Beiträge von Nayouk24

    Hallo Bono,

    Ich habe festgestellt, je offener und unverstellter ich bin, desto mehr Rückmeldung habe ich bekommen,
    die ich für mich in Erkenntnisse und Selbsthilfe umsetzen konnte.
    Du provozierst ja kein Shitstorm ( by the way, ich hab keinen gelesen) sondern du schreibst was du denkst und die Erfahrenen erkennen sofort, wo Risiken aufgemacht werden. Sie erkennen aber auch, wenn Du Dir selbst was vormachst, etwas verharmlost oder schön redest und wenn Du nicht authentisch bist.
    Schreibe was Du denkst und was Dich beschäftigt. Daraus entstehen Rückmeldungen, die Du verarbeiten kannst und dann kann es zur Selbsthilfe werden.
    Und - gib dir Zeit, dein Unterbewusstsein verarbeitet die Informationen und Tage oder Wochen später macht es plötzlich „Klick“. Das sind dann die Früchte deiner Trockenarbeit.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Daher rate ich heute Anfängern dazu, im Zweifel lieber den Empfehlungen der Grundbausteine zu folgen. Sei Dir bei Deiner Entschließung bitte der geschilderten abstrakten Gefahr bewusst.

    Da stimme ich zu. Es geht um den kurzen Moment, der unkontrolliert enden könnte, wenn du plötzlich Suchtdruck bekommst gibst du dir die Chance, dass er vorbei ist, bevor du die Tanke erreicht hast. Darum geht es.
    Es verhindert nicht, wenn du wieder trinken willst, das wirst du schaffen auch bei alkoholfreiem Zuhause.

    Herzlich willkommen, Perdita, gut dass du hierher gefunden hast.

    Dein Plan für den Notfallkoffer ist wichtig….

    und bei akutem Suchtdruck ist nicht die Zeit, darüber nachzudenken, was das nochmal war.

    und wie es geht. Was auch immer Du in Deinem Koffer hast, bei meinem habe ich ein paar Dinge geübt, damit das dann auch klappt, wenn ich sie brauche.

    Hallo Bono,

    Ich habe es bei dir schon mal geschrieben und ich glaube, Du weißt sehr gut, dass Deine Bewährungsprobe noch kommen kann, als Quartalstrinker.
    Und deshalb finde ich gut, dass Du hier im Alkoholiker-Forum so aktiv bist. Damit stellst Du den ständigen Kontakt zu Deiner Krankheit sicher.
    Du bist bald einen Monat abstinent und das verdient Anerkennung. Aber mal ehrlich, wie oft in den letzten Jahren warst Du schon ein Monat abstinent? So wie ich bei Dir gelesen habe, schon oft und sogar länger als ein Monat.

    Verstehe mich bitte nicht falsch, ich will deine Erfolge auf gar keinen Fall klein reden. Du bekennst Dich dazu, dass du Alkoholiker bist und ab jetzt dein Leben abstinent verbringen willst. Das ist der entscheidende erste wichtige Schritt und den bist Du gegangen. Und ich würde mich für dich riesig freuen, wenn Du mit Deiner Selbstfürsorge, auch mit Hilfe dieses Forums, irgendwann sagen kannst, ich habe die Bewährungsprobe bestanden, auch wenn „die harte Prüfung“ für dich gar nicht anstand. So oder so, es wäre ein weiterer großer Erfolg.

    Warum schreibe ich Dir das? Weil ich bei Dir einfach befürchte, dass die erste Zeit der Abstinenz trügerischer sein kann, als sie bei mir war.

    Vlt. habe ich jetzt auch großen Mist geschrieben aber ich sende Dir meine Gedanken trotzdem.

    Pass auf Dich auf.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Ich weiß nicht mehr, was eigentlich los ist.

    Es gibt auf Deine Frage aus Sicht des Alkoholikers keine vernünftige Antwort.
    Dann bleibt nur noch die Strategie, Angriff ist die beste Verteidigung und schon fragst Du Dich,
    was Du falsch gemacht hast und er hat seine Ruhe. Diesen Kreislauf kannst Du durchschauen und auch stoppen und das Wie kannst Du hier bei ganz vielen Angehörigen lesen.

    Im Grunde trickst man seine Gedanken dabei zwar ein wenig aus

    Ich würde es so sehen, dass du damit bewusst die Prioritäten vorgibst.
    Ähnliches mache ich auch. Der wichtige Punkt ist , zu erkennen, dass ich in Form einer Atemübung ,oder was auch immer, reagieren kann. Denn oft kommt das Suchthirn eben nicht direkt mit einer Flasche winkend um die Ecke, sondern viel heimtückischer, so dass der Zusammenhang zu Alkohol nicht sofort erkennbar ist.

    Hallo Leonie,

    Ich habe größten Respekt davor, was du gerade durchmachst. Deine Psyche hat sich in der abstinenten Zeit neu orientiert und dann der Rückfall. Du hast schnell und konsequent gehandelt. Deine Psyche muss den Ausgang aus dem Gedankenkarussell wieder finden. Und sie wird ihn finden. Du hast die Tür dafür aufgemacht.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Hallo Bono,

    So pauschal würde das keiner beantworten können, da es individuell verschieden ist. Ich habe mich am Anfang intensiv mit meiner Alkoholkrankheit auseinandergesetzt und in jedem zweiten einen werdenden Alkoholiker gesehen. Ich muss mich in aller erster Linie auf mich konzentrieren. Selbst wenn es bei Deiner Bekannten schon Alkoholmissbrauch wäre, was würdest du mit der Information tun?

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Ich wusste schon während meiner Trinkzeit, dass mich das ein Haufen Geld kostet. Nachgerechnet habe ich es nicht. Ich wollte es gar nicht wissen. Es ist einfach ein Fakt, genauso wie es ein Fakt war, dass ich mir die Gesundheit ruiniere und trotzdem habe ich getrunken. Jetzt bin ich abstinent und wenn es drauf ankommt, standhaft zu bleiben und nichts zu trinken, dann würde mich der Gedanke an 2000 € jährlich nicht davon abhalten, doch vielleicht wieder zu trinken. Die Sucht kennt keine Kosten.
    Wenn ich aber akzeptiert habe, dass ich Alkoholiker bin, Achtsamkeit und Selbstfürsorge betreibe, die Grundbausteine lebe, so wie für mich möglich, dann kann ich eine zufriedene Abstinenz erreichen und die 2000 € sind ein willkommenes Zubrot, mehr aber auch nicht.

    Bei der Rechnung darf ich nicht vergessen, dass Tee und gute Limonaden auch ihren Preis haben.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Hallo Stef,

    Das kenne ich gut, was du beschreibst. Jetzt beginnt die Zeit des Aufarbeitens, des Verzeihens, auch dir selbst gegenüber.
    Wichtig ist, dass du ein restlos alkoholfreies zu Hause hast. Ob das schon so ist, kannst nur du dir selbst beantworten. Mach dir einen Plan für die Tage, den du auch bereit bist, abzuarbeiten. Und nehme dir etwas vor für jeden Punkt, den du nicht erfüllst, z.b. 15 min um die Häuser gehen.
    Lege dir Dinge aus dem Notfallkoffer parat und schreibe hier, wenn es Dir nicht gut geht.
    Kleine Ausflüge in die Natur könnten auch auf deinem Plan stehen.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Das ist Zuckerbrot und Peitsche, was er mit Dir macht. Glaubst du allen ernstes, es hat sich alles geändert, nur weil du gegangen bist? Es hat sich nichts geändert und das weißt du eigentlich. Es wäre brandgefährlich. Verwende Deine Energie darauf, dir Hilfe zu holen. Jetzt, heute noch! Du weißt, wo du dich melden kannst.