Sarina - Er ist rückfällig geworden

  • Hallo Zusammen,
    ich möchte nicht viel drum herum reden.

    Mein Mann geht seit ca. 6 Monaten zum AA.
    Anfangs nicht einsichtig, aber vor ca. drei Wochen meinte er von alleine, dass er die Therapie verlängern will, was mich sehr gefreut hat.

    Nun hatte ich seit Paar Tagen ein komisches Gefühl und siehe da, ich habe heute nachgesucht und eine Glas-Wasserflasche gefüllt mit Wodka in seinem Auto gefunden( fast leer).

    Ich habe ihm beim ersten Rauskommen gesagt, dass ich für ihn da bin, falls er eine Therapie anfängt, aber bei einem Rückfall nur eine stationäre Behandlung als Lösung sehe.

    Aber eigentlich habe ich keine Lust mehr darauf wieder betrogen zu werden.

    Er ist ein lieber Mensch und ein toller Vater. Meine Familie (die wissen Bescheid) meint, dass ich ihm doch erst weiter beistehen soll.

    Aber ich weiß wirklich nicht mehr weiter, ob ich mir diese ganze Vertrauensbruch weiter antun will.

  • Hallo Sarina,
    herzlich Willkommen hier bei uns in der Gruppe.

    Damit wir dich freischalten können, klicke bitte diesen Link an und folge ihm. Dann schreibe kurz einen Satz ins leere Feld, danach kannst du für den Austausch hier freigeschaltet werden.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    Du wirst hier viele ähnliche ,Geschichten‘ finden.
    Und du wirst ganz viel davon lesen, dass nur der Alkoholiker selbst seine Sucht zum Stillstand bringen kann, wenn er eingesehen und akzeptiert hat, dass er Alkoholiker ist und es für ihn keinen Alkohol mehr geben kann.
    Hilfe von außen kann er erst wirklich hilfreich und ehrlich annehmen, wenn er eine Krankheitseinsicht hat und bereit ist, seine Sucht zum Stillstand zu bringen.

    Du selbst hast da keinen Einfluss. Niemand sonst hat da Einfluss, nur der Alkoholiker selbst.

    Einfluss hast du aber auf dein Leben.
    Um dich darauf konzentrieren zu können, wird dir der Austausch hier sicher helfen können.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hallo Sarina,

    ich habe dich freigeschaltet und an den richtigen Ort verschoben. Du kannst dich nun überall austauschen, aber bitte meide den Vorstellungsbereich in den ersten vier Wochen.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Liebe Sarina,

    wenn ich deinen Text lese, dann habe ich den Eindruck, dass du eigentlich weißt, dass du etwas nicht mehr willst. Und doch hält dich etwas davon ab, deinen Weg zu gehen. Nehme ich das richtig wahr?
    Wenn ja, dann stellt sich mir die Frage, wo die Zweifel herkommen. Was hindert dich?

    Ich kann das mit der wiederholten Enttäuschung gut verstehen, die du nicht mehr erleben möchtest. Mir ging es genauso.

    Liebe Grüße

  • Liebe/r Buymyself,

    ja, einerseits schon. Ich denke nur, ob er jetzt doch die Tage von alleine auf die Idee kommt sich Stationär therapieren zu lassen. Dann wäre ich bereit, den Weg mit Ihm zu gehen( nur im Sinne von Beistehen und Beihilfen)
    Ich weiß schon lange, dass ich nicht für ihn entscheiden soll, will das auch nicht. Er muss sich selber was die Therapie angeht, drum kümmern.

    Wie schon gesagt, meine Familie(Schwester, Schwager und Eltern) sind alle der Meinung, dass ich noch diesen letzten Schritt abwarten soll, weil er ein toller Mensch, liebevoller und hilfsbereiter Ehemann und ein guter Vater ist.

    Auch wenn er getrunken hat, hat sich nichts daran geändert.
    Aber wie erwähnt, die vielleicht bevorstehende Enttäuschung macht mir Angst.
    Ich weiß nicht, ob ich doch nicht etwas abwarten soll.

    Liebe Grüße

  • Ich bin sicher, dass du am besten einschätzen kannst, welcher Weg richtig ist. Du mußt ja schließlich mit den Konsequenzen - egal wie du dich entscheidest - leben. Dazu fallen mir ein paar Fragen ein:

    Würde deine Familie dich auch unterstützen, wenn du dich dagegen entscheidest, ihm diese Chance zu geben? Und wenn nicht, wie würde es dir damit gehen?

    Du schreibst, dass dein Mann die Therapie verlängern wollte und verbindest damit die (Krankheits-)Einsicht. Ist er wirklich schon soweit, dass er sich die Krankheit 100% eingesteht?

    Hast du eine Idee, wie du mit der Unsicherheit einer erneuten Enttäuschung gut umgehen kannst? Enttäuschungen wird es vermutlich auf dem langen Weg in ein alkoholfreies Leben deines Mannes noch so einige geben. Auch ein stationärer Aufenthalt bietet keine Garantie. Da ist es immer hilfreich, wenn du auf dich achtest und dich stärkst.

    Ich freue mich für dich, dass du so klar sagst, dass er - trotz Alkohol - ein guter Vater und liebevoller Ehemann ist. Ich befürchte nur, dass sich das ändern wird, wenn die Spirale nach unten geht. Das habe ich so erlebt. Mit steigendem Suchtdruck sind meine Tochter und ich immer unwichtiger geworden. Oder es hat sich zumindest so angefühlt. Ich habe eine totale (negative) Veränderung des Mannes miterleben müssen, der mir immer so lieb und vertraut war.

    Rückblickend wäre ich gern konsequenter gewesen. Nicht, weil ich denke, dass ich ihn damit "gerettet" hätte. Aber ich hätte mir einige Enttäuschungen erspart.

    Liebe Grüße

  • Liebe BuyMyselfFlowers,


    ich weiß, dass ich so nicht mehr eine Beziehung führen möchte, es sei denn er unternimmt wieder was dagegen. Im Moment sehe ich nur eine Stationäre Behandlung als die einzige Lösung. Dass er danach wieder rückfällig werden kann, kann ich leider nicht ausschließen. Schön wäre es, wenn ich in der Zukunft sehen könnte. Dann muss ich wie du sagst, mit den Konsequenzen leben.

    Ich denke und hoffe, eine räumliche Trennung auf Zeit würde ihn wacher rütteln. Wenn es nicht der Fall ist, dann folgt eine endgültige Trennung.

    Ja, meine Familie wird auf jeden Fall für mich da sein, so oder so. Nur die hoffen im Moment auch auf eine Besserung und sehen das als DIE SCHLECHTE ZEITEN in der Ehe, wo ich für ihn da sein sollte.

    Er erzählt mir des Öfteren von der AA und was da besprochen wird. Dass wenn Alkohol zur Regelmäßigkeit wird, dann ist es schon eine Sucht (von wegen auch WE Trinker) und sagte mir auch, dass er jetzt weiß, dass er eine Sucht hat. Bei einer Erkältung früher, hat er immer Wick-Medi genommen. Nach seiner Therapie wollte er das von alleine nicht mehr nehmen, wegen dem Alkohol drin. Deswegen gibt er mir auch das Gefühl, dass er einsichtig ist.

    Nach der Trennung von meinem Ex-Freund(nach 13 Jahre Beziehung, Fremdgegangen) habe ich mir selber versprochen, das ICH als erste Stelle stehe. Mein Mann ist mir wichtig, aber ich und unsere Kinder sind mir am Wichtigsten.
    Es tut mir sehr leid, wie es dir und deiner Tochter gegangen ist, aber wir hoffen ja immer auf das Beste, was in deinem Falle nicht eingetreten ist, und vielleicht in meinem Fall auch nicht.
    Nur meine Ex-Beziehung, was auch im Nachhinein einen Zeitverschwendung war, hat mich trotzdem gelehrt mich als erstes zu lieben und für mich selber zu sorgen.

    Trotzdem diese Ungewissheit im Moment, ob ich doch nicht ihm beistehen soll, wie gesagt falls er auch ein Schritt nach Vorne macht…

  • Ich denke und hoffe, eine räumliche Trennung auf Zeit würde ihn wacher rütteln. Wenn es nicht der Fall ist, dann folgt eine endgültige Trennung.

    Ich verstehe dich so, dass es eine zeitnahe Entscheidung deines Mannes bezüglich der stationären Therapie braucht. Du bist da sehr klar, mit dem was du schreibst. Du könntest die Deadline für die Entscheidung setzen.

    Außerdem finde ich, dass die räumliche Trennung auch eine Form ist, ihm beizustehen. Hast du mit deinem Mann über diese Möglichkeit schon einmal gesprochen?

  • Ja, das ist richtig so. Das mit der Deadline ist eine gute Idee.

    Ich habe gestern und heute mit ihm über eine Stationäre Behandlung gesprochen.
    Gestern sagte er, dass das für ihn nicht in Frage kommt, weil er dann die Kinder mehrere Wochen lang nicht sehen kann. Da sagte ich, dass ist deine Entscheidung, ob du diesen Schritt gehen willst. Denn wenn nicht, dann wirst du den Kindern unfreiwillig mehrere Wochen nicht mehr sehen.

    Heute aber sagte er nichts mehr dazu. Nur dass er heute bei dem AA sich offenbaren wird und mit seiner Therapeutin darüber sprechen will. Da er danach arbeiten ist, weil Nachtschicht, weiß ich nicht wie das gelaufen ist.

  • Guten Morgen,

    gestern hat er mir erzählt, dass er sich am Mittwoch der Gruppe gegenüber offenbart hat. Die haben mit ihm über die Gründe gesprochen und ihm Ratschläge gegeben.

    Er solle sich eine andere Arbeitsstelle suchen(weil Nachtschicht ihn fertig macht), sich vielleicht krankschreiben lassen, wenn es ihm nicht gut geht und bei einer bestehende Versuchung sich bei Hilfestellen melden.

    Die Therapeutin würde mich auch gerne bei dem nächsten Einzelgespräch dabei haben.

    Er solle auch die ambulante Therapie durchführen. Keine Ahnung ob die für die stationäre, bestimmte/andere Voraussetzungen haben müssen.
    Ich werde mir für die nächste Woche(sein Einzelgespräch) freinehmen. Und dann sehe ich weiter.

    Jetzt habe ich den Koffer gepackt und fahre mit den Kindern übers Wochenende zur meinen Eltern. Ich brauche etwas Abstand und hat DIE ZEIT sich wo anders zu bewerben.

  • Guten Morgen Euch allen,

    wollte mal über die Paarberatung vom Dienstag berichten.

    Die Beraterin sagte, da er schon eine Verlängerung (ambulante Beratung)beantragt hat, sollte ich dies erstmal abwarten und leider ein Rückfall bei diesem Prozess dazu gehört. Mein Mann zieht momentan auch nicht die stationäre Behandlung in Betracht.

    Er hat sich aber nach Ihrem Vorschlag damit einverstanden gegeben, zum Urintest zu gehen. Die werden ihn dann zwei bis drei Mal die Woche unangemeldet auffordern, diese Untersuchung zu machen. So wird er quasi kontrolliert, ob er abstinent ist bzw. bleibt.
    Auf dem Rückweg hat er mir noch erzählt, wann das ganze angefangen hat. Einerseits bin ich froh, dass er sich mir geöffnet hat. (War vor meiner Zeit mit ihm, als die Mutter erkrankte, in Pflege kam und dann verstorben ist)

    Anderseits war ich erschrocken, dass ich so lange nichts mitbekommen habe.

    Im Moment reden wir nur das Nötigste miteinander. Ich kann nicht einfach diese Enttäuschung vergessen und weitermachen, weil der Rückfall dazu gehört.

    Liebe Grüße

    Sarina

  • Auf dem Rückweg hat er mir noch erzählt, wann das ganze angefangen hat. Einerseits bin ich froh, dass er sich mir geöffnet hat. (War vor meiner Zeit mit ihm, als die Mutter erkrankte, in Pflege kam und dann verstorben ist)

    Ich weiß nicht, aber ich bin da total ungläubig geworden.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alle, die ich persönlich kenne, die deutlich viel trinken (also nicht alle auf der Welt, das könnte ich ja gar nicht behaupten, und ich kann auch nichts dazu sagen, wie das bei Deinem Mann ist), irgendeine Erklärung haben, warum und wann und wie das durch irgendeinen Schicksalsschlag oder irgendeine außergewöhnliche Belastung angefangen hat.

    Wenn ich sie aber über Jahre gekannt habe oder kenne, haben sie einfach gerne getrunken, fanden zuerst das Angeheitertsein angenehm, und dann ging es eben auf dem üblichen Weg weiter ...

    Aber Schicksalsschlag klingt natürlich besser als "ich bin eben gern immer wieder betrunken". Und ist natürlich auch noch eine prima Entschuldigung dafür, dass man nicht aufhören kann: Man hat das eben noch nicht verarbeitet - tja, da kann man natürlich nichts machen ...

  • Hallo Sorrowful,

    ja, ich erinnere mich an einem Zitat, was ich hier schon oft gelesen habe:

    Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe!

    Das sagt eigentlich alles.
    Die Frage ist nur, ob man sich dann selbst eingesteht, dass man Alkoholiker ist und Wege da draus findet. Er sagt schonmal, dass er Alkoholiker ist. Ob er Trocken bleibt, dass kann nur die Zukunft zeigen, was ich leider nicht vorhersehen kann.

    Es gibt zum Glück auch hier im Forum viele Trockene. Was mir etwas Hoffnung macht.

    Vielleicht gibt es hier auch jemand, der in der ,,Beziehung’‘ Trocken geworden ist und die Partnerschaft auch das überstanden hat???

    Das würde mich sehr interessieren!

    Nicht desto trotz, wenn meine persönliche Grenze erreicht ist, muss und werde ich die Beziehung beenden.

  • Wie praktisch, wenn man einen Schicksalsschlag vorbringen kann. Damit kann man die Angehörigen schön im Co-System halten. Und wenn man von offizieller Stelle bescheinigt bekommt, daß Rückfälle dazugehören, dann ist das ein willkommener Freibrief.

    Was ein Quatsch. Es gibt so viele hier, die gesoffen haben, weil ihre Fußballmannschaft gewonnen oder verloren hat, weil der Nachbar gegrillt hat, weil das Wetter schön oder der Chef blöd war.

    Es ist egal.

    Es gibt viele hier, die 10, 15 Jahre rückfallfrei trocken sind. Die haben die Verantwortung für sich übernommen und ihr Leben umgekrempelt.

    Der Satz „Ein Rückfall gehört dazu“ ist unter den Top 10 der Rückfallgründe.

    Achte auf das was er tut und höre nicht auf das was er verspricht.

    LG, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Es ist egal.

    Das finde ich schwierig. Schicksalsschläge können einen doch aus der bahn werfen. Nicht jeder alkoholiker beginnt als genusstrinker. Ich habe auch lange nikotin als medizin eingesetzt. Machte rational keinen sinn, aber gleichzeitig war die wirkung in dem moment notwendig für mich. Erschien mir notwendig.

  • Er sagt schonmal, dass er Alkoholiker ist. Ob er Trocken bleibt, dass kann nur die Zukunft zeigen, was ich leider nicht vorhersehen kann.

    Für ihn ist so eine Aussage eine riesige offene Hintertür

    … für Dich sollte das eine Red Flag sein.

    Es gibt zum Glück auch hier im Forum viele Trockene. Was mir etwas Hoffnung macht.

    Vielleicht gibt es hier auch jemand, der in der ,,Beziehung’‘ Trocken geworden ist und die Partnerschaft auch das überstanden hat???

    Die Trockenen sind hier - aber es sind nicht viele!

    Wenn du so an das Problem herangehst, machst du dich total abhängig von deinem Partner. Ich verstehe, dass du wünschst und hoffst, dass alles gut wird. Es wäre aber besser, wenn Du Dich mit Dir beschäftigst und mit Deinen Zielen und Deinen Werten und Deinen Träumen und Dich dann selbstkritisch fragst, wie lange Du in er Warteschleife verharren willst und darauf hoffst, dass dein Partner ins Handeln kommt. Du sagst ja selber, dass Du die Beziehung so nicht führen möchtest. Dann musst DU ins Handeln kommen.

  • Guten Morgen Euch allen,

    wollte mal über die Paarberatung vom Dienstag berichten.

    Die Beraterin sagte, da er schon eine Verlängerung (ambulante Beratung)beantragt hat, sollte ich dies erstmal abwarten und leider ein Rückfall bei diesem Prozess dazu gehört.

    Die Aussage, dass ein Rückfall Teil des Prozesses ist, ist Unfug, weil sie dem noch unentschlossenen oder nur scheinbar bereitwilligen Alkoholiker eine Rechtfertigung liefert, wieder zu saufen.

    Nach dem Motto: Ein paar Tage Pause und dann wieder 'Hoch die Tassen', weil es ja dazu gehört.;) Solche Aussagen halte ich für bedenklich, weil ein unkontrollierter Alkoholismus tödlich enden kann. Zudem ist eine Therapie auch keine Garantie dafür, dass alles wieder gut wird.


    Das finde ich schwierig. Schicksalsschläge können einen doch aus der bahn werfen.

    Natürlich ist es nicht einfach, einen Schicksalsschlag zu verarbeiten, und man befindet sich in einem emotionalen Ausnahmezustand. Aber was hat das mit einem Alkoholiker und dem erneuten Beginn des Saufens zu tun?

    Ich weiß als Alkoholiker, dass es nicht bei einem einmaligen Vorfall bleibt und ich selbst zu einem Schicksalsschlag werden kann.

    Ist da nicht eher die Frage "Können sie aus der Bahn werfen oder sollen sie aus der Bahn werfen" um als Anlass zu nehmen wieder zu saufen?

    Aber ich schweife ab.

    Eine Beziehung mit einem trockenen Alkoholiker ist auch immer ein Risiko. Wenn man bereits während der nassen Zeit zusammen war, hängen die negativen Erfahrungen wie ein Damoklesschwert über einem. Die Angst wird nicht verschwinden; die Kontrolle wird als CO bestehen bleiben.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Natürlich ist es nicht einfach, einen Schicksalsschlag zu verarbeiten, und man befindet sich in einem emotionalen Ausnahmezustand. Aber was hat das mit einem Alkoholiker und dem erneuten Beginn des Saufens zu tun?

    Genau das. der emotionale Ausnahmezustand. Wenns mir den Boden unter den Füßen wegzieht, ist die Gefahr zumindest da, das ich auf (frühere) bewährte Bewältigungsstrategien zurückgreife. Bei mir wäre das das Rauchen. Bei mir ist (war/ist) abgespeichert, daß eine Zigarette in Phasen extremer Belastung irgendwie Erleichterung verschafft. Ist natürlich quatsch (Verstand), aber wirkt (Emotion). Wenn das eigene Befinden jetzt so aus der Balance ist, daß die Emotionen überkochen, dann ist das doch mehr als nur der Freibrief um ... zu... ?

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