Beiträge von Eddi1963

    Hallo Zoey,

    Das klingt doch total positiv, die Schritte sind gemacht und es geht voran. :thumbup:

    Als ich zum ersten Mal in die Motivationsgruppe kam, war mir auch total mulmig. Das war aber eher unbegründet, da dort alle dasselbe Problem haben und wir ja alle im selben Boot sitzen.

    Auch hier in der Reha war es anfangst ungewohnt, Gruppensitzungen/Meetings beizuwohnen. Aber das legt sich schnell.

    Nur weiter so, du bist auf einem guten Weg! :mrgreen:

    LG Eddi

    Ranger,

    Dann bist du, was Gespräche angeht, ja gut aufgestellt. Jetzt fehlt ja nur noch ein baldiger Termin für die Entgiftung, Drücke dir die Daumen. :thumbup:

    Ich hatte das Glück, das ich auf keinen Termin warten musste (im nach hinein gesehen! :roll: ) Ich hatte einen sehr schlechten Tag, an dem hat mich mein Sohn in die Klinik gefahren.

    Ein Baumhaus bauen für die Kinder ist eine tolle Sache, sie werden es dir danken und du hast Beschäftigung/Ablenkung. :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    LG Eddi

    Bei mir waren es zwei Todesfälle und die schwere Erkrankung meiner Frau, die mich immer mehr Alkohol trinken lies.

    Man hätte sich eher Hilfe holen sollen, um das zu verarbeiten. Aber hinterher ist man immer schlauer.

    Erst nach meinem völligen Nervenzusammenbruch, Suizidgedanken waren dabei, bin ich aufgewacht und hab den "neuen" Weg eingeschlagen.

    In der Entgiftung sagte ich mal zu einer Schwester: "ich werde keinen Alkohol mehr trinken", sinngemäß. Darauf sie: "Seien sie nicht enttäuscht, wenn es nicht klappt"

    Da hab ich mir gedacht: "Und jetzt erst recht!!!!"

    Das war der Startschuß. Bis heute 7,5 monate alkoholfrei.....

    Hallo Ranger,

    Beschäftigung ist, meines Erachtens, wichtig und Ziele setzen. Nicht zu hoch, damit man nicht überfordert ist.

    Ich war 4 Monate vor meiner Reha zuhause, so ähnlich wie bei dir. Mein Arbeitgeber spielt da auch mit. Ich habe mich damit beschäftigt, meine Wohnung zu renovieren. Und jedes Stück, was man fertig hat, macht einen auch stolz. So war es bei mir wenigstens.

    Wenn du Suchtdruck verspürst, sprich mit jemand darüber oder verlasse die Situation, wenn sie schwierig ist. Der Suchtdruck hält meist nur 20 bis 30 Minuten an.

    Wichtig ist auch Reden. Ruf jemanden an oder wer auch immer grad Zeit hat, einfach Reden.

    So habe ich es erfahren und bin immer gut damit gefahren.

    LG

    Eddi

    Hallo Franzi18,

    Mir ging es nicht anders, meine Frau verstarb plötzlich und ich steigerte meine Alkoholmenge. Bis zum Nervenzusammenbruch, da bin ich in der Entzugsklinik gelandet. Das war im November letzten Jahres. Ich hab mich dann an die Suchtberatung gewandt und einen Termin gemacht, den ich kurz nach der Entgiftung wahrgenommen habe. Da war ich 4 Monate lang in der Motivationsgruppe der Diakonie. Im Anschluß trat ich eine med. Stationäre Reha an, wo ich zur Zeit noch bin (wenige Tage noch). In der Reha wurden mein Suchtproblem sowie Trauerbewältigung bearbeitet/angegangen,

    Ich bin nunmehr seit 7 Monaten "trocken" und möchte weiterhin abstinent bleiben.

    Das mal als mögliche Variante für dich.

    LG Eddi

    Aber die die Kraft haben es zu wollen brauchen kaum Hilfe

    PittheBull,

    Auch die die wollen, brauchen immer Hilfe! Ohne richtige Hilfe werden das meist Rückfälle. In der Suchtberatung und in einer stationären Reha werden einem Möglichkeiten aufgezeigt, wie es nicht zum äußersten kommt oder kommen muss. Und die Weiterbehandlung/ Selbsthilfegruppe nicht zu vergessen.

    Nur der Anstoss für solch ein Spiel, mal bildlich gesprochen, muss von deiner Frau kommen!

    Retten kann sich der Alkoholiker nur selbst, kein anderer.

    100 bis 150. :)

    Wow, das ist eine Menge. Ich habe schon einiges gelesen, aber noch mache ich mir ein Bild wer, wo, wie was sagt. Hier und da mal ein Post zu einem Thema abgeben. Aber es ist manchmal erschreckend, was ich so lese. Ebenso auch Posts von Angehörigen oder Partnern.

    LG Eddi

    Hallo Eddi,


    willkommen im Forum. Toll, wie du deine Abstinenz angehst; darauf kannst du ruhig stolz sein.

    Wie ist es denn, wen du nach Hause kommst? Ist deine Wohnung alkoholfrei? Sonst kannst du dir beim Entsorgen noch Unterstützung holen.

    Danke, das du dir Gedanken machst, wie es bei mir weiter geht. :S

    Es braucht nichts entsorgt werden und ich brauch auch keine Unterstützung bei einer Entsorgung.

    Ich war vor der Reha schon 4 Monate allein zuhause und hab dort abstinent gelebt. Bin praktisch "sauber" in die Reha gegangen, war auch nie ein Problem zwischendurch.

    Meine Reha bezog sich auf mein Suchtproblem und der Trauerbewältigung, daher kam ich nach Haselünne. :)

    Ja eben,


    ich finde es tragisch, dass ich keins habe. Deshalb frage ich nach, was ihr so macht oder wieder entdeckt habt. 😊

    Ich habe mir einen Wohnwagen zugelegt. Ich wollte schon immer campen, aber meine Frau mochte das nicht. Da sie nun nicht mehr da ist, fröhne ich dem Hobby Camping. Aber auch Korbflechten kann sehr interessant sein, übt die Fingerfertigkeit und lenkt von vielem ab. Neuerdings fahre ich auch wieder Fahrrad zur Arbeit. Es kommt aber auf dich an, wie geduldig du bist und woran du Spaß hast.

    auch von mir herzliches Beileid zu deinem Verlust.


    Ich lese deine Texte und denke mir: Wow, er fackelt nicht lange, macht direkt Nägeln mit Köpfen.


    Mir gefallen deine Beiträge hier sehr gut. Da kommt viel Ernsthaftigkeit bei dem Wunsch nach Trockenheit rüber.

    Bleib auf diesem Weg.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch hier :)

    Danke dir, ich freue mich auch auf regen Austausch, vielleicht kann man jemand dadurch motivieren. Würde mich freuen.

    Da ich ab einem gewissen Zeitpunkt sowieso mein Leben neu "sortieren" musste, hab ich überlegt "Was machst du jetzt mit deinem Leben?" und das motiviert mich.

    LG Eddi

    Hallo Linde,

    Da ich immer noch über einen Führerschein und ein Auto verfüge, ist das Heimkommen kein Problem. Ich stehe noch in Arbeit und mein Arbeitgeber macht da auch mit. Wiedereingliederung ist schon abgesegnet und eine Weiterbehandlung beantragt. Ersten Termin für das Einzelgespräch hab ich schon. Geht wieder zur Diakonie, wo ich vorher auch war und auch mit derselben Sozialpädagogin.

    Hab eigentlich alle Termine und Anträge gestellt, bis auf Reisekosten. :mrgreen:

    Hallo, ich bin Eddi1963,

    Bei mir waren die letzten 5 Jahre extrem hart und hab dann zum Alkohol gegriffen. Natürlich hat man es auch auf Party´s mal ordentlich krachen lassen. Und auch sonst hat mal hier und da Bier getrunken.

    Aber seit 2018 nahm es Formen an, die nicht wirklich gut waren. Der Konsum stieg steil an und man hatte sich nicht mehr unter Kontrolle.

    Eigentlich fing es 2018 damit an, das meine Frau erkrankte (COPD) und es schlimmer wurde. Im November 2018 verstarb unsere Tochter plötzlich an Hirnbluten, und das nicht bei uns in der Nähe sondern 420 Km entfernt. Da war einiges kurzfristig zu händeln, brauch ja keinem erklären was dann auf einen herein bricht. Das hat uns dermaßen mitgenommen. Danach ging es rapide mit meiner Frau bergab, sie hat auch das nicht gut verkraftet. Man hätte sich damals Hilfe holen sollen, aber danach ist man immer schlauer.

    In den kommenden Jahren wurde meine Frau mehr und mehr zum Pflegefall, Sauerstoff 24/7. Natürlich gab es auch in der Arbeit immer Stress. So stand ich unter Dauerstrom.

    Im Juni letzten Jahres verstarb meine Frau auch an Hirnbluten. Das hat mir endgültig den Boden unter den Füssen weg gerissen.

    Bis November 2022 habe ich die Menge an Alkohol noch gesteigert, Samstag hab ich am Wochenende schon garnicht mehr erlebt.

    Nach einem Nervenzusammenbruch brachte mich mein Sohn in die Klinik zur Entgiftung, das war der Startschuss zur Abstinenz.

    Ich habe mich mit der Suchtberatung in Verbindung gesetzt und kurz nach meiner Entlassung aus der Klinik den Termin wahrgenommen.

    Ich habe regelmäßig an der Motivationsgruppe und an den Einzelgesprächen teilgenommen. In der Zeit wurde ein Antrag für eine Stationäre Reha gestellt und die trat ich im März diesen Jahres an. Bin jetzt noch in der Reha, aber nur noch ein paar Tage.

    Seit Anfang November habe ich keinen Tropfen mehr angerührt und es geht mir gut dabei. Und einen gewissen Stolz will ich auch nicht verhehlen, denn vor der Reha war ich 4 Monate zuhause und keinen Rückfall gehabt.

    Soweit von mir, bisschen ausführlich aber so war es nun mal.

    :?