Beiträge von Rosa

    Ich habe ewig lange festgehalten, daran geglaubt, dass wir eine Chance haben unsere Beziehung zu retten und wieder aufblühen zu lassen. In dem halben Jahr, was er nüchtern war, haben wir viel, sehr viel Schönes miteinander unternommen. Doch leider waren dies alles Dinge, die nur "im Außen" stattfanden. Ich habe mich wieder ihm angepasst - nur nichts falsch machen, damit alles so schön rosig bleibt. Ich war wieder nicht "ich selber".... Wir haben nicht ein einziges Mal darüber gesprochen, wie es nach seiner Therapie weitergeht, was wir anders machen als vorher. Ich selbst war komplett durcheinander nachdem er zurück war, wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte... allein das war auch wieder mein Fehler: "wie ich mich verhalten soll" Das schreit doch nach Anpassung und Abhängigkeit. Er war immer der Meinung, dass es bei ihm nicht so schlimm ist, wie bei den anderen "Mitinsassen" in der Klinik. Die anderen haben viel größere Probleme, Komplettabstürze, Vollrausch mit hochprozentigem Alkohol, Drogen, Medikamenten. Und er, "er trinkt ja schließlich nur Bier". So schlimm kann es bei ihm doch nicht sein.

    Lange Rede, kurzer Sinn: nach der Reha trank er alkoholfreies Bier, zog sich zu diesem Zweck - wie vor der Therapie - in seine Garage zurück, um allein zu sein. Nach einem halben Jahr ging es sicherlich über Radler zurück zum normalen Bier. Ich habe ihn mehrmals darauf angesprochen. "Er hätte das alles im Griff", "So schlimm wie früher wird es nicht" und "Was sind schon ein paar Bier"....

    Ein Jahr ist vergangen. Die Regelmäßigkeit ist da. Anzeichen der Abhängigkeit mit Zittern am Morgen usw. auch, körperlich total abgebaut. Und dieser Unterschied... Er ist für mich zwei Menschen in einem. Ich merke es sofort, an der Art wie er mit mir spricht. Kein Mensch merkt es... Nur ich. Und das nervt mich an mir selber. Und ich kann damit einfach nicht mehr umgehen.

    Nun denke ich seit Monaten darüber nach, wie schön es doch wäre, nicht mehr mit ihm unter einem Dach zu leben... Denn so einsam, wie man in einer Beziehung sein kann, kann man doch sicherlich allein noch viel besser sein? Wie bescheuert das klingt ;) Doch was soll ich sagen....

    In den letzten 1 1/2 Jahren habe ich begonnen, viel für mich selbst zu tun. Ich gehe große Runden mit dem Hund... bin viel draußen. Ich mache Yoga. Arbeite sehr an mir selbst. Habe negative Angewohnheiten abgelegt. Versuche positiv zu denken, mehr zu fühlen. Auf meinen Bauch zu hören. Grenzen setzen. Ich bin ruhiger geworden. Der Stress, den ich mir Jahre lang selbst gemacht habe, ist abgefallen. Ich setze mich nicht mehr selbst unter Druck. Je mehr ich mich in etwas reingesteigert hatte, desto schlimmer wurde es... dies habe ich abgelegt. Wenn etwas Negatives passiert, habe ich es angenommen. Dann fällt es leichter damit umzugehen. Ich merke, dass dies auch meinen Kindern gut tut. Die Mädels sind fast 22 und fast 17. Ich rede offener mit ihnen, als es meine Eltern, vor allem Mutter, je getan haben.

    Genau in diesen anderthalb Jahren haben wir innerhalb genau in einem Jahr nacheinander die 3 wichtigsten ältesten männlichen Familienmitglieder gehen lassen müssen. Mein Mann kam aus der Reha, nach einem Monat starb sein Vater, der an einer schnell fortgeschrittenen Demenz erkrankt war. Ein halbes Jahr später ein weiterer wichtiger Vaterersatz in seinem Leben. Wieder ein halbes Jahr später, vor so fast genau jetzt 3 Monaten, starb mein Vater. Die beiden letzteren an Krebs....

    In einem Jahr 3 Familienmitglieder... Dies alles ist schwer zu ertragen und zu verarbeiten. Für uns alle.... Dies aber jetzt nur am Rande erwähnt.

    Jedenfalls worauf ich hinaus will ist: ich habe seit Beginn an, seitdem ich angefangen habe, mich zu reflektieren und mir Hilfe vor über 2 Jahren, immer und immer geglaubt, dass ich mich nicht trennen möchte. Dass ich das gemeinsam mit ihm durchstehe und dass es doch sicherlich Hoffnung gibt. Doch durch dieses ganze Auf und Ab der letzten Wochen und Monate musste ich einsehen, dass diese Hoffnung immer und immer wieder stirbt. Ich bin jetzt langsam an einem Punkt, also das kam auch mit der Trauer um meinen Vater, wo ich langsam doch denke, dass es besser wäre, wir trennen uns. Das sind aber alles nur Gedanken.... Gedanken, die sich in meinem Kopf verwirbeln.... Ich glaube, die große vermeintliche unendliche Liebe löst sich allmählich auf und was bleibt ist nur noch eine Verbundenheit, weil wir eben verbunden sind. Ich hoffe, ich komme nicht allzu wirr rüber.

    Ich wünsche an dieser Stelle erst einmal Gute Nacht an alle still leidenden da draußen und an die, die es geschafft haben.

    In Liebe, Rosa

    Hallo Ihr Lieben,

    da bin ich mal wieder. Kurz und knapp: alles ist geblieben wie es vorher schon war. Das heimliche Trinken geht weiter. Ich mag mich nicht mehr damit beschäftigen. Die letzten Monate haben gezeigt, er findet alles gut wie es ist. Ich sehe nur ihn, wie er sich immer immer weiter kaputtmacht. Zwischendurch die Woche über versucht er stark zu sein - für die Arbeit. Aber darüber hinaus gibt es kein WIR mehr. Für ihn gibt es nur noch seine Welt, aus der er ab und zu mal rausschaut, um zu gucken, ob ich noch da bin. Dann versucht er irgendwie manipulierenderweise mir ein schlechtes Gewissen zu machen, in dem er mir Kleinigkeiten vorwirft, wie "Du bist ja nie da", wenn ich zB mit unserem Hund draußen war - lächerlich - ich LEBE oder wenn ich 1x pro Woche beim Sport bin. Aber solche Vorwürfe nehme ich mir nicht mehr an, rechtfertige, diskutiere nicht mehr....

    Mein Kopf dreht sich jede Nacht im Kreis. Das Tagebuchschreiben klappt leider auch nicht, um alles loszuwerden. Ich möchte Euch einmal von meiner Angst vom großen Schritt genauer berichten. Um zu sehen, ob es bei Euch ähnlich war/ist.... Der große Schritt macht mir Angst. Das "Danach" nicht. Das "Danach" lässt mich ruhig werden und friedvoll sein.

    Ich versuche heute oder morgen auf diese Angst einzugehen. Jetzt muss ich los zur Arbeit :lol:

    Ganz liebe Grüße in die Runde

    Rosa

    Ich habe die letzten Tage wieder viel hier gelesen. Dies macht die Sache irgendwie nicht leichter, denn die Gedanken kreisen somit immer und immer wieder um den trinkenden Partner und um das eigene Verhalten, egal ob er nun viel, wenig oder heimlich trinkt. Um die eigene Abhängigkeit vom Trinkverhalten des partners. Die Gedanken kreisen somit immer wieder um das Thema Sucht.

    Und was ich hier immer wieder lese, der einzige Ausweg ist die Trennung. Und meistens geht nicht der Süchtige aus dem gemeinsamen zu Hause, meist geht der/die CoAbhängige mit den Kindern.

    Gibt es denn auch die Möglichkeit, gibt es hier im Forum tatsächlich Fälle, wo irgendwann alles gut wurde? Wo man sich gegenseitig als Paar unterstützt/supportet hat aus der Sucht zu entkommen und irgendwann wieder eine lebenswerte, sichere Beziehung führte? Oder hab ich vielleicht so ein Beispiel bis jetzt noch nicht gelesen?

    Einen schönen Pfingstmontag wünsche ich Euch!

    Im Moment ist es so, dass er alles was er in Therapie gelernt hat über Bord geworfen hat und heimlich wieder trinkt.... mir macht dieses Verhalten mehr als Angst.

    Es macht mir einfach dahingehend Angst, dass er einfach wieder genau in denselben Strudel gerät, wie vor der Therapie.... wenn es nicht sogar schon soweit ist 🫣🫣 .... und es macht mir Angst, dass ich entscheiden muss für mich zu gehen. Das macht mir Angst! Die Trennung von allem liebgewonnenem wie Haus, Garten, Tiere usw. Wie das alles überhaupt am Ende vollzogen wird.

    Ich habe dennoch im letzten Jahr sehr viel an mir selbst gearbeitet. Ich bin in mir selbst ruhiger, entspannter, lass mich nicht mehr stressen und unter druck setzen, setze mich selbst nicht mehr unter Druck. Und ich fresse nichts mehr in mich hinein. Ich rede, zwar nicht oft, aber ich sage es offen, wenn mir etwas nicht passt.... gerade auch ihm ... setze Grenzen. Er hat auch begriffen, dass ich mich durch nichts an meiner Selbstfürsorge hindern lasse.... ich muss schon sagen, dass sich viel geändert hat im Verlauf des letzten Jahres im Vergleich zu vorher. Und ich werde mich nicht mehr aufhalten lassen und ich werde es nicht mehr soweit kommen lassen, dass ich mich für andere verbiege und ständig die Erwartungen anderer erfülle. Von daher bin ich schon ziemlich stolz auf mich!

    Dennoch fühle ich mich jetzt, wo er wieder heimlich trinkt - noch versucht er es unter Kontrolle zu halten - immer wieder im Gefühlschaos gefangen. Das meine ich mit meiner Abhängigkeit von seinem Verhalten.

    Also ihr Lieben, ich danke euch wahnsinnig für eure Sichtweisen... ich bin auch hin- und hergerissen. Hänge direkt zwischendurch bei ebay Kleinanzeigen im Wohnungsmarkt rum und dann hingegen haben er und ich wieder schöne Zeiten, derzeit viel zusammen im Garten..

    Also, ich denke, ich brauche noch Zeit. Ich befinde mich noch in der Findung...

    Ich grüße euch schön zu Pfingsten ;)

    Hallo,

    ich bin zurück....

    ... ich bin seit 2023 hier angemeldet, war hier auch ziemlich aktiv als Frau eines damals krankheitsuneinsichtigen Alkoholikers... nach einem Ereignis änderte sich letztes Frühjahr die Situation, dass er sich in Therapie begab.... doch leider vergebens.

    Ich war seitdem hier leider nicht mehr aktiv, weil ich schrecklich viele Baustellen abzuarbeiten hatte, um mich herum - mein Vater wurde schwer krank.

    Meine eigenen verschiedenen Lösungsansätze zu heilen stagnieren leider immer wieder.

    Ich suche hier nach wie vor den Austausch mit weiteren CoAbhängigen....

    denn ich habe das große Problem, dass mein Mann und ich keine Kommunikationsebene finden. Wir haben uns nach seiner Therapie niemals richtig ausgetauscht. Ich würde so gerne über meine Gefühle reden, er zieht sich immer und immer wieder zurück. Im Moment ist es so, dass er alles was er in Therapie gelernt hat über Bord geworfen hat und heimlich wieder trinkt.... mir macht dieses Verhalten mehr als Angst.

    Ich weiß leider überhaupt nicht weiter. Denn mein Seelenfrieden ist nach wie vor abhängig von seinem Verhalten.

    Ich möchte mir hier wieder von der Seele schreiben...

    Ganz liebe Grüße an euch

    Rosa

    Hatte schon 2 Termine bei meiner Therapeutin... leider ist sie grade ein Monat in Auszeit. Anfang Februar startet die Therapie dann richtig.

    Dieses Gefühlschaos ist durch die Co Geschichte entstanden und ich habe mir da gleich Hilfe gesucht. Wie gesagt, der Hund und die Natur sowie verständnisvolle Freundinnen helfen mir. Nur zu Hause durch die Anwesenheit meines Mannes werde ich blockiert

    Danke... ich wollte vorhin eigentlich noch schreiben (bin dann leider im Gefühlschaos wieder untergegangen.... ), ICH FÜHLE MICH SEIT GERAUMER ZEIT IN UNSEREM ZUHAUSE NICHT MEHR ZUHAUSE 🥺😥😥😥 es gibt soviel zu tun, was ich früher gerne gemacht habe, das kotzt mich einfach nur an, machen zu müssen.... und ich bin einfach BLOCKIERT, ganz normale Dinge, wie putzen, Blumen gießen, Wäsche legen und wegräumen usw. einfach zu tun.... ich mag nicht mal Termine im Kalender eintragen....

    Ich war heute 1 1/2 Stunden mit dem 🐕 unterwegs in der Natur.... da denke ich immer viel schlechtes weg.... vor und um Weihnachten rum schrieb ich hier, dass mein Mann sich relativ Mühe gibt mit Laune und hat weniger getrunken. Seit ca. Silvester ist wieder Land unter.... ich weiß nicht, wie lange ich es noch ertrage....

    Heute wieder ein Beispiel der ekelhaften Sorte: er isst immer das, was ich koche... meist schmeckt es ihm. Wenn er Tage hat, wo er tagsüber bereits säuft, hat er keinen Appetit und am Essen ist immer etwas auszusetzen. Heute war es wohl zu scharf, er verzog beim ersten Bissen übelst das Gesicht und sagte: "Ich fress bald nix mehr in diesem Haus" solche Aussagen tun mir extremst weh. Ich verschwende meine Zeit in der Küche.... meiner Tochter und mir hats geschmeckt. Ich habe immer das Gefühl, wenn er voll ist, dass er einfach nur provozieren will..... geht es euch ähnlich?

    Koche ich nichts, wird gemault. Dieses ständige auf und ab ist der Hass. Reagiere ich auf solche Aussagen, gibt es übelst Theater. Reagiere ich nicht, fresse ich wütend alles in mich rein.... wie lange hält man aus? Wie lange?

    Ich habe beim Spaziergang überlegt, dass ich langsam aktiv werden will und mal alles sortieren und aussortieren will. Kleiderschränke, andere Schränke, die Akten.... alles nach und nach. Es hat sich in 20 Jahren ganz viel angestaut, wo mir immer mehr die Lust fehlte.... ich habe ja auch erst in den letzten 2 Jahren richtig begriffen, was los ist. Also dass es niemals besser wird.... und in diesen Jahren der Erkenntnis wurde ich immer ohnmächtiger.... ich habe versucht, Hilfe zu bekommen von Freunden und Kollegen für ihn, doch keiner nimmt es ernst oder wahr.... ich habe im letzten Halbjahr begriffen, dass ich was tun muß, für mich und die Kinder.

    Jedenfalls stelle ich immer und immer wieder fest, dass er abartig gemein mir gegenüber ist.... je mehr Alkohol desto fieser. Wisst ihr, und dieses Aggressionspotential hält mich davon ab, ihm klar zu sagen, dass ich nicht mehr kann.... und mittlerweile nicht mehr will. ich habe noch nie ernsthaft mit ihm reden können, über Probleme, die uns als Paar oder mich als Person betreffen. Von sich selbst ganz zu schweigen. Wenn es tiefer geht, verlässt er das Gespräch bzw den Raum oder sagt, ich soll mit dem Scheiß aufhören.... ich kann nicht genau sagen, wovor ich Angst habe, ihm meine Sichtweise darzulegen.... wahrscheinlich weil ich eh nicht von ihm gehört und ernstgenommen werde, lass ich es lieber.

    Ich glaube, er hat es niemals gelernt, zu reden. Das ist schlimm.

    Aber wenn ich was verändern will bei mir, muss ich es auch sagen/ansprechen....

    Der typische Teufelskreis :cry:?(?(?(?(

    Ich überlege immer und immer wieder, einfach Tagebuch zu schreiben..... man vergisst einfach zuviel. Einfach um ein wenig die Tage zu dokumentieren. Ständig kreisen die Gedanken. Wer schreibt von euch und hilft es ein wenig, die Gedanken loszuwerden und etwas freier zu sein, während man sich noch gefangen fühlt in der toxischen Ehe mit einem Alkoholiker?

    Ich finde mich tatsächlich auch immer noch nicht richtig zurecht hier.

    Ich schaue auch immer bei "ungelesen". Wenn ich in einen Chat reingehe und ihn lese und ich später weiterlesen will, finde ich ihn nie wieder... kann mir jemand sagen, wie ich den Chat von jemandem bestimmten abonnieren kann?

    Hallo an alle,

    Danke an all ihr lieben, die mich unterstützen. Das gibt mir unendlic viel Kraft und Gewissheit.

    ABER MG-Midget hat recht: Bitte hier in meinem Chat möglichst bei meinem Thema bleiben und kein anderes anfangen. Der Algorithmus geht dann leider von meinen Themen weg in eine Richtung, die nicht mein Problem behandelt. Sorry! Nicht böse gemeint. Ich verstehe eure Probleme nur zu gut.

    Grade auch deins Mariexy .... aber bitte dies in deinem Chat. Oder was sagen die Moderatoren dazu?

    Danke für euer Verständnis....

    Ich danke euch immer und immer wieder für eure lieben und auch vorallem ehrlichen Worte.... ich lasse es immer ein paar Tage sacken. Auch finde ich ganz super, dass du, Hobbes, mir aus der anderen Sicht vieles klar werden lässt. Ganz ganz oft habe ich versucht, Verständnis aufzubringen. Ich danke dir sehr, Hobbes, und hoffe, ich kann von dir noch einges lesen.

    Ja, die Weihnachtszeit verlief relativ gut, dafür ging der Sturm (das Saufen, mit morgendlich beginnendem Konterbier) danach erst wieder richtig los .... so war der Jahreswechsel wieder im alten Trott. Ich hasse diese Alkoholfahne.... das ist alles leider so üblich, wenn der Herr mehrere Tage frei / Urlaub hat und wir zu Hause sind. Für mich sind solche Tage einfach nicht entspannend, nur ätzend.

    Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Ich hoffe, ich finde im neuen Jahr endlich den Mut und die Kräfte endlich irgendwas zu ändern.

    Rückblickend kann ich sagen, dass ich 2023 endlich realisiert habe, dass ich in einer co-Abhängigkeit stecke und dass ich dort nicht rauskomme und es sich generell nix ändern wird an der Gesamtsituation, wenn ich nicht endlich meine Sichtweise ändere und auch Taten folgen lasse. Ich habe mich Freunden gegenüber geöffnet, habe mit meiner Hausärztin über das Problem gesprochen, habe einen reha-antrag gestellt, gehe zur suchtberatung sowie beginne eine Therapie. Von alldem weiß leider mein Mann nichts.... wisst ihr, für mich ist das alles nach wie vor ein, nennen wir es "Vertrauensbruch" ihm gegenüber.... weil ich dies alles "hinter seinem Rücken" in Bewegung bringe, weil ich einfach nicht mit ihm darüber reden kann. Diese Blockade, diese unüberwindbare Mauer steckt immer noch in mir. Das gilt es für mich zu überwinden.... geht's noch jemandem ähnlich?

    Ich hoffe, ich texte euch nicht zu sehr mit meinen Problemen zu.... aber man sieht, eins führt durch diesen Sog zum anderen....

    Eine Frage hätte ich noch: Habt ihr manchmal auch schon gedacht, dass es besser wäre, dem saufenden Partner würde was zustoßen, also so dass er nicht überlebt? Also quasi als Wunsch? Ich schäme mich so für solche Gedanken....

    Ihr Lieben,

    Danke für eure Sichtweisen und Erfahrungen.... es ist der blanke Wahnsinn, was man sich antut und versucht, aufrecht zu erhalten.... man hält fest an den schönen Erinnerungen und will einfach nicht wahr haben, dass das nie wieder kommt. Man denkt, man hat sich mal geschworen zusammen alt zu werden und einer für den anderen einzustehen.... aber Wahnsinn, wie dieses teufelszeug einen Menschen komplett verändern kann. Immer wieder sage ich mir, er ist ein guter Mensch.

    Lieber Hobbes, warum ist er denn eifersüchtig? Warum fragt er ständig, ob ich einen anderen habe, wenn ich mehrere Wege erledige, die länger dauern oder wenn ich mit Bekannten zum Essen gehe, mir einfach was gönne? Er hat oft im Suff geäußert, früher schon, wenn ich ihn jemals betrüge oder gehe, würde er mir was antun. Warum sagt man sowas, wenn man nichts mehr für seine Partnerin übrig hat? Warum würde er mir kein besseres Leben gönnen? Ich bin die Mutter seiner Kinder.

    Ich bin mittlerweile auch zu dem Schluss gekommen, dass ich meine besten Jahre quasi geopfert/verschwendet habe... die letzten 5-7 Jahre waren echt nicht lebenswert. Ich möchte meine Leichtigkeit, Unbeschwertheit, vorallem Kraft und Energie zurück haben. Ständig muss man drauf achten, was man sagt und tut. Ich hasse es so leben zu müssen.