Beiträge von Momo2006

    Hey Seb25,

    ich ziehe das mal rüber in Deinen Faden

    Wir haben zu Lebzeiten nicht den Mut gehabt, uns zu lösen. Ich bewundere deshalb alle, die sich diesbezüglich auf den Weg machen. Es ist für einen selbst mit Sicherheit die richtige Entscheidung.

    Dafür arbeitest Du das Thema jetzt für Dich auf. Das ist doch auch super. Man kann ja nur rückwärts schauen und vorwärts leben.

    LG Momo

    Lieber Sorrowful,

    Ich lese schon die ganze Zeit mit und versuche irgendwie eine Knopf am Deine Themen zu bringen.

    Hier mal meine Gedanken zu Deinen Texten hier (ich kann völlig daneben liegen)

    1. Du hast Dich an ein Forum für trockene Alkoholiker und Co-Abhängige gewendet = Ich denke Du schätzt Eure Situation schon richtig ein, willst Sie aber nicht wahr haben oder traust Deinen eigenen Gefühlen/Gedanken nicht.

    2. Dein Username spricht für sich

    3. Hätte, würde, könnte... Würde sie weniger trinken dann... Hierauf hast Du aber (niemand hat das) keinen Einfluss

    4. Du musst für Dich entscheiden wie Du Leben möchtest. Das kann Dir hier niemand beantworten

    5. Ob Deine Partnerin Suchtkrank ist oder nicht, kann auch nur Sie beantworten. Dazu wirst Du hier keine Antwort erhalten.

    LG Momo

    Liebe Reike,

    Dein Mann scheint sich ja gerade nicht helfen lassen zu wollen. Vielleicht solltest Du mal einen Brief an Dich selbst schreiben. Was wünschst Du Dir, wie kannst Du Dir Dein Leben vorstellen. Unabhängig von ihm.

    LG Momo

    Hallo M65,

    Der Begriff Co-Abhängig mag Geschmacksache sein, im englischen heißt es oft enabler. Aber das ist nur ein Begriff. Hier geht es ja darum, sich von der Sucht des Anderen frei zu machen und wieder ein eigenständiges gesundes Leben zu führen und darum aus den typischen Verhaltensmustern auszusteigen.

    Wichtig ist ja, warum hast Du Dich hier angemeldet und was erhoffst Du für Dich von der Selbsthilfegruppe hier.

    Du schreibst Du hast Dich räumlich getrennt. Was bewegt Dich gerade?

    Grüße Momo

    Lieber Bobby,

    Ich bin zwar von der Co -Seite, aber das ist ja eigentlich auch wie eine Sucht loswerden. Ich habe mir, um meine Gedankenkaruselle zu stoppen und wieder Glück zu empfunden neue Hobbies gesucht, wieder mit dem Sport angefangen und angefangen meine Wohnung zu renovieren. Vielleicht hilft Dir so etwas, um Deine Wochenenden neu zu gestalten. Ich sage immer die alten schlechten Erinnerungen mit neuen positiven überschreiben. Ich bin jetzt kei Suchtexperte, aber ich b8n der Meinung wenn man etwas findet was einem Spaß macht, dann hilft das bei vielen Themen.

    LG Momo

    Liebe Rieke,

    Alkohol hin oder her aber:

    Dazu kommt noch das er mich beschimpft, beleidigt, meine Familie beschimpft, sich beschwert wenn ich mittags von der Arbeit heim komme das nichts zum Essen auf den Tisch steht. Ich eh kein Geld mit nach Hause bringe, mich ins gemachte Nest hocke..haben vor ein paar Jahren ein Haus gekauft.

    Er verdient gut, aber er muss alles zahlen, das Ich nichts kann, soll dahin gehen wo ich her komme. Mir tut das alles so weh, we

    Willst Du so behandelt werden? Wo ist Deine Grenze? Mein größter Fehler war, Alles mit der Alkoholkrankheit zu entschuldigen und dadurch meine eigenen Grenzen und Gefühle mit den Füßen treten zu lassen.

    LG Momo

    Hi Ihr Lieben,

    Ich hatte gestern eine Situation, welche mir dermaßen die Augen geöffnet hat in Bezug auf meine ungesunden Verhaltensmuster...

    Ich schreibe es jetzt einfach hier, um meine Gedanken zu sortieren. Mein Vater war ja Alkoholiker und ist mit Mitte 60 gestorben, nach 10 Jahren einer schweren Erkrankung (COPD).

    Während der Krankheit wurde der Alkoholkonsum immer mehr. Ersichtlich wurde der Alkoholkonsum wohl als ich so 8 oder 9 Jahre alt war. Ich weiß es nur aus Erzählungen... Da hat er wohl auch schon mal Mittags zuviel gehabt. Mir ist das als Kind nicht so aufgefallen, da ich es ja nicht anders kannte. Oder irgendwie habe ich da wenig Erinnerung daran. Ich habe nur in Erinnerung, dass ich so gut wie nie tagsüber zu Hause war. Ich war ein richtiges Straßenkind und da auch sehr glücklich. Mein Vater war nie boshaft zu mir. Dafür war ich nie gut genug für meine Mutter. Nicht hübsch genug, nicht gut genug in der Schule, etc. Als mein Vater krank war, bin ich oft zu meinen Eltern, habe leere Weinflaschen weg gefahren, Dachrinnen sauber gemacht, meine Mutter zum Einkaufen gefahren, etc. Selbst als ich weit weg gewohnt habe, war ich mindestens jedes zweite Wochenende bei meinen Eltern, um solche Dinge zu erledigen. Meine Schwester hat gar nichts gemacht. Sie kam, um sichbekochen zu lassen.

    Gestern hatten wir ein Familienessen und ich hatte eine kleine Diskussion mit meiner Nichte. Nichts böses, sondern sie übernimmt meiner Meinung nach zu viel Verantwortung für ihre Geschwister. Meine Mutter hat mir dann "verboten" weiter zu sprechen und meine Schwester hat sich mal wieder persönlich angegriffen gefühlt und sich arrogant über mich gestellt. Das ist seit Jahren Standard... Sie hat ja studiert, etc....

    Sobald es irgendwelche Dienstleistungen in der Familie zu verrichten gibt, meldet man sich bei mir, sobald es aber um Meinungen geht, habe ich sozusagen kein Ahnung und kein Recht meine Meinung zu vertreten.

    Das wurde mir gestern so bewusst. Das kämpfen um Anerkennung gesehen zu werden. Meine Mutter in ihren Co-Mustern total gefangen. Jetzt Richtung meiner Schwester. Früher zu meinem Vater und ihren Lebensfrust habe ich abbekommen.

    Zurückblickend hatte ich aber immer eine sehr enge Bindung zu meinem Vater, trotz seiner Alkoholkrankheit und eine schlechte Bindung zu meiner Mutter. Wenn man Öl ins Feuer kippt erklärt das unser Verhältnis sehr gut.

    Meine Schwester meinte jetzt, das mein Vater einfach nur den einfachen Weg gegangen ist und das diese Bindung nur deswegen bestand und unsere Mutter ja immer den Bad Cop spielen musste... Vielleicht hat sie Recht, vielleicht auch nicht.

    Mir ist jetzt nur klar geworden, woher ich diesen Hang habe, mich in gebrochene Menschen zu verlieben, mich aufzugeben, Alles dafür zu tun, um ja geliebt zu werden. Keine Grenzen gesetzt zu haben.

    Ich habe heute morgen nun eine klare und freundliche Grenze Richtung meiner Familie gesetzt. Zum ersten Mal. Es reicht irgendwie.

    Entschuldigt den langen Text. Aber es hat mir jetzt geholfen, meine Gedanken etwas zu sortieren...

    LG Eure Momo

    Hi Ihr Lieben,

    mal wieder ein kleines Update von mir.

    Es gibt immer noch Tage an denen ich eine tiefe Traurigkeit spüre, das gehört wohl zu meinem Verabeitungsprozess dazu. Oft das Gefühl ins Leere geliebt zu haben und ein großes Unverständnis und Hinterfragen.

    Aber, ich habe mir ja als Ziel gesetzt meine schlechten Erinnerungen mit neuen positiven Erinnerungen zu überschreiben. Aktiv zu sein. Krav Maga tut mir extrem gut, um mich auszupowern und die gemischte Gruppe ist wirklich super. Jetzt habe ich mich dazu entschieden die Aussbildung zum Falkner endlich zu starten. Das wollte ich schon vor über 10 Jahren machen. Ich liebe diese Tiere und finde sie einfach faszinierend.

    Freue mich wie Bolle darauf.

    Es geht langsam aber sicher aufwärts. Die Verletzungen der Gewalterfahrung werden bleiben, aber sie sind jetzt einfach ein Teil von mir.

    LG Eure Momo

    Ach liebe Mine,

    Ich kann Dir nur von meiner Seite sagen, dass hier niemand etwas böses will. Ich war manchmal richtig sauer und wollte sogar schon aus dem Forum aussteigen. Oft sind genau die Antworten, welche einen treffen die Themen die man anschauen sollte. Keiner wirft Dir hier irgendetwas vor. Viele sprechen aus jahrelanger Erfahrung. Diese Gruppe ist für Dich.

    Und mit Sicherheit freuen sich hier Alle, falls Dein Mann die Kurve bekommt und für sich entscheidet lebenslang Abstinent zu sein. Das kann man ihm nur wünschen.

    Die Antworten in Deine Richtung sind für Dich gedacht. Das Du ein Leben leben kannst unabhängig davon wie der Weg Deines Mannes aussieht. Dieser Plan B ist für Dich und Deine Lebensfreude.

    Ich sende Dir mal eine virtuelle Umarmung wenn ich darf.

    LG Momo

    Liebe Mine,

    Schön von Dir hier zu lesen. Musste oft an Euch denken. Ein Mutter-Tochter-Tag hört sich gut an.

    Wie geht es bei Euch weiter? Ist Dei Mann noch in der Klinik?

    Ich hoffe Du hast jemanden in Deiner Nähe, der Dir mal eine Schulter zum anlehnen geben kann oder mal eine feste Umarmung.

    LG Momo

    Ich verrate dir mal etwas, aber das bleibt bitte unter uns. ;) Ich habe festgestellt, dass direkte und unverblümte Fragen, die emotionslos erscheinen, am hilfreichsten waren,

    Ich konnte am Anfang gar nicht umgehen mit Hartmut 's direkter und unverblümter Art und war auch richtig sauer. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, hat er einfach den wunden Punkt getroffen, welchen ich anschauen musste. Und das war/ist für mich sehr hilfreich.

    Ich hoffe Vayana Du erkennst das auch für Dich. Hier wird Hilfe zur Selbsthilfe gelebt. Die aufrüttelnden Fragen und Antworten sind manchmal gefühlt hart, aber das sind meiner Meinung nach die Punkte, welche man anschauen muss, um weiter zu kommen.

    LG Momo

    Liebe Vayana,

    Eine Frage: Bist Du glücklich? Am Ende des Tages ist es doch egal, ob er trinkt oder nicht trinkt. Bist Du glücklich in dieser Beziehung. Bist Du noch Du selbst oder bist Du ein nervlses Etwas was nichts mehr richtig genießen kann. Liebe ist frei und belastet nicht. Was wünschst Du Dir vom Leben? Das ist ja keine Generalprobe hier, sondern das einzige Leben was Du hast.

    Welche Ängste hast Du, das Du so ein Leben lebst? Kinder sind glücklich, wenn es Ihrer Mutter gut geht. Ich finde es auch seltsam, dass ein Therapeut von einer Trennung abrät . Ich finde das steht ihm nicht zu.

    LG Momo

    Hallo NineMaus,

    Gut, dass Du hierher gefunden hast.

    Ich habe Anfang des Jahres körperliche Gewalt von meinem Ex erfahren. Die Gruppe hier hat mir sehr geholfen und hilft mir immer noch. Ich habe am Anfang nicht akzeptieren können, dass er ein gewalttätiger Mensch ist und Alles auf den Alkohol geschoben. Auch zu akzeptieren, daß ich Opfer einer Gewalttat war, war für mich schwierig zu verdauen. Ich habe lange gebraucht mich mit dem Thema auseinander zu setzen. Re empowerment ist noch eine gute Seite.

    Ich hoffe Du schaffst es bei Dir zu bleiben und ihn aus Deinem Leben zu streichen. No contact hilft dabei ungemein um sich selbst zu schützen. Keine FB, kein Instagram, kein WhatsApp, keine Anrufe. Alles blocken.

    LG Momo

    Das mit der tiefen menschlichen Enttäuschung kenne ich zu gut. Daran knapper ich noch heute. Mein Ex war eiskalt und emotionslos und hat nur davon gesprochen was ER jetzt für sich machen muss. Als hätte ich ihn ausgebremst....

    Dieser Stachel sitzt tief bei mir. Aber ich kann es nur für mich ändern und habe mir nichts vorzuwerfen.

    Ich freue mich für Dich Glitzer! Viel Spaß beim Frisör! Das tut immer gut!

    LG Momo

    Hey Glitzer,

    Diese Dramen wie im Teenager-Alter kenne ich auch. Völlig verrückt...

    Ich habe irgendwann mal gelesen, dass wenn Dich jemand verlassen will man demjenigen weit die Tür öffnen soll zum gehen. Und so ist es auch.

    Ich wünsche Dir, dass Du jetzt wirklich einen Schlussstrich für Dich ziehen kannst und aus dem Drama aussteigen kannst.

    LG Momo

    Oh je das hört sich extrem anstrengend an. Zeit, dass Du vielleicht endlich mal ein bisschen Wut empfindest. Das ist absolut übergriffig. Du wirst Ruhe haben, wenn Du den Leuten ganz klar und ruhig Deine Grenzen aufzeigen. Stell Dich auf die Hinterfüße und Du musst Dich bei niemanden rechtfertigen für Deine Entscheidungen.

    Ich wünsche Dir ein gutes Durchhaltevermögen. Bleib bei Dir!

    LG Momo