Beiträge von Nayouk24

    Hallo Paul,

    Das freut mich sehr, was Du geschrieben hast.
    Man kann Deine Reflektion spüren.
    Das mit den Träumen kenne ich so ähnlich auch.
    Es ist gut wenn Dinge verarbeitet und abgelegt werden können.
    Nüchtern ist die Psyche dazu wieder in der Lage.

    Herzlichen Glückwunsch zu 9 Monaten 🏅🏅🏅🏅🏅🏅🏅🏅🏅
    Da taucht ja das erste Jahr schon am Horizont auf.

    Liebe Grüße

    Nayouk

    Hallo restart,

    Ich könnte mir vorstellen, dass sie es aus Routine machen, mit dem Hintergrund,
    dass sie nicht ihre Zeit und Ressourcen verschwenden wollen, wenn es jemand nicht ernst meint.
    Ich musste auch jeden zweiten Tag pusten, allerdings war ich stationär.

    Sehe es doch einfach positiv und als Motivation genau das abzuliefern, was sie sehen möchten, denn damit hast Du ja kein Problem.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Liebe Rennschnecke,

    Wie Du ja mal geschrieben hast, wir haben ziemlich zeitgleich aufgehört.
    Allerdings hatte ich diesen Vorlauf nicht. Wenn mir letzte Weihnachten jemand gesagt hätte,
    dass ich Anfang Januar in den Entzug gehe, den hätte ich noch heftig abgewehrt.

    Jeder Weg ist anders und erfolgreich ist er dann, wenn er sein Ziel erreicht.
    Wie der Titel meines Threads „Der Weg ist das Ziel“.
    Der Eintritt in die Abstinenz wurde erreicht. Ab da ging ein neuer Weg weiter,
    der „dauerhafte Erhalt der Abstinenz“ und ich hoffe, nein, ich bin zuversichtlich,
    dass dieser Weg kein Ende hat , welches ich erleben werde.

    Das wünsche ich Dir auch.

    Wir warten jetzt noch die nächsten 6 Monate und ein paar Tage ab und dann gibt’s Glückwünsche🙂

    Liebe Grüße
    Nayouk

    Hallo Rennschnecke ,

    Ersteinmal wünsche ich Dir gute Besserung.

    Mein Einstieg hier ins Forum ist immer die Seite „ungelesene Beiträge“. Da muss ich schon
    einiges runter scrollen um auf Beiträge von Alkoholikern zu kommen.
    Momentan scheint es mir extrem, aber das ist sicherlich auch eine zufällige Phase. Beim lesen im Co-Bereich habe ich schon so manches Mal gedacht, Gott sei Dank war ich nicht so.
    Die Geschichten sind teilweise unglaublich und erschreckend.
    Ich glaube , ein Unterschied zwischen den COs und den Alkoholikern ist, dass fast alle Alkoholiker ihren ersten wichtigen Schritt getan haben, sonst währen sie nicht hier. Bei den COs gibt es das harte Kriterium „ in einer Entgiftung oder Entgiftung abgeschlossen“ nicht.
    Sie schlagen hier auf und werden schon bei den ersten Schritten begleitet, in dem sie Hilfe zur Selbsthilfe bekommen. Die Umsetzung in die Selbsthilfe ist ein langer Prozess, genau wie bei den Alkoholikern, nur das er bei den COs oft erst hier startet.
    Meine Erkenntnis, dass ich süchtig bin und es ohne fremde Hilfe, sprich Reha, nicht schaffen werde, hatte ich vor gut einem Jahr und doch hat es noch ein halbes Jahr gedauert, bis ich selbst mit der Konsequenz des Handelns dazu bereit war, fremde Hilfe zu suchen und anzunehmen.
    Diese Phase beim Alkoholiker ist nicht der Fokus dieses Forums, da, wie wir alle wissen, der Alkoholiker aus sich selbst heraus erkennen und handeln muss. Ich glaube bei den COs ist es oft so, dass sie überhaupt erst einmal erkennen müssen in welchen Mustern sie gefangen sind, was Alkoholismus als Krankheit bedeutet und was es für sie selbst heißt um dann einen Weg da raus zu finden.
    Ich habe dann angefangen zu selektieren, als es mir zuviel wurde und ich auch für mich nichts Hilfreiches herausziehen konnte, denn, ohne überheblich sein zu wollen, das Verhalten der meisten alkoholkranken Partner/Angehörige ist entweder mit meinem nicht vergleichbar oder ist Vergangenheit für mich.

    Zum Schluss: Wenn wir mehr Austausch unter den Alkoholikern wünschen/brauchen, dann müssen wir halt mehr schreiben😉 Ich denke aber auch, dass unser Schreiben bei den COs hilfreich für das Verständnis über die Alkoholsucht ist.
    Ich habe mal den Kommentar zurückbekommen der da lautete „…..ah, jetzt wird mir einiges klar…“. Ich weiß leider nicht mehr von wem.

    Liebe Grüße

    Nayouk

    Ich bin kein Fußballfan aber die zentralen Spiele bei EM oder WM schau ich mir schon an.

    Ich werde das Spiel heute schön brav Zuhause schauen und mich keinem Public Viewing Platz nähern.
    Die Verbindung Fußball - Alkohol ist nunmal bei vielen Programm und das nicht nur bei den richtigen Fans.

    Die Vorstellung ich sitze in einer mehr oder weniger alkoholisierten Menschenmenge, welche mit zunehmenden Toren oder Frust immer anstrengender wird, stößt mich heute ab. Natürlich habe ich das früher auch das ein oder andere Mal gemacht, dann aber kontrolliert wenig getrunken, da mein Konsum ja immer heimlich vorher schon war und zu dem Zeitpunkt eigentlich für den Tag ausreichend war.
    Da war ich für mich anstrengend.
    Momentan bin ich noch sehr zurückhaltend und da passt solch ein Event überhaupt nicht dazu.
    Das wäre so als ob ich nach einer schweren Grippe gleich am ersten bettfreien Tag auf eine Tanzparty gehe.

    Wenn ich mir vorstelle, ich würde wegen so einem Mist wieder rückfällig und in 4 Wochen ist alles vorbei nur der Alkohol ist mir geblieben…….

    Hallo Frank,
    ich würde sobald als möglich zu Deinem Hausarzt fahren. Informiere ihn, dass Du Alkoholiker bist usw. und schildere ihm, wie es Dir geht.
    Wenn er Dich selbst nicht behandeln kann, dann muss er Dich überweisen.

    Ich würde mich schonen, bis das abgeklärt ist.

    Es ist gut, dass Du hier bist und Dich austauscht.
    Mir hat es in meiner Anfangszeit sehr geholfen. Wer hier offen ist und sich mitteilt bekommt Hilfe zur Selbsthilfe.

    VG Nayouk

    Hast du das Gefühl, dass dieser Meilenstein 5 Monate nur ein ‚Etappensieg‘ ist?
    Klingt komisch ….dieses: Bis hierhin gekommen.

    Du bist ein aufmerksamer Leser.

    Ist nicht jeder Tag oder Monat ein Etappensieg auch wenn es einfacher wird diese zu erreichen ?
    Also, ich muss mir nicht jeden morgen sagen, heute bleibst Du abstinent, musste ich eigentlich nie.
    In der Reha haben wir Statistiken über Rückfälle gesehen. Die ersten erwischt es schon in den ersten 4 Wochen und
    viele erreichen 3 Monate nicht usw.

    dass ich bis hierhin gekommen bin

    Der Satz hat wohl damit zu tun.

    Ich hatte keine Vorstellung, wie die Zeit nach der Reha werden wird.
    Davor hatte ich riesen Respekt gepaart mit Unsicherheit durch Unerfahrenheit, woher auch.
    Ich denke, dass das normal ist und zum Prozess dazu gehört.
    Heute kann ich das einordnen, was wir in "Rückfallprävention" vermittelt bekommen haben.

    Ich weiß, dass ich nie wieder dort hin möchte, wo ich war, nie wieder Alkohol, nie wieder !
    Das ist fest in mir drin und so werde ich auch die nächsten Etappen erreichen,
    egal ob Tage oder Monate.
    Aber was gibt mir die Sicherheit ? Die ständige Auseinandersetzung mit dem Thema gibt sie mir.
    Manchmal denke ich, ich setze mich zu viel auseinander und bin dann zersetzt :)
    Dann muss es auch mal gut sein. Wichtig ist, dass ich erkenne was oder wann es kritisch wird und weiß was ich dann sofort tun muss.

    Liebe Grüße

    Nayouk

    Heute, auf den Tag genau, vor 5 Monaten bin ich in der Suchtklinik angekommen.
    Ich bin mit dem Zug gefahren und zur Sicherheit (die Reise dauerte 3h) hatte ich einen Flachmann dabei.
    Am Zielbahnhof angekommen, habe ich den Flachmann genommen und ihn noch auf dem Bahnsteig mit den
    gedanklichen Worten "Das war's" in die nächste Mülltonne geworfen.
    Ein Taxi brachte mich an den Zielort.

    Mein Gott war ich nervös und unsicher ob dem, was mich jetzt erwartet.

    Ich wurde freundlich, ja fast herzlich aufgenommen und gleich startete die Aufnahmeprozedur.
    Alkoholtest, Blutdruck, Temperatur etc. und dann der Arzttermin.
    Man geht dort davon aus, dass ein Neuankömmling Alkohol getrunken hat.
    Ab 3,0 Promille wird man nicht aufgenommen und kommt gleich ins Krankenhaus.
    Auf meinem Zimmer im Akutbereich angekommen wurde das Gepäck auf Alkohol und Medikamente untersucht.
    Komisches Gefühl aber für mich war es ok. Für die erste Zeit durfte ich die Klinik nicht verlassen und ich sollte mich möglichst nur im
    Akutbereich aufhalten. Es gab dort sogar eine eigene Raucherterrasse, getrennt von den anderen Patienten.
    Der Grund für den Akutbereich: Das Stationszimmer ist nur wenige Schritte von den Zimmern entfernt und im Notfall ist schnell Hilfe zugegen.
    Nach 3 Tagen hatte ich den körperlichen Entzug weitestgehend hinter mir und durfte dann auf Normalstation umziehen.
    Ich wurde immer als eigenständiger Mensch behandelt, mit einer Krankheit.
    Bald spürte ich, dass ich es schaffen kann, mit deren Hilfe ! Die Ausweglosigkeit wich langsam einer Hoffnung.

    Ein halbes Jahr habe ich mich mit dem Gedanken gequält, dass ich es alleine nicht schaffen werde und ich in einen Entzug machen muss.
    Meinen Tiefpunkt für die Entscheidung musste ich aber erst erreichen. Der war zwischen Weihnachten und Silvester 2023.
    Am 06.01.2024 war ich in der Klinik.

    Heute bin ich einfach nur froh, dass ich es gemacht habe und dass ich bis hierhin gekommen bin.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Guten Morgen Wilma,

    Herzlichen Glückwunsch zu 2 Monaten!

    Deinen Thread habe ich jetzt erst entdeckt und damit auch viele Ähnlichkeiten.
    Ja, das Gefühlschaos mit Auf und Ab kenne ich auch sehr gut.
    Es hat sich bei mir verändert, ist anders, dem Jetzt entsprechend, aber es ist da und das ist gut so.

    Bleibe auf Deinem reflektierten Weg, wir schaffen das 😀

    Viele Grüße

    Nayouk

    Jeder Fall ist ja individuell.
    Für mich rückblickend betrachtet habe ich es ohne fremde Hilfe nicht geschafft. Oft versucht, immer gescheitert.
    Das Thema stabile Abstinenz begleitet mich jeden Tag und diese SHG ist für mich
    ein wesentlicher Bestandteil der Nachsorge und Selbstfürsorge.
    Die psychische Erkrankung als Komponente der Sucht beschäftigt mich momentan mehr.
    Und das ist Arbeit, die ich nicht so nebenbei leisten kann und will.

    Ich gelobe mich mehr zu engagieren.

    Du solltest es Dir geloben und ich würde mich freuen wenn es Dir gelingt.

    Viele Grüsse. Nayouk

    "Psycho - Ich, süchtig"
    (aus der Reihe PSYCHO in der ARTE Mediathek)

    Eine 30 min Doku. Erzähl-Erfahrungen von Süchtigen (Alkohol, Kokain, Spielsucht).
    Die Abläufe und Mechanismen der Süchte sind nahezu identisch.
    Allen Süchtigen ist auch gemein, dass sie für immer abstinent von ihrem Suchtmittel oder Suchtverhalten bleiben müssen.
    Die Analogie zur Spielsucht fand ich aufschlussreich.

    Viele Grüße Nayouk

    Ansonsten quäle ich mich gerade wieder verstärkt mit einer bleiernen Müdigkeit,

    Das kann ich Dir nachfühlen.
    Ich bin 2-3 mal die Woche im Fitness-Studio, fahre (wenn's nicht regnet !) 100km pro Woche mit dem Fahrrad und komm irgendwie nicht in die Gänge, so das ich das Gefühl habe, dass ich langsam wieder fitter werde. Bin danach immer völlig erledigt und würde am liebsten auf die Couch und liegen bleiben und muss mich zu allem Weiteren richtig überwinden. Ich sag mir immer, 20 Jahre lang den Körper geschändet, dann braucht die Erholung jetzt auch ihre Zeit.
    Ich hoffe es wird nach dem ersten Jahr Abstinenz besser, liest man ja hier und dort.
    Bin gespannt was Du berichtest.

    Übrigens: Neulich hast Du bei mir geschrieben, dass wir ja quasi gleichzeitig aufgehört bzw. angefangen haben. Gleichzeitig ??
    Ich habe den Anfang Deiner Abstinenz einfach bei Deinem Anmeldedatum hier im Forum vermutet. Hab mir jetzt mal Deinen ganzen Faden gelesen.
    Jetzt passt es.

    LG Nayouk

    Danke für Deine Offenheit Evelin , es hört sich für mich so an, dass Du genau weißt wo Du ansetzen musst.
    Es ist auch gut, dass Du dabei unterstützt wirst. Ich wünsche Dir, dass Du Dir die Zeit dafür nehmen kannst.

    und es ist richtig heftig im Umland…

    Das kann ich nur bestätigen.

    Viele Grüße

    Nayouk