Bin am krankwerden, was nicht so schön ist, aber insgesamt fühle ich mich deutlich stabiler. Ich merke, wie ich wieder bei mir ankomme. Die eigenen saboteurgedanken identifizieren und ihnen einen platzverweis erteilen. Heut nacht geübt und gut wieder eingeschlafen.
Beiträge von koda
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Mit Aussteigen meinst Du jeglichen Kontakt blockieren?
Wie das karussell am laufen bleibt, weisst du ja schon, schluss machen, dann aber ihr wieder ne beziehung anbieten, aufs handy starren und warten. Vielleicht verhinderst du daß sie dich nicht mehr belügt. Stattdessen offen vor dir trinkt. Was übrigens scheußlich ist, ich hatte das vor ein paar monaten, es ist schwer aushaltbar wenn dein gegenüber sich zuschüttet. Würgt, wenn der entzug einsetzt. Du schaust jemandem beim sich vergiften zu. Das ist dann nämlich schon eine zukunftsaussicht, bloß eine die im sarg endet.
Ja blockieren, überall.
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Guten Morgen Korli,
von mir auch willkommen hier im Forum. Ich wollte dir auch ein paar Gedanken da lassen, die mir beim lesen deines Fadens kamen.
In meiner Abhängigkeit denke ich nicht mehr sachlich und klar.
Vielleicht kannst du ja ein bisschen sortieren, was in deinen Gedanken Gefühl und Vorstellung ist, und Gefühle sind ja oft eher eine miese Mixtur aus allem möglichen, vorallem wenn man grad mitten im Liebeskummer/Trennung steckt, - und sich obendrauf auch noch die ganze Zeit mit einem nassen Alkoholiker auseinandersetzt.
In meiner Abhängigkeit denke ich nicht mehr sachlich und klar.
Lies dir noch mal deinen eigenen Faden durch. Da sind ja schon einige Aussagen drin, die dir selbst ein klares Bild vermitteln wie es dir geht. Nicht so sehr, warum deine Freundin sich irrational und schrecklich dir gegenüber verhält, aber was deine eigene Situation angeht. Ein paar Aussagen hole ich mal her:
Es fällt mir schwer loszulassen.
Das bringts auf den Punkt, wieso du in der Warteschleife hängst. Und es beschreibt ein Gefühl, daß dich handlungsunfähig macht, oder dir das Gefühl gibt handlungsunfähig zu sein.
Ich warte und warte auf etwas wo mir mein Verstand sagt dass es nicht kommt. Meine Lebenszeit rinnt dahin.
Dazu passt auch das hier. Dein Verstand sagt was anderes als das Gefühl. Hast du aber selbst schon sortiert. Kategorie Gefühl "ich kann nicht", Kategorie verstand "da kommt nichts". Das ist doch schon eine ziemliche Erkenntnis.
Ich bin so wie sie gefangen in 2 Wesen.
Vielleicht hilft es, hier zu versuchen die Perspektive zu wechseln. 2 Wesen hieße, es gibt ausschliesslich mal dieses oder jenes Wesen, und wir müssten nur den richtigen Moment abpassen oder das und das unternehmen, damit das eine Wesen endlich verschwindet oder kontrolliert werden kann. Sucht ist aber nicht kontrollierbar. Weder für sie noch für dich. Dich rausziehen stoppt es für dich. Und darum sollte es gehen. Krank und bescheuert, nein. Nur noch nicht ausgestiegen.
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ahja genau, auf den hatte ich mich bezogen. danke Linde66
caritas. ich glaube zur not wenns dringend ist, geht auch ohne termin. war zumindest bei mir so.
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Es gibt auch eine "online beratung der caritas", die können dir möglicherweise auch weiterhelfen.
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Vielleicht lieber keine details zu regionen hier posten? Die caritas hat doch sicher auch eine reale adresse oder telefonnummer. Alternativ gibt es auch malteser, das jugendamt, oder den sozialpsychiatrischen dienst.
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Meine Grenzen wahrnehmen und schauen, dass weder ich noch andere sie übertreten. Zu mir stehen und nicht jemand anderes sein zu wollen. Vergeben- weil auch ich Fehler mache und daher kein Recht habe, jemanden zu verurteilen, weil ich nicht in seiner Haut stecke. Verantwortung für mein Leben übernehmen anstatt in der Opferrolle zu bleiben. Aktiv handeln anstatt abzuwarten und mich fremdbestimmen zu lassen.
Da kann ich mich auch sehr wiederfinden liebe naira. Ich lese dich gerne, und finde es sehr berührend, was du schreibst. Zu mir stehen, und kommunizieren was ich möchte oder nicht möchte, ist auch grade meine baustelle.
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Oder werden selbst co abhängig. Mich hat das beispiel meiner eltern so sehr abgeschreckt. Nie wollte ich es so machen wie sie. Trotzdem bin ich wiederholt in situationen geraten, die ich eigentlch nie wollte. An menschen geraten, mich in dynamiken verstrickt, die dann doch so verdammt ähnlich dem waren, was ich erlebt habe.
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Was meinst du mit angriffen summersun? Ich sehe es ähnlich wie linde. Dein mann trinkt. Jeden tag. Er kommt betrunken nach hause. Du bist solange ihr noch zusammenwohnt, verwundbar. Ein trinkender alkoholiker kann gefährlich werden. Und wenn er zwischendurch nichts trinkt, um sich oder dir was zu beweisen, kann er in den kalten entzug kommen. Pass auf dich auf.
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Oder sie sollten endlich dafür zu sorgen, dass die Sauferei aufhört. Oder eben beschuldigt, nicht genug zu machen. Das ist meine Erfahrung damit
Meine auch. Ich sollte auch immer wieder auf meinen Vater Einfluss nehmen. Irgendwas in mir hat sich dagegen gesträubt, so auf ihn einzuwirken. Er hat genervt reagiert, sich gemaßregelt gefühlt und meist hab ich das Thema dann schnell wieder fallen lassen.
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Ich habe mich in meinem eigenen Zuhause nicht sicher gefühlt.
Nicht gut. Er ist unberechenbar. Natürlich macht das angst. Das kenne ich auch von mir. Bei mir hat das zu einer dauerhaften anspannung geführt, sobald ich in den eigenen räumen war. Und genau das sollte ein zuhause ja nicht sein, ein ort wo du dich unsicher oder sogar bedroht fühlst.
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Hallo summersun, ich bin EKA und setze mich seit einiger zeit intensiv damit auseinander was der alkohol in meiner familie angerichtet hat. Meine eltern haben beide jahrzehnte im suchtkreislauf verharrt. Mein vater war funktionierender alkoholiker, und hat seine arbeit bis er pensioniert wurde immer machen können ohne groß aufzufallen. Überhaupt war das glaube ich sein lebensmotto, bloß nicht auffallen. Nach außen den schein waren und die heile familie mimen. Meine mutter hat sehr unter seinem konsum gelitten, und wurde immer unglücklicher. Eine wesensveränderung habe ich bei beiden wahrgenommen. Sie machten einander für ihr nicht vorhandenes wohlbefinden verantwortlich, aussteigen wollte keiner. Verstanden habe ich als kind natürlich wenig von all den verstrickungen. Aber gespürt habe ich sie immens.
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Ich les deinen letzten post grad zum zweiten mal. Du klingst entschlossen, und auf einem guten weg. Danke daß du es mit uns teilst. Und du bist nicht alleine, das ist so viel wert!
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Ich schreibe mal aus EKA sicht, wie ich das bei uns zuhause wahrgenommen habe.
Charakterveränderungen kenne ich auch von meinem Vater. Es gab viele Auseinandersetzungen. Meine mutter rieb sich sehr auf an ihm. Meistens hat er geschwiegen, und sie stattdessen angestarrt. Blicke, wütend, ohnmächtig, aber auch so halb abwesend. Oft ist er dann auch einfach gegangen, in den keller zu seinem besten freund, dem alkohol. Meine mutter hat das wahnsinnig gemacht. Das der alkohol sein wesen verändert haben könnte habe ich mich aber erst die letzten jahre getraut zu denken. Vorher waren für mich immer alle die an ihm herumbiegen die "bösen". Ich sehe das heute auch sehr kritisch, denn mein vater hatte dadurch das ich immer auf seiner seite stand, eine kindliche verbündete. Und ich war damit komplett überfordert. Ich wusste für mich, daß das ertränken und betäuben ein teil von ihm ist.
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Guten morgen! Gibt es dafür ein extra fenster oder link?
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Gestern Abend ist es wieder ausgeartet und ging heute morgen weiter.
Wenn sowas passiert hast du dann möglichkeiten des rückzugs? Wieviel bekommen deine kids davon mit?
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Hi becca, dein beratungstermin kommt noch oder? Tut mir leid zu lesen, daß du gestern solch einen schlimmen tag hattest. Ich wollte dir dazu noch folgendes mitgeben, meine eltern haben es nicht geschafft sich zu trennen, bzw. Was ich als kind als schlimm empfunden habe, sie wollten es nicht. Mein vater war funktionierender alkoholiker. Er wurde nie gewalttätig oder beleidigend, aber meine mutter hat wahnsinnig unter seiner trinkerei gelitten. Den alkoholkonsum haben beide vor uns gut kaschiert, ich hab erst als erwachsene begriffen, wie problematisch das eigentlich war und das es nicht normal ist, wenn papa abends literweise alkohol trinkt. Aber die auseinandersetzungen zwischen meinen eltern die habe ich sehr wohl mitbekommen. Beide eltern haben sich zudem trost bei mir gesucht. Meine mutter wurde es nicht müde zu sagen, daß sie längst gegangen wäre, wenn nicht wir kinder wären. Die ohnmacht und wut, die ich damals empfunden habe, werde ich nie vergessen.
Ich wünsche dir kraft und klarheit, und mut auf deine und die bedürfnisse deiner kinder zu achten. Pass auf dich auf!
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Danke elly, nein ich nehme nichts. Hab mich ehrlich gesagt auch noch nicht getraut damit mal zum arzt zu gehen, so nach dem motto andere haben es doch schlimmer getroffen. Hatte immer ganz guten support von meinen engen freunden. Und es kommt auch ein bisschen scham dazu. Meine mutter hatte jahrzehnte schlafstörungen, und mich stört bis heute, wie sie das nach aussen trägt. Und jetzt ich auch, denke ich dann, und rolle innerlich die augen über mich, und sag mir dann, geht schon
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Schlafstörungen. Ich wache vom Denken auf, Gedanken, die hin und her springen, to dos durchgehen - als ob ich irgendwas davon nachts erledigen könnte, Körper so müde, aber das Gehirn arbeitet auf Hochtouren. Anfang der Woche hab ich mich endlich getraut, etwas zu kündigen, daß ich die ganze Zeit noch für ihn bezahlt habe. Ein irre schlechtes Gewissen, weil ich ihm das Leben dadurch schwerer mache. Wieso eigentlich? Er kann doch für sich selbst sorgen. Neulich haben wir telefoniert, sehr lange, eigentlich wars ein Monolog, ich hab nur zugehört, und mich danach über mich selbst geärgert, daß ich wiedermal in die gleiche Falle getappt bin. Für ihn da sein, und dabei unsichtbar werden. Gott sei Dank werden die Impulse weniger, mich zu melden.