Beiträge von Rennschnecke

    Hallo Michl,

    das freut mich für Dich und hört sich schon viel besser an, Michl (arbeiten mit Ton ist eine gute Idee), bis auf eine Sache:

    Nein mein Haushalt ist noch nicht Alk frei.

    Woran liegt das? Das ist gerade in Situationen wie gestern sehr gefährlich, weil die über Jahrzehnte gelernte "Lösung" dann immer griffbereit ist.

    Am besten gleich unwiederbringlich alles wegschmeißen, nicht auskippen.

    Kennst Du schon unsere Grundbausteine? Die sind aus den gesammelten Erfahrungen von Langzeittrockenen entstanden und bieten Orientierung, wie Abstinenz gelingen kann.

    Hallo Michl,

    wie geht es Dir inzwischen?

    Und wie ist Deine Lebenssituation gerade?

    Arbeitest Du nebenher oder bist du krankgeschrieben? Ist dein Hausbalt alkoholfrei? Gibt es Menschen in Deinem Umfeld, mit denen du über deine Sucht und die Abstinenz reden kannst?

    Alles Gute!

    Stell Dir das Suchtgedächtnis wie einen Drachen vor, den Du nicht besiegen, nur zum Schlafen bringen kannst (durch lebenslange Abstinenz). Manchmal spricht er im Schlaf mit uns (z. B.' einer geht doch" oder, bei mir: "hat doch so lange geschmeckt....")

    Wenn wir darauf eingehen, wacht er auf und ist nicht mehr so leicht zu bändigen. Und will genau die Trinkmengen, die er vor dem Einschlafen hatte. Und bald noch mehr, denn er braucht im Laufe der Jahre immer mehr, um halbwegs "zufrieden" zu sein. Bis du irgendwann völlig am Boden bist, und das geht so bis zum Lebensende.

    Erst mal vielen Dank, Kazik für Deinen Zuspruch, das tut gut.

    Und es ist ein gutes Beispiel, wie Gendern aussehen kann - eins, das ich persönlich z. B. nicht so praktikabel finde. Aber deswegen beschimpfe ich Dich nicht und fluche auch nicht rum, auch nicht innerlich.

    Du schreibst so, weil es Dir wichtig ist, ohne das Gleiche von mir zu verlangen, und damit kann ich gut leben. (solange die Vorlese-Apps damit klarkommen, was ich nicht beurteilen kann.) und das wünsche ich mir auch von anderen.

    Ich möchte aber auch niemanden hier ausgrenzen oder loswerden, meine zugegeben sehr direkten Fragen sollten zum Nachdenken anregen, weil ich R/no bis auf diese beiden Anlässe, das habe ich mehrfach betont, hier anders kennengelernt habe.

    Umso mehr hat mich die geballte Ladung Aggressivität gestern erschreckt, zumal ich den von mir genutzten Begriff "Bubble" auch nicht als Schimpfwort empfinde, um auch auf Alexa zu antworten.

    So eine Blase ist doch nichts anderes als ein Kreis von Gleichgesinnten, in dem wir uns bewegen. Und hier prallen die verschiedenen Lebenswelten aufeinander.

    Können wir das bitte hinkriegen, ohne uns zu bekriegen? Um uns auf unser Thema, die Suchtbzu konzentrieren? Mehr wünsche ich mir nicht.

    Mal was anderes- und ich schreibe das hier im offenen Bereich, weil es hier gestern auf für mich erschreckende Weise hochgekocht ist.

    Dieses Forum und meine Trockenarbeit mithilfe dieses Forums sind mir so wichtig, dass ich mich in meinem bescheidenen Rahmen mit dafür einsetze, dass seine besondere Qualität erhalten bleibt. Das kann man "Agenda" nennen, ich nenne es einfach Anliegen oder noch besser: Herzensangelegenheit.

    Denk, was du willst, finde gut oder blöd, wen oder was du willst, aber bleibe dabei respektvoll und fair, auch und gerade gegenüber Anderstickenden.

    Wenn du dir deiner Sache so sicher bist, brauchst du doch nicht ausfallend zu werden? Dann kannst du dich doch auch ganz entspannt mit Argumenten der anderen auseinandersetzen, egal, zu welchem Thema? Auf die "Gefahr" hin, dass du durch diesen Austausch auf Gedanken kommst, die dir bisher gar nicht in den Sinn gekommen wären?

    Das setzt natürlich voraus, dass Du das Geschriebene auch wirklich liest und nicht nur wie ein Virenscanner nach vermeintlichen Reizworten absuchst, an denen du dich aufhängen kannst.

    (Das geht übrigens an alle Forenteilnehmer da draußen, auch an mich).

    Ich wünsche mir das für die Welt da draußen - und dass wir hier schon mal damit anfangen. Danke.

    Du versuchst es schon wieder, merkst du das nicht? Letztens da weiß man ja woher der Wind weht...da war die Farbe blau gemeint oder?

    Du schweifst vom Thema ab (Alkohol) verteidigst ohne Not diesen "Gentleman" oder ist er dein Gott?,

    Du fährst hier eine Agenda wie ich gerade bemerke und die gefällt mir gar nicht, also

    Ich glaub, ich bin im falschen Film.

    Ich bin dann mal raus, frohes Schwurbeln noch.

    Vielleicht machen ja auch mal andere den Mund auf, ich habs wenigstens versucht.

    Rina : Alles gut, ist doch ein wichtiges und spannendes Thema ...

    Bei mir war es ähnlich wie bei Oskar, egal, wie lange und ungeschönt ich es betrachte: ich habe viele Jahre lang, bis ca. Ein halbes bis Dreivierteljahr vor dem geplanten Abstinenzbeginn, noch mit einem Gefühl Genuss getrunken. Rausch habe ich eher gefürchtet, ich wollte immer Herrin meiner Lage bleiben (ist mir bis auf eine Handvoll Partys in meinem Leben auch gelungen).

    Dabei war es mir auch nicht egal (das änderte sich auch erst in der Schlussphase), was (Bier, nach einer Zwischenphase mit Rotwein)und welche Marke ich getrunken habe, ich habe meinen Konsum über die Jahrzehnte auch nur so langsam steigern müssen, dass ich es (bis auf die Schlussphase) am nächsten Tag nicht bereuen musste.

    Ich bin wohl vom Typ eher "genussorientiert" und bequem: Ich war immer überzeugt, nicht von Tablettensucht oder Magersucht bedroht zu sein: schmeckt nicht, viel zu anstrengend, zu viel Selbstkasteiung usw. Dann schon "lieber" zu viel Alk und Süßes...

    Bei mir war es auch ein Feierabendritual: Nach dem langen Arbeitstag nach Hause kommen, vielleicht noch Einkauf, Wäsche erledigen, und dann ab mit Essen und Pulle aufs Sofa, wenn sonst schon keiner auf mich wartet...und ab und zu (das ist erst durch das zwischenzeitige Zusammenleben mit dem Ex zur täglichen Gewohnheit geworden und geblieben) was Süßes dazu.

    Deshalb hab ich mir anfangs den ambulanten Entzug gar nicht zugetraut, weil der ja in meiner gewohnten Trinkumgebung stattfinden musste. Und dann war es (dank meiner langen mentalen Vorbereitung, bin ich mir sicher) so einfach, geradezu feierlich, und statt Alk trinke ich seitdem "einfach " 2 verschiedene Tassen Tee, das ist mein neues Abendritual (auch wenn ich oft das Austrinken vergesse und weiterhin viel zu viel Süßes esse).

    Schorle trinke ich tagsüber nebenbei, auch zu nassen Zeiten, um nichtvzu viel Koffein zu mir zu nehmen und weil ich leider kaum Obst essen mag. Aber auch die stark verdünnte Schorle ist mir manchmal noch zu süß.

    Ist die Geschmacksrichtung "bitter" jetzt auch tabu für mich, weil ich sie früher mit Bier befriedigt habe? Ist es nur das Suchtgedächtnis, das sie manchmal vermisst?

    Hallo R/no,

    wir sind heute im Faden von Lebensmut aneinandergeraten und das möchte ich gern klären.

    Zur Diskussion um den Informationsgehalt der Hirschhausen-Sendung betr. Alkoholsucht hattest Du ohne weitere Erläuterung geschrieben:

    Hirschhausen ist mMn ein Scharlatan, ich brauche solche Quacksalber nicht wenn mir hier die Erfahrungen der älteren sehr gut helfen.

    Daraufhin habe ich geschrieben:

    Hast Du die Sendung gesehen, R/no? Wozu diese persönliche Herabglimpfung? Kommt das wirklich aus Dir oder aus Deiner Social-Media-Bubble?

    (Hab ich mich schon neulich beim Thema Gendern gefragt.)

    Kann man ja alles kritisch sehen (tue ich in Bezug auf die Umsetzung auch), aber pauschal abwerten schafft nur Fronten, keine Verständigung ( und passt auch nicht zu dem, was ich sonst von Dir lese, das hast Du doch gar nicht nötig). Und Stil dieses Forums ist es auch nicht.

    Dazu kam von dir:

    100% aus mir, die Sendung speziell habe ich nicht gesehen aber ich kenne den Herren aus anderen Sendungen. Mich gleich in eine bubbel zu stecken ist aber auch so ein Ding....schließlich habe ich nicht dich abwertend tituliert sondern ihn, wer in der Öffentlichkeit steht muss damit leben. Jetzt frag ich mich wieso du für ihn so in die Bresche springst und mir was unterstellst was du gar nicht weißt, oder das gendern anführst und verteidigst.

    Also meine Meinung über ihn musst du schon aushalten genauso wie es Menschen gibt denen dieses gender LGQBT gedöns halt auf die Nerven geht.

    Wir lassen das am besten denke ich,

    Also ich habe hier nicht den Fernsehdoc oder das Gendern verteidigt (bei letzterem müsste man erst mal klären, was wir damit jeweils meinen: unaussprechliche Sonderzeichen oder einfach nur das Bemühen um eine halbwegs gerechte Sprache, und dann kann man dafür oder dagegen sein), sondern nur den guten Ton des Forums.

    Selbstverständlich muss ( und kann) ich Deine Meinung aushalten, nur den Tonfall nicht, den ich unerklärlich aggressiv finde, ähnlich wie seinerzeit bei der Gender-Diskussion, wo die Mods dann auch was dazu gesagt haben.

    Wie gesagt, das passt gar nicht zu dem, was ich hier sonst von Dir lese, und deshalb habe ich mich gefragt, ob das vielleicht aus dem Netz kommt, wo der Ton ja auch immer rauer und die Spaltung der Gesellschaft am Ende immer größer wird (erlebe ich so ähnlich bei einem Kumpel).

    Ich finde auch nicht, dass Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, deshalb Freiwild sind und mit Schmutz beworfen werden dürfen, vor allem, wenn sie sich selbst um einen vernünftigen Ton bemühen.

    Nicht mehr und nicht weniger.

    Aber wo wir schon dabei sind, interessiert es mich: Wieso hältst du den Fernsehdoc für einen Scharlatan und Quacksalber? Was genau stört Dich an ihm?

    Hast Du die Sendung gesehen, R/no? Wozu diese persönliche Herabglimpfung? Kommt das wirklich aus Dir oder aus Deiner Social-Media-Bubble?

    (Hab ich mich schon neulich beim Thema Gendern gefragt.)

    Kann man ja alles kritisch sehen (tue ich in Bezug auf die Umsetzung auch), aber pauschal abwerten schafft nur Fronten, keine Verständigung ( und passt auch nicht zu dem, was ich sonst von Dir lese, das hast Du doch gar nicht nötig). Und Stil dieses Forums ist es auch nicht.

    Ich habe übrigens eine interessante Doku Edit gesehen. Da ging es unter anderem um Konfrontationstherapie. Die Patienten werden direkt und immer wieder mit Alkohol konfrontiert, damit sie auf das normale Leben vorbereitet werden und besser widerstehen können. Interessanter Ansatz.

    Letztendlich machst Du das gerade, wenn Dein Mann in Deiner Gegenwart trinkt und Alkohol zu Hause hat - nur ohne therapeutische Begleitung für Dich, wie auch immer die aussehen soll.

    Die Frage ist nur, wie lange das gutgeht. Die gesammelten Erfahrungen des Forums sprechen sich nicht ohne Grund für den Weg der Grundbausteine aus.

    Ich und einige andere aus dem Forum haben die Originalsendung (Anfang des Jahres?) auch gesehen und diskutiert. Hirschhausen hat die unterschiedlichen Ansätze ja nur präsentiert, ohne deswegen alle gutzuheißen, meine ich. Aber es bleibt natürlich hängen: Wenn er sowas zeigt, muss doch was dran sein....

    Ich meine, unser Fazit war ziemlich eindeutig, aber ich spreche hier nur für mich.

    Für mich sind das unverantwortliche Menschenversuche von Theoretikern ohne eigene Suchterfahrung - um nicht infrage stellen und evtl. Sogar ändern zu müssen, dass unsere Gesellschaft so alkgeschwängert ist, dass es z. B. ganz "normal" ist, dass es an der Tankstelle nicht nur Benzin und Snacks gibt, sondern auch Alkohol in allen Größen und Arten.

    Hallo Roser, ich zitiere mal, was Du bei mir vorhin zitiert und dann dazu geschrieben hast, dann kannst Du Dich mit anderen besser dazu austauschen, und ich bei mir zu meinem.

    Denn der große Unterschied ist: Dein Mann ist nicht abstinent und will es wohl auch gar nicht sein, sondern versucht wohl gerade, mit "alkoholfreiem" Bier seinen Konsum zu "kontrollieren", um Dich zu beschwichtigen.

    (Inwiefern es da Parallelen geben könnte, darüber denke ich gern nach, in meinem Faden, aber ohne beide Themen zu vermischen, danke.)

    Alex hatte bei mir u. a. geschrieben:

    Was mir aufgefallen ist. Oft geht es darum nach "leckeren" Getränken, ohne Alkohol zu forschen. Dies oder das zu probieren. Gibt sogar einen Thread dazu.

    Das habe ich auch gemacht. Vor allem als ich noch nüchtern und nicht trocken war.

    Ich sehe das inzwischen so. Indem ich versuche einen Ersatz für ein alkoholisches Getränk zu suchen, räume ich Alkohol immer noch den Stellenwert ein, dass es was "besonderes" war. Das das Trinken einen hohen Stellenwert hat. Nur jetzt halt ohne Alkohol.


    Das kommt mir bei meiner Partner bekannt vor und ich selbst habe mir da auch schon so ähnliche Gedanken gemacht…

    Unter der Woche trinkt er jetzt (mal sehen wie lange) alkoholfreies Bier und am Wochenende, so auch gestern holt er mit Alkohol alles nach, was er davor mit Alkoholfreiem gespart hat.

    Für mich macht das irgendwie keinen Sinn, das ich mir ein alkoholfreies Bier hole, wenn andere Alkohol trinken. Das klingt schon so wie: „ich brauche trotzdem mein Bier, weil ich es in der Situation immer hatte. Da ich das nicht mehr mache, Kauf ich alkoholfrei und gaukel meinem Kopf vor, noch ein Bier zu haben“


    ich finde es ist eine Art Selbsttäuschung.



    Gestern wollten wir als Familie etwas zusammen unternehmen. Es war mir wieder so peinlich mit ihm in der Öffentlichkeit und seinem Bier in der Hand und aus den versprochenen 3 Bier wurden natürlich wieder mehr.

    Hmmh, nicht böse sein, Roser , aber ich glaube, Dein Beitrag passt besser in Deinen eigenen Faden, auch zum Weiterdenken.

    Kann das vielleicht ein Moderator verschieben und auch noch mal das Zitieren erläutern? Danke!

    PS: über die von Dir genannte "Selbsttäuschung" denke ich aber noch nach, auch in Zusammenhang mit den Beiträgen davor - danke dafür!

    Für mein Archiv: Zum Thema VezichtsgedankenundvUmgang mit dem Suchthirn hatte ich vorhin bei Maeron geschrieben:

    Ne, ist klar, Suchthirn, dass Du mich jetzt als armes Opfer hinstellst, das auf "so viel Schönes" verzichten muss...

    Ich habs doch lange genug ausgelebt, so toll war es auch wieder nicht, wirklich entspannend auch nicht, und ich kann froh sein, dass ich noch nicht alles verloren habe.

    Alles im Leben hat seine Zeit und seinen Preis - und andere Krankheiten bringen noch ganz andere Einschränkungen mit sich. Jetzt bin ich endlich nüchtern und das ist gut so, und die Vorteile überwiegen ganz klar.

    Also hör auf, rumzuheulen, und verzieh dich gefälligst in den Tiefschlaf, olles Suchthirn!"

    :Das erinnerte mich daran,

    dass ich neulich, als es so heiß war, bedauert habe, auch kein alkoholfreies Bier mehr trinken zu können, bestimmte Sorten und Marken habe ich richtig gern gegen den echten Durst getrunken, um dann mit echtem Bier weiterzumachen.

    Vielleicht ist auch das nur ein Trick des Suchthirns, mich auf Umwegen wieder mit Verzichtsgedanken an den Haken zu holen.

    Ich versuche, diesen Gedanken nicht zu viel Raum zu geben, sondern es zu akzeptieren ("ist eben so, dumm gelaufen, jetzt leb damit, gibt Schlimmeres") und noch mal nach leckeren Getrânken für Hitzetage zu forschen, evtl. Bitterstofftropfen ohne Alk in die Schorle kippen, also eher auf die zahlreichen verbliebenen und neuen Möglichkeiten zu schauen.