c.o.ma - Längst getrennt, kurze Vorstellung

  • Die ‚traurigen Geschichten‘ sind ja meistens so traurig, weil der Alkoholiker keine Krankheitseinsicht hat und nicht ernsthaft für sich mit dem Alkohol aufhören will. Dann nützt auch alle Liebe vom Partner nichts.

    Nur der Alkoholiker selbst kann die Entscheidung treffen, wie sein Leben weitergeht. Nüchtern werden oder weitertrinken.
    Will er weitertrinken, treffen auch die Angehörigen für sich ihre Entscheidung: Auf sich gucken, damit sie nicht mit in die Suchtspirale gezogen werden oder mit untergehen.
    Die Alkoholsucht ist eine Familienkrankheit, sie zieht, wenn sie nicht durch den Süchtigen selbst zum Stillstand gebracht wird, alle um ihn herum mit nach unten.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Ich glaube und hoffe, dass das nun auch genau so ist. Er will nicht mehr trinken, Er hatte keine Freude mehr daran und es geht ihm sehr schlecht. Ziemlich späte Einsicht. Hoffentlich nicht zu spät. Ich habe hier vermutlich zu viele Berichte über Todesfälle zuerst gelesen :?und muss mich erstmal durchwühlen. Natürlich auch Pausen einlegen und runterkommen von den letzten Vorkommnissen, die mich so fertig gemacht haben und den Rest der Familie natürlich auch. Es sind alle involviert und machen sich Sorgen und kämpfen um ihn. Ich versuche zur Ruhe zu kommen. Werde mal ein wenig Serie gucken. Das lenkt ab

    Liebe Grüße

  • Es sind alle involviert und machen sich Sorgen und kämpfen um ihn.


    Die Alkoholsucht ist eine Krankheit, die nur der Alkoholiker selbst zum Stillstand bringen kann…mit absoluter Abstinenz….lebenslang.

    Natürlich macht ihr euch alle Sorgen, aber um was kämpft ihr alle?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Natürlich macht ihr euch alle Sorgen, aber um was kämpft ihr alle?

    Um sein Leben in letzter Zeit. Immerhin ist er, nach langer Wartezeit, in welcher er immer mehr abgebaut hat, zuletzt nicht mehr aufstehen konnte, in treuen Händen und wird medizinsch versorgt. Ob das bereits zu spät war, wissen wir noch nicht, aber wir mussten bis zum Termin ja versuchen, ihn zu motivieren, durchzuhalten. Er wollte nämlich zuletzt einen kalten Entzug machen und das wäre total gefährlich geworden. Verwirrt war er und wir wussten nicht, hat er nun etwas getrunken oder nicht, isst er etwas oder nicht. Er ist glücklicherweise nicht direkt auf der Intensivstation gelandet, also gehe ich davon aus, dass noch Hoffnung besteht.

    Ich denke auch, dass er nun weiß, wie wichtig das für ihn ist. Jetzt kann er nur noch alleine weitermachen mit Hilfe der Therapeuten. Der Wille ist da!

    Und ich kann mich jetzt auch besser entspannen.

    Liebe Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von Linde66 (12. Dezember 2024 um 14:29) aus folgendem Grund: Bitte die eigene Antwort unterhalb vom Zitatfeld schreiben, danke.

  • Jetzt kann er nur noch alleine weitermachen mit Hilfe der Therapeuten. Der Wille ist da!

    So ist das. Der erste Schritt muss von ihm kommen.

    Und ich kann mich jetzt auch besser entspannen.

    Das wünsche ich dir.

    Wenn er denn den ersten Schritt konsequent weitergehen kann und Hilfe in Anspruch nehmen will, kannst du ja da sein für ihn.
    Es ist ja nicht so, dass es kein Alkoholiker schaffen kann, dauerhaft nüchtern zu bleiben, aber die Initiale dazu muss von ihm selbst kommen. Aus tiefstem Herzen und auch tiefster Überzeugung, dass das weitere Leben nur nüchtern sein kann.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Mein Beileid zu Eurem Verlust, c.o.ma!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Liebe c.o.ma, mein beileid für dich. Jemanden zu verlieren, der einem viel bedeutet hat, ist furchtbar, viel kraft für dich für die nächste tage. Und schreib hier, wenns dir eng ums herz wird. wir lesen dich.

  • Hallo liebe c.o.ma,

    es tut mir sehr leid wie es gekommen ist. Fühl dich umarmt.

    Mein herzliches Beileid zu deinem Verlust.

    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Liebe c.o.m.a.,

    mein Beileid zu deinem Verlust.


    So schnell wie der Alltag durchkreuzt, da wird einem bewusst, dass wir selber unser Leben nicht in der Hand haben... Ein Anderer ist es, der uns trägt und uns in seinen Händen hält.

    Ich wünsche dir viel Kraft und einen festen Glauben auf ein Wiedersehen - wo immer das auch sein mag.

    Viele Grüße NiLiHaMi

  • Zunächst einmal ein riesiges Dankeschön für Eure Anteilnahme!

    Ja, es ist ein Kraftakt für die ganze Familie. Ich komme kaum dazu zu trauern, eher kommt mir so langsam die Wut hoch und ich machen mir riesige Sorgen, weil mein Kind leidet wie ein Hund und ich fast rund um die Uhr damit beschäftigt bin, ihn aufzurichten und in die Spur zu bringen. Kaum geschafft, kommt der nächste Zusammenbruch. Selbstvorwürfe, was er alles hätte besser machen können, damit sein Vater länger lebt. Ja wie denn bei der heimlichen Trinkerei? Als er es bemerkt hatte, war es doch längst zu spät, oder nicht?

    Und wie soll er denn Einfluss nehmen können, wenn derjenige sein ganzes Leben nur damit beschäftigt war, alles zu verheimlichen, hier und dort Alkohol zu kaufen, damit ja niemand etwas merkt? Ist dann die Sucht nicht sowieso zu weit fortgeschritten, als dass man als Angehöriger etwas hätte tun könnte? Hätten da nicht eher Ärzte etwas sagen müssen, wenn sie etwas bemerkt haben?

    Ist es nicht eher so, dass so jemand nur aus eigenem Antrieb hätte etwas ändern könnte? Oder ist derjenige dann komplett willenlos und hört auf geliebte Menschen aus dem näheren Umfeld? Anders gefragt: ist Sucht stärker als Liebe?

    Davon abgesehen: "hätte" - nützt nichts, sich selbst eine Schuld zuzuschreiben.

    Natürlich macht man sich Selbstvorwürfe, ging mir ja auch nicht anders. Wenn ich doch dieses oder jenes getan hätte. Habe ich aber nicht und hätte vermutlich auch nicht mehr geholfen.

    Leider..

    Liebe Grüße

  • Anders gefragt: ist Sucht stärker als Liebe?

    100%. Schau was passiert wenn Kinder im Spiel sind. Man entscheidet sich für den Alkohol obwohl doch die allermeisten Menschen ihre Kinder mehr lieben als alles andere. Man redet es sich schön, aber im Endeffekt ist der Alkohol immer stärker.

  • Man steht hilflos vor dem Scherbenhaufen. Ich weiß nicht mehr was ich noch tun kann und wieviel Zeit man für die Trauer lassen muss. Es bleibt fast alles liegen und es gibt viel zu viel zu tun. Das ist erdrückend.

    Liebe Grüße

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