Beiträge von Rennschnecke

    Hallo Liliane,

    Glückwunsch auch von mir. Dieser Absatz freut mich besonders:

    Durch das Trockensein habe ich einen viel besseren Zugang zu mir selbst. Mir ist zunehmend aufgefallen, dass bei mir emotional einiges nicht in Ordnung ist und ich keine Erklärungen dafür habe.

    Ich habe nun deshalb einige Monate verschiedenste Arztbesuche und Diagnostikverfahren hinter mir.

    Mein Fazit: Du brauchst keinen Alk mehr, um schlechte Gefühle zu betäuben. Du kannst jetzt dank Deiner Abstinenz selbst nach besseren Lösungen suchen - und das erfolgreich. So ein Ärztemarathon ist ja auch nicht ohne... Und mit jedem dieser Erfolge - mit der Abstinenz an erster Stelle - steigt das Gefühl der Selbstwirksamkeit. Nun kannst Du endlich zufrieden abstinent leben. Wie schön!💐

    Hallo Stromer,

    ich komme mal Du zu Dir, Du hattest bei Jump geschrieben:

    Diese ganze Situation damals hat mich so fertig gemacht. Ich ging ja damals in die ambulante LZT und konnte ein paar Wochen nicht da hin und reden, das war für mich unmöglich, so daß die Leiterin sich schon sorgte, das ich ganz Abstürze. Hat sie mir bei der Entlassung gesagt. Ich weiss nicht, was ich da tief in mir noch rumschleppe. Normal ist das aber nicht, das bei einem Mann die Tränen noch nach 9 Monaten nachdem der Kater gestorben ist, fließen, sobald ich über ihn rede, was ich deshalb immer tunlichst vermeide, zumindest wenn jemand live vor mir steht.

    Was heißt schon "normal"... Wenn das "austauschbar" heißt, verzichte ich gern auf das Etikett.

    Die bedingungslose Liebe des über Jahre vertrauten Haustiers kann einem schon fehlen. Ich trauere auch noch stark um meine liebe Katze, die m März eingeschläfert werden musste.

    Deshalb schreibe ich bei manchen COs, die sich ein Leben ohne irgendeinen Partner an ihrer Seite so gar nicht vorstellen können, ja auch schon mal völlig unironisch " Schaff Dir lieber ein Haustier an."

    Aber es ist bestimmt auch eine gute Idee zu gucken, welche innere Lücke bzw. Bedürftigkeit das geliebte Tier "nebenbei" gefüllt hat. Da bin ich bei mir auch noch dran.

    Mir ist außerdem Dein Beitrag bei Bobby aufgefallen:

    Ich gebe meine Erfahrung weiter, stelle Fragen. Aber es ist so, als wenn gar nicht zugehört wird. Derjenige reagiert in keinster Weise. Er bedankt sich nicht, er sagt nicht, das es gar nicht so ist, wie ich schreibe. Keinerlei Reaktion. Er ignoriert mich vollkommen.

    Ich kann Dich ein bisschen verstehen. Aber so schnell so frustriert reagieren? Oft gibt es doch auch ganz nachvollziehbare Gründe, warum jemand nicht oder nicht gleich reagieren kann oder auch möchte. Da will ich auch gar nicht spekulieren.

    Aber warum trifft Dich das so? Das wäre vielleicht lohnenswert für Dich, da genauer hinzugucken. Denn in erster Linie schreiben wir hier ja für uns selbst, nicht für Dank und Anerkennung von anderen, auch wenn beides natürlich schön ist.

    Ich bemühe mich auch, wenigstens mit einem Smiley die Mühe wertzuschätzen, die sich andere machen, wenn sie mir schreiben. Aber ob mir das immer gelingt, möchge ich auch nicht beschwören ...

    Ganz genau, Izzy,

    bloß nicht über die Sucht duskutieren, das fördert womöglich noch eigene Suchtgdanken ("vielleicht war es ja wirklich noch nicht so schlimm, dann kann ich ja vielleicht doch irgendwann wieder ein bisschen ...?").

    DU trinkst nicht mehr, weil DU für DICH erkannt hast, dass Du es stoppen musst. DAS zählt, das muss niemand verstehen, aber jeder akzeptieren.

    Wie ist das bei Deinem Vater, trinkt er in Deiner Gegenwart, oder noch schlimmer, bietet er Dir was an?

    Wie geht es Dir gerade, wartest Du noch auf Deine Reha?

    Das muss aber nicht so bleiben, Mariella! Lies Dich hier ein und schau, wie es anderen Angehörigen ergeht und ergangen ist, und tausche Dich hier aus, damit Dein Wohlergehen und das des Kindes nicht länger von seinem Trinkverhalten abhângig ist.

    Es gibt viele Hilfsangebote, für Trinker wie mich und für Angehörige wie Dich, wir müssen uns nur darauf einlassen. Und den ersten Schritt dazu hast du mit Deiner Anmeldung hier gemacht. Gut so!

    Mich nerven zum Beispiel Unterstellungen, ich hätte wieder getrunken, wenn ich tagsüber müde bin oder abends nicht ans Telefon gehe….auch wenn ich unkonzentriert bin, werde ich misstrauisch beäugt

    Oje ... Kannst Du ihnen das vielleicht genauso sagen? Z. B. "Ist ja nett, dass Ihr Euch Gedanken macht, aber das hilft weder mir noch Euch." ?

    Du pustest aber nicht wirklich für Deine Familie, oder?

    Du könntest auch darauf hinweisen, dass es zum Trockenwerden dazugehört, die eigenen Grenzen besser wahrzunehmen und zu schützen - wie Du es mit dem Nicht- Rangehen ans Telefon machst. D.h.eben auch, dass wir in manchen Punkten unbequemer für unsere Mitnenschen werden. Und dass wir erst jetzt die Erschöpfung merken, die wir jahrelang mit Alk verdrängt haben.

    Wenn das besprochen ist, würde ich auf Nachfragen wohl nur noch mit einem freundlich-ironischen "Nein, danke " reagieren.

    (Muss allerdings zugeben, dass ich, um genau das zu vermeiden, nur sehr wenige Menschen in meine Krankheit eingeweiht habe, schon gar nicht auf Arbeit).

    Ok, danke für die Erläuterung.

    Wobei ich mich nun frage, wann Aufopfern überhaupt angemessen ist. 🤔 Und ist es noch ein Opfer, wenn ich etwas (z. B. Respekt) dafür erwarte?

    Tut mir leid, will mit der Wortklauberei nicht nerven, nur anregen, da noch mal genauer hinzugucken, welche Glaubenssätze sich dahinter verbergen ...

    Hallo Silberstreifen,

    über folgende Stellen bin ich gestolpert:

    Nach der Trennung haben wir gleichviel Geld monatlich, ich zahle aber für mich UND meine Tochter alles. Er muss nur noch für sich sorgen.

    Wie kommt es, dass er nichts dazuzahlt? Ist doch auch seine Tochter, oder?

    Und:

    Ich mache das alles von Herzen gerne und es ist mei e Pflicht als Frau und Mutter,

    Pflicht als Mutter: ja, aber auch als Frau? Wieso?🤔

    Und auf der gleichen Seite ( weiter bin ich noch nicht):

    Ich lese mir geraden Deinen Faden durch, Lotta, weil ich den Gesamtzusammenhang sehen möchte, wenn ich mich schon so direkt äußere (weil Kinder betriffen sind).

    Letzten Oktober (S. 19) hast Du z. B. Berichtet:

    Die Kleine muss nun endlich was erfahren.Sie verhält sich nämlich gerade auffällig anders.Umschwärmt Papa nonstop, lässt nicht von ihm los usw.

    Vielleicht merkt sie dass er bald geht.

    Was mich auch stutzig macht:Sie redet immer mal wieder von Alkohol.Will wissen wie das schmeckt, stellt sich vor als würde sie Alkohol trinken,fragt nach ob man aus dem Glas X Alkohol trinken kann usw.

    Ich bin, ehrlich gesagt, entsetzt, Lotta, dass Du, noch dazu als Tochter eines Alkoholikers, Deinem fröhlich weitersaufenden Ex Eure Tochter sogar für gemeinsame Urlaube anvertrauen kannst und bis vor Kurzem sogar glauben konntest, vor dem Thema "Ruhe" gefunden zu haben. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

    Bitte nicht als Angriff verstehen, sondern als ehrliche Sorge. Die Sauferei und die Folgen werden ja mit der Zeit nicht weniger. Das kann an Eurer Tochter nicht spurlos vorüber gehen. Und schon ist der Stab an die nächste Generation weitergereicht....

    Hast Du Dich mal beim Jugendamt beraten lassen, es gibt doch so etwas wie begleiteten Umgang, meine ich. Vielleicht haben da andere COs in ähnlicher Lage einen Rat für Dich?

    Hallo Lotta, erst mal Glückwunsch, dass Du schon zum Jahresende die Reißleine gezogen und Deine Tochter und Dich da rausgeholt hast. Wie hast Du das geschafft, magst Du vielleicht davon erzählen? Klingt so einfach ...

    Hierüber bin ich gestolpert:

    Ich war ewig nicht hier weil ich dachte ich müsste mich mit dem Thema Alkohol nicht mehr beschäftigen.

    Dein Ex trinkt doch bestimmt weiter? Auch un Gegenwart und beim Fahren seiner Tochter? Bzw. vorher? Gibt es dazu Absprachen? Hast Du das Gefühl, dass Du Dich da auf ihn verlassen kannst?

    Durch die fiesen Halskrausen vom Tierarzt, die ins Fleisch schneiden, wird es nicht besser. Besorg Dir am besten selbst welche via Internet, wo der Rand gepolstert ist, gibt es un verschiedenen Preisklassen. Schicke Dir gleich nich einen Tipp per PN

    Also natürlich könnte und werde ich ihn trotzdem mal mit der Manipulation konfrontieren...

    Warum "natürlich"? Fühlst Du dich verpflichtet, ihm alles zu sagen? Oder was bezweckst du damit?

    Was willst du ihm denn sagen? "Meine SHG meint, du manipulierst mich. " ?!

    Und wenn er daraufhin ausrastet (auch wenn es das erste Mal wäre)?

    Eigentlich wollte ich hier gar nichts mehr schreiben, denn es ist schon alles gesagt. Das Karussell dreht sich gefühlt auch immer schneller... Aber diese ernst gemeinte Warnung musste ich noch loswerden. Alles Gute!