Guten Morgen Ihr Lieben und einen schönen Freitag!
Wenn ich mein Zeit hier rückblickend anschaue, hat sich schon so viel, auch gerade durch die Unterstützung hier und die ehrlichen, klaren Antworten geändert. Also in meinem Leben bzw. in meiner Einstellung, in meinem Verhalten, etc.
Am Anfang bin ich hier aufgeschlagen, mit der Hoffnung, die Antwort zu finden, welche ich so gerne gehört hätte. Nämlich: Er muss einfach aufhören zu trinken. Ohne Alkohol wäre das nicht passiert, Hier ist Deine Anleitung für die nächsten Schritte und dann wird Alles gut. Er erkennt natürlich, dass Du für ihn da bist und dann hört er einfach auf....
Schöner Traum...
Als ich diese Antworten natürlich nicht erhalten habe, war ich erstmal "trotzig" in meinen Gedanken.
Bei uns ist das anders. Er wird erkennen was er verliert und sofort einsehen, dass er einfach einen Entzug und eine Therapie braucht.
Ich hatte immer noch nicht verstanden, dass das so nicht funktioniert.
Binge watching über Sucht und Co-Abhängigkeit....
In der Theorie den Charakter einer Sucht verstanden. Bei mir angekommen, dass ich machtlos dagegen bin, war es noch nicht wirklich.
Gedankenkaruselle ohne Ende... Er hat mich nie geliebt, sonst würde er doch einfach aufhören. Immer noch der leise Wunsch, dass er erkennt was er verliert...
Langsam schleichen sich Gedanken ein, dass ich anfangen muss mich selbst zu lieben.
Das ich mir eine Illusion einer Beziehung aufgebaut habe, eine Illusion Liebe. Langsames eingestehen, dass ich keine Beziehung auf Augenhöhe geführt habe. Energie kehrt langsam wieder zurück. Mein Lachen auch.
Verarbeiten der direkten Antworten hier. Manchmal erst Tage später. Wie oft war ich wütend. Wie kann mir jemand nur so eine Antwort geben, war oft der Gedanke. Aber dann, die Einsicht, dass das genau die Punkte bei mir sind die ich anschauen muss.
So langsam wurde ich ruhiger, die Gedankenkaruselle weniger.
Mittlerweile habe ich schon lange akzeptiert und erkannt, dass eine Suchtbeziehung keine Beziehung ist, welche ich jemals wieder haben werde. Das eigene Grenzen wichtig sind. Mir geht es erstaunlich gut.
Natürlich gibt es ab und zu Tage bzw Mittlerweile nur Augenblicke in denen ich traurig bin.
Aber der Weg bis hierher hat sich schonmal gelohnt, auch wenn er anstrengend war/ist.
Diese Gruppe hier war und ist für mich meine Hilfe. Ohne sie wäre ich nicht so in Bewegung gekommen.
Dafür sage ich heute einfach mal Danke!
Schönes Wochenende Euch!
LG Momo