Kennt sie sich denn mit Sucht und Co-Abhängigkeit aus? Wirst Du weiter zu ihr gehen?
So eine Therapie ist ja ein längerer Prozess, der natürlich voraussetzt, dass es zwischen Euch menschlich passt.
Kennt sie sich denn mit Sucht und Co-Abhängigkeit aus? Wirst Du weiter zu ihr gehen?
So eine Therapie ist ja ein längerer Prozess, der natürlich voraussetzt, dass es zwischen Euch menschlich passt.
Hast Du nicht schon viel zu viel getan und vor allem ausgehalten, lenvan?
Das kann ja noch eine ganze Weile so weitergehen, ggf. Jahre, wenn er noch über eine Kreuzfahrt nachdenken kann - und in dieser Atmosphäre werden Deine Kinder groß...
Hattest Du nicht am Dienstag ein Kennenlerngespräch betr. Therapie? Wie war es für Dich, wirst Du da weiter hingehen?
Liebe Olli,
nur Anregungen, keine R...schläge - und das auch nur, weil ich nicht nur trockene Alkoholikerin bin, sondern lange Zeit auch Co von zwei Geschwistern mit anderen Suchtmitteln war ...
Ja, nimm alle Hilfe, die Du bekommen kannst, und lies dich hier ein.
Ich stelle es mir für eine Mutter auch noch mal ganz anders schwer vor als für andere Betroffene.
(Zu meinem einen immer noch seinem Suchtmittel voll verhafteten Geschwister habe ich gar keinen Kontakt mehr (Ghosting von ihm ) und bin inzwischen fast froh darüber. Für den verbliebenen hochbetagten Elternteil ist das weitaus schwerer und nach wie vor unbegreiflich.)
Das ist gut, Olli, sonst geht Ihr beide kaputt.
Vielleicht ist es leichter für Dich, das im Fall des Falles auch durchzuhalten, wenn Du etwas vorbereitest, was Du Ihr dann in die Hand drücken könntest?
Kein Geld natürlich, aber vielleicht eine Liste mit örtlichen Anlaufstellen inkl. Obdachlosenheim, vielleicht auch einen Glücksbringer und eine Art Abschiedsbrief, in dem Du die Verantwortung für ihr Leben noch einmal bewusst an sie zurückgibst?
Und auch deutlich machst, dass Du notfalls noch mal die Polizei rufst, weil die ihr vielleicht noch helfen kannst - du aber nicht mehr?
Wie sie damit umgeht, ist ihre Sache, aber Du zeigst damit noch einmal auf, dass sie Dir trotz Deiner absolut berechtigten und alternativlosen Abgrenzung nicht egal ist, es aber nur unabhängig von Dir Wege zur Hife gibt - und es ganz allein an ihr liegt, diese für sich zu nutzen.
Vielleicht fühkt es sich durch dieses Ritual dann weniger herzlos für dich an?
Hallo lenvan, einfach den Titel "Toxische Schuld und Scham" in die Internetsuche eingeben, dann wird das Arbeitsbuch direkt angezeigt und du kannst es beim Anbieter deiner Wahl bestellen.
Dazu müsste er aber länger nüchtern sein ...
Hallo Steevie, hier erst mal das, was ich Dir neulich zu Deinem Neustart schicken wollte und doch nicht mehr abgeschickt habe:
"Gut, dass Du wieder hergefunden hast, Steevie - das schaffen nicht viele, da kannst Du schon mal froh und auch stolz sein.
Ich habe den Eindruck, dass Dir noch nicht ganz klar ist, was Sucht wirklich bedeutet, wie sie funktioniert - und wie Abstinenz folglich funktionieren kann.
Mit persönlicher Schuld oder Schwäche hat das nichts zu tun - Sucht ist eine schwere und lebenslange psychische Erkrankung.
Hier kannst Du Unterstützung finden, um die Sucht dauerhaft zu stoppen - nicht zu heilen. Angst brauchst Du davor nicht zu haben. Nur Sucht und Werbung reden uns ein, dass das Leben erst mit Alk lebenswert ist. Großer Quatsch - wie Du hier in zahlreichen Lebensgeschichten nachlesen kannst.
Eine wichtige Erfahrungsregel hier lautet: Nur nicht trinken reicht nicht.
Hadt Du eine Idee, was damit gemeint sein könnte und wie Du das für Dich anwenden kannst?"
Soweit zu Deinem Neustart. Glückwunsch noch mal.
Zum aktuellen Thema: Ist es nicht Dein Hauptproblem, dass Deinen klaren Wunsch, selbst ab sofort nichts mehr zu trinken, auch nach dem xten Gespräch einfach ignoriert? Ist das - unabhängig von Alk - Deine Vorstellung von Partnerschaft?
Ich finde auch, dass man seinem Partner schon sagen (können) sollte, dass man Alkoholiker ist. Wem, wenn nicht ihm?
Wird aber in Deinem Fall vermutlich nichts nutzen, höchstens zu Diskussionen und Verharmlosungen führen: "Quatsch, Du doch nicht, funktionierst doch, so schlimm wie bei xy ist es doch noch lange nicht" - damit er eben selbst ungestört weitermachen kann.
Das ist wirklich ein sehr großes Risiko für Dich.
Könntest Du Dir - erst mal vorübergehend, z. B. Durch Aufenthalt in einer Ferienwohnung - eine räumliche Trennung vorstellen, um Deine Abstinenz zu festigen?
Man muss als Paar doch nicht unbedingt zusammenwohnen, wenn man in bestimmten Dingen sehr unterschiedlich unterwegs ist.
Das muss man tatsächlich üben, z. B. Mit therapeutischer Hilfe.
Hattest Du da nicht heute einen Termin?
Verwirrend allein deshalb, Lebenskuenstler , weil ich mich gefragt habe, ob es im Sinne des Forums ist, über Sucht oder Nicht-Sucht zu spekulieren.
Zumal die ja nicht allein von der Menge abhängt, sondern z. B. auch von der Regelmäßigkeit. Und die genannte Menge ist ja auch nur die Menge, die die Partnerin mitbekommt.
Klar gehts immer noch schlimmer, aber ich sehe da einfach die Gefahr der Verharmlosung und des Vergleichens: "Ach, wenn so ein " alter Hase" das so einschätzt, dann war/ist es bei mir/meinem Partner ja doch noch nicht so schlimm. Dann geht vielleicht noch was ..."
Beim Rest stimme ich Dir absolut zu: Entscheidend ist der Effekt auf die Partnerschaft, nicht die genaue Diagnose.
Er ist abscheinend permanent unter starkem Alkoholeinfluss. Was soll ein "Gespräch" also bringen? Dass Du den Nachbarn sagen kannst "Ich habs versucht, er hört nicht auf mich"?
In beiden Fällen könntest Du auch mit dem berühmten Sack Reis in China reden. Deine Situation wird dadurch kein bisschen besser werden.
Besteht evtl. sogar die Gefahr, dass er aggressiv reagiert?
Wohnst Du denn nebenan?
Und was ist mit Deinen Geschwistern?Fühlen die sich auch verantwortlich?
Glückwunsch, dass es bei Dir Klick gemacht hat und Du wieder nüchtern werden konntest, Aennie!
Vorher hattest Du ja eher aus Vernunftgründen aufgehört, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Aber auch durch so einen Klickmoment/,Tiefpunkt/Wendepunkt wird die Abstinenz nicht zum risikobefreiten Selbstläufer.
Darum bin ich in dieser Selbsthilfegruppe - mitlesend und mitschreibend: nicht, weil ich "das Licht gesehen" habe und es nun anderen bringen will.
Ich bin jeden Tag hier, weil ich ein großes Bedürfnis habe, mich mit meiner Sucht im Interesse meiner Abstinenz zu beschäftigen - inspiriert durch die Erfahrungen anderer - gerade, aber nicht nur bei Rückfällen.
Was Du sagst, ist doch genau richtig.
Wieso möchtest Du Dich stattdessen lieber rechtfertigen? Brauchst Du nicht und interessiert Tratschwillige sowieso nicht.
Noch mal: Ist das Gerede der Leute wirklich Dein Hauptproblem?
Was sagen denn Deine Kinder zum Leben in einem Haus mit Deinem Vater, wie geht es ihnen? Sprecht Ihr über die Krankheit?
Genau:
"Sagts doch dem ins Gesicht, liebe Leute, der allein was ändern kann, vielleicht habt ihr ja mehr Glück als ich, hab es nämlich schon unzählige Male versucht ..."
Und sich selbst Stopp sagen, wenn Du wieder in der Fremdscham-Grübelfalle zu versinken drohst - und mit den Kindern was Schönes, Unbeschwertes machen, z. B. Ein Picknick weit weg von Eurem Haus.
Gut, dass Du noch mal nach geeigneter psychologischer Hilfe (mit Erfahrung betr. EKA / Co-Abhängigkeit) suchst. Auch Du kannst es schaffen!
Und die Deiner Kinder auch, oder?
Dann lies am besten Deinen Faden noch einmal in Ruhe von vorn bis hinten durch und gucke, wie Du anfangen kannst, den Knoten in Deinem Leben zu entwirren. Da findest Du einige Denkanstöße.
Deine Mutter (bitte ihr nicht das Forum empfehlen, sonst kannst Du hier nicht mehr frei schreiben) steht für sich vor der gleichen Aufgabe: weiter und immer mehr leiden oder doch versuchen, neu, d. h. anders mit der Situation umzugehen?
Das kannst Du ihr nicht abnehmen, zumal Du genug mit Dir und Deinen Kindern zu tun hast.
Ja, solche Gedanken scheinen anfangs undenkbar, ich erinnere mich gut, aber versuche Dich darauf einzulassen, Schritt für Schritt.
Was genau macht dich denn so traurig, lenvan? Dass Du ihm nicht helfen kannst?
Oder dass er mit seiner ungestoppten Sucht Eure Lebensqualität so doll beeinträchtigt? Wie lange geht das denn schon so?
Ok, dann ich auch noch: Bei allerm verständlichen Ärger über ihr Verhalten sollte ich als schon länger Erwachsener mich doch um die Sachlichkeit und den respektvollen Umgang bemühen, den ich auf der anderen Seite vermisse, und mit gutem Beispiel vorangehen.
Vulgäre Brschreibungen ihres Stylings (das im Übrigen ihre Privatangelegenheit ist) passen nicht dazu und schon gar nicht zu diesem Forum.
Mir scheint, der Ton bei Euch ist generell etwas rauer und ihr Verhalten nicht im luftleeren Raum entstanden. Vielleicht kannst Du darüber mal nachdenken und da ansetzen.
Vielleicht, weil die fraglichen Stellen - zum Glück - rauseditiert wurden?
Was Du nicht willst, das man Dir tu ...
Hallo Aufdemweg,
wie geht es Dir inzwischen?
Hast Du Dich hier ein schon ein bisschen eingelesen, kannst Du mit der Art des Austausches hier etwas anfangen?
Genau: Können sie in der Gesamtsituation unbeschwert aufwachsen, (draußen) spielen, Freunde einladen? Ihre Meinung und ihre Bedürfnisse äußern?
Was lernen sie an Beispiel Eurer Familie über den Umgang mit Alk, mit Konflikten und eben auch mit dem Gerede der Leute?
Wie gesagt: Das sind Anregungen, keine Vorwürfe...