Beiträge von koda

    Guten Morgen!

    Die Feiertage waren schön, es gab magische Momente (Weihnachten mit kleinen Kindern ist wundervoll!). Kein Vergleich zu früher, und so bin ich sehr dankbar, daß ich Familie und Weihnachten so nach und nach mit positiven Erinnerungen überschreiben darf. Es gab allerdings einen kleineren Streit (ich schreibe kleineren, jetzt in meiner innerlichen Nachbereitung, aber in dem Moment fühlte es sich gar nicht klein an), und ich bin stolz auf mich, daß ich auf mein Bauchgefühl gehört und nicht geschwiegen , sondern meinen Standpunkt vertreten habe. Ich habe richtig gemerkt, wie ich innerlich über einen Graben gehüpft bin. Aber der Konflikt ist nicht eskaliert, sondern wurde gelöst. Ein guter Umgang mit dominanten Persönlichkeiten fällt mir immer wieder schwer.

    Ich bin fast übersensibel geworden was Alkohol betrifft. Gestern saß ich im Zug auf dem Weg nach Hause, plötzlich tauchten Fahrgäste auf, einer alkoholisiert, er redet ein bisschen zu laut, verhielt sich leicht auffällig - in meiner Wahrnehmung zumindest. War aber ausschliesslich mit seinem Handy und einem Freund beschäftigt. Trotzdem war mein System binnen Sekunden auf Alarm eingestellt. Ich hab mich dann abgewendet, aus dem Fenster gesehen und gehofft, daß sie ganz schnell vorbeigehen. Dabei war es vorallem der Geruch, den ich als sehr unangenehm empfunden habe. Das Ganze hat auch keine 5 Minuten gedauert.

    Das wäre vor einem Jahr noch nicht passiert. Es wäre mir einfach egal gewesen.

    liebe wieweiter.

    Ich würde ihn liebend gerne in professionelle Hände geben. Das ist jedesmal gescheitert

    ich habe es so erlebt, das geprüft wird, ob der patient wirklich aufhören/entgiften möchte, da es ja auch nur dann aussicht auf erfolg hat. wenn es also nur eine begrenzte anzahl an betten gibt, werden die bevorzugt, denen es wirklich ernst ist. mir hat es auch immer wieder im kopf herumgehämmert, daß ich alleine dafür verantwortlich bin, wie es mit ihm weitergeht. das ist co abhängigkeit! er war unentwegt betrunken. und ich habe ihm seine entscheidungsfähigkeit abgesprochen. die hat er aber. wenn er weitertrinken will, werden auch die profis ihn NICHT im krankenhaus behalten. und in dem fall wird auch jegliche entgiftung scheitern.

    liebe zoe, ja du bist es wert, dir ist großes unrecht widerfahren, deswegen hast du dich doch auch hier gemeldet, weil du es gerne anders hättest. Den ersten schritt ins hotel zu gehen hast du ja auch schon gemacht. Bleib dran! Und nimm dich selbst ernst, und an die Hand. So wie du für deinen Hund sorgst, sorg auch für dich. Du hast JEDES Recht auf ein gutes und glückliches Leben, ohne Schläge, ohne Beschimpfungen, ohne ihn!

    wichtiger ist erst mal daß du in sicherheit bist. sachen sind doch erst mal egal. er ist gewalttätig, und dessen musst du dir bewusst sein, beschimpfungen können jederzeit wirklich gefährlich für dich werden. ein nasser alkoholiker, zumal gewalttätig ist unberechenbar. google mal den weissen ring. du brauchst jetzt vorallem schutz!

    Liebe zoe, gut daß du im hotel bist. hast ja jetzt schon einiges durch mit deinem freund. ich formuliere es mal drastischer, so jemand kann dich dein leben kosten. ich weiss nicht, was das für kräfte sind in dir, die dich an ihn binden, aber es gibt ja auch noch die stimme in dir, die dich in dieses forum zurüćkgeführt hat und dir die kraft gegeben hat in ein hotel zu gehen. schreib ganz viel hier, wir lesen dich, und du bist nicht alleine! fürs erste reicht ein funken überlebenswillen, halt dich dran fest, und schau auf dich. hab mut!

    hier ist immer jemand online.

    Allzu detailliert mag ich das hier im offenen lieber nicht erörtern. Aber elly, vielleicht hast du recht. Es gibt eine historie mit dem herrn. Ganz ausblenden kann ich die anscheinend nicht. Muss ich mal drauf herumdenken.

    mit traurigkeit aufgewacht, bin frustriert, dass xy scheinbar auf der stelle tritt. ja er trinkt nicht mehr, aber sonst alles beim alten. lebensunfähig? das klingt so hart. und stimmt ja auch nicht. er lebt ja. aber seit wochen will er mich besuchen.und kriegt es nicht hin. wie schwer kann es sein, in ein öffentliches verkehrsmittel zu steigen? ich merke gerade, daß ich wenig toleranz aufbringe. ich versuche ihn zu ermutigen, sage daß ich an ihn glaube. und glaube es mir selber gerade nicht, wenn ich das sage. ich lese ja oft auch bei den alkoholikern hier mit und dann denke ich, das ist doch abzusehen, daß er irgendwann einen rückfall hat. warum diese sturheit alles alleine hinzubekommen? es gibt doch anlaufstellen.

    das musste raus. besser ich lauf hier im kreis und werde meine gedanken los, als dass ich wieder auf den helferzug aufsteige.

    Und dann kannst du unterhalb vom Zitatfeld weiterschreiben.

    Du kannst auch eine passage markieren, und dann kommen zwei schwarze felder, eins davon ist "Zitat einfügen", dann nimmt er genau nur das was du markiert hast als Zitat, und dann schreibst du unterhalb weiter.

    obwohl mein Mann während ihrer gesamten Kindheit getrunken hat, haben meine Kinder - "offiziell" - erst als Jugendliche/junge Erwachsene erfahren, dass ihr Vater Alkoholiker ist.

    liebe hannah, der beitrag ist ja schon etwas älter aber ich musste grade bei einigen pausen von dir hart schlucken, weil ich mich so angesprochen gefühlt habe. bei uns war es auch so, daß ich erst als erwachsene begriffen habe was mit meinem vater los ist, so gut haben die beiden das versteckt. mein vater hat allerdings auch nur abends getrunken. allerdings hatte ich noch als 13 jährige absurd frühe zubett geh zeiten, die mich damals fassungslos und wütend gemacht haben. ich weiss natürlich nicht, ob das was mit der sucht meines vaters zu tun hatte, ob sie versucht haben mich und mein geschwister zu schützen... aber es würde einigen sinn machen aus dem jetzt betrachtet.

    Wenn sie Abstand und Thema-Ausblenden als Schutzmechanismus noch brauchen, dann hat das seine Gründe.

    Wieso sie zum Psychologen schleppen?

    habe ich auch so erlebt. ich wurde jahrelang bearbeitet mich in psychologische hände zu begeben und hab mich dagegen gewehrt.das ständige greifen nach meiner seele, so habe ich das empfunden, hat in mir einen unglaublichen freiheitsdrang hervorgerufen. es jetzt 30 jahre später zu lesen, löst was in mir aus. kanns noch nicht greifen, aber ich habe mich so lange so unverstanden gefühlt, mittlerweile bin ich etwas milder gestimmt was eine therapie angeht, weil ich langsam begreife, daß es dabei nur um mich geht, und ich das nicht für meine eltern, bzw coabhängige mutter mache.


    Du bist ein armes EKA und gehörst zum Psychologen...", das ist genau der Weg, um zu erreichen, daß sie komplett dicht machen.

    ja genau. ich hab gemauert. gewittert habe ich dahinter eine erwartungshaltung meiner mutter, die bis heute todunglüclich ueber die zerbrochene familie ist. ich hätte es also in der hand gehabt, aktiv am heilungsprozess teilzuhaben. Ihrem, so habe ich das empfunden, ich unterstelle ihr bis heute, daß es ihr da nie um ihre kinder ging. und sofort hakt eine stimme in mir ein, das kannst du doch nicht denken, natürlich ging es ihr um ihre kinder, sie ist doch mutter. gefühlt habe ich das aber nie.

    entschuldige hannah, das war jetzt viel zu mir und nichts zu dir. es ist schön, daß dein mann nicht mehr trinkt. das du um die verlorenen jahre trauerst, kann ich nachvollziehen.

    liebe grüsse koda

    Denke grade öfter an die Feiertage. xy wird alleine sein, das war er letztes Jahr auch schon, - weil ich geflüchtet bin, bzw, bei meiner Familie sein wollte.
    So und jetzt korrigier ich das mal: ich habe ihn nicht im Stich gelassen, sondern habe mich selbst wichtig genommen und habe mich mit den Menschen umgeben, die mir guttun. Wenn ich das schreibe, dann macht das was, ich danach geschrieben habe, nämlich nicht mehr so viel Sinn, bzw. bedient ein anderes Denkmuster.

    Darum gehts doch, die aufzu knacken. Ich lass das jetzt trotzdem stehen für mich.
    Irgendjemand hat hier mal geschrieben, man kann nur einen Gedanken gleichzeitig denken, oder verketten.

    Der andere Strang war nämlich:
    Nicht ohne ein sehr schlechtes Gewissen zu haben, daß ich ihn mit seinem Leid alleine lasse. Wird er wieder trinken?
    Ich kann nicht verhindern, daß so ein Sorgenkloss sich in mir ausbreitet, wenn ich darüber nachdenke.
    Das, was ich hier auch so oft bei anderen COs lese, - er hat niemanden außer mir- empfinde ich auch so. Bloss das ich nicht mehr täglich zur Verfügung stehe.
    Und auch nicht stehen will.

    Also zwei Gedankenstränge, die in mir nebeneinander herlaufen. Ich kann mich aber entscheiden, jetzt beim Schreiben, ob ich dem schlechten Gewissen und der Sorge Raum gebe, ... oder dem, was mir guttut, was mich Kraft tanken lässt. Daher: W E I H N A C H T E N. Vorfreude auf meine Familie. Morgens ein Adventskalendergeschenk aufmachen. Zeit haben, um zu puzzeln (Das will ich unbedingt machen zum Ende dieses Jahres).

    ich glaube weder kann er nachvollziehen, was es mit dir macht noch du was die sucht mit ihm macht. es ist als würde man am abgrund stehen bloss jeder auf seiner seite. alles mitanzusehen, ist so hart, und schlägt auf den magen. aber mach das nicht alles mit dir alleine aus. bzw. alleine bist du ja nicht, du hast uns. wir lesen dich.

    aber weisst du freunde sind auch genau dafür da. einen mitzutragen, wenn es nottut. oder sind es gemeinsame freunde von dir und deinem mann, dann ist es wahrscheinlich ein bisschen schwieriger, sein herz auszuschütten. so machst du ja ganz viel mit dir selbst aus, und trägst eine unmenschliche last mit dir herum.

    Anders herum gefragt. wenn es einer freundin von dir so ginge, was würdet du tun? doch sicher auch zuhören, ihre hand nehmen und sie weinen und erzählen lassen. und dann einen plan schmieden. gemeinsam. ich finde das gar nicht entwürdigend, sondern heilsam. für dich.

    sonnenschein, das tut weh zu lesen, ich kann es so sehr nachfühlen. siehs auch als mitteilung deines körpers an dich, mit dir selber gut umzugehen. es ist als wollte er dir sagen, schau das macht mich krank,ich zeigs dir.

    und ich sehs anders als du rennschnecke. wenn wir am boden sind, dann ist keine kraft da um sie uns zu geben. wo soll die herkommen, keiner schöpft sie aus dem nichts, wir sind soziale wesen, und brauchen einander. aber solange er in deiner naehe ist, ist es vermutlich schwer, sich das nicht von ihm zu wünschen, der dir das in seinem zustand 0 geben kann. da wo du warst, ist jetzt der alkohol.

    kannst du jemanden anrufen, wenn es dir so mies geht? eine freundin, oder besser noch woanders hin? eins ist klar, die situation macht dich krank.