Ich war einkaufen und habe einen Eisbecher gegessen und keinen Alkohol getrunken und ich hatte auch gar keine Lust dazu.
Trotzdem habe ich gemerkt, dass ich immer noch kämpfen muss.
Ist es Kampf oder ist es das Suchtgedächtnis, das dich plagt?
Letzteres klopft bei mit heute noch manchmal an, aber ich erkenne es und weiss, wie ich damit umgehen kann.
Heute sind das oft nur Sekunden und der Spuk ist vorbei.
Ein Kampf sähe anders aus und wäre anstrengend. Es ist die Frage nach der Akzeptanz und die kann mit der Zeit wachsen,
wenn sie von Anfang an eine Chance bekommt.
Wenn ich nur nüchtern bin, weil ich aus irgendwelchen Gründen muss, eigentlich aber gar nicht will, dann hat die Akzeptanz noch keine Chance bekommen, dann ist es ein andauernder Kampf, der mich auf Dauer ermüden würde und ich irgendwann aufgeben würde.
Was das Rauchen angeht, so wurde mir sogar in der Reha geraten, nicht beides auf einmal zu machen. Es gibt aber auch die andere Fraktion: "Wenn ich schon dabei bin, dann mach ich es gleich mit".
Abstinent werden und bleiben ist Arbeit, die Energie braucht und diese wird im Kopf benötigt und nicht in den Muskeln.
Ziel ist es, die Abstinenz immer weiter zu stabilisieren und um dies zu erreichen, wollte ich mich nicht überlasten um am Ende wohlmöglich gar nichts erreicht zu haben.