Beiträge von Nova

    Guten Morgen und allen einen guten Wochenstart. Hoffe keiner hatte heute früh mit dem Eis Probleme und es geht allen gut.

    Ja Hartmut, das versuch ich mir auch einzureden. Seltsamerweise scheint aber der Boden ein doppelter zu sein. Da ist wohl noch Luft nach unten. Bzw. Ich stell es mir als Loch vor, in dem er sich bereits schön bequem eingerichtet hat und mich quasi als Inventar darin betrachtet. Da steht eine Leiter und immer, wenn ich’s mal ein paar Sprossen hoch schaffe, zieht er mich wieder ein Stück runter. Aktuell klettere ich 2 hoch und werde je nach eigener Tagesform 1 bis 2 wieder nach unten gezogen….

    Die Woche und auch das Wochenende war er nüchtern. Ich hab ihm klipp und klar gesagt, dass es gemeinsame Zeit mit mir nur noch unter dieser Bedingung gibt. Er ist einverstanden aber es nervt ihn auch (auch wenn er’s nicht sagt). Den Samstag hat er auch nur mit mir verbracht, weil sein Saufkumpel keine Zeit für ihn hatte.

    Ich wäre gerne mit ihm mal raus zum Billard spielen oder so. Er hatte anfangs auch echt Bock drauf. Bis er gefragt hat, ob es für mich okay ist, wenn er da 1-2 Bierchen trinkt. War’s nicht! Also hat er sich in der Wohnung vergraben und schon um halb zehn gepennt. So geht übrigens die ganze Woche. Er geht früh schlafen und ich fühl mich alleine.

    Ich merke, dass ich abstumpfe. Ich hab mich mit dem Gedanken auszuziehen immer mehr angefreundet und fang an, mich hier von Sachen nerven zu lassen, die vorher okay für mich waren. Denke so wird’s leichter für mich.

    Ich liebe ihn sehr und die Woche war für mich mal wieder eine der besseren.

    Hatte letzte Woche Geburtstag und wir hatten einen richtig tollen Abend.

    Jetzt steht Weihnachten vor der Tür und seine Eltern wollen Heiligabend mit der engsten Family zusammensein und Glühwein trinken.

    Ich werde nicht mitgehen. Will denen allen nicht beim Trinken zusehen. Er meinte, wir könnten ja abends dann zusammen etwas machen. Meine Antwort: wenn du dann schon einen im Tee hast, will ich das nicht. Er betröppelt: ah, okay…

    Am liebsten würd ich die 3 Tage abhauen. Egal wo ich sein werde, es wird getrunken und ich hab absolut keine Lust da drauf!

    Ich hab generell zur Zeit überhaupt keine Ablenkung und falle jeden Tag wieder in mein Leid. Ich schreie, heul mir die Augen aus dem Kopf, bin wütend, ohnmächtig, verzweifelt und hab wahnsinnigen Liebeskummer (und das, obwohl die Woche nüchtern und wirklich schön war).

    Ich leide ja bereits wie ein Hund und stelle mir vor, dass das alleine noch schlimmer wird.

    Und ich möchte wenigstens für ein paar Stunden mal abschalten. Seit Tagen denke ich 24/7 nur über meine Situation nach und was ich gedenke zu tun und reflektier mich und mein Leben. Davon könnte ich ne kleine Auszeit gebrauchen.

    Aber du hast Recht, ich hau jetzt alles an Kummer und Leid raus, was in mir steckt.

    Grundsätzlich würde ich sagen, es geht immer schlimmer und generell denke ich mein Leben lang schon so. Mir könnte es schlechter gehen, schau doch wie schlimm andere dran sind. Das sind Peanuts mit denen du zu kämpfen hast, stell dich nicht so an, andere können auch so leben ohne sich so abhängig zu machen..

    Und jetzt wird mir klar, dass es für mich reicht! Ja, es geht definitiv schlechter. Mein Kerl ist ja nüchtern für mich ein Traummann!

    Aber mein Herz nimmt Tag für Tag mehr Schaden.

    So what.

    Im September hatte ich für mich ein Mantra: „Schau’n wir mal…“

    Für so ziemlich jede Situation und es hat ne Weile gut geholfen.

    Jetzt bin ich durch mit „Schau‘n wir mal…“

    Jetzt muss ich bald handeln..

    Guten Morgen,

    bisher war das so eine richtig gute Woche und ich muss aufpassen, dass ich jetzt nicht wieder in ein Loch falle.

    Es ist Wochenende. Das heißt ja bekanntlich, ohne saufen geht das nicht. Da er heute noch arbeiten muss, war es gestern ein gemütlicher Freitag Abend. Aber heute muss ja das WE gefeiert werden.

    Ich wappne mich für den Tag. Versuche mir irgendwas einfallen zu lassen, was ich mit mir heute Abend anstelle. Allein.

    Gestaltet sich leider schwer, wenn man sonst niemanden mehr hat und finanziell eingeschränkt ist. Veranstaltungen heute hier im Umkreis sind auch eher mau und ich setz mich sicher nicht in eine Bar.

    Habt ihr Tipps, wie ich mir heute doch etwas gutes tun kann?

    Badezimmerwellness, Kino, Essengehen sind heute nicht mein Favorit.

    Wenn mir sonst nix einfällt, werd ich in die Sauna gehen.

    Oder doch irgendwo abtanzen, neue Leute kennenlernen. So introvertiert wie ich zur Zeit bin….

    Meine Bewerbung für eine Wohnung geht nächste Woche raus, wenn ich für die Mieterselbstauskunft alles zusammen hab.

    Bisher war erst eine Wohnung im Umkreis interessant. Ich brauch mir also auch nicht vormachen, dass ich schnell hier rauskomme und muss nun eine Strategie entwickeln, mich mit unserer Situation so lange zu arrangieren, ohne weiter zu leiden wie ein Hund.

    Seufz, es könnte so schön sein…..

    Ja Mona. Darüber bin ich mir bewusst und ich versuche durch die Hilfe (vorrangig mitlesen) hier im Forum, mir das jeden Tag aufs Neue klar zu machen.

    Aber dieses blöde Herz…….argh

    Klar ist auf jeden Fall, dass ich das nicht ewig mitmache. Den Kreis durchbrechen werde. Mit oder ohne ihn!0

    Ich frag mich immer (und damit auch die Alkoholiker) was empfindet er dabei, wenn es mir wegen ihm so schlecht geht. Es ist doch in einer Partnerschaft so viel besser, wenn es nicht permanent Stress gibt, wenn es harmonisch läuft und man gemeinsam seine Zeit gestaltet. Wenn er doch weiß, wieviel angenehmer das Zusammensein dann ist.

    Warum bedeutet das letztendlich nichts?

    Ja klar, der Alkohol, die Sucht. Trotzdem versteh ich’s nicht. Wenn der Alkoholiker wirklich liebt und einen nicht nur ausnutzt.

    Ach man 😔

    Tja, und jetzt ist er die ganze Woche nüchtern. Führt mich zum Essen aus. Verhält sich genau, wie ich ihn brauche und wie ich in liebe. Und jetzt weiß ich auch nicht…🤷🏻‍♀️

    Okay, doch, ich weiß!

    Vielleicht, ganz vielleicht, wenn ich ausgezogen bin und ihn dann nur zu der Bedingung sehe, wenn er nüchtern ist und bleibt, verlier ich ihn nicht ganz. Und vielleicht fängt dann aber auch ein Abnabelungsprozess an, den ich, solange wir zusammen wohnen ganz sicher nicht hinbekomme.

    Guten Morgen zusammen,

    Twizzler : du hast Recht und ich weiß das auch. Mir ist das vom Kopf her alles klar und bewusst und es gibt Momente, in denen ich das auch ganz klar sehe und mich damit abfinde, gehen zu müssen. Dann gibt es wieder solche Momente, in denen mein Herz zerspringen will. Denn ich liebe ihn und ich weiß, er liebt mich auch.

    Er ist extrem liebevoll, zärtlich und wenn er nüchtern ist, ist er wahnsinnig aufmerksam. Er kennt mich, wie niemand sonst auf der Welt und ist für mich da, wenn ich in einer Attacke hänge (wenn nüchtern). Er macht meine Erledigungen, wenn ich es nicht aus dem Haus schaffe. Es gibt so viel Gutes an dem Kerl.

    Hat er getrunken ist er auch nie eklig zu mir, nur nicht mehr erreichbar und er übertreibt es regelmäßig.

    Ich habe ja vorher schon geschrieben, dass ich nur noch Zeit mit ihm verbringe, wenn er nüchtern ist. Und nun ist er seit Sonntag tatsächlich nüchtern - ich erkenne es immer sofort, wenn er auch nur ein Bier getrunken hat- das schlägt sich sofort auf sein Verhalten um. Seine Stimme ist anders, die Bewegungen…

    Er gibt sich unendlich Mühe, es mir nicht so schwer zu machen und wir haben viel geredet die letzten Tage. Auch wie es ihm damit geht, dass ich zur SHG gehe. Er findet es gut, dass ich mir Hilfe suche, er findet es traurig, dass es wegen ihm ist, nur eine Einsicht ist nicht erkennbar. Er will Kompromisse. Dazu bin ich nicht bereit. Habe gesagt ich habe 0 Toleranz mehr bei dem Thema.

    Ich bin weiter auf Wohnungssuche.

    Die SHG war ernüchternd. Die Leutchen die dort waren sind überwiegend trockene Alkoholiker, die schon echt böse gezeichnet sind. Und das tut noch mehr weh, weil ich ihm gerade bei diesem Weg, den er eingeschlagen hat, zusehe und rein gar nichts dagegen machen kann. Die Gruppe ist gemischt. Es tat gut, mich mal persönlich auszutauschen.

    Was mich fertig macht, ist diese blöde Hoffnung, die sich immer wieder einschleichen will. Wir schaffen das! Ich hol ihn da raus, ich will ihn nicht verlieren! Und ich weiß, dass es vergebens ist.

    Vorletzte Nacht hatte ich eine böse Attacke und habe ihn nicht geweckt (wir schlafen seit 1 1/2 Wochen getrennt) , versucht es alleine zu schaffen und das ging auch, dann kamen die Gedanken, wenn ich damit immer alleine bin, das halte ich nicht aus! Ja, ich weiß, ich bin auch emotional total von ihm abhängig. Was hat der Typ nur mit mir gemacht?

    Morgens bin ich weinend aus dem Schalf aufgewacht. Er kam direkt zu mir, hat mich im Arm gehalten und getröstet. Und das tat unendlich gut. Seine Nähe zu spüren, sein Geruch, der so unwiderstehlichen ist, wenn er nicht trinkt…..

    Naja, es nutzt alles nichts, ich bin trotzdem auf dem Weg hier raus.

    Hey Elly,

    Im Oktober waren es 2 Jahre, die wir da schon fast nicht geschafft hätten, weil ich bereits an diesem Punkt war.

    Aber dann kamen, wie immer, die Beteuerungen, Versprechen weniger zu trinken. Sich kontrollieren zu können und ich wollte einfach so sehr daran glauben. Diese Hoffnung , dass es klappen kann, wir einen Kompromiss finden. Ich gelassener damit umgehen muss. Ich mich eben damit arrangiere und mich einfach auf die guten Tage konzentriere.

    Naja, schau wo ich jetzt wieder bin.

    Ich kann mich nicht damit arrangieren und ich will diese Gefühlsachterbahn nicht mehr.

    Ich hab noch große Probleme zu akzeptieren, dass der Mann, der in ihm steckt, von dem ich weiß, dass er existiert, der immer mal ums Eck schaut, nie wirklich erreichbar ist. Ich will ihn wachrütteln, ihn zur Vernunft bringen, ihm zeigen, was für ein Leben ihn mit mir erwarten könnte, wenn….tja: Wunschdenken :(

    Ich hab etwas Angst vor heute Abend.

    1. ich weil der Besuch der Gruppe ein großer Schritt für mich ist

    (Eig müsste ich mich vorrangig um meine eigenen Probleme kümmern-die kann ich aber erst angehen, wenn ich aus der Co rauskomme)

    2. er hat morgen frei und das muss ja gefeiert werden.

    Der Wohnungsmarkt ist aktuell bescheiden. Anfang Januar schau ich mir eine an. Mehr ist noch nicht in Aussicht.

    Das Schreiben und Lesen hier hilft mir enorm, bei meinem Entschluss. Wenn ich ins Grübeln komme, dann halte ich mich viel hier im Forum auf. Es ist gut, dass ihr da seid!

    Und wieder ein Tag rum.

    Mir gehts ziemlich mies und diese Zerrissenheit macht mich total fertig.

    Dass ich gehen muss und mir versuche vorzustellen ohne ihn zu sein.

    Heute Abend gehe ich in eine Gruppe.

    Habe gerade meinen Mut zusammengenommen und dort angerufen. Und als ich aufgelegt habe, fing die Heulerei wieder an.

    Er ist furchtbar liebevoll die letzten beiden Tage.

    Gestern war er wieder bei einem Freund kam aber tatsächlich nüchtern nach Hause.

    Ich verbringe meine Zeit mit ihm nur dann und und wir schlafen getrennt.

    Warum? Warum ist das nur so schwer? Ich kann mich damit nicht abfinden und weiß aber, dass ich das richtige tue.

    Und dann zeigt er mir wieder, wer er sein kann. Und das tut so unfassbar weh, zu wissen, dass diese Momente nur die Ausnahme sind.

    Ich will das nicht und doch muss ich jetzt stark sein und ich weiß nicht, wo diese Stärke noch in mir sein soll. Mein größtes Problem ist, dass ich einfach niemanden mehr zum Reden habe. Nach dem Aus meiner letzten Beziehung habe ich mich von allen zurückgezogen. Von den alten Kontakten möchte ich wirklich keinen mehr aufleben lassen. Das waren im Grunde auch alles nur Party-/Suff-Freunde.

    Und meine Family weiß von meiner Entscheidung auch nichts, da sie mir das eh nicht abnehmen und auch total unempathisch sind.

    Wenigstens kann ich hier immer mal was rauslassen!

    Guten Morgen.

    Gestern lief der Tag einigermaßen gut. Wir sind uns bis abends komplett aus dem Weg gegangen. Er musste ja auch auskatern.

    Hab dann nachmittags alleine einen schönen Waldspadziergang gemacht, bei dem ich so richtig schön für mich war und heulen konnte.

    Als ich zurückkam, war er dabei uns Essen zu machen und den Abend haben wir dann noch überwiegend schweigend zusammen im Wohnzimmer verbracht und einen Film geschaut.

    Und dann ging bei mir das Gedankenkarussell wieder heftig los.

    Ich hab über den Umzug nachgedacht und das Alleinesein und hab angefangen das alles zu katastrophalisieren. Und Peng! Schön in eine Attacke reingerutscht. Als er es bemerkt hat, war er so liebevoll. Hat mir den Nacken ausmassiert und mich in den Arm genommen.

    Als es durchgestanden war, hab ich einfach weiter seine Nähe gebraucht und er wollte auch kuscheln. Also bin ich mit ihm noch ins Schlafzimmer. Wir (oder besser ich) hab dann viel geredet. Wie das hier nun weitergehen soll, bis ich ausgezogen bin. Ob wir das ohne Stress hinbekommen. Wie es ihm damit geht.

    Definitiv, mein Entschluss steht fest. Ich werde ausziehen, sobald ich was gefunden habe!

    Trotzdem will und kann ich ihn in unserer Wohnung nicht ignorieren oder aus dem Weg gehen. Er sagt er liebt mich und er braucht mich. Und mir gehts ja auch so. Der Gedanke in so einer Situation wie gestern allein zu sein macht mir wirklich Angst.

    Er sagt, er akzeptiert, dass ich gehen werde aber er mich doch trotzdem so sehr liebt. Er versteht, dass ich kaputt gehe und wir uns trennen müssen.

    Wir haben noch einen Film geschaut und eben gekuschelt. Danach bin ich zum schlafen wieder ins Gästezimmer.

    Wir werden sehen, ob wir eine Basis schaffen können, mit der wir uns bis zu meinem Auszug beide arrangieren können.

    Ich bin gespannt, ob wir das so schaffen.

    Euch allen wünsche ich einen guten Wochenstart.

    Oh ja Saphira, ich weiß das vom Kopf her ja. Wirklich. Ich muss jetzt einfach mit diesem Liebeskummer fertig werden. Ich bin in einer Tour am heulen. Alles tut weh, der Kopf, der Bauch, das Herz. Ich kann nicht schlafen, nicht essen.

    Und nein, er will nicht, keine Chance! Einmal sagte er zu mir, er lässt sich seinen Lifestyle von mir nicht kaputt machen.

    Ich versteh das aus seiner Sicht. Da sind die Kumpels, die Eltern, der Fußball. Das wird ihm doch ohne Alk alles genommen. Was soll er dann mit sich anfangen 🤷🏻‍♀️

    Hey Alex07,

    ja das stimmt ER hat versagt. Aber dieses Gefühlschaos ist einfach unberechenbar und der Gedanke des Versagens liegt einfach darin, dass meine Liebe versagt hat. Sie ist einfach nicht stark genug gegen die Sucht.

    Den Kampf hatte ich im Grunde schon verloren, noch bevor er begonnen hat.

    Jetzt steh ich in der 10 Runde ziemlich angeschlagen im Ring und bevor ich ganz auf die Bretter gehe, werf ich das Handtuch. Also ja, es fühlt sich wie Versagen an. Ich akzeptiere, dass ich aufgebe um mich vor weiterem Schaden zu bewahren. Es ist schon so viel schlimmes angerichtet, dass ich jetzt aufarbeiten muss.

    Liebe Elly, danke für deine Worte.

    Und du hast recht! Nicht ich bin schuld! Ich weiß das auch. Es fühlt sich gerade nach Versagen an. Es ist einfach so traurig.

    Ich weiß aber, dass ich das nun und vor allem mit Eurer Unterstützung, da raus schaffen werde. Ich hab es vor 3 Jahren nach meiner 25 jährigen Beziehung schon mal geschafft und es ging mir richtig gut. Dann war Corona und die erste Gelegenheit wieder vor die Tür zu gehen, hab ich mir meinen Freund angelacht. Und ich stelle jetzt nach einer irre langen Nacht fest, dass ich voll das Schema mit Männern habe und ich ergründet habe, dass daran die Beziehung zu meinem Vater schuld ist.

    Als meine Schwester (2 1/2 Jahre jünger) zur Welt kam wurde ich zum totalen Papa-Kind. Ich hab um seine Aufmerksamkeit gebuhlt und wollte ihm um jeden Preis gefallen, damit er mich so liebt, wie meine Sis geliebt wurde.

    Aber er war aggressiver Alkoholiker. Ich wurde viel geschlagen und trotzdem habe ich ihn abgöttisch geliebt. Nun werfe ich mich immer den Männern vor die Füße, die im Grunde ähnlich sind (bisher aber zum Glück gewaltlos-sehen wir von der psychischen Gewalt mal ab).

    Und meine Entscheidung steht nun fest; Raus aus diesem Teufelskreis!!!!

    Aber trotzdem: Es tut so schrecklich weh!

    Er kam nach der durchzechten Nacht heute Morgen um 7:45 nach Hause. Ist beim Kumpel eingeschlafen.

    Ich bin ruhig, nicht sauer. Ich wusste, das es so kommt. Ich hab mich für alle Reaktionen gewappnet. Und er ist ruhig. Wir reden über Belanglosigkeiten und es ist soweit erst mal okay für mich. Doch jetzt liegt er im Bett und ich sitz hier und allein seine Nähe in der Wohnung macht mich fertig. Mein Herz schreit danach, mich zu ihm zu legen, seine Nähe körperlich zu spüren. Ich liebe so vieles an dem Mann und doch bin ich hier und zwinge mich, den Abstand zu behalten.

    Ich frage mich, wie ich das einen längeren Zeitraum aushalten kann. Es ist absolut nicht möglich, bevor ich eine Wohnung gefunden habe.

    Ich brauch Hilfe! Deshalb werde ich kommende Woche schauen, dass ich hier eine SHG in meiner Nähe finde! Und ich hoffe auf Eure Hilfe.

    Danke, dass ihr da seid!

    Wurde ein Roman, aber das musste so dringend raus. Und hilft mir dabei, klar zu bleiben. Also dann….

    Viele Dank fürs Freischalten Cadda.

    Und Danke für deinen Zuspruch.

    Mir geht es gerade echt bescheiden.

    Ich sehe klar und ich weiß, was ich zu tun habe und bin heilfroh, mich bei euch angemeldet zu haben. Ich hab dennoch ein schlechtes Gewissen, den alten Leuten diese Sorge um ihren Enkel bereitet zu haben. Sie verstehen mich und der Opa ist so lieb und will mir das schlechte Gewissen auch nehmen, weil er meint, ich müsste doch mit irgendjemanden reden und es ist ihnen ja selbst auch schon aufgefallen.

    Allerdings war ausgerechnet heute der Sohn, also sprich Vater meines Freundes abends zu Besuch und das Thema wurde angesprochen. Auch mein Freund wurde angesprochen und verleugnet natürlich alles.

    Ich war heute Abend bei einer alten Freundin und hab mich ausgeheult.

    Nun weiß ich, dass er wohl ziemlich sauer auf mich ist. Er war nicht mehr zu Hause, als ich heimkam, weil er lieber den Abend saufend bei seinem Kumpel verbringen wollte. Es ist ja schließlich Wochenende, das will er nicht langweilig mit mir verbringen.

    Ich hab jetzt allerdings ein wenig schiss, wie das ablaufen wird, wenn er heim kommt. Ignoranz, Kälte oder Konfrontation. Das wird, egal was davon eintritt, nicht einfach für mich. Aber am schlimmsten wäre es, wenn er versucht sich einzuschmeicheln. Das macht er auch schon mal, wenn er sauer ist. Aggressiv wird er eher nicht.


    Wünscht mir Glück, ich hab mich gerade auf eine bezahlbare Wohnung beworben, die im Februar in meiner Heimatstadt Einzugstermin hat.

    Danke Saphira und PetraPetra,

    mir ist schon klar, dass ich ihm nicht helfen kann und er allein es in der Hand hat. Ich wünschte es gäbe irgendetwas, das ihn zur Einsicht bewegen könnte. Nur wird das vermutlich nicht passieren.

    In meiner Verzweiflung, glaube ich, hab ich einen schlimmen Fehler gemacht.

    Wir leben bei seinen Großeltern im Haus und der Opa hat eine Menge Alkohol im Keller. Mein Freund hat sich dort die letzen Wochen heimlich bedient und ernsthaft geglaubt, das würde keinem auffallen. Nun habe ich eben angesprochen, dass er trinkt und im Grunde wissen sie es auch schon länger, aber haben es auch verharmlost und gedacht, er hat sich im Griff. Nun wo sie wissen, wie es wirklich ist, fühle ich mich ihm gegenüber als Verräterin und den Großeltern gegenüber habe ich ein schlechtes Gewissen, da sie sich jetzt auch große Sorgen machen. Was hab ich mir dabei nur gedacht? Vll, wenn ich jemanden mit ins Boot hole, dass irgendwas passiert? Vll der endgültige Bruch?

    Ich mache mir so große Sorgen um ihn. Er ist so ein liebenswerter, toller Mensch.

    Auch wenn er getrunken hat, ist er nie ausfällig oder aggressiv. Aber er ist dann nicht mehr erreichbar für mich.

    Ich will so gerne helfen, aber weiß auch, dass ich mich damit nur selbst kaputt mache, solange er es selbst nicht will. Und dennoch, ich liebe ihn :(

    Ich weiß einfach nicht, wie ich eine Trennung trotz Liebe schaffen soll.

    Hallo liebe Community,

    ich bin Nici, 43 J und leide selbst unter PTBS (Angst-Panikstörung, Depressionen) und mein Freund ist Alkoholkrank.

    Ich habe die letzten Monate so viel Erfahrungsberichte gelesen und mich über Co-Abhängigkeit und eben auch Alkoholismus informiert. Trotzdem schaffe ich es hier nicht raus. Die letzten Tage habe ich hier im offenen Bereich reingelesen und sehe soooo vieles, das exakt so auch hier abläuft, dass ich mich eigentlich gar nicht registrieren wollte, da ich bereits alle nötigen Infos habe und weiß, welche Antworten mich erwarten.

    Und trotzdem: ich bin verzweifelt. Ich will einfach diesen Menschen nicht verlieren und ich will auch nicht schon wieder bei 0 anfangen, das macht mir eine Heidenangst! Und obwohl ich genau weiß, dass es immer weiter runter geht, frage ich mich: wenn ich doch eigentlich schon tief in der Grube stecke, wie kann es denn noch schlimmer werden?

    Ich bin mir nicht sicher, was mich nun doch bewogen hat, hier zu schreiben.

    Vll Hoffnung, den Absprung zu schaffen, Hoffnung ihm doch helfen zu können.

    Oder einfach nur mein Mitteilungsbedürfnis.

    An alle, die ihre Sucht bekämpfen (egal welche) ich habe riesigen Respekt vor Euch!