7 Monaten nach 6 Monaten ohne Alkohol hat die Aussetzung jeglicher Impulskontrolle:!::!:

    meinerseits geführt. Ich hatte keinen Suchtdruck verspürt, gemerkt.
    Flasche gesehen und dann getrunken bis zum Blackout. Der Anfang war eine einzige Handlung ohne Gehirnbeteiligung.Und dann hatte ich ja Alkohol intus….Kontrollverlust….nach den ersten Schlucken….mit „Kopfbeteiligung“ weiter…….

    Meiner Meinung nach funktioniert eine Suchtbewältigung ohne Selbst- und Impulskontrolle nicht.

    Das sehe ich genauso. Ich bin Alkoholikerin, ich möchte und muss( für mich ) das verarbeiten , das heißt annehmen, Strategien entwickeln, gut funktionierende ( bewährte..Notfallkoffer…) übernehmen und, und, und.

    ch bewältigte meine Sucht nicht. Ich lebe mit ihr.

    So unterschiedlich sind die Menschen. Aber auch ich l e b e :mrgreen: mit ihr.

    Hallo Stern,

    Ja, Selbstfürsorge sieht anders aus. Aber auch die will gelernt sein:/.

    Ich bemühe mich seit 1 Jahr:!::!: um einen Therapieplatz.
    Ab Dezember habe ich endlich einen.

    Ich kann und möchte in einem öffentlichem Forum von mir nicht so viel preisgeben. Und das würde ich, wenn ich näher meine gesamte Problematik zu meinem Alkoholismus und mir schreiben würde.

    Natürlich wäre ich sofort ersetzt bei Ausfall etc.

    Ich selbst fühle mich jedoch noch gut:oops: arbeitsfähig und mache meine Sache auch gut.

    Ich führe halt irgendwie 2 Leben, ein 100% Arbeitsleben und ein 5% Privatleben.

    Anderes ist mir zur Zeit nicht möglich.

    Und das ganze ohne Alkohol.

    Wir sind eine Selbsthilfegruppe für teils schwerkranke Menschen.

    Wir haben seit 19 Jahren mit Erfolg genau dieses Aussehen. Es ist unser Markenzeichen. Es ist seriös, es ist zeitlos und der Fokus liegt auf den Textinhalten.

    Eine Selbsthilfegruppe braucht einen verlässlichen stabilen Rahmen, damit die teils schwerkranken Menschen in Ruhe an sich arbeiten können.

    Hör auf mit uns zu experimentieren. Wir sind hier kein Hobbyforum.

    Nimm die unabgesprochenen Änderungen zurück und lasse die Menschen hier in vertrauter Umgebung an sich arbeiten.

    „ WIR“ sind…….

    Bitte sprich für Dich…..auch wenn sich hier jetzt einige angeschlossen haben.

    Ich habe mir zwar später keinen Alkoholiker geangelt, aber das erlernte co-abhängige Verhalten z. B. am Arbeitsplatz und im Verein ausgelebt. Arbeiten bis zur Selbstaufgabe, die Interessen der anderen sind wichtiger als meine, mich immer unterm Radar bewegen um keine Aufmerksamkeit zu bekommen, Mißstände als normal ansehen usw.

    Das kenne ich, das lebe ich …:oops:

    Co-Abhängigkeit ist nicht von einem Alkoholiker abhängig.

    Ich habe bereits 1987 das Buch: Wenn Frauen zu sehr lieben, die heimliche Sucht gebraucht zu werden von Robin Norwood von der Schwester meines damaligen Partners geschenkt bekommen.

    Das Buch war damals ein Renner…

    Da geht es bereits um Co Abhängigkeit. Kann bestimmt auch für Männer so gelten.