Beiträge von Momo2006

    Guten Morgen Ihr Lieben,

    tja was soll ich sagen. Heute Morgen wurde ich kurz von meiner Vergangenheit eingeholt und muss das einfach kurz runterschreiben. Der beste Freund von meinem Ex ist heute Nacht verstorben, mit 51 Jahren. Er war auch schwer suchtkrank, aber immer irgendwie eine feine ruhige Seele. Er war seit letztem Jahr Oktober in der Klinik wegen Korsakov. Ich hatte noch überlegt ihn zu besuchen, mich dann aber dagegen entschieden, weil es zu sehr mit meiner Geschichte verwoben war und ich nicht alte Wunden wieder ausreißen wollte. Heute Morgen habe ich es dann auf Facebook gelesen. Vielleicht ist es für mich so krass gerade, weil ich durch meine Krebs OP letztes Jahr um mein Leben gekämpft habe und noch heute Alles dafür tue gesund zu sein. Mir zeigt es auch auf, dass es meine Rettung war, vor über 2 Jahren aus diesem System rauszufallen, auch wenn es sich am Anfang nicht so angefühlt hat. Das ist auch gerade mein Zwiespalt an Gefühlen. Ein Mensch ist an der Sucht gestorben. Ich mache jetzt eine Kerze für ihn an. Ich hoffe es ist okay, dass ich das hier schreibe. Auf die Beerdigung werde ich nicht gehen, da dort das alte Umfeld ist. Ich möchte es einfach nur kurz aus meinem Kopf bekommen.

    Passt auf Euch auf und LG Momo

    Hallo Ihr Lieben,

    Ich wollte jetzt nicht einfach sang- und klanglos hier verschwinden. Vor über zwei Jahreb hatte ich mich hier in dem Gefühl der absoluten Verzweiflung und doch irgendwie Hoffnung eine Anleitung zu erhalten, um meinen Ex endlich zur Einsicht zu bekommen. Eine Einsicht habe uch erhalten, nämlich, dass uch mich nur ändern kann und mich mit meinen Themen auseinandersetzen muss und keinen anderen Menschen retten kann. Ohne Euch hier, wäre ich lange nicht da wo ich jetzt stehe. Was hatte ich am Anfang Diskussionen, weil es mir schwer gefallen is meinen Anteil zu sehen und zu akzeptieren. Also kicht meinen Anteil warum mein Ex Alkoholiker ist, sondern meinen Anteil warum ich mich für diese Beziehung entschieden hatte. Mittlerweile bin ich wirklich froh das Alles hinter mir gelassen zu haben. Letztes Jahr mit meiner Krebsdiagnose (mir geht es gut, zähle als operativ behandelt), wurde mir so bewusst wie froh ich war meinen Ex nicht mehr in meinem Leben zu haben, mit diesen unendlichen Problemen in Dauerschleife. Ich hane durch die Erfahrung letztes Jahr und der OP viel an meinen Themen gearbeitet. Nicht laut sondern viel im Leisen, in meinem Tempo. Mit Gesprächen mit meiner Schwester über unseren alkoholkranken Vater, die Co- Abhängige Mutter unsere Partnerwahl und das wir dieses Muster brechen müssen, auch für unsere Kinder. Mir geht es in dieser Hinsicht sehr gut. Also ab und zu werde ich nich hier reinschnuppern, wenn das fpr Euch in Ordnung ist. Wie gesagt, dieses Forum hier war mein Augenöffner. Ohne Euch wäre ich damals zurpckbzu meinem Ex, nur um diesen ersten Schmerz nicht ertragen zu müssen. Ich bin sehr froh es nicht gemacht zu haben. LG Momo

    Hey und Hallo ins Forum, wollte mich mal wieder melden. Das letzte halbe Jahr war sehr intensiv und ich war gar nicht mehr im Forum. Was soll ich sagen, mir geht es gut. Meine Krebs OP, die zum Glück gut verlaufen ist, hat viel bei mir bewegt. Ich bin meine Themen angegangen, wirklich tief. Meinen Ex, wegen dem ich hier gelandet bin damals, ist kein Thema mehr für mich. Ich bin klar nicht am Ziel, aber diese Schockdiagnose letztes Jahr hat viel bewegt bei mir. So sonst habe eigentlich gerade gar nicht so viel zu berichten und wünsche Euch ein schönes Wochenende. Momo

    Liebe Lilo2025,

    Ich habe am Anfang meiner Reise auch versucht zu verstehen warum er so und so gehandelt hat usw. Aber am Ende des Tages ist das egal und sagt nichts über Deine Wertigkeit aus. Vielleicht war es die Sucht, vielleicht aber auch sein wahrer Charakter der mehr rausgekommen ist. Die erste Zeit war auch hart für mich. Der Vergleich, dass Du praktisch auch gerade eine Entzug, nämlich einen emotionalen Entzug durchlebst hilft Dir vielleicht. Es wird aber immer besser werden. Um aus dem Gedankenkarusell auszusteigen hat mir ein Haargummi am Handgelenk geholfen. Ordentlich schnalzen lassen und ein laut gedachtes Stopp. Es dauert so lang wie es dauert. Aber es geht vorbei. Nur nicht wieder zurück gehen, dann fängt Alles wieder von Vorne an.

    LG und bleib stark Momo

    Liebe Lilo2025,

    erstmal herzlichen Glückwunsch, dass Du Dich für Dich entschieden hast. Das ist der erste große und aus meiner Sicht schwierigste Schritt. Ich bin damals in einen kompletten Kontaktabbruch. Kein Social Media, kein WhatsApp, kein Telefon. Ich hane meinen Ex überall blockiert. Ich wollte und konnte keine Bilder von ihm sehen, nichts hören, nichts lesen. Das war am Anfang klar hart, aber es hat mir extrem geholfen, den nötigen Abstand zu finden. Dann habe ich mit Sport wieder angefangen und mich mit meinen Themen auseinander gesetzt. Ich hatte mich auch komplett verloren. Aber es war gut für mich da mal genauer hinzuschauen. Also schreibe hier viel,stelle Dich an erste Stelle und berichte dochmal was Du derzeit so machst, was Dich bewegt.

    LG Momo

    Ich kenne das ich habe letztes Jahr nach der Trennung ähnlich gehandelt. Ich habe praktisch meine gefühlte Verantwortung am seine besten Freunde übergeben. Das war damals für mich wichtig, um loslassen zu können. Rückblickend und über ein Jahr später wundere ich mich selbst darüber warum ich das gemacht habe und kann es gar nicht mehr verstehen. Was ich aber jetzt sagen kann, ist, dass ich es damals für mich gebraucht habe, um dann in den kompletten Kontaktabbruch gehen zu können. Wenn es Dir hilft Ulf, um dann abschließen zu können, dann mache es. Ansonsten stimme ich aus meiner jetztigen Sicht meinen Vorschreibern zu.

    LG Momo

    Liebe Alle,

    einer meiner behandelnden Ärzte hat mich heute Morgen angerufen. Sie konnten mit der OP den Krebs entfernen. Sie haben keine weiteren Krebszellen gefunden, auch nicht in den entnommen Lymphknoten. Wie surreal das Alles ist. Diesmal eine Achterbahnfahrt der Gefühle nicht wegen einem anderen Menschen sondern wegen der eigenen Gesundheit.

    Ich muss das Alles jetzt erstmal verarbeiten.

    Danke für Eure Unterstützung hier. Dieses Forum ist so wertvoll.

    LG Eure Momo

    Hi Jalina,

    Bei uns gibt es auch sowas wie eine Trauma Abulanz, da hast Du Anrecht auf 3 Sitzungen und wenn die Ärzte dort dann mitbekommen, dass es jemanden gerade sehr schlecht geht, wird man schneller vermittelt. Auch die Tipps von Jump! Halte ich für sehr wertvoll. Hast Du jemanden, der Dich dabei unterstützen kann? Zum Beispiel für Dich Ärzte, etc abtelelefonieren kann etc.

    LG Momo

    Liebe Rennschnecke

    Wie geht es Dir denn gerade? Du hattest ja neulich geschrieben, dass es Dir schwerfällt, um Hilfe zu bitten und dass von denen, für die Du jahrelang viel getan hast, oft nicht viel zurückkommt.

    Das ist das was ich jetzt lernen durfte und dankbar angenommen habe. Ich erfahre sehr viel Hilfe und Unterstützung. Eine Frau aus der Nachbarschaft hat mich zu allen wichtigen Terminen begleitet und gefahren und mich seelisch unterstützt. Sie war/ist gerade mein zweites Gehirn.

    Viele meiner Freunde sind da und manchmal sind mir die Hilfsangebote auch zuviel. Es wird sich auch um meinen Sohn gekümmert. Das ist echt der Wahnsinn. Und was soll ich sagen ich bin sehr sehr dankbar gerade. Alleine würde ich das diesmal nicht hinbekommen.

    Die Angst kann Dir niemand nehmen, aber es tut gut soviel Liebe und Zuspruch zu erfahren und auch anzunehmen.

    Ich mache mir trotzdem Gedanken, wie ich das jemals zurückgeben kann. Das ist nicht leicht abzustellen. Habe auch schon ein paar Ansagen bekommen, dass es nicht um eine Pflicht zur Wiedergutmachung geht... Also ganz aus meinen Mustern komme ich nicht.

    Auch Eurer Zuspruch hier tut gut.

    LG Momo

    Hi Zusammen,

    Ich habe jetzt lange überlegt, ob ich über meine derzeitige Situation schreibe und habe mich auf Grund von anderen Fäden hier aber beschlossen doch einen kleinen Teil mit Euch zu teilen. Ich habe Mitte Juni eine bescheidene medizinische Diagnose erhalten, bin mittlerweile schon operiert und liege gerade zu Hause. Ob die Operation rechtzeitig war erfahre ich in 3 Wochen. Warum schreibe ich? Mir gehen natürlich viele Gedanken durch den Kopf. Das Leben wird von heute auf morgen auf den Kopf gestellt und ich habe angefangen viele Entscheidungen in meinem Leben zu hinterfragen. Wie oft lebt man, als wäre das Leben endlos. Der Kampf mit dem suchtkranken Partner, da ziehen Jahre ins Land in denen nicht wirklich gelebt wurde. Das Leben ist fragil und wir haben nur eins. In der Klinik hatte ich Gedanken wie, zum Glück bin ich nicht mehr in der Beziehung. Es hätte mich gestresst wenn er dort verkatert oder sogar angetrunken dabei gewesen wäre, wenn das überhaupt passiert wäre. Und auf einmal wird mir bewusst, wie ich mich jetzt selbst in den Mittelpunkt stellen muss. Nicht nur fiktive Zukunftspläne planen darf. Alles steht Kopf. Der Spruch man hat zwei Leben, das zweite Leben fängt an, wenn man verstanden hat, daß man nur ein Leben hat... Stimmt.

    Ich wollte meine Gedanken hier teilen und hoffe das ist in Ordnung für Euch.

    Jetzt versuche ich den Tag einigermaßen positiv zu gestalten. Morgens ist es immer erstmal schwierig und die Gedanken teilweise anstrengend und ermüdend.

    Schaut nach Euch. Als Co wird ja die eigene Gesundheit oft ganz weit hinten angestellt. Ihr seid wichtig.

    Ganz liebe Grüße Eure Momo

    Hallo Nina.D. ,

    wie geht es Dir heute? Hast Du Dir ein bisschen Gedanken machen können, ob eine weitere Hilfe für Dich in Frage kommt?

    Was machst Du bei dem heißen Wetter und wie geht es Dir mit Deiner Diagnose? Stehst Du das gerade alleine durch oder hast Du Unterstützung? Gerade jetzt ist es ja wichtig, dass Du Dich in den Mittelpunkt stellst.

    LG Momo

    Hey Sanni,

    einer von Euch beiden muss aus dem Suchtsystem aussteigen, sonst ändert sich nie was und es geht Jahre so weiter. Er will nicht aussteigen, also bleibe bei Dir. Zumal so eine Beziehung keine Liebe ist sondern emotionale Abhängigkeit von Dir. Also kannst Du Dich auch wie süchtig betrachten und Du musst auch durch einen Entzug. Also am besten keinen Kontakt.

    So gut wie jede von uns Cos schreibt hier: Ich liebe ihn so, er ist mein Seelenpartner. Eigentlich ist er total lieb, etc pp...

    Selbe Gedanken hatte ich auch.

    LG Momo

    Hi Alex_aufdemweg ,

    springe mal kurz in Deinen Faden.

    Glückwunsch. Das ist mein nächstes Ziel. Von der Logik her ist es mir klar. Aber diese Enttäuschung steckt einfach so tief drin.

    Mir hat der Gedanke geholfen, dass meine Eltern Ihr Leben auch zum ersten Mal gelebt haben und es nicht besser konnten. Jetzt liegt es in meiner Verantwortung (also eigentlich schon länger), mein Leben zu leben und es besser zu machen.