Beiträge von MatildaWormwood

    Hallo Schokokeks,

    Ohja, das kenne ich. Über all im Keller fand ich die leeren Flaschen und Dosen versteckt. Nach einem langen Gespräch habe ich ihn auch gebeten, nicht mehr heimlich zu trinken.
    Danach hatte er sich einigermaßen im Griff. Aber nicht lange. Ich habe natürlich gemeckert oder genörgelt, wenn das Trinken mehr wurde. Da hat er dann wieder einiges heimlich getrunken. Ich fand die Dosen dann wieder überall versteckt.
    Nach Gesprächen reißt er sich immer etwas zusammen. Aber das hält nie lange an.

    Das ist das übliche Karussell, du kannst dir überlegen, ob und wie viele Runden du noch fahren willst oder ob du einfach aussteigst. Ich habe das viele Jahre genauso mitgemacht und ich kann dir sagen, es wird nicht besser, sondern dir wird es auf Dauer immer schlechter gehen, während er immer mehr trinken wird.


    Liebe Grüße

    Matilda

    Hallo Nika,

    Ich habe die Erfahrung gemacht daß der Alkohol für ihn wichtiger war als meine Person. Heute geht es mir wieder gut und ich bereue nur daß ich nicht viel früher ausgestiegen bin.

    Ich kann das genauso unterschreiben, ich bereue es sehr. Nach 1,5 Jahren Trennung kehre ich immer noch den Scherbenhaufen zusammen und kaum ist sich um das eine gekümmert und es könnte Ruhe einkehren, ploppt das nächste auf, was bei 3 Kinderseelen, die neben meiner auch heilen müssen, nicht verwunderlich ist.


    Komme für dich ins Handeln! Dein Mann ist erwachsen, im Prinzip darf es dir herzlich egal sein, was mit ihm passiert. Er ist für sein Leben verantwortlich!


    Liebe Grüße

    Matilda

    Hallo Sundancer,

    ich möchte dich auch ermutigen, dir Hilfe zu holen. Da liegen ja auch Fakten vor, dass deine Frau trinkt. Der Vater meiner Kinder ist nie auffällig geworden, ich weiß nur, dass er weiterhin trinkt, auch wenn er so tut, als würde er es nicht tun, zumindest nicht wenn die Kinder bei ihm sind. Der Große hat mir neulich erzählt, dass er es gesehen hat (ich frage die Kinder nicht, sie erzählen mir manchmal etwas, wenn ich nicht damit rechne)

    Liebe Grüße

    Liebe Anne,

    herzlichen Willkommen.


    Du bist nicht zu alt. Zum Job: mein Vater hat zwischen 50 und Anfang 60 noch 3 mal den Arbeitgeber gewechselt, sie haben ihn alle wegen seiner Berufserfahrung sofort genommen.

    Und das ist doch wurscht, was andere Leute denken und reden. Die können sich doch um ihren Kram kümmern... Da hätten sie wahrscheinlich genug zu tun.


    Liebe Grüße

    Matilda

    Hallo Becca,


    ich bin hierüber gestolpert:

    weil ich auf Abstand gehe und keine Nähe zulasse. Wäre ich nicht so ein Eisklotz müsse er nicht trinken (alles schon vor Monaten ausgetestet, er trinkt trotzdem). In der Suchtberatung wurde mir auch geraten auf Abstand zu gehen, dies gestaltet sich echt schwierig wenn ich sage er soll aufhören und er noch weiter macht.

    Was bedeutet der letzte Satz? Dass er dein Nein nicht akzeptiert? Das wäre sexuelle Gewalt! Bitte hol dir in dem Fall ganz dringend Hilfe!

    Hallo Sam,

    Naja, und nach und nach kam auch das Bewusstsein, dass immer 2 dazu gehören. Hätte so manche Abende anders gestalten werden können von Ihrer Seite, wären einige Abende wahrscheinlich ohne Alk gewesen, und naja auch teilweise die Unordnung bzw. das nicht wegräumen hat mich innerlich immer gestört. Naja, sind halt einige Sachen angefallen und man kann/konnte jetzt nur raus lernen.

    Ich bin Co, deswegen halte ich mich eigentlich zurück, aber hierzu muss ich was schreiben.

    Ja, es sind immer 2 in einer Beziehung. ABER für deinen Alkoholkonsum bist du ganz allein verantwortlich, egal, was sie macht. Und ihre Unordnung oder Abendgestaltung als Grund anzuführen, um Alkohol zu trinken, ist eine Rechtfertigung im Außen suchen und ihr den schwarzen Peter zuschieben. Ähnliches habe ich genauso über die Jahre immer wieder gehört und es ist schlichtweg falsch.

    Viele Grüße

    Matilda

    Hallo Livia,

    Ich bin ja nicht in der Situation, dass I C H alkoholsüchtig bin. Ich bin ja die Angehörige eines Alkoholikers und ich finde, dass man da schon einen Unterschied machen sollte, denn als Angehöriger sieht man es schon ein bisschen anders.

    ich bin auch Co gewesen, und das ist auch eine Abhängigkeit. Es mag hier manchmal hart klingen, aber Hilfe bedeutet nun mal nicht, dass man immer liebevolle, tröstende Worte gesagt bekommt, sondern auch dass jemand ehrlich ist und einen mit der Nase auf Dinge stößt, die nicht immer erst gefallen.

    Und Lebenskünstler hat recht, irgendwann ist die Uhr abgelaufen und dann ist es zu spät. Du hast nur dieses eine Leben, das du gestalten kannst.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Hallo Livia,

    Mein erster Gedanke war gerade, ob nicht übergangsweise sowas wie eine WG eine Idee wäre. Es gibt ja auch ältere (ich meine jenseits des Studiums 😂) alleinstehende Menschen in WGs. Es kommt natürlich auf die Gegend an, aber es wäre eine günstigere Alternative.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich von dem Moment an, in dem ich mit meinen Kindern endlich aus diesem nassen Haushalt raus war, meine ganze Lebensfreude und Energie wiedergewonnen habe, die ich früher immer hatte.


    Liebe Grüße

    Matilda

    Hallo Lila-blau,

    ich habe mal eine ganz doofe Frage. Hast du dich überhaupt von dem Vater deiner Kinder getrennt? Vielleicht habe ich es überlesen, aber aus einer Trennung folgt ja in der Regel auch eine räumliche Trennung.

    Aber wenn du den Weg der Trennung gehen willst, musst du mit ihm reden, dich trennen und sagen, dass du möchtest, dass er auszieht. Wenn er sich weigert, würde ich mir selbst was suchen. Und Kinder werden nicht mit Entscheidungen einbezogen, sondern kindgerecht zur "passenden" Zeit informiert.

    Und auch hier kann dir niemand die Entscheidung abnehmen, du bist für dich selbst verantwortlich!

    Liebe Grüße

    Matilda

    Hallo Laura,

    Er meinte nur er möchte jetzt eine ganze Weile nicht mehr trinken und dann wieder normal trinken wie ein gesunder Mensch. Ich habe zu ihm gesagt das geht nicht, er hat gesagt doch das kann er ist eine Frage des Willens und der wäre bei ihm stark. Aber jetzt möchte er erst mal ganz lange nüchtern bleiben.

    das ist doch ein Rückfall mit Ansage und "ganz lange" und "eine ganze Weile" sind sehr dehnbar in ihrer Definition und es kommt auf die Perspektive an.

    Hallo Snowman,


    es tut mir leid, dass es dir so geht. Ich habe den Vater meiner Kinder vor mehr als einem Jahr verlassen und ich kann dir sagen, dass es bei den Kindern Spuren hinterlassen hat. Such dir Hilfe beim Jugendamt oder bei Beratungsstellen, es gibt so viele Möglichkeiten.

    Was würde ich mir wünschen, dass es bei meiner Frau auch "klick" macht.

    Das ist genau der Punkt, es ist und bleibt ein Wunsch. Und ob dies überhaupt jemals passieren wird, weiß niemand. Du hast aber die Chance, dein Leben so zu leben, wie du es möchtest. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie sich der Alltag bei euch anfühlt. Vielleicht hilft es dir, dir mal auszumalen, wie du dir das Leben vorstellst und was deine Wünsche an einen schönen Abend sind. Diese Abende gibt es sogar, aber nicht mit einem nassen Alkoholiker oder einer nassen Alkoholikerin.

    Eine Freundin und ich haben neulich festgestellt, mit wie wenig wir uns "zufrieden" gegeben haben und darunter innerlich schmerzvoll gelitten haben. Das Leben kann schön sein, man muss nur manchmal eine Tür schließen und dann öffnet sich eine neue.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Er ruft nicht um Hilfe, er möchte keine. Er redet nur einfach gerne mit mir aber selbst das geht nicht mehr weil er nur lallt.

    Du hast übrigens auch das Recht zu sagen, dass du nicht mit ihm reden willst, falls du das nicht willst.

    Und mal ganz ehrlich, wenn mich jemand, egal wer, völlig betrunken anruft und lallt, würde ich auch wieder auflegen, wenn nicht daraus hervorgeht, dass diese Person explizit um Hilfe bittet.

    Liebe Laura,

    er ist ein erwachsener Mann, der Verantwortung für sich selbst trägt. Es ist seine Sache, wie er sein Leben gestaltet. Du trägst Verantwortung für dich und dein Kind, das ist schon genug.

    Ich weise mittlerweile konsequent jede Verantwortung für andere Erwachsene von mir und kommuniziere dies deutlich. Die emotionale Last, die ich für mich und meine Kinder tragen muss, ist schon groß genug.

    Grenzen setzen ist anstrengend, aber es lohnt sich. Hast du gute Freundinnen oder Freunde? Mir helfen oft diejenigen, die in ähnlichen Lebenssituationen stecken oder steckten und ebenfalls ihren Weg gehen und Verantwortung übernehmen, einfach weil sie ein ähnliches Mindset haben.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Hallo Ratlos24,

    Ich finde nicht die richtigen Worte. Wenn ich ihm sage, dass ich dieses Auf- und An wegen des Trinkens nicht mehr ertrage, versteht er es nicht, weil er ja nicht anders trinkt als andere.

    Die Frage ist, ob du die richtigen Worte finden musst. Du kannst doch "einfach" sagen, dass du dich trennst. Fertig, aus! Erklärungen gab es genug, verstehen will er es nicht. Die Frage ist auch, ob er es verstehen muss.

    Wenn ich es richtig verstehe, habt ihr ja auch gemeinsamen Kinder, keine Wohnung etc, die nach der Trennung zwanghaft weiter für Kontakt sorgen. Wenn er die Trennung nicht akzeptieren will, konsequentes Blockieren auf allen Kanälen.

    Im Prinzip geht es doch nur um Akzeptanz deiner Entscheidung.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Liebe Reike,

    ich kann da auch nur zustimmen. Im Kopf kann noch so viel passieren, es kommt auf das Handeln an.

    Ich weiß, dass ich mich jetzt zu hart anhöre, aber ich finde es immer so wahnsinnig schade, dass Angehörige warten und warten und warten, während der Alkoholiker ihnen vermittelt, es würde sich etwas tun.

    Es hört sich hart an, wenn man in der Situation ist und überlegt, was man tun soll. Aber es ist nicht hart, sondern es ist einfach die Wahrheit. Ich weiß noch, dass ich es hier ganz am Anfang auch manchmal als hart empfunden habe, was ihr geschrieben habt. Aber ihr habt mir den letzten Schubs gegeben, dass ich mich getrennt habe. Das war wichtig! An der Seite eines nassen Alkoholikers kann man nicht glücklich sein. Helfen kann ich nur mir selbst (und Kindern), alle anderen Erwachsenen tragen für sich selbst die Verantwortung. Wenn eine Person trinken will, dann trinkt sie. Ich kann aber entscheiden, ob ich mein Leben an der Seite dieser Person verbringen möchte. Auch wenn zunächst ein Lebenstraum zerplatzt, hält das Leben aber auch noch andere Dinge bereit.


    Liebe Grüße

    Matilda

    Ich muss hierzu mal was sagen:

    Gestern,als ich meine Tochter von der Schule abgeholt habe, habe ich eine bekannte Mutter mit ihren Kindern gesehen - ich kenne die Familie - die sehen so glücklich und normal aus, haben auch eigene Wohnungen ( auch in unserer Top-Location ), tolle Kinder, gut und ruhig aussehender Papa....

    Diese Familien mag es geben, ABER was hinter der Fassade geschieht, sieht man nicht. Und es bringt nichts, sich mit anderen zu vergleichen. Es tut weh zu realisieren, dass der eigene Lebensplan nicht aufgeht, aber es gibt nicht nur einen vorherbestimmten Weg zum Glück. Und auch wenn es jetzt hart ist, kommen die guten Tage wieder und werden immer zahlreicher.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Das trocken , abstinent bleiben, das ist Sache des Einzelnen. Und bei vielen hat’s geschnackelt.

    Vielleicht muss man aber auch sagen, dass die, die hier im Forum und in den Gruppen sind, aber ja nicht alle sind. Hier sind die trockenen Alkoholiker. Aber viele kommen nie an den Punkt, dass sie etwas ändern. Und die Suchtgeschichten in meiner analogen Welt (Freunde, Bekannte, Kollegen, Familie, mit denen ich darüber spreche und die wiederum ihre Geschichten erzählen) enden in den wenigsten Fällen mit Abstinenz.