Die Kinder sind beide im Teenager Alter, haben von all dem noch nichts mitbekommen.
Kinder und Jugendliche bekommen deutlich mehr mit, als wir Erwachsene denken. Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass sie noch nichts mitbekommen haben.
Die Kinder sind beide im Teenager Alter, haben von all dem noch nichts mitbekommen.
Kinder und Jugendliche bekommen deutlich mehr mit, als wir Erwachsene denken. Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass sie noch nichts mitbekommen haben.
Vielleicht musst du dich mal n Ruhe hinsetzen und rumrechnen, ob die Wohnung doch finanzierbar ist. Es gibt Wohngeld, Kinderzuschlag, da muss man sich nicht schämen, wenn man das in Anspruch. Ich kenne genug Alleinerziehende und auch Paar-Familien, die das in Anspruch nehmen müssen.
Versuche dich auf das Wicchtige zu konzentrieren, ihr seid jetzt getrennt. Das schmerzt, aber glücklich warst du ja schon lange nicht mehr, wie du geschrieben hast. Versuch es als Chance zu sehen, dein Leben für dich und die Kinder nach deinen Vorstellungen zu gestalten.
Triff mit ihm eine Vereinbarung, wie ihr die Kinderbetreuung regelt, solange ihr noch in einer Wohnung wohnt. Dann musst du es nicht immer wieder neu aushandeln.
Ich habe das hier als Co auch ein bisschen mitverfolgt und meine Trennung liegt ja schon eine Weile zurück. Hier wird sich ordentlich im Kreis gedreht, da ist allein das Mitlesen schon recht anstrengend. Und ich bin ein Mensch, der nur zu gut diese Grübeleien und Gedankenkarusselle kennt, seit der Kindheit, in meinem Kopf ist nie Ruhe.
Und dann zweifelt man an sich und hinterfragt sich. Mit einem nassen Alkoholiker ist ein Gespräch auf Augenhöhe nicht oder nur sehr schwer möglich.
In einer gesunden Beziehung sollte man ansprechen dürfen, was einem belastet stört und Sorge macht und schließlich normal darüber sprechen können….das ist mit einem nassen Alkoholiker fast unmöglich
Eine Beziehung zwischen nassem Alkoholiker und Co ist ja auch nicht gesund, natürlich funktioniert dann das Thema Alkohol und das, was damit sonst noch verbunden ist, nicht auf Augenhöhe.
Aber versucht euch doch gerade mal ein bisschen runterzufahren. Ich habe das Gefühl, dass sich hier gerade ein paar Cos gegenseitig ein bisschen verrückt machen. (Seit Tagen bekommt ihr die gleichen Antworten von unterschiedlichen Personen in ähnlicher Form.)
Fühlt euch also besser nicht zu sicher, nur weil Euch der Alk nicht mehr schmeckt. Es gibt noch genügend andere Suchtgefahren, wenn das Thema Selbstfürsorge vernachlässigt wird.
Von meiner Seite aus habe ich auf die Frage geantwortet, für mich ohne Wertung. Mir ist bewusst, dass es prinzipiell jeden treffen kann, also, allgemein Sucht. Ich hatte früher auch eine Freundin, die sich fast zu Tode gehungert hat.
Ich habe früher in der Jugend und im Studium mal Phasen gehabt, in denen viel gefeiert wurde und ich Alkohol getrunken habe, aber Alkohol hat außerhalb von Partys für mich nie eine Rolle gespielt.
Seitdem ich Kinder habe, habe ich insgesamt kaum Alkohol getrunken. Zuletzt habe ich vor knapp 2 Jahren auf einem Konzert ein Bier getrunken.
Ich trinke auch nicht die alkoholfreien Varianten, da ich, wenn ich ehrlich bin, das ganze Zeugs geschmacklich nicht wirklich mag. Und das ging mir eigentlich auch schon früher so.
Und es gibt soooo viele leckere Limos, eine meine liebsten ist Birne-Rosmarin ![]()
Bei mir war die Situation anders, als mein Ex-Mann und ich mich getrennt haben, war mir klar, dass ich nie wieder zurück will.
In der Zeit, als die Trennung gedanklich immer konkreter wurde, hat es mir geholfen, ins Handeln zu kommen. Ich habe angefangen, auszumisten, um mich beim Umzug damit nicht mehr beschäftigen zu müssen, Kleidung, nicht mehr benutztes Spielzeug etc.
Hallo Rosa,
ich bin seit fast 3 Jahren getrennt, habe 3 Kinder und mein Ex-Mann trinkt auch weiterhin.
Es ist halt so, dass mir die Trennung einen Scheißdreck bringt, weil sie nicht das löst, was das eigentliche Problem ist. Ich hab kein Vertrauen mehr und ich hab durchgehend Angst, dass was passiert. Ob wir zusammen sind oder nicht, ich muss mich ja trotzdem auf ihn verlassen können, weil wir Kinder haben, die ihren Vater auch sehr lieben und ihn sehen wollen. Aber wenn ich mit ihm z.b. Tage vorher ausmache, er soll die Kinder freitags abholen und hat donnerstags einen Rückfall, habe ich überhaupt nix gewonnen mit meiner Trennung. Wenn du dazu einen Rat hättest, wäre ich sehr dankbar, ich bin nämlich ratlos.
Die Trennung bringt dir und den Kindern sehr viel, weil ihr dann nicht mehr mit einem nassen Alkoholiker unter einem Dach lebt. Das Vertrauensproblem kann nicht einfach so gelöst werden. Mein Ex-Mann ist nur mittelmäßig zuverlässig, hat sich etwas gebessert, da wir auch Vereinbarungen übers Jugendamt haben. Er trinkt weiterhin, scheinbar weniger, wenn die Kinder bei ihm sind. Meine Kinder sind nicht mehr so ganz klein, alle jetzt auf der weiterführenden Schule. Sie wollen ihn einerseits gern sehen andererseits wissen sie um die Alkoholerkrankung. Ich habe mit ihnen einen Notfallplan und generell müssen sie auch nicht gehen, wenn sie nicht möchten. Aktuell geht ein Kind fast gar nicht, hatte das auch schon bei den anderen.
Die Kommunikation seitens Therapeutinnen und Jugendamt ist so, dass die Kinder Kontakt zu ihm haben sollten und ich quasi das mitnehmen soll, was möglich ist, um Entlastung zu haben. Aber es ist allen klar, dass er nur bedingt zuverlässig ist.
Wenn dein Ex-Mann nass ist, ist es ja kein Rückfall, sondern er trinkt ja sowieso. Lass dich am besten beraten, welche Möglichkeiten du hast. Du hattest geschrieben, dass dein Sohn traumatisiert sei. Dann kümmere dich um Hilfe für ihn. Und ja, alleinerziehend ist es eine andere Organisation. Ich habe auch noch andere Themen mit meinen Kindern, die unseren Alltag bestimmen, ich könnte z.B. gar nicht bis 16 Uhr arbeiten. Da finden sich aber sicher Lösungen. Und aktuell haben wir auch noch ein gutes soziales Auffangnetz, wodurch man finanzielle Unterstützung erfährt, wenn man Arbeit reduzieren muss und deswegen weniger Geld hat.
Den Schaden zu begrenzen. Scham ist ein große Faktor, warum mir das passiert ist. Das Selbstwertgefühl war bei mir gering und ich fühlte mich immer abgewerteter, wertloser. Ich hatte Angst vor Veränderungen. Die Schuld, die er mir einredete nahm ich an. Hilflosigkeit. Ich kann ihn doch nicht im Stich lassen. Was soll er ohne mich machen, er hat doch niemanden.
Das, was Aurora schreibt, kann ich so bestätigen und ist auch meine Antwort auf deine Frage, warum ich nicht mehr darüber gesprochen habe.
Dann kommt ja hinzu, dass da auch innerfamiliär zwischen den beiden Dinge passieren, von denen du nichts weißt.
Hallo Cocotac,
ich bin selbst Co gewesen. Ich kann beide Seiten verstehen. Ich kann dir mal aus meiner Erfahrung berichten.
Lange Zeit habe ich über den Alkoholimus meines Ex-Mannes nicht gesprochen. Vor etwa 11 Jahren gab es eine Phase, in der ich es gegenüber seiner Schwester thematisiert habe und gegenüber einer Freundin, deren Mann ebenfalls alkoholkrank ist. Wir haben Kinder im gleichen Alter und sie hat irgendwann das Gespräch gesucht und kannte meinen Mann auch schon seit dem Studium. Es lief darauf hinaus, dass ich einige Monate später mit dem dritten Kind schwanger geworden bin, sie hat sich knapp 2 Jahre später getrennt. Ich habe dann lange mit niemandem drüber gesprochen, weil ich mich nicht getraut habe bzw. hin und wieder habe ich das Gespräch mit meiner Schwägerin gesucht und auch mit 2 gemeinsamen Freunden. Die haben aber immer versucht, mich zu beruhigen. Ich hätte mir oft gewünscht, dass jemand so mit mir redet wie du mit deiner Freundin. Ich fühlte mich sehr allein damit, gegenüber der Freundin habe ich mich geschämt, wäre aber nie in den Kontsktabbruch gegangen.
Es gab aber in dem Freundeskreis meines Ex-Mannes einen weiteren alkoholkranken Freund, mit dessen Frau ich befreundet war. Seitdem ich mich getrennt habe, meidet sie jeglichen Kobtakt zu mir. Sie wollte mich damals dazu überreden, dass ich eine Paartherapie mit meinem Ex-Mann anstrebe. Ich habe ihr damals sehr deutlich gesagt, dass ich das nicht für zielführend halte, solange er weiter trinkt. Da hat sie schon auf Distanz gegangen. Sie selbst leidet unter schweren Depressionen und ihre Therapeutin riet er schon vor 4 Jahren zur Trennung mit den Worten "packen Sie ihre Koffer und ihre Kinder und nehmen Sie die Beine in die Hand". Auch zu einem Klinikaufenthalt wurde ihr geraten, den sie aber wegen der Kinder abgelehnt hat. Sie ist immer noch mit ihrem Mann zusammen, der auch weiterhin trinkt.
Sie selbst muss soweit sein, dass sie gehen möchte. Zurzeit sieht es für mich eher so aus, als wenn sie ihre Familie unbedingt zusammenhalten möchte. Da kannst du auch nicht viel für sie tun.
Liebe Grüße
Matilda
Aber die Atmosphäre ist gut eingefangen, die SchauspielerInnen sind überzeugend. Ich mag sowohl das Buch als auch den Film.
Ich habe den Film jetzt geschaut und kann ihn auch nur empfehlen. Und ich habe gelesen, dass "Windstärke 17" ebenfalls verfilmt werden soll.
Sicher ist hier schon einmal der Roman "22 Bahnen" von Caroline Wahl empfohlen worden:
Es gibt noch den zweiten Roman "Windstärke 17", er spielt etwa 10 Jahre später. In ihm geht es primär um die jüngere Schwester.
Ich hab Angst… er ist ja tagsüber für die Kids da… ich hab keine Beweise für seinen Alkoholkonsum.., klar viele wissen dass er gern trinkt aber dass es soviel ist weiß keiner. Ich habe Angst - ich hab ja nichts. Wenn ich ausziehe muss ich mir eine kleine Wohnung suchen die ich irgendwie bezahlen kann… was wenn die Kinder bei ihm bleiben sollen. Ich kann sie nicht bei ihm lassen. Ich hab Angst und weiß nicht was ich tun soll… Ich will mich trennen und dann wieder doch nicht… Ich denke alles wird gut und dann wird wieder nichts gut…
Liebe Kicky,
erst einmal schließe ich mich den anderen an. Geh zu den Beratungsstellen, da bekommst du auch Hilfe. Er kann dir nicht einfach die Kinder wegnehmen. Und es ist ganz wichtig, dass du jetzt ins Handeln kommst.
Wovor hast du denn genau Angst? Das wäre gerade auch wichtig zu sortieren. Wenn es finanzielle Sorgen sind, gibt es hier ja zumindest ein Sozialsystem, das auffängt, auch wenn es dann zunächst sehr wenig ist.
Wenn du Angst vor ihm hast, vielleicht auch davor, dass er auch gewalttätig werden könnte, dann musst du dir dringend Hilfe suchen. Hast du jemanden, bei dem du unterkommen könntest?
Die Frage ist aber ob ich bereit bin damit zu leben ? Sehr schwierig.
Mir hat die Suchtberatung sehr geholfen. Ich bin damals dahingegangen und wusste eigentlich schon vorher, dass es nur zwei mögliche Wege gibt, entweder er wird trocken oder ich trenne mich. Für mich war diese Beratung wichtig, weil ich jemanden hatte, der mir zuhört und mir gesagt hat, dass meine Wahrnehmung nicht falsch ist. Und hätte ich nicht jemanden gehabt, zu dem ich regelmäßig hingehe - wie so eine Art höhere Instanz, dann hätte ich wahrscheinlich noch ein paar Karussellrunden gedreht.
Sieh es mir nach, ich bin alt und sehe nicht mehr so gut.
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Ups, mein Kopf war zu schnell und die Finger kamen nicht hinterher 🙈 eigentlich wollte ich deine Aussage bekräftigen, in dem Sinne: "schau, da steht es und zusätzlich gibt es noch die Suchtberatung"
Du bist in einer Selbsthilfegruppe, die rund um die Uhr geöffnet ist. Wenn du denkst, dass du weitere Hilfe brauchst, ist das völlig in Ordnung.
Wurde ja schon geschrieben 😉
Ich selbst habe wirklich von der Suchtberatung für Angehörige bei der Caritas profitiert. Ich hatte eine ganz tolle Ansprechpartnerin. Es tat mir gut, dass mir jemand zugehört hat. Es war eine Einzelberatung und damit war auch einfach Raum für mich. Ich war da dann eine Zeitlang regelmäßig alle paar Wochen, mir tat dieses Feedback gut. Sie hat mir tatsächlich mal gesagt: "Frau xy, Sie lassen sich schon wieder einlullen." Und sowas braucht es und auch den Austausch hier.
Also, was die Suchtberatung, z.B. von der Caritas, angeht, kenne ich das so, dass es ganztägig Termine gibt. Anders wundert mich das eher. Hast du vielleicht nach Selbsthilfegruppen geschaut?
Mir hat die Suchtberatung sehr geholfen. Da war endlich jemand, der mir zugehört hat. Und ich habe mich einer guten Freundin anvertraut, die schon eine Trennung hinter sich hatte und nicht versucht hat, mir mein Familienleben schön zu reden. Das war ganz wichtig, weil sie mir Mut gemacht hat. Es gab eine andere Freundin, die ich damit getriggert habe, weil sie selbst in der gleichen Situation war und schon eine schwere Depression hatte. Sie hat nach der Trennung jeglichen Kontakt zu mir abgebrochen und ist bis heute noch in der Beziehung.
Liebe Kicky,
willkommen im Forum.
Wo fängt man an, wie klappt es finanziell und was ist wenn die Kinder beim Vater sind. Ich hab ja keine ruhige Minute wenn die Kids ein Wochenende bei ihm alleine wären. Es ist schon viel vorgefallen… vom Polizeieinsatz, Treppensturz usw. Aber wie gesagt tagsüber ist alles gut, er macht viel mit den Kindern, treibt sehr viel Sport - kein Ausstehender würde das vermuten… er ist eigentlich so ein toller Papa… er hat auch selten einen „Kater“ … übertreib ich vielleicht doch? Ich könnte noch ewig weiterschreiben weil es soviel dazu zu sagen gibt. Reden mag er mit mir nicht - ich übertreibe und nerve … deswegen braucht er auch Bier …
Diese Gedanken kenne ich so gut. Mein Ex-Mann stand auch nach Wein riechend vor mir und hat behauptet nichts getrunken zu haben. Und er wirkte nach außenhin auch so toll, hat im Sportverein Kinder trainiert, ist anfangs auch noch viel gelaufen (Marathon). Was den Kater angeht, wenn man den bei der Menge Bier, die du oben schilderst nicht hat, wundert mich das sehr (sofern man nur gelegentlich trinkt). Das ist ja einfach einfach eine Gewöhnungssache. Lass dir nicht einreden, dass was mit deiner Wahrnehmung nicht stimmt.
Hast du dich denn jemandem anvertraut? Familie oder Freunden? Oder warst mal bei der Suchtberatung für Angehörige?
Mehr bist du dir selbst nicht wert? Mehr ist dir die Psyche deines Kindes nicht wert?
Ich schließe mich an. Ich habe selbst lange danach geschaut, wie ich selbst mit der Krankheit meines Ex-Mannes klarkomme, weil ich dachte, dass es gut ist, wenn die Kinder Vater und Mutter haben. Das, was das mit den Kindern gemacht hat, sehe ich erst seit der Trennung. Eines meiner Kinder meinte neulich zu mir "Mama, ich habe die ganze Zeit gesehen, dass der Papa Bier trinkt. Da stand ja immer das Bier offen rum. Ich dachte, das wäre normal, bis du uns gesagt hast, dass er krank ist und dass das eben nicht normal ist." Und selbst wenn alles andere sonst "gut" ist, ist es sehr fraglich, wenn Kinder damit aufwachsen, dass der tägliche Alkoholkonsum normal ist. Meine Kinder sind übrigens auch alle in Therapie.
Hallo Thess,
ich schließe mich da jetzt einfach mal den Beiträgen von Sonnenschein CoA und Lanananana an. Und mich dir einen anderen Gedanken auch mitgeben:
Du schriebst oben, dass ihr drei Kinder habt und du nicht möchtest, dass sie nicht die gleichen Erfahrungen machen müssen wie du. In welchem Alter sind denn deine Kinder und was bekommen sie vom Alkohol mit?
Ich habe mich selbst lange an den wenigen schönen und guten Momenten festgeklammert und verdrängt, dass den größten Teil der Zeit alles einfach nur furchtbar ist, ich mich mit meinen Kindern nur als Last in seinem Leben fühle und der Alkohol schon längst sein bester Freund war. Es war überhaupt nichts gut, aber ich konnte es einfach nicht sehen und vielleicht auch einfach nicht wahrhaben, weil ich irgendwie an einer gesellschaftlichen Vorstellung von Familie gehangen habe.
Zur Grübelei: Du wirst immer wieder das Gedankenkarussell haben, wenn du gedanklich bei deinem Mann bist, wie du mit ihm reden könntest, damit er dich versteht etc. Schlussendlich musst du dahin kommen, dass du dir selbst hilfst.
Liebe Grüße
Oje, da bekomm ich gerade Angst.
Meiner trinkt ja angeblich auch nichts wenn die Kinder bei ihm sind.
Haben denn die Kinder die gegenüber mal was erwähnt?
Was hast du für Hilfe für deine Kinder?
Ich habe ja oben beschrieben, Therapie und Gruppen von Beratungsstellen (Caritas, Diakonie, AWO sind z.B. Anbieter). Da das hier der offene Bereich ist, möchte ich zum Thema Therapie nichts Näheres schreiben. Und natürlich macht es was mit den Kindern, das kann man ja hier sehr eindrücklich bei den EKA lesen.
Mein Ex-Mann hat nie einen Entzug, eine Therapie oder irgendwas in der Form gemacht. Zu glauben, dass er es schafft, nichts zu trinken, wenn die Kinder bei ihm sind, wäre mal als blauäugig. Alkoholkrank ist er wohl seit mindestens 20 Jahren, er hat es in unserer Beziehung die letzten Jahre nicht geschafft, mehr als 24 Stunden nichts zu trinken. Er hat auch getrunken, wenn er mit den Kindern allein war, als sie ganz klein waren, wenn ich beispielsweise bei einem Elternabend war. Da muss ich mir ja wirklich selbst die Frage stellen, warum ich annehmen sollte, dass sich das auf einmal ändert. Sicherlich reißt er sich mehr zusammen, wenn die Kinder bei ihm sind, trinkt, wenn sie schlafen, aber grundlegend ändert es ja nichts an der Erkrankung. Das ist jetzt natürlich nur das, was ich über meinen Ex-Mann sagen, das soll nicht verallgemeinernd sein.
Ich frage die Kinder nicht nach dem Alkoholkonsum ihres Vaters, sie wissen von der Krankheit, sie erzählen mir, dass sie die Flaschen bei ihm sehen, dass er, wenn er gestresst ist, in die Küche geht. Er rieche nach Alkohol. Wir haben diesen Notfallplan, gerade weigert sich auch ein Kind seit Wochen überhaupt zum Vater zu gehen.