Beiträge von Nayouk24

    Ich bin mir nicht sicher ob es mir alleine so geht, aber mit dem Begriff Alkoholiker/in tuh ich mir etwas schwer, mich als diese zu bekennen, dass muss ich wahrheitsgemäß zugeben.

    Du bist jedenfalls nicht die Erste, die sich damit schwer tut.
    Es ist ein wichtiger Schritt für deine Akzeptanz gegenüber einer Krankheit, die nicht geheilt aber gestoppt werden kann und damit Grundlage für eine stabile Abstinenz sein kann.

    Der Unterschied zu anderen Bezeichnungen und Umschreibungen ist, hier geht es um mich und nicht um einen abstrakten Zustand.
    Ich bin Alkoholiker und ich will Verantwortung für mein neues, abstinetes Leben übernehmen.

    Für den weiteren Austausch folge dem Link zur Bewerbung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und einen kurzen Satz schreiben, da du dich ja schon ausführlicher vorgestellt hast.

    Nach erfolgter Freischaltung werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Hallo Sunny,

    herzlich willkommen im Selbsthilfeforum für Alkoholiker.
    Du hast schon viel für den Einstieg in ein abstinetes Leben geschafft.

    Kontrolliertes Trinken - ein Alkoholiker kann nicht kontrolliert trinken, da er süchtig ist.

    Du klingst zielstrebig, was deine Abstinenz angeht, ich frage trotzdem nochmal nach.

    In dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die ein dauerhaft abstinentes Leben anstreben.
    Kannst du dich da wiederfinden, siehst du dich als Alkoholiker und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?

    Schreibe doch noch einen Satz, warum du dich hier angemeldet hast

    Viele Grüße

    Nayouk

    Hallo Michl,,

    Zum einem sollte ich auf eine Hochzeit dann hat sich noch ein Verwandter, der auch gerne über den Durst trinkt, mit einer Art Verwandtschaftstreffen angekündigt und ein Club Ausflug, wo auch meist viel zu viel getrunken wird ist auch noch...

    Wenn ich mir vorstelle, das wäre mein Wochendplan, wird mir schon ganz anders.
    Alle Veranstaltungen sind alkohollastig, die Hochzeit sicherlich auch. Da habe ich als frisch abstinenter Alkoholiker nichts zu suchen.
    Was soll ich da, ständig auf der Hut, beobachten und taxieren und nicht auffallen. Das ist enorm anstrengend und macht keinen Spass.
    Es kann auf die Psyche schlagen und das Suchthirn wittert seine Chance.

    Mit einer Ausrede würde ich mich allen dreien entziehen. Magenverstimmung kann jedem passieren und wenn ich nicht dabei bin, geht die Welt nicht unter.
    Selbst George Clooney konnte neulich in Venedig zuerst nicht auf den roten Teppich.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Mal unabhängig davon, dass für dich die Situation unangenehm werden könnte, wenn er dich zu einem Drink einlädt, würde ich mich fragen, ob meine Gratulation von Herzen käme. So wie ich das bei dir lese, käme sie bei mir nicht von Herzen. Ein Grund es nicht zu tun.

    Und die Tatsache, dass er sich in den letzten acht Monaten bei dir nicht gemeldet hat, kann zweierlei bedeuten. Entweder du bist ihm egal, oder er weiß nicht wie er mit dir umgehen soll.

    Ich für meinen Teil würde nicht hingehen. Ob du ihm eine Nachricht schicken willst um ein Türchen für später offen zu halten, kannst nur du entscheiden.

    Ich würde mich an die hier erlernten Empfehlungen halten und so weitermachen wie bisher und keine Experimente machen.

    Das ist das naheliegende Ziel. Auf Dauer wäre das für mich nicht ausreichend.
    Ich würde versuchen, mir einen Ersatz zu suchen, wohlwissend, dass es nicht leicht wird, etwas Vergleichbares zu finden.

    Warum ich in den letzten Jahren nicht dauerhaft abstinent wurde, ist mir ziemlich klar: Ich habe allen Leuten meine Abstinenz als Trinkpause verkauft, und als dann das erste Mal richtig großer Saufdruck kam, war ich machtlos, weil ich mir den Ausweg ja sozusagen selbst schon parat gelegt hatte.

    Ich nehme deinen Satzt auch mal auf, Mattie und da ist sicher was dran und....

    Bei der Absicherung meiner Abstinenz verlasse ich mich exakt auf einen Menschen: ausschließlich auf mich selbst.

    Das sehe ich auch so.

    Abstinent werden wollen, aber nach Aussen eine Trinkpause verkünden, ist ein Konstruktionsfehler.
    Damit habe ich jederzeit die Möglichkeit dem Druck nachzugeben, ein Hintertürchen eben und dieses Hintertürchen kennt das Suchthirn besser als ich und es wird mir bei der nächsten Gelegenheit die Tür weit aufmachen.
    Eine Trinkpause bedeutet, ich habe nicht akzeptiert, dass ich (als Alkoholiker) nie wieder Alkohol trinken kann.

    Am Anfang meinte ich, es akzeptiert zu haben aber war es wirklich so? Da waren zu viele Fragen im Raum? Stimmt das wirklich mit dem einen Gläschen?
    Warum kann ein Alkoholiker nicht mehr kontrolliert trinken? Kann ich mit purem Willen gegen Suchtdruck gegenhalten, wenn ich es doch will? Und kann ich mich dann nicht trotzdem frei bewegen? Das Suchthirn war hochgradig engagiert, lauter Hintertürchen, oder sogar richtige Türchen aufzubauen, durch die es über kurz oder lang zum Ziel kommen könnte. Alleine das in Frage stellen war nasses Denken.

    Kann ich mich bei so vielen Fragen auf mich verlassen, wenn es darauf ankommt? Je mehr ich dem nachgegangen bin, desto eher war die Antwort "Nein".
    Nicht jetzt, nicht in 3 Monaten, vlt. in 10 oder einem Jahr. Hier habe ich gelesen, dass ich es fühlen werde, wann ich mir den nächsten Schritt zutrauen kann.
    So war es auch und ich füge hinzu, vorausgesetzt ich habe mich vor allen Dingen mir selbst gegenüber ehrlich gemacht und mich mit meiner Sucht intensiv auseinandergesetzt.

    Hallo Perdita,

    gut dass du es hier aufgeschrieben hast.
    Du bist selbstreflektiert und erkennst die Gefahren, die schleichend heranwachsen.
    Diese Gereiztheit kenne ich natürlich aus meiner nassen Zeit, aber auch aus Situationen,
    in denen mir im Moment alles zuviel wird.

    bis irgendeine Banalität daher kommt, die mich völlig aus der Fassung bringt

    Dann reichen auch Kleinigkeiten um mich in schlechte Stimmung zu versetzen.

    Es hat immer eine Vorgeschichte, in der ich zuviel an mich ran gelassen habe, oder dass ich mir zuviel zugemutet habe.
    Eine Bestandsaufnahme hilft mir in solchen Situationen. Muss das jetzt wirklich auch noch sein oder hat es Zeit bis über(über)morgen,
    oder ist es einfach nur "nice to have".
    Es gab Situationen in denen ich mich vor lauter Energie regelrecht verzettelt habe. Das hat mich gestresst und unzufrieden gemacht.

    Ansonsten geht es mir nämlich gut, meine Arbeit macht mir sehr viel Spass, man könnte sagen, es geht mir prima,

    Positiver Stress kann sich auch zum Negativen wandeln, wenn er zum Selbstzweck geworden ist.
    Die Abstinenz bringt viel Freiheit und Energie zurück aber beides hat auch ihre Grenzen.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Hallo Pix,

    Herzlich willkommen im online Forum für Alkoholiker.

    In diesem Forum tauschen sich bekennender Alkoholiker aus, die dauerhaft ein abstinentes Leben führen möchten.
    Ein Austausch in dieser Selbsthilfegruppe, kann die eigene Abstinenz stärken und festigen.

    Du siehst dich als Alkoholikerin und bist seit 3 Jahren abstinent, damit erfüllst du die Voraussetzungen für eine Teilnahme.

    Für den weiteren Austausch folge dem Link zur Bewerbung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und einen kurzen Satz schreiben, da du dich ja schon ausführlicher vorgestellt hast.

    Nach erfolgter Freischaltung werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Viele Grüße

    Nayouk

    das alkfreie Bier ist ab sofort wirklich gestrichen

    Eine richtige Entscheidung, Matcha .
    Nur so wirst du abstinent, auch im Kopf.

    Wenn ich alkfreies Bier trinke, reize ich das System jedesmal aufs Neue.
    Das Suchthirn bedient sich aller Sinne. Mal davon abgesehen, dass alkoholfreies Bier nicht 0,0 ist,
    aber auch bei 0,0 Bier registriert das Suchthirn, es sieht aus wie Bier, es ist serviert wie Bier, es riecht wie Bier und es schmeckt wie Bier.
    Das Suchthirn springt an und wähnt sich schon auf der Zielgeraden. Dann trinke ich es und - nichts passiert!
    Die erwartete Wirkung des Suchthirns bleibt aus, entweder weil kein Alkohol drin ist oder in viel zu geringen Mengen.
    Jetzt beginnt der Tanz erst richtig und der kann bei jedem unterschiedlich ausgehen.

    Das ist ungefähr so, als ob du dem Baby beim Füttern jedesmal den Breilöffel kurz vorm Mund wieder wegziehst.

    Der Körper kann schon ohne Alkohol, aber deiner Psyche gibst du nicht die Chance, sich vom Alkohol loszusagen.
    Ein fortwährender Kampf und irgendwann bin ich müde und erschöpft und dann ist der Weg zum nächsten Glas nicht mehr weit.

    Da ist eine Welt, zu der ich mir keinen Zugang mehr erlaube, in der anderen Welt bin ich noch nicht angekommen, eine Grenzgängerin auf dem Schwebebalken.

    Das hast du gut ausgedrückt. Du bist es, die dich auf dem Schwebebalken hält.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Mich würde interessieren, ob die Entscheidung vor allem aus rationalen Gründen getroffen wurde, wie auch immer diese Gründe aussehen könnten.

    Da bin ich dir auch noch eine Antwort schuldig.

    So also war es bei mir eine rationale Sache, das mit der Abstinenz.

    Diesen Punkt habe ich verpasst oder konnte ihn nicht nutzen.
    Das System "mit Alkohol zu funktionieren" konnte ich nicht mehr aufrecht erhalten, da ich physisch und psychisch am Ende war.
    Das war mein Tiefpunkt. Erst als ich den erreicht hatte, konnte ich die rationale Entscheidung treffen und mir fremde Hilfe holen.

    Eine Suchtberatung ist auch Hilfe zur Selbsthilfe.
    Diese Forum ist eine Online-Selbsthilfegruppe.

    Hier sitz keiner, der mir ausgetüftelte therapeutische Fragen stellt, da muss ich schon selber aktiv werden.
    Schreiben, was mich beschäftigt, was ich denke, wo ich unsicher bin, was ich tue, was ich vorhabe.
    Dann gibt es Reaktionen, Hilfe zur Selbsthilfe.