Beiträge von Leonie80

    Hallo Topfmann,

    für die OP und Narkose wünsche ich dir alles Gute.

    Ich hatte vor einigen Jahren auch meine erste Vollnarkose. Ich hatte große Angst. So schnell ich weg war, so schnell war ich auch wieder da 😄 Hab ja nix mitbekommen.
    Es wird alles gut laufen, du wirst sehen.

    Liebe Grüße

    Hallo Kazik.

    Die Klinik meldet sich. Wartezeit derzeit 2-3 Monate. Die Unterlagen sind seit einigen Tagen verschickt.

    Ich versuche gut zu mir zu sein. Muss mir aber echt auch in den Hintern treten, dass was vorwärts geht. Körperlich und mental. Mental würde ich am liebsten nur rumliegen. Ist auch mal ok aber nicht den ganzen Tag.

    In der Sonne sitzen ist dann wieder ungeplant in Arbeit ausgeartet. Hatte Hilfe. Das musste erledigt werden. Es gab ein Problem. Jetzt bin ich ziemlich im Eimer.
    Im Moment ist es wie so ne Nullerlinie. Ist ok, so lang es nicht nach unten geht.


    Hallo ihr Lieben,

    jetzt ist schon wieder Freitag.
    Die Woche war nicht besonders aufregend. Momentan bin ich wieder ziemlich schnell erschöpft. Ich beschäftige mich im Garten wenn das Wetter passt oder miste die Wohnung aus.
    Nach 2-3 Stunden war’s das dann auch. Mehr geht grad nicht.
    Ansonsten sind jede Menge Unterlagen und Anträge auszufüllen bzw. zu beschaffen, um Unterstützung zu bekommen. Ich hoffe das klappt alles.

    Stimmungstechnisch hält es sich ganz gut in der Mitte, würd ich sagen. Kleine Ausschläge nach oben oder unten. Heiter wäre mir lieber aber so ist es auch in Ordnung. Das Leben ist halt nun mal nicht eine gerade Straße.

    Die Sorgen versuche ich gerade etwas auf der Seite zu lassen. Ich hab nichts davon, mir etwas zusammenzuspinnen, von dem ich nicht weiß, was und wie es wird. Irgendwie geht es immer weiter. Wie Hartmut sagte (ich glaube er war es):“Tun muss man, tun!“ Das mache ich. Kleine Schritte und etwas langsamer. Es geht voran.

    Ich werde jetzt noch etwas die Sonne auf meinen Mozzarella-Teint scheinen lassen und wünsche euch ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße

    Außerdem bin ich ständig müde und energie- und antriebslos. Ich bekomme meine Aufgaben schon noch geregelt, aber ich muss mich schon disziplinieren.

    So geht es mir auch zur Zeit. Bei mir liegt es aber eher an der Depression. Ich muss mir auch ein wenig in den Hintern treten, dass ich meine Sachen geregelt bekomme. Jeden Tag ein bisschen, soweit es eben geht. Stundenweise und vormittags geht es grad leichter.

    Ich finde es toll, dass du so eine gute Wahrnehmung hast und auf dich aufpasst.

    Ich hoffe du fühlst dich bald wieder insgesamt besser.
    Du bist nicht allein.
    Ich schick dir einfach mal ein wenig Sonne und gute Gedanken.

    Liebe Grüße

    Ja, Opfer-Täter Schema….mein Sohn hat vor mir halt den kompletten Respekt verloren und den zurückzugewinnen ist nicht leicht. Heute Morgen kam gleich wieder eine Anschuldigung im Zusammenhang mit meinem Versäumnis, Wäsche zu waschen. Ich sei zu blöd zu allem. Da muss man sich schon ein dickes Fell zulegen.

    So musst du nicht mit dir reden lassen Schmidtty.

    Ich habe mir Beine und Arme ausgerissen weil ich mich schuldig gegenüber meinem Kind gefühlt habe. Ich sah mich als Totalversager. Dass es sich um eine Krankheit handelt wollte ich lange nicht anerkennen. Ich sah es als meine eigene Schwäche an, dass ich gesoffen habe und nicht als Krankheit. Ich habe mich viel zu klein gemacht bis ich verstanden habe. Ich habe mich dann mit meinem Kind an einen Tisch gesetzt und das alles ganz offen kommuniziert. Es sind viele Tränen geflossen aber es versteht nun was die Krankheit bedeutet, dass ich sie gestoppt habe und seitdem haben wir wieder ein tolles, harmonisches Zusammenleben. Ne geile WG würd ich sagen. Ich bin hier auch kein Dienstmädchen. Jeder von uns hilft, macht und unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten. Böse Worte oder Abfälligkeiten gibt es nicht. Schlechte Stimmung wird sofort kommuniziert. Miteinander reden ist bei uns das A und O.
    Ich wünsche dir von Herzen, dass du Grenzen setzen kannst und ihr zusammen eine positive Wendung in die ganze Situation reinbekommt.

    Liebe Grüße

    Guten Morgen ihr Lieben,

    ich habe die letzten Tage nur mitgelesen und Nix geschrieben. Ich hatte keine klaren Gedanken.

    Die guten Tage wechseln sich mit den schlechten ab. Zumindest hat sich die Angst und Panik wieder beruhigt. Es waren auch sehr schöne Erlebnisse dabei die Tage. Alles Gute nehme ich gerne mit. Das Schlechte versuche ich aufzudröseln und Lösungen zu finden. Ich bin auf dem Weg. Ich lerne mich immer noch bzw. neue Seiten an mir kennen. Mein Körper und meine Seele haben mich mehr oder weniger aus dem Funktionsmodus raus gezwungen. Ich neigte dazu immer gleich wieder Vollgas zu geben, sobald es mir besser ging. Die Zeitspanne, in der das funktionierte wurde immer kürzer. Dann wieder Wut. Warum? Wieso? Weshalb? Das bringt gar nichts. Zulassen. Akzeptieren. Annehmen. Geduldig sein. Hilfe holen und annehmen.

    Die Unterlagen an die Klinik sind raus. Ich werde mich ggf. etwas verschulden müssen. Etwas schwierig durch das Krank. Ich bin dran, dass ich auch hier Unterstützung bekomme. Ohne meine Gesundheit geht s nun mal nicht. Das hat Priorität.

    An schlechten Tagen möchte das Suchthirn manchmal etwas sagen. Ich sage dann Stopp oder HALT und gehe durch. Was ist gerade? Hungry, angry, lonely, tired? Dann versuche bzw. tue ich da was dagegen und es funktioniert. Die HALT Regel ist wirklich ein gutes Werkzeug. Ich lese das hier öfter und hab s für mich mitgenommen. Der Rückfall im hat mich da nochmal geschärft. Schlimm genug, dass das passiert ist. Nochmal so richtig hart auf die Schnauze gefallen. Ist angekommen.
    Dabeibleiben (vor allem auch hier) und achtsam sein. Auf meinen Körper und die Signale hören.

    In meinem Umfeld verzichtet sogar jemand mittlerweile komplett auf Alkohol, nachdem ich meine Geschichte erzählt habe, obwohl die Person selten und nur wenig konsumiert hat, also kein Problem damit hat. Das freut mich. Wichtiger ist jedoch, dass ich für mich die Sucht gestoppt habe und jeden Tag nüchtern und klar bin. Ich kann mich auf mich konzentrieren und alles tun, damit ich gesund werde.

    In dem Sinne wünsche ich euch einen tollen Wochenstart.

    Liebe Grüße

    Das stimmt. Man ist dort ein Mensch, der Hilfe braucht, ein Patient. Ärzte, Psycholgen, Psychotherapeuten und das Pflegepersonal haben schon viel in ihrem Berufsleben gesehen. Das Bild, welches Angst macht, entsteht nur im eigenen Kopf.
    Die ersten Tage nicht, aber dann bin ich schon mit der Haltung anwesend gewesen, „ hier bin ich, ich will offen und ehrlich sein und ich will mit eurer Hilfe das bestmögliche für mich mit euch erarbeiten“.
    Das hat mich auf Augenhöhe gebracht und das wurde auch wertgeschätzt.
    Es gab keinen Grund, warum ich angstvoll und mit gesengtem Haupt dort rumlaufen sollte.
    Und jeder der dort arbeitet, geht doch am Ende zufrieden mit dem Gefühl nach Hause, dass er helfen konnte und seine Arbeit sinnvoll ist.

    Danke. Das beruhigt mich gerade sehr.

    Ich zerbreche mir immer im Vorfeld über Dinge den Kopf, bei denen es vielleicht gar nicht nötig ist.

    Mir wird geholfen und ich werde es überleben. Mich frisst niemand auf (hoffe ich) 😄

    Hi Leonie,

    ich verspreche Dir, ich bin real.;)

    Und ich freue mich auch für Dich, dass Du Dich auf die Klinik einlässt. Denn dort bist Du in Sicherheit (dort haben Tiger und Teufel Hausverbot) und wenn Du dort für Deinen weiteren Weg Hilfe bekommst und/oder wenigstens dann genau weißt, wo Du weitere Hilfe bekommst, dann wäre das doch super. Immer ein Schritt nach dem anderen.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Kazik,

    Ich bin froh, dass ich den Weg jetzt gehe.
    Ich komme mir vor, wie eine verstimmte Gitarre. Ich muss jetzt zum Fachmann, der mich hoffentlich wieder richtig stimmt.

    Die Tiger und Teufel sind manchmal echt fies. Das lerne ich bestimmt noch alles, wie ich richtig damit umgehen kann.

    Ich habe etwas Angst und bin unsicher, was mich da erwartet. Manchmal bin ich ein richtiger Schisser. Ich bin so ein Gewohnheitstier. So kann das aber gerade nicht bleiben. Da muss Veränderung her und das ist gut so.

    Um so schöner und hilfreicher ist es doch für dich, dass du dich auf die Klinik einlassen kannst.
    Das finde ich schon einen weiteren Erfolg auf deinem Weg.

    Alles beginnt mit dem 1. Schritt. Und du hast schon ganz schöne viele Schritte gemacht. 👍🏻

    Ich habe fast alle Unterlagen zusammen. Ein paar Schritte kommen wohl noch dazu.
    Hauptsache es wird besser. Ich bin guter Dinge.

    Ich war heute wieder ein paar Stunden in der Sonne. Habe mich mit Bekannten über nicht ganz leichte Themen ausgetauscht. Hat gut getan. Jetzt fühle ich mich erschöpft, ein wenig traurig und leer.

    Nicht jeder Tag ist gleich. Gestern war gut. Heute nicht so gut. So ist das Leben.
    Auf alle Fälle ist es sehr schön, wenn man klar ist, die Gedanken greifbar sind und man sie aussprechen kann. Und, dass da jemand ist, der mir zuhört. In der realen Welt und auch hier.

    Liebe Grüße

    Hallo ihr Lieben,

    Ich habe meinen Bericht für die Klinikaufnahme vom Therapeuten bekommen. Ganz schön hart zu lesen für mich. Mir ist ganz schwer ums Herz gerade, es tut ganz schön weh. Zeigt mir wohl, dass ich mit gewissen Themen noch nicht durch bin.

    Zumindest hatte ich einen wunderschönen Nachmittag. Hat mich wieder etwas stark gemacht und ich habe tolle Gespräche geführt.

    Jetzt nehme ich mein inneres Kind mal ganz fest in den Arm. Wie stark es doch ist. Was es alles erlebt und ausgehalten hat und trotzdem immer wieder stark ist und sich nicht aufgegeben hat.

    Ich wünsche euch einen schönen Abend.

    Liebe Grüße

    So, und bei uns wird das anders laufen. 😎

    Bzw. wir sind ja schon dabei.

    Gott sei Dank. Bei uns läuft das (jetzt oder länger schon)anders. Ohne das Gift. Ich bin echt froh, dass ich diese Generationenkette unterbrochen habe.

    Mein Kind trinkt Gott sei Dank auch nix. Hat es mal vor einiger Zeit mit Liebeskummer wegtrinken bei Freunden probiert. War ne Erfahrung. Seitdem nix mehr. Es hasst auch betrunkene Menschen. War ich doch jahrelang trauriges Beispiel.
    Das ist alles vorbei. Ich bin so so dankbar dafür.

    Das denke ich leider nicht. Ich bin auch EKA. Meine Mutter ist über 80 und ist heute noch felsenfest davon überzeugt, dass sie kein Problem hat.
    Ich habe sie mit Sicherheit noch nie in meinem Leben ohne Fahne erlebt.

    Mein Opa hat sich buchstäblich tot gesoffen. Ich durfte ihm als Kind täglich beim Verfall zuschauen und wurde auch öfter mal zum Schnapsholen geschickt. Jeden Tag 2 Flaschen hochprozentiges. Zu der Zeit wurde das Thema total totgeschwiegen. War halt so. Da hat niemand etwas angesprochen.
    Ob er wusste, dass er ein Problem hat? Wissen wollte er es wohl nicht. Er hat sich ins Krankenhaus gesoffen und da kam er auch nicht mehr raus.

    Das mit der falschen Welt kann ich sehr gut nachvollziehen. So viel Gerede ohne Inhalt. Dieses Belügen und schön reden, vorgegaukelte Loyalität, Dramen und Selbstmitleid im Überfluss.

    Volle Lotte. Ist der Alkohol weg, bleibt nichts mehr übrig.
    Ich bin froh drum. Im Laufe der Zeit nach dem Ausstieg aus der Sucht hat sich herausgestellt, welche Freunde echt sind.
    Wenige aber die Richtigen und das ist auch gut so.