Beiträge von MatildaWormwood

    Hallo line33,

    Als ich mich dann von ihm getrennt habe, weil er mich betrogen hatte, war er jeden Tag von morgens bis abends betrunken. Und seitdem trinkt er jeden Tag. Mal mehr, mal weniger, aber er trinkt jeden Tag. Ich vermute, dass er Verlustängste hat (sein Vater ist gestorben, als er Ende 20 war und das hat er nicht verkraftet). Und er erzählt mir immerwieder, seit der Trennung, dass er wahnsinnige Angst davor hat, dass ich mich wieder trennen könnte.

    entschuldige mal, dass ich direkt werde. Er hat dich betrogen, das war seine Entscheidung. Wenn ich in einer monogamen Beziehung untreu bin, muss ich damit rechnen, dass sich der Partner/die Partnerin trennt. Stattdessen sollst du Schuld daran sein, dass er trinkt. Es ist sicher traurig, dass er seinen Vater früh verloren hat. Ich habe eine Freundin, deren Vater gestorben ist, als sie 7 Jahre alt war. Meine Oma hat große Verluste erfahren, als sie Mitte 40 war (Mutter, Sohn, Schwester innerhalb von einem Jahr gestorben). Meine Patentante hatte mit Ende 20 beide Eltern schon verloren. Und ich kenne noch zahlreiche weitere Beispiele. Aber deswegen haben sie alle ihren Kummer nicht in Alkohol ertränkt.

    Du hast nur dieses eine Leben und deine Kinder auch, schau, dass es euch gut geht.

    Liebe Liesel,

    such dir Hilfe. Es gibt das Jugendamt, Beratungsstellen und genügend andere Anlaufstellen. Meinst du, deine Tochter ist gut aufgehoben, wenn sie mit ihrem Vater allein ist? Kümmert er sich wirklich um sie?

    Ich finde es einfach nur krass, dass er seine eigene Tochter beklaut. Und es ist deine Aufgabe, einen Weg daraus zu finden.

    Liebe line33,

    ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es dir geht. So hart das klingt, aber es gibt nur den Ausweg Trennung, wenn dein Mann nicht bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und trocken zu werden.

    Ich bin vor etwa zwei Wochen mit den Kindern endlich ausgezogen. Vorher war es aufgrund anderer Faktoren nicht möglich, getrennt sind wir seit 4 Monaten. Ich merke wie die Kinder langsam entspannter werden, wie sich eingeschlichene Sachen wieder bessern und Routinen, die mir immer wichtig waren, wieder aufleben. Ich selbst bin auch entspannter und schlafe wieder besser. Viele Dinge, die du auf deiner Liste hast, sind nur in einem gesunden Haushalt möglich. Ich weiß genau, wie es ist, wenn du einfach nicht die Kraft hast, dich auf ein Spiel mit den Kindern zu konzentrieren.

    Und ganz wichtig: Kinder bekommen diese verbalen Aggressionen mit und Kinder spiegeln das Verhalten ihrer Eltern. Meine Kinder haben das auch zunehmend getan. Ich merke aber, wie auch das nachlässt.

    Natürlich gibt es immer wieder Situationen im Leben, die einen aus der Bahn werfen. Aber wenn die Basis stimmt, dann findet man auch die Kraft, vorwärts zu schauen, anstatt unterzugehen.

    Ich möchte dir das einfach mal dalassen.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Hallo Wupperli,

    herzlich willkommen hier im Forum. Ich verstehe, dass es dir schwer fällt. Aber ich musste auch realisieren, dass dem Vater meiner Kinder nicht helfen kann. Er hat keinerlei Krankheitseinsicht und trinkt weiter. Vor 1,5 Wochen bin ich mit den Kindern endlich ausgezogen.

    Wie es mit ihm weitergeht, weiß ich gerade nicht. Ich bin aber soweit, dass ich selbst damit klarkomme. Für mich stellt sich jetzt nur die Frage, wie der Umgang geregelt wird.

    In welchem Alter sind deine Kinder denn etwa?

    Liebe Grüße

    Matilda

    Liebe Liesel,

    informiere mich da nochmal genauer. Ich bin mir sehr sicher, vor einiger Zeit gelesen zu haben, dass man keinen Unterhalt zahlen muss, wenn der Ex-Partner den Job durch die Suchterkrankung verliert und auch nichts unternimmt, um gesund zu werden. Du wirst da nicht in jedem Fall zur Kasse gebeten.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Liebe Liesel,

    Als ich von Schuldnerberatung sprach, hat er mir sofort eine dumme Antwort gegeben.

    Er verdient eigentlich selbst gut.
    Dennoch tut er mir leid.
    Ich weiß aber auch, dass er immer noch online spielt.

    versuch doch mal deinen Blickwinkel zu ändern. Er tut dir leid, aber es ist in seiner Verantwortung seine Situation zu ändern und sich helfen zu lassen. Was fühlst du denn, wenn du deine Tochter und dich von außen betrachtest?

    Ich hatte in der Kur ein Gespräch mit einer Mutter, die beruflich mit psychischen Erkrankungen zu tun hat. Sie meinte, dass bei vielen, die nicht aus innerem Antrieb trocken oder clean werden wollen, eine Suchtverlagerung stattfindet. Bei ihm scheint ja beides auch eng miteinander verknüpft zu sein und es kann durchaus sein, dass er jetzt noch mehr spielt, wenn er nicht trinkt.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Ich kann dich auch verstehen. Ich habe selbst jahrelang mit Betteln, Bitten und Flehen verbracht. Ich kann mich daran erinnern, wie ich vor über 8 (!) Jahren weinend auf unserem Bett saß, mit unserem dritten Kind schwanger und ihm gesagt habe, dass ich möchte, dass er aufhört zu trinken. Dieses Bild habe ich wie eine Fotografie vor Augen. Und mir wird jedes Mal mit Schrecken bewusst, dass sich an der Grundsituation seitdem nichts geändert hat, nur dass der Konsum wirklich täglich geworden ist und auch schon früher beginnt. Und natürlich, dass ich jetzt die Reißleine gezogen habe. Seitdem geht es mir endlich besser.

    Liebe Liesel,

    ich muss Hartmut absolut zustimmen, auch wenn es hart ist.

    Und ich kann dir versichern, dass auch wenn es vielleicht noch nicht bei deiner Tochter so wirkt, sie auch darunter leidet. Meine Schwägerin ist sehr tough, aber dadurch, dass ich das alles jetzt angehe, kommen die ganzen Erinnerungen an ihre Kindheit bei ihr hoch. Irgendwo habe ich mal aus zuverlässiger Quelle gelesen, dass 1/3 aller Kinder suchtkranker Eltern selbst alkoholkrank wird, ein weiteres Drittel andere psychische Krankheiten entwickelt, das letzte Drittel kommt mehr oder weniger unbeschadet daraus. Die Frage ist, was heißt dieses mehr oder weniger. Das lässt viel Interpretationsspielraum offen.

    Ich lese bei dir immer raus, dass es dir schlecht geht, aber du musst irgendwie aktiv werden. Manchmal braucht es auch größere Schritte, da reichen nicht die kleinen. Vielleicht tue ich dir Unrecht, aber ich habe den Eindruck, dass dein Mann macht, worauf er Lust hat. Du konzentrierst dich zwar auf deine Tochter, aber im Prinzip beäugst du die ganze Zeit argwöhnisch deinen Mann und machst dir Gedanken, ob er das Ganze ernst meint. Aber ich frage dich: Was möchtest du denn? Wie stellst du dir dein weiteres Leben vor? Möchtest du mit einem Mann zusammenleben, dem du im Prinzip nicht mehr vertraust? Was glaubst du, wie es in ein paar Jahren sein wird?

    Fühl dich bitte nicht angegriffen. Mir ist in den letzten Woche durch dieses Forum und viele analoge Gespräche bewusst geworden, dass die Möglichkeiten von Angehörigen sehr begrenzt sein, wenn der Alkoholkranke nicht will. Da bleibt im Prinzip nur Trennung oder gemeinsamer Untergang, wenn man es mal überspitzt darstellt. Ich weiß mittlerweile von so vielen Freunden, Kollegen und Bekannten, dass sie EKAs sind. Sie sagen alle, dass sie sich gewünscht hätten, dass der nicht alkoholkranke Elternteil mit ihnen gegangen wäre.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Heute habe ich mir vorgenommen, das nicht zutun.

    Ich finde das richtig. Vor allem, was hat sie von einem völlig verkaterten Vater?! Und da stellt sich die Frage, wie viel Reatalkohol er noch hat... Ich würde ihm übrigens sagen, dass er sich einen anderen Raum zum Schlafen suchen soll, wenn das euer Platz hergibt. Das kann ja nicht sein, dass ihr seinen Anblick die ganze Zeit ertragen und um ihn rumschleichen müsst.

    Meine Kleine hat sich vor Wochen gewünscht, dass der Papa sie mit dem Schlitten von der Schule abholt. Er hätte Zeit gehabt, hatte aber keinen Bock. Ich kam gerade von der Arbeit nach Hause und bin dann selbst mit dem Schlitten direkt wieder los, weil ich weiß, wie sehr sie den Schnee liebt und wie wichtig ihr das ist. Und es schneit ja auch wirklich selten und vor allem nicht so, dass man wirklich Schlitten fahren kann. Sie war total traurig, dass er nicht gekommen ist, aber ich war da für sie und wir hatten dann auf dem Rückweg (wir können durch den Stadtpark gehen) ganz viel Spaß.

    Liebe RH,

    Ich kann auch nicht einfach neutral oder cool bleiben. Innerlich gehe ich oft einen Streit durch, werf ihm alles mögliche an den Kopf, damit ihm klar wird wie sehr er mich verletzt hat.

    Aber das bringt nichts. Und wahrscheinlich weiß er das ja auch....

    ich kann dich so gut verstehen, aber wie du schon selbst weiß, bringt das rein gar nichts.

    Du kannst trotzdem das Gespräch suchen, aber versuch sachlich zu bleiben. Mir hat es sehr geholfen, ihm deutlich zu machen, dass er für sein Handeln Verantwortung trägt, und vor allem das Thema Schuld außen vor zu lassen. Ich versuche mittlerweile alle Gespräche auf diese Ebene zurückzuholen. (Da gibt es auch so ein Kommunikationsmodell: Kinder-Ich, Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich, das fand ich sehr hilfreich.) es ist aber schwer, das weiß ich. Mir fiel es auch erst leichter, als für mich klar war, ich trenne mich und werde das nicht mehr so mitmachen. Diesem Entschluss ist auch eine gewisse emotionale Distanz entwachsen, zumindest was unsere Paar beziehung betrifft. Der Papa ist er ja trotzdem immer noch, aber da kann ich jetzt klarer sehen und handeln.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Liebe Liesel,

    Seit wann braucht Frau denn eine Angriffsfläche, um ihren Mann verlassen zu dürfen? Diese Zeiten sind ja schon lange vorbei.
    „Ich bin einfach nicht mehr glücklich und habe auch keine Hoffnung mehr, dass sich das ändert.“ würde mir völlig ausreichen.

    genau das ging mir auch durch den Kopf, als ich das von dir bei wardasalles gelesen habe. Du bist unglücklich. Und das reicht. Du darfst gehen, wenn es dir schlecht geht in einer Beziehung. Selbst wenn dein Mann der liebste und fürsorglichste Mensch der Welt wäre, dürftest du gehen, wenn du nicht glücklich bist.

    Ich hatte interessanterweise die Tage ein Gespräch mit einer anderen, schon länger getrennten Mutter. Wir kamen irgendwie auf die emotionale Situation zu sprechen und haben dann festgestellt, dass wir erst nach der Trennung realisiert haben, dass die Gefühle schon lange nicht mehr da waren. Der Wunsch aber sehr groß war, eine stabile Beziehung zu führen, die Kinder Mama und Papa haben, dass man seine eigenen, schwindenden Gefühle nicht mehr wahrgenommen hat. Und ich weiß von anderen Freundinnen und Kolleginnen, bei denen es genauso ist. Und ich habe hier beim Lesen oft das Gefühl, dass dies bei ganz vielen der Fall ist. Falsche Glaubenssätze aber dazu beitragen, dass man in Beziehungen verharrt, die schon lange nichts mehr mit Liebe zu tun haben.

    Liesel, ich lese heraus, dass du eigentlich lieber gehen würdest, dich aber nicht traust. Du musst zusehen, dass es dir gut geht. Mir hat es geholfen, die Situation mit den Augen meiner Kinder zu sehen. Sie können so lernen, dass sie nicht Situationen aushalten müssen, in denen sie unglücklich sind, sondern sie können selbstwirksam handeln. Das lernen sie aber von uns. Wenn wir nicht selbst so handeln, übernehmen sie unsere Handlungsmuster.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Liebe RH,

    Es ist leider trotz das mein Kopf klar ist, Gefühlsmäßig gerade so schwer.

    ich kann das gut nachvollziehen. Mir ging es lange auch so. Allerdings ist mir mehr und mehr aufgefallen, dass meine Gefühle durch Erinnerungen hervorgerufen sind. Die Erinnerungen an schöne Zeiten, als alles noch nicht so verfahren war und er auch Phasen hatte, in denen er weniger oder auch mal Tage lang nichts getrunken hat. Aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, ist das, was ich mir unter Liebe vorstelle, schon lange nicht mehr da. Wenn ich jeden Abend das Gefühl habe, er riecht wie eine Kneipe, er nicht regelmäßig duscht und dazu Alkoholausdünstungen hat etc., wird die Anziehung auch weniger, mal ganz zu Schweigen vom schwindenden Vertrauen und der jedes Mal erneuten Enttäuschung.

    Mit ist vieles jetzt erst wirklich bewusst geworden.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Liebe RH,

    Es tut mir so leid wegen der Kinder. Die armen Mäuse müssen schon mit einem unberechenbaren ständig abwesenden Papa leben... Da dürfen sie nicht auch noch eine so labile Mama haben denk ich mir....😕

    Allein deswegen musst du schauen, dass du mit den Kindern einen Weg aus dieser toxischen Umgebung raus findest. Natürlich macht dich das labil, das ist kein Wunder. Je länger du aber in dieser Beziehung bleibst, um so schlimmer wird es.

    Ich schicke dir ganz viel Kraft, der Termin hilft dir ganz bestimmt.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Liebe RH,

    ich muss mich hier auch den anderen anschließen. Mal kurz zusammengefasst: Er trinkt, wirft Amphetamine ein, verschwindet immer mal wieder, lebt ein Leben, als wenn er keine Familie hätte, betrügt dich, lügt dich bewusst an und stellt dann alles so dar, als läge es an dir und den Kindern. Und Midget hat Recht, die Lüge, die er auftischt, ist eine Beleidigung an deine Intelligenz. Es zeigt vor allem, wie wenig er dich respektiert. Mal ganz platt gesagt, er verarscht dich.

    Mein Noch-Mann ist alkoholkrank, da wird sich so schnell nichts ändern, da bin ich mir ganz sicher. Unsere Kinder sind schon in der Schule. Manchmal bereue ich es, dass ich nicht gegangen sind, als sie noch klein waren. Einmal sind wir in eine größere Wohnung umgezogen, nur ein paar Straßen weiter. Da habe ich kurz darüber nachgedacht, ob ich allein mit den Kindern in der alten bleiben soll. Das ist 7 Jahre her. Hätte ich machen sollen, aber der Gedanke hilft mir heute auch nicht. Ich will nur sagen: Schieb diese Entscheidung nicht ewig vor dir her, für dich und die Kinder wird es nur schlimmer werden. Und die Kinder werden auch immer drunter leiden.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Liebe RH,

    Du sagst es ist gerade nicht mehr so schlimm und beschreibst dann eine Situation, die ich definitiv schlimm finde. Versteh mich nicht falsch. Ich springe darauf an, weil ich mich auch an die Teäume, Erinnerungen und Hoffnungen geklammert habe.

    Ich muss mich da Lanananana anschließen, man klammert sich an jeden Strohhalm, obwohl die schönen Erinnerungen und Träume nur noch kurze Momente sind, die einmal waren. Wenn ich lese, was du schreibst, bekomme ich eine Gänsehaut.

    Vor Weihnachten sagte mir die Klassenlehrerin meiner Kinder: "Frau X, warum packen sie nicht Koffer und Kinder und gehen?" So einfach ist es nicht, aber sie hat mir sehr die Augen geöffnet. Wie viel Leid sind wir Cos bereit zu ertragen? Und ich muss ganz ehrlich sagen, so eine Psychose ist ja nicht witzig. Ich habe es mir gerade auch noch mal durchgelesen, was du geschrieben hast. Das Jugendamt wird niemals unbegleiteten Umgang zulassen, wenn der Vater Drogen konsumiert und dazu auch noch psychotisch ist. Das ist eine Kindeswohlgefährdung, da muss man auch nichts schön reden. Entschuldige, dass ich das so drastisch schreibe, versteh das bitte nicht als Angriff. Ich stelle mir deine Situation ganz schwer vor und kann mir auch vorstellen, wie die Kraft fehlt mit zwei so kleinen Kindern. Aber ich glaube, du musst deine Kräfte bündeln, um deinen Kindern und dir ganz dringend zu helfen.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Liebe wardasalles,

    du bist nicht Schuld am Alkoholkonsum deines Mannes, du zerstört auch nicht eure Ehe. Das, was du da schilderst, ist das typische Verhalten, das ich zum Teil von meinem Noch-Mann kenne, aber ganz besonders von meinem Schwiegervater im Umgang mit meiner Schwiegermutter, der setzt da noch immer einen drauf. Ich glaube, dass da aber auch noch narzisstische Züge mitschwingen, aber das soll nicht meine Baustelle sein. Mir wurden von ihm schon psychische Erkrankungen nachgesagt, weil ich Grenzen setze. Ich gehe auf Distanz, soweit es möglich ist, und bin froh, dass der Umzug für mich naht.

    Es hilft aber, darüber zu sprechen. Denn du liegst völlig richtig, was deine Wahrnehmung angeht. Lass dich nicht kleinmachen.

    Vielleicht als Idee, ich weiß nicht, ob das was für dich wäre. Aber es gibt doch auch WGs mit älteren, berufstätigen Mitbewohnern, da wären die Mietkosten schon mal geringer.

    Ich schicke dir ganz viel Kraft und ein großes Pakt Selbstvertrauen.

    Liebe Grüße

    Matilda

    Liebe RH,

    es tut mir leid zu lesen, dass es dir so schlecht geht. Wenn ich das richtig verstanden habe, möchtest du ja eigentlich raus aus der Situation, hast aber Angst wegen des Finanziellem und des Umgangs.

    Was den Unterhalt angeht, wird der ja festgelegt. Wenn er den nicht zahlt, kannst du Unterhaltsvorschuss beantragen. Dann bekommst du den vom Amt gezahlt und das holt sich den dann vom Vater wieder. (Eine gute Freundin von mir musste das machen, deswegen weiß ich das gerade.)

    Zu Punkt 2, dem Umgang: Frag beim Jugendamt mal nach, die können dich beraten und dir helfen. Und schau doch mal, ob es bei dir in der Nähe eine kostenlose Rechtsberatung gibt. Bei uns bietet das der Kinderschutzbund an. Auch wenn ihr das gemeinsame Sorgerecht habt, steht immer das Kindeswohl im Vordergrund, und das wäre, so wie du deinen Mann schilderst, gefährdet, wenn er die Kinder allein versorgen müsste. Das klingt ja, wenn ich ehrlich bin, auch so, als wenn du nicht mal guten Gewissens kurz einkaufen gehen kannst, wenn er zu Hause ist.

    Hast du denn eine sichere Arbeit, in die du nach der Elternzeit zurückkehrst? Wie sieht es denn bei euch mit Kita-Plätzen aus? Geht deine ältere Tochter in die Kita?

    Liebe Grüße

    Matilda