Hallo liebe Mai bis Juni. Du hast ja eine recht lange schreibpause eingelegt, bzw immer mal wieder. Wie ist es dir denn ergangen, in den letzten monaten? Lieben gruß
Beiträge von koda
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Liebe Elara,
bevor ich hier ins Forum kam, hatte ich auch schon unzählige "Wachrüttel-Gespräche" hinter mir, weil es mir sooo logisch vorkam, daß man nur überzeugend genug argumentieren muss, und dann muss es ja klappen mit der Abkehr vom lebenszerstörerischen Trinken. Und bis ich hierher kam, war mir auch nicht bewusst, das das ein fruchtloses Unterfangen sein könnte. Im Gegenteil, ich habe mich sehr oft gefragt, ob es nicht doch mehr gibt, was ich noch unternehmen oder sagen könnte, damit er endlich versteht, daß er sich umbringt. Da er jedoch ständig betrunken war, konnte er sich diese Gedanken ja gar nicht machen, und auch mit der Hilfesuche klappte das nicht besonders gut.
Ich hatte ihm bis dahin einige Telefonnummern herausgesucht, zu einem Pastor Kontakt aufgenommen, ihn mit zur Caritas genommen, den sozialpsychiatrischen Dienst kontaktiert, die Malteser, diverse Kliniken... Ich dachte, wenn ich ihm all das abnehme, und er nur noch Ja sagen und hingehen muss, dann muss doch endlich der eine Groschen fallen. Mich hat es täglich mehr heruntergezogen, ihn so mutlos zu sehen, und auch so handlungsunfähig. Irgendwann hat es mich auch wütend gemacht, es war eine Mischung aus Mitleid, (auch einem starken Sog, der von ihm ausging) aber eben auch Frustration, das er sich augenscheinlich so hängen liess, wo es doch in meinen Augen so "einfach" war. Bloss sich Hilfe suchen! Und weil ich regelmässig dachte, ich hätte das noch nicht richtig kommunziert, hab ich das immer wieder versucht, ihn wachzurütteln, weg von diesem benebelten Zustand, indem nur der nächste Schluck wichtig ist, hin zu einer Zukunft die sich wieder lohnen könnte.
Dann gab es ein längeres Gespräch mit ihm, indem er mich bat, ihn nicht mehr so zu bearbeiten, weil er es als übergriffig empfand. Ich verstand da aber noch was anderes, nämlich, daß er sehr wohl eine Ahnung davon hatte, was es mit seinem Umfeld machte, und daß er darüber auch verzweifelt war. Er wusste, daß er sich langsam umbrachte, auch, wie sehr sein Umfeld davon betroffen war, und trank weiter. Es ist nur zu verstehen, unter dem Aspekt der Macht, die die Sucht über den Süchtigen hat.
Die Menschen, von denen hier immer wieder zu lesen sind, die den Weg nicht herausgefunden haben und letztendlich daran sterben, sind dieser übergrossen Macht der Sucht schlicht erlegen. Sie kamen nicht dagegen an, weil dagegen nicht anzukommen ist. Hier ist öfters von der eigenen Machtlosigkeit die Rede. Irgendwo in dieser Akzeptanz liegt der Schlüssel zum Stoppen der Sucht. Aber das betrifft den Trinkenden genauso wie uns Angehörige. Man kann darüber irre werden, oder es akzeptieren und dann damit leben lernen. Voneinander lernen, und sich austauschen darüber, das geschieht hier. Nicht mehr und nicht weniger. -
Guten morgen liebe Elara. Die Sicht der Angehörigen hat noch niemanden trocken bekommen. Deine Gedanken dazu in deinem eigenen Faden zu formulieren macht vermutlich mehr Sinn, als einen Appellfaden zu starten.
Ich bin jetzt gut 2 Jahre hier. Und erlebe schon, das quer gelesen wird. Wirklich hilfreich gerade in der ersten Zeit sind jedoch vorallem die Rückmeldungen und Gedanken von Betroffenen die das gleiche erlebt haben wie man selbst.
Wachrütteln musst du hier niemanden, jeder ist für sich selbst da.
Alles Liebe
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Hallo
Erst mal willkommen hier. Ist gut, dass du hergefunden hast. Es gibt wirklich viele angehörige, die in einer ähnlichen Situation stecken oder gesteckt haben. Und nachfühlen können, wie es dir gerade geht.
Hast du denn mal überlegt, ob du selbst auch ausziehen könntest? Oder was könnten für dich konkrete nächste schritte sein?
Schreib ruhig alles auf, was dir durch den Kopf geht, um dich zu sortieren. Das kann sehr helfen.
Herzlichen gruss
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Ich finde ein Aspekt kommt immer wieder heraus, der nicht zu unterschätzen ist. Eine große Verunsicherung auf Angehörigenseite, was denn nun das Richtige ist, und ob überhaupt der eigenen Wahrnehmung zu trauen ist. Ich erlebe das auch gerade (nicht suchtbezogen, aber durch den Umgang mit einer sehr instabilen Person) und ich bin so verunsichert, wie ich mich verhalten soll. Und was ich glauben soll.
Der Kontaktabbruch oder das Reduzieren ist finde ich daher auch nur teilweise ein Sich-Befreien aus einer schrecklichen Situation. Es bedeutet auch, daß die Verbindung zu sich und der eigenen Intuition wieder stattfinden darf. Ohne permanente Störung, ohne Schlingern. Festen Boden unter die Füsse zu bekommen, weil sich sonst alles dreht.
Heute so, morgen so. In meiner Kindheit und Jugend war das etwas, was mich furchtbar eingeschüchtert hat. Übrigens bis heute. Ich weiss nicht mehr was ich glauben soll. Weil - und das macht die Empathie in mir - jedes hin sich als ein hin anfasst und jedes her als ein her. Ja was denn jetzt? Und dann verstummt etwas in mir. Und will auch das das auffhört. Will Stabilität. Die wie eine Verheissung erscheint. Jetzt bin ich wieder beim Trinken. Nicht Trinken ist die Verheissung von Stabilität und Zufriedenheit. Von etwas, das sich nicht dreht, sondern einen auf die Füsse stellt. Ruhe, Gelassenheit und ein festes Nachvorneschauen.
Tja. Und das ist - vielleicht - auch eine lebenslange Aufgabe. Ich weiss, daß es das für mich ist. -
Alles was man tut und denkt ist ausgerichtet nach dem Süchtigen.
Heißt aber nicht die eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen.
Die beiden Sachen schließen sich aus meines Erachtens. Ich hab es so erlebt, daß ich mich von der Gefühlswelt von xy oft schwer abgrenzen konnte. Er war angespannt, ich war angespannt. Er war fröhlich, dann war ich es auch. Dieses Mitschwingen, Empathie eben, ist wenn zuviel wirklich Gift, weil es die eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund schiebt. Zumal der Alkohol (denke ich zumindest, Stand heute), alle Emotionen auf seiner Seite noch mal mehr intensiviert hat. Ich finde es sowieso oft schwer, meine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, weil sie soviel leiser sind. Und das wiederum führe ich auf Erlebnisse aus der Kindheit zurück. Weil das permanete Zurückstecken und Rücksichtnehmen auf lautere Stimmen mir so beigebracht wurde.
Wenn es jemandem schlecht geht, dann ist das wichtiger als was es in mir auslöst. Warum denke ich das?? Es ist anstrengend und ganz viel mit einem höllisch schlechten Gewissen verbunden, sich abzugrenzen. Ich hab das auch oft genug nicht hinbekommen. Und wenn dann was passiert, wie zB ein Sturz oder so, dann weiß ich rational, das war jetzt eine Konsequenz der Sucht. Das zweite was aber auch abläuft ist: du hast ihn hängen lassen. Hättest du ihm einen Schlafplatz gegeben (geht doch, du hast ja ein Zimmer), wäre er nicht gestürzt.
Schlimmstenfalls stirbt er und dann muss man mit seinen Entscheidungen leben.
Nein. Er stirbt nicht, weil ich mich gegen Hilfe und Unterstützung entschieden habe. Er stirbt, weil er süchtig ist, und weder er noch ich dagegen etwas ausrichten können. Ein Satz wie dieser impliziert das aber: wenn ich mich nur genügend anstrenge, kann ich das Schlimmste verhindern. Wer sagt daß ich das kann? Und wenn ich das wirklich glaube, wird es verdammt schwer meinen Frieden mit der Situation zu machen, weil dann lasse ich eben nichts unversucht um ihn doch zu retten. Aus der irrigen Annahme, ich als Co könnte das Schlimmste verhindern, in dem ich mich mit aller Macht gegen seine Sucht stemme.
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Liebe Alexa,
welche der Aussagen kamen dir denn zynisch und herzlos vor? Jeder der Cos hier hat doch eine eigene Geschichte, sein eigenes Herausfinden aus oftmals ausweglosen Situationen. Angehörige werden oft krank, weil sie sich selbst verlieren, in ihrem Bestreben, dem Süchtigen irgendwie zu helfen.Ich habe mich hier auch angemeldet, weil ich dachte, hier gibt es haufenweise Tips, wie man jemanden vom Alkohol wegbekommt. Stundenlange Gespräche geführt mit ihm, immer mit dem Gefühl, es reicht nicht. ... Aber es gibt doch soviel hier in diesem Land, an Unterstützung, an Hilfestellungen. ER ist ja nicht mehr handlungsfähig, dann nehme ich das eben in die Hand.... Das innerliche Sich-Aufbäumen gegen diese Ohnmacht. Je weniger xy unternommen hat, desto mehr habe ich die Notwendigkeit gespürt und eine immergrösser werdende Verantwortung, die mich an ihn kettet.
Für ein Leben, das nicht meines ist. Ihm die Möglichkeit nimmt, sich selbst darum zu kümmern. Ist es zynisch, jemandem diese Verantwortung wieder zurückzugeben? Mit dem Risiko, daß derjenige diese Verantwortung anders nimmt, (oder auch sich gar nicht nimmt), als ich mir das vorstelle?
Wie sehr das mit meiner eigenen EKA-Vergangenheit zutun hat, habe ich erst hier angefangen anzuschauen.Mit nachdenklichem Gruß, Koda
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..Ab 15 Jahre sprach er dem Alkohol zu und ich habe alles versucht das zu unterbinden, ich denke ich kämpfe mit Versagensängsten.....obwohl ich weiß dass ich wirklich alles versucht habe, er war nach dem ersten Führerscheinentzug mit 18 bei der Drogenberatung und hat damals gesagt dass er Verstecke in seinem Zimmer hatte die ich nicht finden konnte und er hatte sich daraus wohl einen Sport gemacht....Bücher von hinten ausgeschnitten und die Bierdosen reingestellt......Wie krank er damals schon war, und ich hatte wohl keine Chance........Immer wenn ich mir das alles vor Augen führe was passiert ist durch den Alkohol sitze ich da und heule....er hatte sich im Zimmer eingeschlossen, machte nicht auf, ich habe die Türe eingetreten und er ist auf mich losgegangen...
Lies mal foxi. Das ist nicht von diesem jahr. Es ist 13 Jahre (?) her.
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Liebe Foxi,
... Gedanken, Geld, Wünsche, Tagesziele (mehr gibts auch nicht aus meiner Wahrnehmung) drehen sich um die Beschaffung von Alkohol. Ich hatte dir von xy geschrieben. Seine Mutter hat ihn unterstützt, sie tat dies seit Jahren, schickte im Geld. Er hätte dies in seine Genesung investieren können, eben so in all die anderen Baustellen, die sich nach und nach anhäuften.
Ich beging dann denselben Fehler, um ihm zu helfen, - ihm Luft zu verschaffen, den Druck zu lindern, der auf ihm lastete, hab ich nicht mehr auf der Miete bestanden. Er hatte ja kein Geld, arbeitete nicht, war der arme Alkoholabhängige, der so viele Probleme hatte, und nicht wusste, wohin er sich wenden sollte. Ich habe ihm auch unzählige Nummern auf den Tisch gelegt. Er hat keine davon angerufen. Das Geld was er übrig hatte, versoff er. Miete zahlte er anfangs, dann nicht mehr.
Dein Sohn steckt tief drin in der Sucht, so wie du es beschreibst, hat er schon viel verloren. Die Wohnung verlieren ist furchtbar. Frau, Job, die eigene Gesundheit. Aber wenn er das nicht selbst erkennt, wird absolut NICHTS von seiner Seite aus passieren, damit sich etwas ändert. Leider bewirkt die Alkoholkrankheit vorallem eines: das permanente Kreisen um den Trinkenden. So geht es ihm, und so geht es euch. Steig aus dem System aus.
Leider gilt für uns Cos das Gleiche wie für den Süchtigen. Ohne Einsicht passiert nix. Ausstieg nur, wenn der Tiefpunkt erreicht ist. Für mich war das der Moment, wo xy auf der Intensivstation lag. Für ihn wahrscheinlich, als er obdachlos wurde. (Kann ich jetzt nur vermuten). Aber für mich kam er sogar später als für ihn.
Noch was: fang an für dich selbst zu schreiben, nicht als "wir", sondern als "du". Du bist für dich hier. Deinen Sohn kannst du nicht retten, und ihn unterstützen macht erst dann Sinn, wenn er Krankheitseinsicht zeigt, und momentan liest es sich leider nicht so. Die Verstrickungen lösen, damit es dir wieder besser geht.
Alles liebe für dich.
Koda -
Liebe Foxy,
willkommen hier im Forum. Gut, daß du hierher gefunden hast.
Ich hab jetzt schon mehrfach hier gelesen, es gäbe nichts, was man tun kann.
Was den Alkoholkonsum deine Mama angeht, würde ich das auch sagen. Alkoholismus ist eine schwere Krankheit, die leider nur der Süchtige selbst stoppen kann. Sportgruppen, Hund, Umzug sind alles Dinge, die ihr sicher auch guttun würden, zb was die Trauerbewältigung umgeht. Aber ihr Trinkverhalten wird sich durch dadurch nicht ändern.
Kontaktabbruch kann Sinn machen, wenn dich oder auch dein Kind die Situation so belastet, daß sie euch schadet. Leider kann das auch indirekt passieren. (Es muss nicht immer zu ausfäligem Verhalten kommen). Mein Vater zB. ist kaum je ausfallend geworden, hat auch "nur" abends getrunken. Ich schreibe das in Anführungszeichen, weil mir so als Kind suggeriert wurde, daß es ganz normal ist, daß ein Vater jeden Abend Alkohol trinkt, bis er ins Bett geht. Meine Mutter wiederum hat das jedoch so belastet, daß sie sehr krank geworden ist, und das wiederum war furchtbar für uns als Familie.
Im Grunde sind es zwei Dinge, die sie angehen müsste. Ihren Alkoholismus und die Trauer. Aber solange sie keine Krankheitseinsicht zeigt, wird ihr Weg der Trauerbewältigung vermutlich vorallem das Trinken sein. -
Alexa, ich hol deinen Faden mal nach vorne... wie gehts dir denn? Lieben gruss koda
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Liebe Foxi,
vermutlich hat ihn das so umgehauen und er hat so gesoffen.
Du schriebst am Anfang, dein Sohn trinkt seit er 15 Jahre alt ist. Also viele viele Jahre schon. Wenn er so tief in der Sucht steckt, dann reicht jede Erschütterung, ob klein oder groß, daß weiter getrunken wird. Ich habe vorletzten Winter den rapiden Verfall eines sehr guten Freundes hautnah mitbekommen (wir haben zusammen gewohnt). Er steckte in einer schwierigen Lebenssituation, die sich neben seinem Trinken dauernd verschlechterte.
Was mir auffiel war, daß er irgendwann nicht mehr unterscheiden konnte zwischen einem Problem, daß wirklich gravierend war (keine Wohnung mehr, nachdem er bei mir auszog, war er nach einiger Zeit wohnungslos), und solchen Dingen im Alltag, die bei einem gesunden Mensch unter normaler Alltagsbewältigung mitlaufen. Da reichte ein Gasherd, der nicht gleich ansprang und er verlor die Fassung.
Jetzt ist dein Sohn in einer Klinik, das ist für seinen Zustand vermutlich das Beste was ihm gerade passieren kann. Wie geht es dir damit? Ist das OK für dich?
Lieben Gruss koda -
Stern , du bringst mich ab und zu wirklich zum Grinsen. Danke dafür.
Mir gings ähnlich wie meinen Vorschreibern, ich fand das Wochenende auch sehr schön mit euch. Meine Scheu vor Bertingen hab ich abgelegt, und werde mir das Wochenende versuchen freizuhalten.Dante Danke für die Organisation!! Ich bin auch noch sehr beseelt von allem, und froh, daß ich noch einen Tag frei habe, fern von zuhause und Alltag, wo alles sacken kann.
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Seb25 Da kann ich mich dante nur anschliessen, frau pflegen geht vor. Ganz liebe grüsse koda
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Liebe momo,
Wie gehts dir denn?
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Liebe Pia,
Zeitlebens hatte ich Schwierigkeiten mich auf Freund- und Partnerschaften einlassen zu können. Ich bekam es richtig mit der Angst zu tun, wenn mir jemand nahe kam und wichtig für mich wurde.
War/Ist bei mir ähnlich. Vorallem bei Partnerschaften oder potentiellen Partnern habe ich die Nähe schwer oder gar nicht aushalten können. Gleichzeitig habe ich dann, wenn es doch zu einer Partnerschaft kam, sehr danach gesucht. Total widersprüchlich.
Bei Freundschaften ist es mir leichter gefallen, aber da waren auch nicht so viele Erwartungen an mich geknüpft. Bedürftigkeit eines mir nahen Gegenübers löst in mir oft ambivalente Gefühle aus. Es gibt beides in mir, mich hingezogen fühlen und auch einen großen Drang danach mich permanent zurückzuziehen und abzugrenzen. -
Lieber R/no ich schreib sonst nicht auf der alkoholikerseite. Aber das will ich dann doch kommentieren. Ich lese dich sehr gerne. Es kommt immer sehr viel wärme und aus dem bauch raus geholtes rüber, weiss grad nicht besser wie ich es beschreiben soll.
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Liebe Bella,
erst mal danke, daß du deine Geschichte hier geteilt hast. Du liest dich wie eine Kämpferin. Daß deine Eltern dir immer wieder Knüppel zwischen die Beine werfen und warfen ist einfach nur mies. Ich nehme mal an dein Bruder ist noch zu Hause? Ich bin mit 19 ausgezogen, weil es nicht mehr ging für mich, und habe einen Bruder zurückgelassen. Und ich bin auch anfangs noch gependelt, aber sobald es klar war, daß ich woanders schlafen kann, bin ich nicht mehr zurückgekommen.Während des Abis hatte ich drei Jobs, führte den Haushalt für meine Eltern, versuchte sie zu „retten“ und vergaß mich selbst völlig.
Da zieht sich mir beim Lesen alles zusammen. Es ist furchtbar als Kind zu realisieren, daß einem die eigenen Eltern nicht gut tun. Weißt du, deine Eltern hätten für dich da sein müssen. Am liebsten möchte ich dir zum Kontaktabbruch raten. Nicht mehr nach Hause fahren. Deinen Bruder anders treffen (geht das?), oder bei Freunden übernachten.
Ich bin damals (vor meinem Auszug) jeden Tag mit einem Kloss im Magen nach Hause, die Stimmung zu Hause war durch und durch vergiftet. Hab auch oft woanders übernachten wollen, und dann die Leichtigkeit genossen, die es in anderen Familien gab.
Schön, daß du hergefunden hast. -
Nicht das letzte Mal Hera. Es kommen noch mehr Gelegenheiten!!
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Hallo sonnenschein, ich fühle mit dir und wollte dir einen gruss dalassen. Wir lesen dich! Hoffentlich hat das bald ein ende.