Das arme Opfer möchte wohl noch im Bällebad bleiben ....
Beiträge von Rennschnecke
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Ja, Selbstmitleid ist auch mal ok, wenn uns sonst keiner bedauert, finde ich, aber auf Dauer lähmt es.
Darum sollten wir uns rechtzeitig besinnen, aufstehen, Krönchen richten usw.
Du könntest dich z. B. irgendwann fragen, wie du (aufgrund welcher erlernten Muster) an einen alkoholkranken Partner geraten bist und ob davon davon wirklich auf Gedeih und Verderb dein ganzes Lebensglück abhängt.
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Ich frage nur deshalb so hartnäckig, weil ich hier schon von vielen COs gelesen habe, die viel zu viele Jahre an eine unbegründete Hoffnung verschwendet haben.
(Hab ich ähnlich in jüngeren Jahren in Bezug auf andere Suchtmittel durch, deshalb erlaube ich mir überhaupt Beiträge im Co-Bereich.)
Mein Rat für die Ostertage: Lies dich hier mal in Ruhe in den Faden einer Co Deines Vertrauens bzw. In einer ähnlichen Ausgangssituation ein.
Oft traurig, aber auch tröstlich und motivierend zugleich...
Du bist nicht allein und Deine Situation ist nicht ausweglos, wenn auch bestimmt gerade sehr schwierig.
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Gibt es denn irgendeinen Anlass zur Hoffnung, außer Deinem verständlichen Bedürfnis?
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Da ist soo verständlich...
Aber schau doch mal, wie oft in deinen Beiträgen das Wort "hoffen" vorkommt. Ist das wirklich alles, was dir vom Leben bleibt? Nur als Anregung ...
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Und du wirfst auch nicht einfach weg, Tigermama, sondern hast dir die Entscheidung alles andere als leichtgemacht, gerade, weil Kinder im Spiel sind.
Wissen die "wohlmeinenden" Leute überhaupt von seiner Sucht? Trinken sie vielleicht selbst "gern"? Oder haben sie Sorge, dass sie sich kümmern müssen, wenn Du es nicht mehr tust?
Am besten gar nicht groß erklären und schon gar nicht rechtfertigen, sondern freundlich, aber bestimmt solche "Diskussionen" beenden, z. B.
"Danke, aber Ihr könnt davon ausgehen, dass ich meinen Kindern und mir die Trennung und die damit verbundenen Belastungen nicht ohne Grund und auch nicht ohne (jahre?)lange Vorüberlegungen zumute. Und mehr möchte ich dazu nicht sagen."
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Worum geht es denn dir dabei? Hast Du das Gefühl, dich ihm gegenüber rechtfertigen oder erklären zu müssen, wenn Du nicht länger stumm erduldest, sondern ganz langsam für dich sorgst?
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Hallo Snowman,
"und wenn sie nicht gestorben sind ...." fällt mir dazu gerade das klassische Märchen-Ende ein, nur dass Dein Leben und vor allem das deiner Kinder alles andere als ein Märchen ist.
Liest Du hier im Forum bei anderen COs mit? Liest Du Dir manchmal die Beiträge in Deinem Faden durch?
Ich rate es Dir sehr. Nirgendwo sonst kannst Du so viel über die Mechanismen von Sucht und Co-Abhängigkeit lernen.
Und vor allem kannst du hier am Beispiel und aus der Rückmeldung anderer lernen, wie Du dir dein Leben Stück für Stück zurückerobern kannst.
Das bist du auch deinen Kindern schuldig. Probleme sind dazu da, konstruktiv angegangen und nicht ausgesessen zu werden.
Dass es einfach wird, hat keiner gesagt. Aber es geht, wenn du dich darauf einlässt. Also hier in den Austausch gehen und nicht nur (verständlicherweise) zu leiden und vorsichtshalber das Schlimmste zu erwarten.
Es kann auch hilfreich sein, mal zu gucken, welche Muster Du in Deiner Kindheit gelernt hast, in Bezug auf Partnerschaft, Sucht, Ungang mit Gefühlen etc. Und dann gucken, wie du dir ggf. Gesündere Muster aneignen kannst.
Wie war das, bist du auch in der Angehörigenberatung der Suchtberatung (z. B. Caritas oder Diakonie)?
Nur Mut!
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Am Ende des Gesprächs hat er mir das 1. Mal ganz offen gesagt, dass er der Meinung ist, dass ich Schuld am Alkohol bin, weil ich ihm nicht genug Liebe geschenkt habe.
Auch so ein Klassiker, dabei wird wohl eher umgekehrt ein Schuh draus ...
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Außerdem sind wir nicht auf Missionsreise. Haben genug mit dem eigenen Trockenwerden zu tun ....
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Ganz kurzer Hinweis, falls es hier noch nicht geschrieben wurde: Solche Medis bitte NIE ohne ärztliche Rücksprache absetzen ider anders einnehmen, sehr gefâhrlich!
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Hallo Carmen, das hört sich alles ganz schön belastend an - für Dich und die ganze Familie. Die merkt jetzt, wo Du endlich nicht mehr trinkst, vielleicht auch, was die vergangenen Jahre mit ihr gemacht haben. Jetzt noch hoffen, dass Du dranbleibst, schaffen sie vielleicht gerade nicht mehr.
Umso wichtiger das:
Naja, ich bleibe dabei. Ich will nichts mehr trinken. Aber es ist echt hart wenn man sieht das man schon so viele Chancen hatte und jetzt merkt was man eigentlich so angestellt und verloren hat.
Gib Euch allen Zeit und fokussiere Dich auf Deine Abstinenz. Alles andere wird sich nach und nach finden.
PS: Ein Mod wird Deinen Beitrag bestimmt bald in Deinen bestehenden Faden verschieben.
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Wir leben praktisch auch wie in einer AltersWG, Ich habe mir mein Leben gut eingerichtet wobei ich sagen muss hatte. Mein mann wird gesundheitlich schlechter und ich befürchte dass er schon eine leichte Demenz hat das nun wieder neue maßnahmen für mich erfordert.
Ein ganz wichtiger Hinweis: Selbst wenn es jetzt noch "irgendwie" gehen mag, wird es mitvder Zeit immer schlimmer werden, die Sucht frisst den Süchtigen langsam aber sicher auf, wenn er sie nicht rechtzeitig stoppt.
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Signaturen können Handynutzer wie ich leider nicht sehen, Murmel. Wie lautet denn dein Spruch?
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Interessante Frage ..
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Auf den Punkt ...
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Hab ich hier schon so oft gelesen, auch so ein Klassiker, wenn der Co ernstzumachen scheint ...
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Laut mir bekannten aussagen von Ärzten, spielt bei einer Narkose nur das wissen um eine aktive Alkoholerkrankung / Alkoholmißbrauch eine wichtige Rolle. Da kann es öfters zu unnötigen Problemen kommen ,
ich persönlich wäre mit so einer Aussage vorsichtig, den wie in diesem Fall braucht die Ärztin keine Ahnung von Sucht zu haben, sondern Sie muss lediglich wissen, ob und wie sie die Medikation verändern muss.
Da muss ich widersprechen: Süchte und Traumata sind ja nun keine Seltenheit. Mögliche Wechselwirkungen sollten Ärzte jeder Couleur schon auf dem Schirm haben. Oder wenigstens nicht solche Aussagen treffen wie die von Murmel zitierte.
Dass Ärzte, wenn sie nicht gerade Suchtmediziner sind, in der Ausbildung nur wenig dazu lernen, hab ich hier und auch in der Fachliteratur schon öfter gelesen, hat mir erst neulich mein Gyn bestätigt, als ich von meiner Abstinenz berichtete und er mich regelrecht begeistert nach Hintergründen aus Alkoholikersicht gefragt hat.
Und viele eigene und hier geschilderte Erfahrungen mit Ärzten (denen ich grundsätzlich positiv gegenüber stehe), bestätigen diesen natürlich subjektiven Eindruck auch.
Auch deshalb ist Eigenverantwortung so wichtig, wollte ich damit sagen.
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Laut mir bekannten aussagen von Ärzten, spielt bei einer Narkose nur das wissen um eine aktive Alkoholerkrankung / Alkoholmißbrauch eine wichtige Rolle. Da kann es öfters zu unnötigen Problemen kommen , wenn das verschwiegen/verneint wird.
Vorsicht, das zeigt eher, dass viele Ärzte keine oder wenig Ahnung von Sucht haben.
Dorothea hat es gut beschrieben, ich kann es nur laienhaft zusammenfassen: Mit der Sucht, egal, ob nass oder trocken, haben wir unsere "Hirnchemie" bleibend geschädigt und können bestimmte Stoffe, die darauf einwirken (neben Alkohol auch Schmerz-und Narkosemittel), nicht mehr "normal" verarbeiten. Deshalb sind wir nach einem Rückfall ja auch ganz schnell wieder auf dem alten Level und darüber hinaus.
Also: keine Experimente und kein Herumdrucksen bei Ärzten!