Trigger:
Gedanken an Alkohol, lösen Unbehagen, Verlangen oder gar Suchtdruck aus.
Jeder reagiert auf die unterschiedlichen Trigger anders, aber ich kann mir nicht sicher sein, dass das bei mir so bleibt.
Trigger kann ich nicht grundsätzlich verhindern, aber ich kann bestimmte Situationen verhindern, in denen Trigger auftreten können.
Aus Triggern kann ich lernen. Ich kann lernen, wie ich sie erkenne und wie ich darauf reagiere, aber ich suche oder provoziere sie nicht.
Schwieriger wird es, wenn die Gedanken an Alkohol ohne wahrgenommenen Trigger kommen und z.B. Suchtdruck entsteht.
Wenn ich weiss, wie sich individuell Suchtdruck anfühlen kann, dann kann ich ihn frühzeitig erkennen und entsprechend handeln, auch ohne das ich den Trigger kenne.
Warum hat mich das dann im ersten Moment getriggert? Will ich da etwa auch hin?
oder
Warum hat mich das getriggert, das will ich doch gar nicht?
Ich nicht, aber mein Suchthirn. Es versucht mit teils plumpen Versuchen aber auch mit perfiden Strategien das Ziel zu erreichen und das Ziel ist, dass ich Alkohol trinke..
Je mehr ich über Trigger und aufkommenden Suchtdruck erfahren habe und dadurch gelernt habe, desto schneller und besser konnte ich reagieren.
Diskussionen über die Gedanken des Suchthirns sind sinnlos. Abblocken, verwerfen....."Du schon wieder, geh zurück in deine Ecke".... manchmal auch mit kräftigeren Ausdrücken.
Mir ist bewusst, das mein Suchthirn immer da sein wird, solange es in der Ecke sitzt und vor sich hintrocknet, kann ich gut damit leben. Ich habe akzeptiert, dass es da ist und nie wieder weg geht, es wird stiller und seltener, aber es ist da!
Die Startegie ist vorsichtiges Rantasten, über die Zeit, immer mit Rücksicht auf meine Gefühlslage und Stabilität. Eben Risikominimierung.