Beiträge von Rennschnecke

    Dazu möchte ich noch ergänzen: Was macht Deine Wohnungssuche?

    PS: Auch dies ist Deine SHG. Ich habe auch oft keine Kraft zum Schreiben, aber regelmäßiges Lesen im Forum erdet und stärkt mich. Nimm dir die Zeit und vor allem die Lerneffekte für Dich, sei es Dir wert!

    Wenn es wirklich nur um die Stimmung geht, kann man ja auch mal mittags drüberschlendern, habe ich hier mal als Tipp gelesen.

    Kinderpunsch wäre dann aber immer noch für mich tabu, weil ich ( zu Hause) auch gern mal Glühwein getrunken habe, das wäre zu ähnlich und damit gefährlich.

    Erst mal: Willkommen zurück, gut, dass Du Dir diese Zeit für Dich nimmst!

    Hast Du Deinen eigenen Faden noch mal durchgelesen? Ich habe es getan und festgestellt, dass Dich diese Frage schon im Januar/Februar beschäftigt hat, und Ava hat darauf geantwortet.

    Warum willst Du ihm das jetzt schon miteilen? Ist da noch eine klitzekleine Hoffnung, dass er doch noch zur Besinnung kommt? Oder hast Du das Gefühl, ohne vorheriges Beichten Deiner Trennungsabsichten damit nicht anfangen zu dürfen, ihn sonst zu hintergehen, womöglich Eure Ehe zu verraten?

    Andersrum wird ein Schuh draus. Er hintergeht Dich und die Kinder mit dem Alkohol und lässt Dir keine andere Wahl, als die Kinder und Dich zu schützen. Und so, wie er sich bisher verhalten hat, hast Du guten Grund, eine Eskalation zu fürchten.

    Pass auf Dich auf, erzâhl ihm nichts von diesem Forum und von der Trennung erst, wenn sie unmittelbar bevorsteht - und möglichst nicht ohne schützende Gesellschaft!

    Ok, das Alter der Kinder war mir nicht klar. Wenn diese Redebedarf haben, sollte er sich als verantwortungsvoller Vater dem stellen, ob süchtig oder nicht. Das ist einfach meine Meinung als Mitmensch.

    Wie das am besten für die Kinder ablaufen kann, dazu haben vielleicht ältere Co- Hasen ihre Erfahrungswerte und Tipps für Dich? Ich drücke Euch die Daumen!

    Und noch mehr gute Anregungen von Euch, danke dafür, auch im Namen der stillen Mitleser, für die das alles noch neu ist.

    Ich lese ja nun schon bald 1,5 Jahre täglich aufmerksam mit, und viele Gedanken/Argumente zu dieser Frage sind für mich nicht mehr neu. Aber es tut mir gut, mich mal wieder intensiver damit zu beschâftigen und von Euren Erfahrungen zu lesen.

    In meiner ambulanten Gruppe höre ich ja eher das Gegenteil (in der Regel unwidersprochen von dem Therapeuten, höchstens von mir, dank meinem "strengen" Forumswissen im Rücken).

    Da habe ich schon manchmal Sorge vor dem schlechten Einfluss, wenn ich immer mal wieder höre "klar kaufe ich Alkohol für meine Gäste, meinen Partner, das macht mir nichts; der nächste Betriebsausflug geht in eine Brauerei, das stört mich nicht, etc."

    Mir ist klar: Weihnachtsmarkt geht für mich gar nicht, nicht dieses Jahr und auch später nicht. Und das ist aus den oben beschriebenen Gründen nicht mal ein Verzicht für mich.

    Mit der geballten Faust in der Tasche würde ich sowieso nirgendwo hingehen wollen. Ich war z. B. Nach dem einschneidenden Erlebnis bei meinen alten Eltern nicht mehr abends bei ihnen. Dann können die ungestört (durch meine Abstinenz) ihre Biere trinken und meine Suchtschlange bekommt kein Futter mehr für ihre Schnapsideen.)

    Für mich ist es nur (noch) die Frage, wie ich mich unauffälig nach dem geplanten betrieblichen Restaurantessen (wo der Alk bei den andern noch nicht im Mittelpunkt steht) abseile, ohne dass der Eindruck entsteht, ich hätte kein Interesse an den Kollegen.

    (Solche Treffen sind bei uns selten, weil die Abteilung über mehrere Standorte verteilt arbeitet.) Und Ausreden wie Krankheiten will ich mir aufheben für den Fall, dass z. B. der nächste Betriebsausflug zu einem Alk- Produzenten führen soll ( war schon mal im Gespräch).

    Ich denke also nicht darüber nach, ob ich nicht doch noch irgendwie beim Weihnachtsmarkt (bestimmt wieder plus Kneipentour) dabei sein kann, sondern nur: wie sags ich am besten.

    Und das führt mich eben wieder zu der grundsätzlichen Frage, wie ich nach außen mit meiner Sucht umgehe. Da bin ich für mein Gefühl schon seit Abstinenzbeginn relativ offensiv vorgegangen und habe mehrmals deutlich gesagt,dass ich keinen Alkohol mehr trinke, weil sich das mit meinen immer zahlreicheren gesundheitlichen Beschwerden nicht mehr vereinbaren lässt.

    Und das stimmt auch, ist nur nicht die ganze Wahrheit, und so ist es mir derzeit am liebsten. Wenn die Leute dann extra wegen mir "Alk ohne Alk" besorgen, sage ich entweder: Lieb gemeint, aber einfach Wasser reicht oder ich erkläre auch schon mal, dass das nichts für mich ist, weil ich sonst Lust auf "richtigen" Stoff kriege, und das möchte ich nicht mehr. Stimmt ja auch wieder.

    Klar kann es sein, dass man sich deswegen längst das Maul über mich zerreißt. Das ist mir inzwischen fast egal. Aber solange ich die Sucht nicht aktenkundig mache, hat auch niemand deswegen einen Grund, mich zu benachteiligen, z. B. bei betriebsbedingten Kündigungen.

    So passt es derzeit für mich, mal gucken, wie es sich noch entwickelt, denn eine leicht pädagogische Ader habe ich ja auch. 😉

    Danke für Eure Mühe, obwohl das Thema bestimmt für viele ein alter Hut ist - alle Jahre wieder ...

    Das bestärkt mich in dem, was ich vom Kopf her schon weiß, aber mir in der Unsetzung noch nicht so recht vorstellen kann. Aber bis dahin ist zum Glück noch etwas Zeit, es in Gedanken durchzuspielen, und dann ist es am Ende oft gar nicht mehr so schwer. Meine Prioritäten sind da auch ganz klar.

    Ich kann mir sogar vorstellen, irgendwann meine Sucht offenzulegen, um diesen Eiertanz nicht mehr zu haben. Die Wahrheit ist immer die beste Lüge, auch das ist Freiheit... Mal schauen, vielleicht, wenn die Rente noch näher rückt, ich werde berichten

    War der Urlaub schon vorher geplant, Alex?😉

    Mir stehen gleich mehrere dienstliche Veranstaltungen in der Weihnachtszeit bevor, mit anschließendem Restaurant- und dann Weihnachtsmarktbesuch. Da sind die lieben Kollegen ganz scharf drauf ...

    Dabei hat mich selbst in der nassen Zeit das oft lauwarme, zuckersüße Gesöff und das fettige, überteuerte Essen auf solchen Märkten eher abgeschreckt, genau wie das Gedränge und der zu dieser Zeit besonders überfüllte ÖPNV.

    Deswegen kann ich gut darauf verzichten, weiß nur nicht, wie ich das gleich mehrfach "unauffâllig" tun kann.

    Denn Seeblick hat schon recht, wenn sie schreibt:

    verstehe ich es richtig, dass sich deine Suchstimme im Moment häufiger meldet als gewöhnlich? Warum ist das so?

    Ja, zwar immer nur ein kurzes Aufblitzen, ich muss keine Strategien aus dem Notfallkoffer anwenden. Ich sehe auch genau wie hier von mehreren beschrieben einen gelegentlichen Gruß vom Suchtgedächtnis als sehr heilsam an.

    Aber in letzter Zeit meldet sich die einfache Suchtstimme, "mein Krokodil" mindestens einmal täglich, und das ist mir dann doch nicht geheuer.

    Aber einen genauen Grund kann ich noch nicht erkennen, außer der erwähnten Verunsicherung durch den Anblick langsam dement werdender Menschen in meinem Umfeld.

    Ansonsten kann ich mich, abgesehen von der Weltlage, nicht beklagen, auch beim Thema Selbstfürsorge bleib ich dran, auch wenn bei Bewegung und Ernährung noch viel Luft nach oben ist.

    Meine raffinierte Suchtstimme, die "Schlange" mit ihrer Schnapsidee vom entspannten Saufen über 80, hat sich schon vor längerer Zeit verkrochen und nervt seitdem nicht mehr.

    Aber mir ist klar, dass sie jederzeit wieder auftauchen kann. Das ängstigt mich zwar nicht groß, aber erfüllt mich mit Respekt....

    Lieben Dank für Eure Rückmeldungen dazu, die lese ich mir bestimmt noch öfter durch, weil so viel Anregendes drinsteckt...

    Gute Nacht! 🐌

    Über die letzte Antwort habe ich lange nachgedacht, konnte es aber mal wieder nicht in Worte fassen.

    Im grünen Bereich, wo ich kaum aktiver bin, habe ich mir Gedanken gemacht, warum ich mich immer weniger zum Schreiben aufraffen kann, inzwischen ja auch kaum noch bei anderen. Hatte auch ein sehr schlechtes Gewissen deswegen. Denn ich möchte hier ja nicht nur lesend nehmen, sondern auch geben, Austausch haben eben.

    Und dann überstürzen sich heute die Ereignisse auf der Welt, das Forum scheint vor Schreck fast verstummt und ich habe plötzlich den Drang, hier was loszuwerden, gar nicht zur Politik, sondern zu meinem augenblicklichen Stand.

    Also: Die zuletzt beschriebene Eingebung meines Suchtgedächtnisses (eine wahre Schnapsidee) beim Anblick meiner alten Eltern und die dadurch angeregten Gedanken über die Vergänglichkeit (wenn ich es bis zum 80. Geburtstag schaffe, sei es auch egal, woran ich irgendwann sterbe, dann könne ich auch wieder was trinken)haben mich zwar eine Weile beschäftigt, dann aber doch verflüchtigt und erscheinen mir nur noch absurd und fern.

    Als diese Eingebung aktuell war, hatte ich das Gefühl, die Schlange Kaa aus dem Dschungelbuch wollte mich hypnotisieren und dadurch in die tödliche Falle locken. Und diese Schlange ist nicht die böse Außenwelt, sondern für immer ein Teil von mir, denn ich habe beim Saufen "eine Natter an meinem Busen genährt", wie es irgendwo ( Bibel? Goethe?) heißt

    Selitdem das vorbei ist, kommt der gewöhnliche Gruß vom Suchtgedächtnis ( "jetzt ein schönes xy")dauernd um die Ecke, wenn auch immer nur kurz. (Sobald ich das wahrnehme, schleicht sich die Suchtstimme, ähnlich wie das Krokodil beim KasperI, nur ihne Draufhauen.)

    Ich hab mich lange Zeit gefestigter gefühlt als jetzt, aber das kann ich nicht erzwingen, nur aufmerksam beobachten und hlinterfragen, damit weder Schlange noch Krokodil eine Chance haben.

    Wahnsinn, 20 Jahre gibt es Dich schon?! Herzlichen Glückwunsch, liebes Forum, und herzlichen Dank an alle, die dieses Forum zu dem gemacht haben und machen, was es ist.

    💐💐💐

    Du bist für mich ein sicherer Ort mit klaren Regeln für den Austausch und unerschöpflichem Erfahrungswissen zum Nachlesen - für alle, die sich ehrlich und unerschrocken auf ihren eigenen Weg machen und vom Alkoholismus und seinen Folgen befreien möchten - egal, ob selbst Alkoholiker, Co oder EKA oder mehreres gleichzeitig, egal, ob eher aktiv oder passiv, schreibwütig oder schreibfaul ...

    Schade, dass ich Dich nicht eher gefunden habe, d. H. schade, dass ich Dich nicht eher gesucht habe - denn zu finden und zu nutzen bist Du ja leicht, dank Admin und Mods, die das alles ehrenamtlich am Laufen und Leben halten. DANKE!