Risikominimierung zieht sich wie ein roter Faden durch die Grundbausteine. Gerade im ersten Jahr bin ich noch nicht gefestigt, das Suchthirn ist noch zu aktiv und ich kann weder die Risiken noch mich selbst richtig einschätzen. Es hat einen Grund warum die meisten Rückfälle am Anfang passieren.
Es ist aber kein Grund Angst davor zu haben. Meine Angst ist schnell dem Respekt vor der Aufgabe und meiner Verantwortung gewichen.
Ich habe mich langsam vorgetastet, so wie auf dem Eis eines Sees, welches mich gerade trägt. Ich weiss, dass es brechen kann, wenn ich zu schnell und zu früh weiter rausgehe, nur ich weiss nicht wann und wo.
Also warte ich bis das Eis dicker geworden ist - Risikominimierung.
Dabei habe ich Erfahrungen gemacht. Da hat es mal hier und dort geknarrt , und das hat mir geholfen, Situationen einzuschätzen und vor allem mich selbst besser kennenzulernen. Was und wieviel kann ich mir wann zutrauen und was nicht.
Und so habe ich das Vertrauen in mich selbst wieder zurückbekommen, das Gefühl, dass ich mich auf mich selbst wieder verlassen kann.
Das ist ein Prozess, der viele Monate gedauert hat.