Beiträge von Leonie80

    Guten Morgen ihr Lieben,

    ich wäre heute zum Maibaum aufstellen auf dem Dorf eingeladen gewesen. Da geht es sehr feucht-fröhlich zu. Ich habe abgesagt. Sind sehr nette Leute aber ich möchte da nicht hin.
    Mein Rückfall liegt erst ein paar Monate zurück und ich habe keine Lust, dass mich da etwas triggert, ich Suchtdruck bekomme und meine Abstinenz gefährde. Solche Veranstaltungen hallen ja auch immer nach. Nein! Da bin ich raus. Ich halte auch keine betrunkenen Leute mehr aus. Ich weiß wie es da abgeht. War ja früher mittendrin statt nur dabei. Ich habe mich selber jahrelang so dämlich benommen wenn ich besoffen war. Ich schäme mich heute noch in Grund und Boden dafür. Nun ja. Es ist meine Vergangenheit. Die kann ich nicht mehr ändern. Aber heute und jeden Tag kann ich es anders machen und alkoholfrei leben. Ich will mich nicht in ein nasses Umfeld setzen und mir betrunkene Leute anschauen. Die, die es wollen und damit klarkommen, können das sehr gerne tun. Für mich ist das keine Option.

    Ich fahre lieber später zur Familie in den Garten, ohne nasses Gelaber und Gegröhle. Da ist es alkoholfrei, da fühle ich mich sicher.

    Ich wünsche euch einen schönen Feiertag.

    Liebe Grüße


    Aber wie schon geschrieben meine Erfahrungen bei meinen Klinikaufenthalten waren immer gut.

    Ich hoffe das wird es bei mir auch. Ich habe mittlerweile so Angst vor neuen Leuten und neuen Situationen. Total bescheuert eigentlich. Ich werde versuchen, mich darauf einlassen. Kann nur besser werden.
    Gewissen Dingen muss man sich stellen, dann kann auch Heilung erfolgen.

    Und wenn Dir mal langweilig ist, kannst Du ja hier lesen und schreiben.

    Das werde ich auf alle Fälle tun. 😊

    Wie geht es dir Kazik? Du liest dich sehr aufgeräumt und positiv.

    Liebe Grüße

    Hallo ihr Lieben,

    ich möchte mich mal wieder melden.

    Der Termin mit der Klinik steht. Es geht demnächst los. Ich bin etwas aufgeregt, freue mich aber auch. Ich hoffe, dass ich die Hilfe bekomme, die ich brauche und es einfach besser und gut für mich wird.

    Die letzten Tage hat sich wieder alles etwas stabilisiert. Ich kann wieder länger ins Auto und vor die Tür. Die morgendlichen Panikattacken sind einer gelegentlichen Unruhe gewichen. Damit komme ich ganz gut klar.
    Mein Leistungsspektrum hängt im unteren Level. Ich bin dabei es zu akzeptieren, dass mal mehr, mal weniger, mal gar nichts geht. Kämpf ich dagegen an und prügel mich irgendwo durch, bekomme ich postwendend von meinem Körper eins auf die Zwölf. Dann geht nämlich gar nichts mehr.
    Immer noch meine Lernaufgabe. Auf mich und meinen Körper hören, runterfahren, Nein sagen, wenn s zu viel wird.

    Ansonsten habe ich gerade starke Gelüste nach Tee und Kräuterlimonaden. Morgens und Abends Tee und zwischendrin die Limos in der Sonne. Mein Kind hat mich fragend angeschaut, weil ich eben etwas mehr Tee gekauft habe. Ich möchte ein wenig Auswahl und es ist definitiv günstiger als Klamotten shoppen. Mir macht Tee gerade mehr Freude und gesundes Essen.
    Ich freue mich sehr, dass ich nach den letzten Wochen wieder Appetit, Lust auf etwas bzw. Hunger habe. Das war komplett weg.

    Bevor es in die Klinik geht, treffe ich mich noch mit ein paar lieben Freunden und organisiere was zu organisieren ist, wenn ich weg bin.

    Das war‘s erst mal wieder.

    Ich wünsche euch einen tollen Wochenanfang.

    Liebe Grüße

    Leonie

    stabil was meine Abstinenz angeht ja. Stimmung könnte besser sein, aber ich komme klar. ;)

    Das freut mich, dass du zumindest abstinenztechnisch stabil bist.
    Ich hoffe deine Stimmung steigt bald wieder. Aber so ist es nun mal. Jeder Tag ist nicht gleich. Wenn du klar kommst, ist alles gut 👍🏼

    Mein Suchthirn hat sich nicht gemeldet. Das steht eigentlich schon mal in der Ecke und würde was sagen wollen, wenn s mir so schlecht geht. Gerade würd s da mächtig Anschiss geben. Braucht gar nicht auftauchen. Mein Körper ist aktuell mit anderen Dingen beschäftigt.

    Danke, dass du mir das so gut und ausführlich beschrieben hast, was im Körper bei Depressionen und mit den Medis so vor sich geht.

    Hilft mir sehr, es nochmal besser zu verstehen.

    Liebe Grüße

    Hi Leonie,

    wie geht es Dir?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Kazik, lieb, dass du fragst. Dankeschön.

    Ich bin ziemlich platt. Ich war ja nochmal beim Arzt. Das Medikament hat nicht gepasst, trotz Mini- Dosierung. Ich nehme es jetzt nicht mehr in Absprache mit dem Arzt. Ich habe die letzten Jahre etliche Medis ausprobiert. Nichts davon habe ich vertragen. Die Nebenwirkungen sind immer so heftig. Ich reagiere da sehr empfindlich.
    Ich habe nach einer pflanzlichen Alternative gefragt und versuche das seit vorgestern. Es bringt etwas Erleichterung und mir geht es tatsächlich etwas besser. Ich habe auch wieder Hunger.
    Ich habe noch ein anderes Medikament mitbekommen. Ich kann es nehmen, muss aber nicht.

    Ich mache das dann lieber, wenn ich in der Klinik unter Dauerbetreuung bin. Ich habe jetzt noch mehr Angst vor den Nebenwirkungen. Zuhause fühle ich mich da nicht gut damit. Ich habe das Gefühl mein Körper will die Medikamente nicht.

    Gestern war ganz gut. Heute Morgen wieder 1 Stunde etwas hart. Ich versuche meinen Fokus auf etwas anderes zu lenken und mich nicht reinzusteigern.

    Die Angst kommt und geht auch wieder. Es sind auch keine Tiger da und ich sterbe auch nicht. Das weiß ich, aber der Körper will es noch nicht ganz verstehen.
    Das ist seit der Geschäftsreise sehr oft morgens. Das hat mich anscheinend so arg getriggert, dass alles auf Alarm steht im Körper. Ich versuche es mit Atmung, Meditation und leichter Bewegung.

    Ich muss ausprobieren was und welche Techniken am besten helfen.
    Ich bleibe dran und lasse mich nicht unterkriegen.

    Liebe Grüße

    Wenn Du zu Deinem Arzt gehst, frag Ihn doch ob er Dir eine Bedarfsmedikation oder Zusatzmedikation verschreiben kann, damit die Einstellung nicht so schwierig für Dich ist.

    Danke Kazik. Das werde ich auf jeden Fall fragen. Zur Not halt ins Krankenhaus.

    Was Du auf jeden Fall nicht machen solltest, ist das Medikament einfach selbstständig absetzen, damit würde es höchstwahrscheinlich nur noch schlimmer werden.

    Nein. Das mache ich auf keinen Fall.
    Ich möchte einfach irgendeine Lösung, dass es erträglicher ist. Das kann mir der Arzt am besten sagen, was und wie.

    Danke für deine Zeilen. Muntert mich etwas auf.

    Liebe Grüße

    Hallo ihr Lieben,

    die Feiertage stehen an und bei mir geht es psychisch drunter und drüber. Mal ok mal gar nicht. Gestern war s ganz ok. Heute wieder eine Katastrophe.

    Ich habe heute nochmal einen Arzttermin. Ich muss wohl etwas Wartezeit in Anspruch nehmen. Das ist mir egal. Das muss dringend abgeklärt werden. Vielleicht passt das Medikament nicht oder muss angepasst werden. Morgens wird es immer schlimmer mit Angst und Panik. Den ganzen Tag Unruhe. So geht das nicht. Mein Nervensystem ist permanent auf Alarmstufe rot. Schwer auszuhalten.

    Verletzt habe ich mich auch noch. Werde nach dem Arzt ggf. noch in die Notaufnahme fahren bzw. mich fahren lassen und abklären ob nichts gebrochen ist.

    Momentan sind die Tage echt sehr beschwerlich. Aber ich gebe nicht auf.
    Ich will, dass es mir wieder gut geht.

    Ich bin Gott sei Dank nicht alleine.

    In dem Sinne, frohe Ostern und schöne Feiertage.

    Liebe Grüße

    Halt durch. Wie geschrieben, ich weiß, dass das echt anstrengend ist. Zuerst wurde es bei mir zu Beginn oft sogar schlechter. Dazu die ganzen Nebenwirkungen. Dann muss sich der gewünschte Pegel im Blut aufbauen. Das dauert Wochen.

    Es ist wirklich anstrengend. Da muss ich jetzt durch. Ich will wieder ohne Angst und Panik das Haus auch mal für länger verlassen können. Meine Dinge erledigen, meine Hobbies. Tageweise geht es und dann wieder nicht.

    will. Da musste ich echt geduldig sein. Nicht meine größte Stärke. Aber ich wusste eben auch, dass ich mit dem Mittel eine ganze Zeit leben muss, weil die, auch wenn alles optimal läuft, ja trotzdem über einen längeren Zeitraum verabreicht werden. In

    In Geduld muss ich mich da auch üben. Ich hoffe sehr, dass es hilft und ich wieder Normalität reinbekomme. Die einfachsten Dinge sind teilweise ne riesen Herausforderung.
    Ich lese da gerne bei und von dir. Du hast in dem Bereich schon einen langen Weg hinter dir. Das macht mir Mut. Vielen Dank dafür.

    Da mussten die Ärzte 2005 ausprobieren und ich habe dreimal das Mittel gewechselt. Aber jetzt ist alles gut. Ich drück’ die Daumen, dass Du da bald durch bist.

    Danke Kazik. Ich hoffe auch, dass ich bald durch bin und es das richtige Mittel ist. Bis jetzt fühl ich mich gut damit. Das letzte Medikament war gar nix für mich. Da habe ich abgebrochen. Ging in eine ungute Richtung.

    Ansonsten hörst Du Dich aber okay an. Und wenn alles gut läuft, gehst, Du gut eingestellt in die Klinik.

    Bis dahin bin ich hoffentlich auf einem guten Weg. Wird noch etwas dauern bis ich in die Klinik kann aber es ist alles auf dem Weg. Bis dahin geht s jeden Tag ein kleines Stückchen vorwärts.

    ich musste erst wieder lernen, die positiven Dinge des Lebens zu erkennen.
    Und meistens sind es die kleinen Dinge.
    Wenn ich ihnen Achtsamkeit schenke, sind die nicht so schönen Dinge des Alltags nicht mehr so groß.

    Da hast du absolut recht Nayouk. Ich versuche das so gut es geht umzusetzen.

    Beispiel: Ich saß heute Mittag mit einer Tasse Kaffe draußen. Da zwitscherte eine Amsel in den höchsten Tönen und sehr laut.
    Immer in einer Gesangspause antwortete eine weiter entfernte Amsel, nur leise zu hören.
    Ich fand es wohltuend, dass ich diese Amselunterhaltung wahrgenommen habe.

    Ich genieße das Vogelgezwitscher mittlerweile auch sehr. In nassen Zeiten haben mich die Amseln in aller Frühe immer aufgeweckt. Ich wollte doch meinen Vollrausch ausschlafen. Die haben mich immer aus dem Schlaf gerissen.
    Das hat mich ungemein gestört.

    Jetzt freue ich mich, wenn ich es wahrnehme. Es ist fröhlich. Der Frühling naht und wenn die Sonne dazu scheint, noch besser.

    Hallo ihr Lieben,

    viel Neues gibt s nicht zu berichten.

    Ich habe ein neues Medikament bekommen. Die Nebenwirkungen haben mich etwas geschlaucht. Ich lag viel und hab viel geschlafen. Die nächsten Wochen werden zeigen ob es das richtige für mich ist. Aktuell geht s mir gut damit. Die Nebenwirkungen halt, aber die bessern sich täglich.
    Ansonsten mal mehr mal weniger Mist aber auch viel Positives dazwischen.

    Ich wünsche euch allen einen schönen (nüchternen) Resttag.

    Liebe Grüße