Hallo Biene,
Eine Frage hätte ich da an dich. Was war bei dir der Auslöser, dass du ins Handeln gekommen bist?
Da stellst Du eine gute Frage, die ich mir immer wieder selbst stelle und so richtig habe ich bis heute darauf keine Antwort. Ich will es mal probieren.
In Lizzy 's Thread habe ich folgendes beschrieben:
Beitrag
Hallo Lizzy,
Ich bin Alkoholiker und seit 6 Wochen abstinent. Der ungesunde Umgang mit Alkohol begleitet mich schon
20 Jahre. Es war ein schleichender Prozess. Richtig betrunken war ich nie und wenn ich Auseinandersetzungen mit meiner Frau hatte und gemerkt habe, dass ich eine schwere Zunge habe, habe ich mich zurückgezogen. Sie wusste natürlich was los war.
[…]
Meine Frau hat versucht mich anfangs zu kontrollieren. Es gab dann einen Punkt nach einem Gespräch mit Ihrer
Ärztin ab dem sie es sein…
Nayouk24
4. März 2024 um 11:34
und bei Jump! folgendes:
Beitrag
Lanananana Da hast Du leider recht.
Bei mir standen alle Signale auf Stop oder Wechsel, familiär, beruflich, körperlich und psychisch. Damit hatte ich grosses Glück,
sonst würde ich heute hier nicht schreiben.
Nayouk24
8. März 2024 um 16:42
Da ist viel zusammen gekommen. Ich habe mich mit dem Gedanken eine Klinik aufzusuchen schon einige Monate auseinandergesetzt.
Ich wusste genau, wo ich hin will, was es kostet, was dort passiert und wo ich anrufen muss 24/7.
Der Zeitpunkt war dann einfach da. Ich hatte meinen Tiefpunkt erreicht, wobei das eigentlich nicht richtig stimmig ist, den es hätte genauso gut sein können, dass ich auch in dieser Situation wieder gekniffen hätte und einfach weitergemacht hätte.
Ich habe dann meiner Familie die Entscheidung mitgeteilt und in der Klinik angerufen, damit ich nicht mehr so einfach zurück konnte. Heute muss ich sagen, dass ich unglaublichen Dusel hatte, dass alles zusammen gepasst hat und ich zu dem Zeitpunkt so willenstark war, dass ich es dann auch durchzuziehen konnte. Ich könnte viele Situationen schildern, wo es genau so nicht war und ich keine Entscheidung getroffen habe.
Ein wesentlicher Punkt war sicherlich die Haltung meiner Frau. Ich habe gespürt, dass wir uns von einander entfernen und dies nicht nur durch meine Trinkerei sondern dass sie mehr und mehr ihren eigenen Weg gegangen ist. Sie hat es einfach gemacht ohne mich zu fragen
Ich habe sie ja auch nicht gefragt ob ich trinken darf.
Beim nochmals durchlesen stelle ich fest, dass der Umstand, dass ich in einer Klinik angerufen habe und 5 Tage später dort war, also kein langes Genehmigungsverfahren und lange Wartezeiten, sicherlich mit ein entscheidender Faktor war. Ich hätte sogar am nächsten Tag anreisen können. Heute sind es 62 Tage und ich arbeite daran, dass ich den Status Quo behalten kann, den die Risiken sind mir heute bewusst und das muss auch morgen und übermorgen noch so sein. Hierfür ist diese SHG die beste Hilfe die ich bekommen kann.
LG Nayouk