Beiträge von Nayouk24

    Hallo Eshadan,

    Herzlich willkommen auch von mir.
    Das Form ist eine SHG für bekennende Alkoholiker, die dauerhaft ein abstinentes Leben führen möchten und Angehörige von Alkoholikern, die Hilfe suchen, um sich vor einer Co-Abhängigkeit zu schützen oder sich daraus zu befreien.

    Da dich offensichtlich beide Themenschwerpunkte betreffen, stellt sich die Frage, was du hier von einem Austausch erwartest. Magst du noch ein bisschen mehr von dir erzählen?

    Viele Grüße
    Nayouk

    Hallo Zwieback,

    Glückwunsch zum ersten JAHR💐

    Viele Dinge sind jetzt einmal durchlebt und die neuen Verknüpfungen sind angelegt.
    Das war Erfahrung und damit auch mehr Sicherheit für mich.
    Es gibt aber auch Verknüpfungen, die sich nicht an den Kalenderrhythmus halten und mich sogar völlig unerwartet konfrontieren können. Plötzlich wird das alte Muster abgerufen und das Suchthirn meldet sich triumphierend zurück.
    Wenn meine innere Haltung stimmt und ich gelernt habe, dann kann ich auch dann neue Pfade beschreiten.

    Ich bin Alkoholiker. Diesen Satz zu denken und auszusprechen, das war der Anfang um zu verstehen und zu akzeptieren, dass ich keinen Alkohol mehr trinken kann, weil ich alkoholabhängig bin. Die Sucht wird mir ein Leben lang erhalten bleiben.

    Das sind meiner Meinung nach alles kleine Sucht-Partner die im Laufe der Zeit mehr oder weniger verschwinden. Ich denke, der stärkste und größte Partner der Alkoholsucht ist Euphorie.. die wird nämlich, so glaube ich, im Laufe der Zeit, klammheimlich immer stärker.

    Es gibt viele Merkmale der Sucht. Die Zeitdauer des euphorischen Zustands wurde mit der Zeit immer kürzer, bis ich keine Euphorie mehr empfinden konnte.

    Einige langzeittrockene sind “ Leider“ trauriger Beweis dafür.

    Die Aussage verstehe ich nicht. Was meinst du damit?

    Zum weinen wollte ich dich nicht bringen, aber vlt. Ist es einfach nötig.
    Der Alkohol hat viel durcheinander gebracht und die Psyche braucht eine ganze Weile, bis sie sich davon erholt hat.

    Meine Tochter hat mir mal eine Playlist zum Geburtstag geschenkt. Ein Lied war „Dad“ von Neele Ternes.
    Eine Textpassage ist „ you once told your little girl, you‘re unbreakable“.
    Es war noch zu meiner nassen Zeit und ich habe das Lied im Auto gehört und dachte , Kind wenn du wüsstest, ich bin schon längst gebrochen…und ich habe bitterlich geweint. Wenn ich es heute höre, muss ich jedesmal mit den Tränen kämpfen, aber anders, weil ich es geschafft habe und wieder für sie da sein kann.
    Manchmal lösen Dinge einfach starke Emotionen aus, auch positive.

    "Komm wieder zurück! Schau was für Probleme und Ängste du ohne mich hast, mit mir ist das alles vergessen."

    Dein Körper und deine Psyche befinden sich momentan in höchster Anstrengung. Es ist ein Konflikt, den deine Psyche auch in den Träumen verarbeitet.

    Solche Alkohol-Träume hatte ich am Anfang auch, sie sind ein Teil des Prozesses.
    Gönne dir Ruhe, nutze das schöne Wetter mit Spaziergängen.

    Hast du dich schon mit den Grundbausteinen beschäftigt? Hast du ein alkoholfreies Zuhause?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Na dann.....
    .... dann war deine bisherige Startegie nicht erfolgreich.
    Wenn du dich darauf einlässt, dann kann diese Online SHG eine starke Hilfe für dich sein.

    Du bist ja hier noch im Vorstellungsbereich und kannst gerne noch mehr von dir erzählen,
    bevor ich dich mit Binsenweisheiten zu texte;)

    Die Aufnahmeregeln besagen, entweder 7 Tage abstinent oder in Entgiftung mit ärztlicher Betreuung.
    Damit kann es für dich erst am Montag weitergehen.

    Einen kalten Entzug riskiere ich nicht.

    Das ist sehr gut, denn der kann lebensgefährlich für dich werden.
    Kannst du deinen Arzt übers Wochende kontaktieren, falls es dir schlechter geht?
    In jedem Fall hast du immer die Option den Notarzt unter 112 zu rufen und davor solltest du dich nicht scheuen, wenn es dir schlecht geht.

    Die Alkoholkrankheit ist in erster Linie eine psychische Erkrankung, eine Entgiftung ist in der Regel nach 7-10 Tagen durch.
    Mit deinem Arzt oder den Ärzten in der Klink wirst du besprechen, wie es für dich danach weiter geht.

    Jetzt ist erst einmal deine Entgiftung Prio Nr.1.

    Melde dich am Montag hier in deinem Thread, sobald du deine Entgiftung gestartet hast und unter ärztlicher Kontrolle stehst, dann kann es für dich "hier" weiter gehen.
    Wenn du hier Fragen hast, dann frage. Ansonsten kannst du dich hier schon mal einlesen.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    ü60, Kinder, Enkel, Tiere mit Pfoten und Hufen, studiert, Spiegeltrinkerin

    ü60, Kinder, Enkel, Tiere mit Pfoten und Hufen, studiert, Ex-Spiegeltrinker, heute zufriedener, trockener Alkoholiker.
    So könnte der Text heute bei mir aussehen.
    So wie du bin ich hier auch angekommen und mir wurde geholfen und du kannst hier Hilfe zur Selbsthilfe bekommen.
    Wenn du hier schon eine Weile mitliest, weißt du vlt. wie hier der Hase läuft.

    Wie bist du mit deinem Arzt verblieben, trinkst du bis Montag moderat weiter?

    Hallo Charlotte,

    Herzlich willkommen im Alkoholiker-Forum.

    Da hast du den wichtigsten Schritt gemacht und warst beim Arzt und startest deine Entgiftung.
    Hier tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben.
    Siehst du dich als Alkoholikerin und möchtest du in Zukunft abstinent leben?

    Viele Grüsse
    Nayouk

    Wenn ich richtig gerechnet habe bist du jetzt 2 Wochen abstinent.
    Das ist richtig klasse.

    Du kommst von einem Termin bei der Drogenberatung und läufst an deinem Laden vorbei und dein Suchthirn schlägt dir eine Flasche Eierlikör vor.
    Für mich ist es wichtig, das als solches zu erkennen. Das bin nicht ich, das ist der kranke Teil in meinem Kopf.
    Es hat eine Weile gedauert, bis ich dem sicher begegnen konnte.
    Wenn dein Suchthirn auf den Laden anspringt, wäre es eine Möglichkeit erstmal einen anderen Laden aufzusuchen.

    Daneben ein innerer Beobachter, ein Teil von mir selbst, der sich das unbeteiligt betrachtete, der wusste, wie bescheuert das ist. Der wusste auch, jetzt ist es dann so weit, dass Du morgens anfängst.

    Hallo Lebenskünstler,

    den inneren Beobachter kenne ich auch. Er ist irgendwann da und stellt unparteiisch die Fakten fest.
    Er ist auch für Co-Abhängigkeit immun. Sein Nachbar, das schlechte Gewissen, den beobachtet er mitleidig.
    Er wartet nur auf das Unausweichliche.
    Dieser innere Beobachter begleitet mich noch heute, er wurde aktiver, hat hinterfragt, reflektiert und gibt sein „Go“ oder auch nicht.
    Ich bin froh, dass er da ist.

    LG Nayouk

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Paul_ .

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.
    Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Nayouk