Beiträge von Dagmar

    Hallo ihr Alle,

    Ich habe hier gelesen …..und finde ich mich komplett wieder.

    Es ist wunderbar für mich dieses mal so niedergeschrieben zu sehen und zu lesen.

    Ich habe auch sehr viel verdrängt, weil….ich habe zu viel Phantasie, sollte Schriftstellerin werden….….und da habe ich halt nicht mehr „gemerkt“

    Eine noch vorhandene „ Filmaufnahme“ ( Ostern ), da war ich mit 9 Jahren die Älteste von 4Kindern( 7/5/3 Jahre) :

    Mutter liegt mit rotem Minikleid und schwarzen Strapsen bekleidet auf Schlafzimmerbett, Flasche und Tabletten auf Nachttisch, …nicht mehr ansprechbar, nicht weckbar…..habe sie versucht auf rollbaren Bürostuhl zu hieven, sie ist mir immer runtergeknallt, geblutet, meine Geschwister versucht im Kinderzimmer zu beschäftigen… wie ich das alleine gelöst habe weiß ich nicht mehr, denke bin zum Nachbarn. Mein Stiefvater war nicht da, mehrtägiger Motorradausflug .

    Sie war dann mehrere Monate auf Kur!!!! In einer Privatklinik!!

    ich bin introvertiert

    riesiges Kontrollbedürfnis

    Ich bin extrem schreckhaft, habe meine Antennen immer ausgefahren

    Sehr früh selbständig

    Kann mich nicht abgrenzen- fahre deshalb immer schnell meine Stacheln aus oder „ picke „ mir

    für mich negative Eigenschaften meines Gegenübers aus um Abstand zu erhalten

    Dissoziation: Keinen Kontakt mehr zu den eigenen Gefühlen, nachspielen von Gefühlen anderer, sich nicht real fühlen, in einer anderen Welt leben, komplett aus der Realität entgleiten.

    und ich bin Alkoholikerin seit 13 Tagen trocken

    Helfersyndrom: Allen anderen helfen Müssen bis zur vollständigen Selbstaufgabe. Egal was es mich kostet ich muss den anderen helfen, selbst wenn ich dabei unter die Räder gerate

    Und ich bin / war? Co- Abhängig

    Ich weiß schon gar nicht mehr wo ich mich einreihen soll, was zuerst bearbeiten, verarbeiten und loslassen

    Liebe Lanananana,

    Habe heute dein Thema von Anfang an gelesen.

    Ja, Du hast wunderbar reagiert.

    Es ist traurig und wirklich nicht zu verstehen, dass er sich selbst zerstört, dass der Alkohol ihn so dominiert, obwohl er schon seit Jahren sagt, dass er aufhören will ... aber er ist immer noch nicht so weit und ich kann das nicht stoppen!

    Nein , Du kannst das nicht stoppen, Du kannst nicht helfen.

    Ich bin sowohl als auch, also Alkoholikerin und auch EKA.

    Und - auch ich habe vor 9 Jahren eine Entwöhnungsreha - erst mal mit dem Erfolg einer 1,5 jährigen Abstinenz gemacht.

    Und dann habe ich - wissend, absichtlich selbstzerstörerisch - nach mehreren, für mich fast nicht aushaltbaren Konflikten - wieder zur Flasche gegriffen.

    Und in diesem Zustand des Trinkens, Trinkpäuschen, Trinken, Trinkpäuschen…..bin ich bis vor 13 Tagen verharrt.

    Und ich w i l l beenden.

    Ein Ultimatum , Konsequenzen o. ä. von „ außen“ waren nicht der Auslöser.

    Ich selbst kann mich so nicht mehr ertragen.


    Manchmal zeigt sich der Weg erst wenn man anfängt ihn zu gehen

    (Paulo Coetho)

    Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen

    (Aristoteles)

    Dagmar

    Ein paar freie Tage bis Samstag.

    Habe mich heute überwunden und bin zu einem Probetraining .

    Noch nie in so etwas gewesen.

    Hat wunderbar geklappt, scheine auf manch andere auch sympathisch rübergekommen zu sein. Mehrfach nett angesprochen, konnte an der Wasserbar wie ich es bei mir schon kenne locker plaudern.

    Hat mir gut getan.

    Gut tut mir nicht dass momentan sooo vieles hochkommt, auch Jahre verdrängtes bzw. nie bewusst wahrgenommenes.

    Morgen Psychiatertermin, mal sehen was er meint.

    Ich will ja Vorwärtskommen.

    11 Tage trocken, geht mir gut damit. Habe keinen Suchtdruck.

    Meinen Partner habe ich heute gebeten, die letzte angebrochene Rotweinflasche von mir- habe ich vor 5 Tagen „gefunden“ und ihm gegeben- zu wegzuschütten.

    Wohnung ist nun alkoholfrei. ( Falls nicht irgendwo wieder ein Findling :oops: auftaucht.)

    Hallo Seeblick,

    Das war nur in der letzten Zeit, um loslassen zu können. Ich will da nicht lügen, auch bei Freude, Ärger, bei allen Emotionen die jetzt so in mir sind.

    Angefangen mit Alkohol habe ich wegen fehlender Emotionen und Gefühlen. Ich habe immer nur reagiert -

    auf alles was so mit mir und um mich rum passiert ist.

    Mit Alkohol konnte ich auf einmal denken und fühlen und das auch sagen. Ohne Alkohol war ich ein Mensch welcher nur aus dem Bauch heraus geredet hat, wenn ich denn geredet habe. Einzig Wut, die habe ich immer gemerkt und gespürt. Gedanken waren mir völlig fremd…

    Ist lange her, über 30 Jahre. Habe viele Jahre Psychotherapie gemacht, wirklich an mir gearbeitet.

    Und ich habe hier noch soo viele Baustellen….

    Als Strategie:

    Da muss ich mit mir selber erst mal klar kommen, mich mit meinen Macken ertragen.

    Seit Tagen versuche ich einen Verhaltenstherapieplatz zu bekommen.

    Alle - über 40 - Psychologen sind auf mindestens 1 Jahr belegt.

    Wenn ich es nicht schaffe mich zu ändern, wenn ich mir weiterhin alle Menschen vom Leib halte

    mit meiner Art, wenn ich niemandem traue, mich nicht auf Freundschaften einlassen kann

    Werde ich mir extrem schwer tun.

    Wie mein Partner es mit mir aushält..schon über 20 Jahre. <3

    Mein Expartner, denke war auch Alkoholiker, hat da oft und gerne zugeschlagen, Möbel auf mir zertrümmert, Haare ausgerissen bis fast zur Teilglatze…10 Jahre habe ich das mitgemacht

    Ich bin schwer am hadern, aber mit mir, nicht mit dem Alkohol. 10 Tage ohne.

    Muss einen Moment inne halten, werde jetzt was kochen.

    Im Moment kommt vieles hoch, aus Kindheit ( Eltern - getrennt- 3 Kleinstkinder ins Weißenhaus-ich dann von alkohol-und tablettensüchtige Oma inkl. missbrauchenden Opa geholt- dann mit 6Jahren zurück zur Mutter mit neuem Stiefvater, die 2 Geschwister und ein Baby waren bereits da- dann irgendwann auf ein

    Internat mir schon sehr, sehr frommen Schwestern und Mauer drum rum…..)

    Ich glaube, das wird jetzt alles sehr wirr, wie in meinem Kopf..

    Aber ich bin NÜCHTERN, auch ohne sonstige Substanzen .

    Verwirrt, traurig

    Dagmar

    Oh Gott Biffi,

    Das ist ja mehr als furchtbar.

    Du bist ja schon unglaublich stark ihn jetzt so zurückzulassen.

    Auch ich hatte -lange her- einen Alkoholiker als Partner. Und bin in diesen Momenten geblieben, habe Ausreden für meine Arbeit erfunden….meist ist es dann eskaliert.

    Ich bin Alkoholikerin geworden. Nicht alleine durch ihn, da ist/ war schon großes Potential von mir vorhanden.

    Ich hoffe Du kannst Deinen Arbeitstag gut durchstehen.

    Dein Chat hilft mir beim Trocken bleiben/ werden.

    LG Dagmar

    Hallo Achelias,

    Nein, eine richtige Strategie habe ich nicht.

    Immer nur das erste Glas stehen lassen, den ersten Schluck nicht nehmen. Damit lass ich Tür und Tor zu.

    Aber ich möchte das nicht mehr haben, diese Zustände und diesen jämmerlichen Verfassung hinterher.

    Termin zum Durchchecken , also Blutentnahme hatte ich letzten Freitag morgen.

    Und diese Woche Donnerstag habe ich noch einen Termin beim Psychiater.

    Beide wissen seit Jahren.

    Ich habe großes Glück - oder von Vorfahren :oops: schon trainierte Gene -und noch keine Folgeschäden an Organen.

    Ich möchte eine lebenslange Abstinenz.

    Ich kann nicht aufhören wenn ich einmal Alkohol in mir habe.

    Trinkpausen habe ich mehrfach hinter mir, das nützt mir nichts. Immer wieder diese Blackouts, diese freien Tage, die ich nur im Bett liegend verbringe. Sooo vergeudet , ich habe so viele Baustellen.

    Und dazu muss der Kopf frei sein.

    Bisher habe ich es meist geschafft während der Arbeitstage trocken zu bleiben, wenn auch mit viel

    Willen und Anstrengung.

    Ich komme nach meinem Dienst einfach nicht mehr runter.

    Schweißausbrüche habe ich jetzt hinter mir. Massive Schlafstörungen habe und hatte ich auch in meiner trockenen Zeit.

    Ich bin Alkoholikerin. Heimliche. Funktioniert - im Arbeitsleben - habe ich immer. Privat seltenst.

    Im Beruf Kontrollfreak, Perfektionistisch. Mit leider allen Nachteilen für meine Arbeitskollegen.

    Im Privatleben entweder Kontrollfreak - wehe, mein Partner verschmutzt die gerade geputzt Küche- oder wochenlang zu nichts fähig.

    Ich bin heute seit 9 Tagen trocken. Im „Selbstentzug „ ohne weitere Hilfe.

    Ich habe mich und meine Schamgefühle am Tag nach dem Trinken nicht mehr ausgehalten. Selbstzerfleischung, am liebsten unter einen Teppich kriechen und nie mehr zum Vorschein kommen.

    Ich wußte am nächsten Tag nie was passiert war, was ich angestellt habe. Immer Blackouts.

    Blaue Flecken, auch schon mal gebrochene Rippen.

    Die Flasche Wein habe ich - ohne Glas - innerhalb kürzester Zeit, meist nicht mal ner Stunde geleert. Und wenn ich eine 2te Flasche versteckt hatte habe ich diese dann auch getrunken.

    Ich lebe seit über 20 Jahren mit meinem Partner zusammen, er hat schon einiges mitgemacht.

    Freunde habe ich nicht. Ich kann Menschen schwer aushalten.

    Vor ca. 10 Jahren habe ich eine Langzeitreha von 12 Wochen gemacht. 1,5 Jahre war ich trocken, dann wegen eines Partnerschaftskonfliktes der Rückfall. Wie dumm von mir.

    Und das war das Aus, das habe ich mir nicht verziehen.

    Momentan komme ich nicht weiter, ich habe wie Watte im Kopf..deswegen erst mal Schluss mit dem Schreiben