Beiträge von Momo2006

    Guten Morgen Ihr Lieben und einen schönen Freitag!

    Wenn ich mein Zeit hier rückblickend anschaue, hat sich schon so viel, auch gerade durch die Unterstützung hier und die ehrlichen, klaren Antworten geändert. Also in meinem Leben bzw. in meiner Einstellung, in meinem Verhalten, etc.

    Am Anfang bin ich hier aufgeschlagen, mit der Hoffnung, die Antwort zu finden, welche ich so gerne gehört hätte. Nämlich: Er muss einfach aufhören zu trinken. Ohne Alkohol wäre das nicht passiert, Hier ist Deine Anleitung für die nächsten Schritte und dann wird Alles gut. Er erkennt natürlich, dass Du für ihn da bist und dann hört er einfach auf....

    Schöner Traum...

    Als ich diese Antworten natürlich nicht erhalten habe, war ich erstmal "trotzig" in meinen Gedanken.

    Bei uns ist das anders. Er wird erkennen was er verliert und sofort einsehen, dass er einfach einen Entzug und eine Therapie braucht.

    Ich hatte immer noch nicht verstanden, dass das so nicht funktioniert.

    Binge watching über Sucht und Co-Abhängigkeit....

    In der Theorie den Charakter einer Sucht verstanden. Bei mir angekommen, dass ich machtlos dagegen bin, war es noch nicht wirklich.

    Gedankenkaruselle ohne Ende... Er hat mich nie geliebt, sonst würde er doch einfach aufhören. Immer noch der leise Wunsch, dass er erkennt was er verliert...

    Langsam schleichen sich Gedanken ein, dass ich anfangen muss mich selbst zu lieben.

    Das ich mir eine Illusion einer Beziehung aufgebaut habe, eine Illusion Liebe. Langsames eingestehen, dass ich keine Beziehung auf Augenhöhe geführt habe. Energie kehrt langsam wieder zurück. Mein Lachen auch.

    Verarbeiten der direkten Antworten hier. Manchmal erst Tage später. Wie oft war ich wütend. Wie kann mir jemand nur so eine Antwort geben, war oft der Gedanke. Aber dann, die Einsicht, dass das genau die Punkte bei mir sind die ich anschauen muss.

    So langsam wurde ich ruhiger, die Gedankenkaruselle weniger.

    Mittlerweile habe ich schon lange akzeptiert und erkannt, dass eine Suchtbeziehung keine Beziehung ist, welche ich jemals wieder haben werde. Das eigene Grenzen wichtig sind. Mir geht es erstaunlich gut.

    Natürlich gibt es ab und zu Tage bzw Mittlerweile nur Augenblicke in denen ich traurig bin.

    Aber der Weg bis hierher hat sich schonmal gelohnt, auch wenn er anstrengend war/ist.

    Diese Gruppe hier war und ist für mich meine Hilfe. Ohne sie wäre ich nicht so in Bewegung gekommen.

    Dafür sage ich heute einfach mal Danke!

    Schönes Wochenende Euch!

    LG Momo

    Liebe Silberstreifen,

    Ich kann Dir nur von meiner Seite sagen, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie so viel Schlaf gebraucht habe, wie in den letzten Monaten. Ich war auch ständig erschöpft. Aber, es wird immer besser. Ich achte derzeit extrem auf meine Ernährung und trinke viel Wasser. Ich gönne mir kleine Auszeiten, ich gehe viel an die frische Luft, etc.

    Das Grenzen setzen und für mich einstehen übe ich immer noch.

    Gebe Dir Zeit. Schritt für Schritt und einen Fortschritt hast Du ja schon erkannt, nämlich dass Du keine Angst mehr hast.

    LG Momo

    Liebe Jump,

    Tränen müssen geweint werden.

    Und ich verstehe, dass es schmerzt. Ich denke so geht es vielen hier. Dieser Schmerz kommt in Wellen, zumindestens bei mir so. Man hat ja nicht nur seine Vergangenheit sondern irgendwie auch die gedachte Zukunft verloren. ABER: Ich sage mor immer, ich kann mir eine neue Zukunft gestalten. Eine schöne und zufriedene nach meinen Vorstellungen.

    Ich wünsche Dir, dass Du weiterhin Deinen Weg so gehst mit ganz vielen neuen positiven Überraschungen und Momenten.

    Fühl Dich gedrückt.

    LG Momo

    Hallo Miauzekatze,

    Erstmal herzlich Willkommen hier. Schreibe Dir hier ruhig Alles von der Seele, mir hat das oft geholfen meine Gedanken zu sortieren und einfach Ballast loszuwerden.

    Soweit ich weiß gibt es auch Pflegeheime für suchtkranke Menschen. Verstehe nicht warum der Betreuer da nicht drauf kommt. Darüber würde ich mich einfach mal erkundigen. Ansonsten wünsche ich Dir, dass Du es schaffst Abstand zu nehmen. Bist Du mal beim Arzt gewesen? Für Dich?

    Du hast schon Einiges mit Deinem Kind zu tun und brauchst da auch genug Energie. Und Dein Kind braucht Dich.

    Dein Bruder entscheidet für sich. Da hast Du keinen Einfluss darauf.

    Sende Dir mal eine virtuelle Umarmung.

    LG Momo

    Jeder würde sofort merken, dass etwas nicht stimmt

    Das merken die jetzt schon. Ich habe von so vielen nach der Trennung gesagt bekommen, dass sie das die ganze Zeit haben kommen sehen. Das mein Ex schwer suchtkrank ist und ob ich das nicht gesehen habe.... Glaube mir, das Umfeld nimmt das schon war, will sich aber meistens nicht einmischen. Zumal Du ja schon angesprochen wurdest.

    Bei mir kam eher das Unverständnis aus dem Umfeld, warum ich das Alles mitgemacht habe. Als ich in der Beziehung war, habe ich das aber gar nicht so wahrgenommen.

    Passe auf Dich auf.

    LG Momo

    Ich habe es so verstanden, dass er bis heute das Thema Alkoholsucht nicht verstanden hat. Für ihn und seine Geschwister war es nicht zu verstehen, warum sie nicht einfach aufhört. Erst mit Ihrem Tod und einem Gespräch mit dem Pfarrer, konnte er für sich mit dem Thema abschließen. Schwerpunkt, das es nichts mit ihm zu tun hatte, dass sie es nicht geschafft hat. Der Pfarrer meinte wohl" Vielleicht war das ihr Lebensweg.

    Für mich eher aus Sicht des Angehörigen, das es nichts mit der eigenen Wert (wenn sie uns lieben würde, dann würde sie aufhören) zu tun hat und der Angehörige auch keine Schuld trägt.

    Seine Mutter hat es leider nicht geschafft.

    Ich denke es liegt daran, dass wir es aus verschiedenen Perspektiven betrachten. ( Elly ).

    LG Momo

    Guten Morgen Ihr Lieben,

    Falls es jemanden interessiert...Ich bin gerade über Interview von Max Mutzke gestolpert indem er über seine Kindheit spricht , die Alkoholkrankheit seiner Mutter und welche Auswirkungen das auf ihn hatte.

    Er ist wohl der Schirmherr von NACOA.

    Also vielleicht ist es auch interessant für Cos die immer meinen sie nehmen Ihren Kindern einen Elternteil.

    LG Momo

    P.S : Mein Vater war auch alkoholkrsnk und ich hatte auch immer nur das Gefühl, dass bei uns etwa anders ist. Konnte es als Kind aber nicht in Worte fassen.

    Liebe Sonnenschein,

    Das ist wirklich eine schlimme Situation für Dich. Aber wenn Du nicht die Reißleine ziehst, wirst Du vor ihm umkippen. Und dann?

    Du schreibst er ist wie Dein bester Freund. Meine besten Freunde lassen mich nicht so im Regen stehen

    Zumal hilfst Du ihm nicht. Er muss ja keine Konsequenzen tragen. Du deckst Alles ab. Er kann schön weiter trinken.

    Zu seinem Geschäftspartner. Warum spricht er Dich an? Du kommst ja nicht lallend ins Büro. Er muss da zu Deinem Mann gehen.

    Du solltest Dich da komplett rausziehen, keine Aufgaben von ihm übernehmen, ihn nicht decken, etc.

    Das macht Dich kaputt. Das wäre mal etwas was Du für Dich machen kannst.

    LG Momo

    Hallo Cardiaca,

    herzlich willkommen hier im Forum. Wobei ich wirklich Schwierigkeiten habe auf Deinen Thread zu antworten.

    Ich verstehe Dein Anliegen nicht so ganz. Du willst quasi eine Anleitung wie Du mit einem suchtkranken Partner zusammen leben kannst.

    Habe ich das richtig verstanden?

    Heißt für mich Du verbiegst Dich, um mit aller Kraft die Beziehung aufrecht zuhalten?

    Eine Sache ist mir aufgefallen:

    Er ist häufig unwirsch und schlecht gelaunt, ist aber bisher nie aggressiv geworden.

    Das ist für Dich nicht aggressiv?

    Entschuldige bitte die Fragen. Aber bist Du glücklich?

    LG Momo