Beiträge von Alexa

    Hallo,

    Ich nochmal.. ich möchte euch berichten was so bei mir los ist..

    Also erstmal kann ich sagen dass mein Partner am Donnerstag in eine 10tägige Entgiftung geht.. gottseidank! Ich sehe es einfach mal als durchbrechen der jetzigen krankmachenden Wahnsinnsspirale. Er ist auch sehr froh darüber, denn er hat jegliche Kontrolle über seinen Konsum verloren.. Er hat nun seit wir uns kennen schon einige Therapien und Entzüge hinter sich, doch diesesmal ist es für mich anders. Bei den letzten malen war ich immer voll so großer Hoffnung, wollte ihm beistehen, ihr wißt schon, Liebe siegt über alles und so.. diesesmal sehe ich das nüchterner, klarer, und auch nicht so hoffnungsvoll. Ich sehe das quasi als kurze Atempause, denn er konsumiert vorwiegend auf der Arbeit. Alk und nun halt auch Speed. Er wird nicht nüchtern bleiben können auf lange Sicht, wenn er dort weiterarbeitet.. so traurig das auch ist..

    Am Wochenende wollte er sich zusammenreißen, nun Samstag ganz früh hat er ein Bier getrunken und weitergeschlafen.. als er Mittags einkaufen war und nach Hause kam, entschuldigte er sich bei mir, er hatte am Parkplatz noch ein Bier getrunken. Das hat mich so aus der Bahn geschmissen, die Deutlichkeit dass er nicht anders kann,er wollte oder konnte nichtmal warten bis er zu Hause ist.. ich hab so zu heulen angefangen, das hat ihn ein bisschen erschreckt, oder er hatte ein schlechtes Gewissen, wollte mich beruhigen, hat sich bei mir entschuldigt.. dabei ging es mir gar nicht um das Eine! Bier!! Warum sollte mich das jetzt noch groß schocken, nach den letzten Wochen.. es war so verdammt hoffnungslos das Ganze.. ich sagte ihm auch, nichts was er jetzt sagt kann mir helfen, ich bin einfach fix und fertig.

    Gestern hat er bis Nachmittag durchgehalten. Er hat 2 Bier getrunken. Ich konnte es beim ersten schon riechen. Seine Wesensveränderung war für mich sofort spürbar..

    Nun sitz ich hier und weiß nicht was tun, ich habe Liebeskummer. Ich werde in 2 Monaten ausziehen, und er will mich dabei unterstützen.. Er meint es wird für uns beide gut sein wenn wir wieder für uns alleine verantwortlich sind.. ich habe mich die letzten 1,2 Jahre auch sehr verändert.. ich war (bin) depressiv, auch wenn wir schöne Dinge unternahmen spürte ich keine Freude mehr in mir. Die letzten Monate ist mein Partner mit meinem Sohn alleine losgezogen und ich blieb zu Hause, weil ich nicht konnte oder wollte. Manchmal konnten sie mich überreden mitzugehen, aber meistens blieb ich zu Hause. Auch wenn ich versuchte meinen Hobbies nachzugehen machte es mir keinen Spaß mehr. Ich war mal so kreativ! Auch Zärtlichkeiten blieben auf der Strecke. Zum Teil liegt es denke ich auch an den Medikamenten die ich nehmen muss, denn mein Körper reagierte nicht wie üblich auf Zärtlichkeiten..

    Ich bin nun verletzt, mein geliebter Partner hat mich zwar lieb, aber ich denke dass die Liebe bei ihm nicht mehr so groß ist.. das tut dann nochmal weh.. nicht nur dass ich ihn wegen der scheiß Sucht verliere, sondern dass ich auch nicht mehr so liebenswürdig bin wie ich es mal war!!! Und ich komm aus dem ganzen Sumpf um mich herum nicht mehr raus!!! Mein Partner sieht verdammt gut aus, er ist groß, stark, sportlich, und hat (wenn er nüchtern ist) dabei eine so sanfte Ausstrahlung. Und ich sehe abgelebt, verhärmt aus. Mir sieht man mein Elend schon von weitem an! Ich hasse es in den Spiegel zu schauen, bin entsetzt darüber wie ich aussehe.. kein Wunder dass mein Partner mich auch nicht mehr attraktiv findet..

    So sieht es aus..

    Guten Morgen ihr Lieben, wardasalles, Morgenrot, Aurora, und alle anderen!

    Vielen Dank fürs Daumendrücken ^^

    Nun, ich kann berichten ab 01. Mai habe ich eine neue Wohnung. Es ist so seltsam gestern noch ging mir alles viiiieeeell zu schnell, nun da der Termin mit 01. Mai fixiert ist geht es mir viiiiiiieeeeel zu langsam.. :shock:

    Ich bin ja gedanklich schon am sortieren, ausmisten, was kann weg, was lasse ich da, was nehm ich mit, was brauche ich noch unbedingt, wie kann ich was in der neuen Wohnung unterbringen.. das sind sozusagen jetzt noch ungelegte Eier..

    Einerseits nimmt es den Druck raus dass sofort etwas passieren muss, andererseits werden die nächsten 2 Monate ein herumwarten, das Konsumverhalten meines Partners wird ja nicht besser..

    Meine Gefühle schwanken zwischen Erleichterung und Enttäuschung..

    Zur Wohnung kann ich euch berichten, sie ist in einer sehr schönen ruhigen Gegend, die Wohnung ist klein aber gut geschnitten.. und naja, der jetzige Mieter ist noch drinnen, und zu sagen die Wohnung ist abgelebt und abgenutzt wäre noch geschmeichelt..

    Ich hoffe dass die neue Hausverwaltung das noch in Ordnung bringt, ich habe das auch telefonisch angesprochen, aber zuerst muss noch der ganze Papierkram vorher erledigt werden..

    Es ist alles noch so unwirklich.. aber es ist nunmal fix. Ich hoffe nur die nächsten 2 Monate werden okay..

    Kurz noch von meinem Partner und der gestrigen Situation: er ist relativ früh eingeschlafen, ich hab seine Sachen kontrolliert (ich weiß ist nicht okay, und Co Verhalten und so..), und siehe da, hab ich noch Tabletten gefunden, hab den Namen gegoogelt, und es sind Benzodiazepine (weiß nicht ob ich das richtig schreibe, ist ja wurscht). Also sind wir jetzt bei Alk, Speed und Benzos gelandet!

    Er hätte die Möglichkeit nächste Woche einen 10 tägigen Entzug zu machen, er hat bis Montag Zeit sich zu entscheiden, und heute in der Früh war er dem eher abgeneigt..Er weiß es selbst noch nicht, aber er kann schwer auf der Arbeit einfach so 10 Tage wegsein.. Er will seinen Konsum reduzieren, und eventuell in ein paar Wochen entziehen..

    Ach ich weiß nicht, ich hasse es ihn so in seiner Zwickmühle zu sehen.. Er ist der Sucht nun ausgeliefert, es geht nicht mehr ohne.. ich glaub das lässt ihn auch verzweifeln..

    Es tut uns beiden weh.. ich habe mir Hilfe gesucht, und ich hoffe das tut er auch..

    Hallo,

    Diese Tage passiert so einiges.. ich habe mich gestern meiner Mutter anvertraut und sie erzählte mir aus der Ehe mit meinem Vater. Er hat getrunken,sie beschimpft und beleidigt, danach zum Sex genötigt und geschlagen.. sie hatte große Angst vor ihm.. als ich auf die Welt kam hat sie mich immer im Ehebett schlafen lassen, da mein Vater sie dann in Ruhe ließ.. ich habe bis ich 7, 8 Jahre alt war bei meinen Eltern im Bett geschlafen.

    Ich hab meine Mama so lieb.. sie erzählte mir das alles so, als ob sie dass nichts mehr anging, aus einer längst vergessenen Zeit.. sie haben sich dann gottseidank doch scheiden lassen.

    Warum ich euch jetzt schreibe: ich habe die Zusage vom Amt bekommen zur Wohnungssuche. Ich kann heute noch anrufen und mir Wohnungen durchgeben lassen die ich dann besichtigen kann.

    Doch ich freu mich nicht, ich habe Angst. Ich bin schon mit einem sehr unguten Gefühl aufgestanden.. ich hab das Gefühl von einem Zug überrollt zu werden.. ich habe da was losgetreten, dass mir Angst macht..

    Ab 8 Uhr kann ich anrufen.. Bitte drückt mir die Daumen!

    lg Alexa

    Liebe (r) mg midget,

    Deine Nachricht trifft mich zutiefst..

    Ich kann dir nur Recht geben..!

    beobachte doch einmal, wann er den Hausalt macht und wann er kocht.... kann er das auch ohne Speed und Alk?

    Nein, eigentlich war mal die Aufteilung er kocht, ich mach den Haushalt. Ich hab den Haushalt schleifen lassen, und er schlägt sich ja auf Speed die Nächte um die Ohren und beschäftigt sich dann auch mit dem Haushalt...

    Im Gegenteil er will da noch für dich sorgen...was dich noch mehr in der Annahme bestätigt das du schlecht bist und klein, weil er geht ja arbeiten und du fühlst dich so schlecht das nichts mehr geht.

    Ja ich fühl mich klein und nichtig..

    Ich will nur nicht glauben dass er so manipulativ ist..

    Die Frage ist die, wie läuft das denn ab wenn dein Partner heute Abend heim kommt? Wahrscheinllich ist er voll drauf, weil am We hat sich der Körper ja erholt vermeintlich und heute wird dann die nächste runde Speed eingeläutet, weil er es ohne wahrscheinlich gar nicht mehr schaffen würde den Tag zu überstehen und abends dann Alk um runter zu kommen?

    Punktlandung.

    Er ist schon zu Hause und macht grad die Wäsche..

    nur so en Gedankengang von mir!

    Wow, solche Gedankengänge hätt ich auch gerne :)

    Da du davon schreibst dass du deiner Wahrnehmung wieder mehr vertrauen musstest nehme ich an du bist auch aus der Co-Ecke? Ich werde mir jetzt dein Fädchen durchlesen, wenn ich es denn finde. Ich hab mich hier im Forum noch nicht ganz zurechtgefunden...

    Danke dir, und euch allen:!:

    Ja - so ist er: Entweder nimmt er dich nicht ernst oder es ist ihm egal!

    Auf jeden Fall ist es kein Zeichen, dass er aufgewacht ist, sein Konsumverhalten hinterfragt und für seine Gesundheit und eure Beziehung kämpft.

    Liebe Lana,

    Nein, ich denke da spricht wirklich die Fürsorge aus ihm..

    Er hinterfragt sein Konsumverhalten sicher, denn er geht regelmäßig zur Drogenambulanz..ein Entzug steht im Raum.. die Lage ist für ihn auch alles andere als leicht. Ich denke er ist zerrissen zwischen Sucht, Arbeit, Beziehung.

    Sicher wird es für ihn angenehmer wenn ich weg bin und ihn nicht mehr tagtäglich konfrontiere, hab auch Angst dass er dann komplett abstürzt.. aber das liegt dann nicht mehr in meiner Hand..

    Ich musste grinsen, ja auch bei uns in Ö verhungert niemand.. ;)

    Derzeit warte ich noch auf das okay zur Wohnungssuche, aber ich würde mich über mein kleines Reich sehr freuen.. mal schauen was ich mir zusammenbasteln kann..

    Ich bin glaub ich von freudehüpfend noch weit entfernt, aber ihr helft mir manchmal sehr um meinen Kopf ein bisschen geradezurücken..

    Vielen Dank dafür

    lg Alexa

    Und übrigens: Jeder Co.-Anhängigen, die aktiv geworden ist, geht mit Sicherheit eine Erschöpfung hinaus!

    Sie sind ja nicht aktiv geworden, weil sie die Situation vorher so gut ertragen haben. Dann wären sie/wir nicht hier!

    ja da hast du wohl recht :wink:

    es erleichtert mich soetwas von jemand Außenstehenden zu hören.. man zweifelt ja schon an allem herum..

    Vielen Dank Cadda dass du dir Zeit und Mühe gemacht hast mir zu antworten, danke

    Komisch, als Frau (vielleicht auch Männern) wird einem gesagt hör auf deine Gefühle, hör auf deine Gefühle,jetzt sitz ich da mit meinen Gefühlen und weiß die bringen mich gerade null weiter.. eher im Gegenteil..:rolleyes:

    Hallo Lananana, hallo an alle anderen!

    Nein, es ist wirklich nicht alles gut bei ihm, und auch nicht alles schlecht.

    Leider fühle ich mich heute wieder sehr schlecht.. Mein Partner hat am Wochenende meistens geschlafen, zwischendurch "ein bisschen" getrunken, so wie er sagt im "medizinischem Sinne". Ich weiß schon wie er das meint..

    Ich bin komplett unfähig irgendetwas für mich positives zu tun.. Ich habe mich heute krankschreiben lassen, und hatte große Sorge was ich der Ärztin denn sage. Sie ist sehr streng, und mir nicht sehr sympatisch.. Angefangen habe ich mit "ich bin erschöpft", geendet hat es mit "mein Partner ist Alkoholiker und ich muss ausziehen". Sie hat mich dann anstandslos bis nächste Woche krankgeschrieben. Natürlich mit Ansprache von der Möglichkeit ins Frauenhaus zu gehen, Polizei zu rufen...Jetzt sitz ich hier, habe wider das Gefühl meinen Partner verraten zu haben, ihn in einem sauschlechten Licht darzustellen. So ist er doch gar nicht! Und ich habe auch deshalb ein schlechtes Gewissen weil ich nicht fähig bin für mich zu sorgen. Ich bin erschöpft, Haushalt macht er, kochen tut er, ich möchte nur meine Ruhe haben, mich nicht bewegen müssen..es ist nicht so, er ist der böse und ich bin die gute! gar nicht!

    Bei einem Gespräch mit ihm gestern habe ich ihn nach seinem Rezept für Kartoffelpürree gefragt, weil ich dann ja selbst kochen muss, ich meinte dann, ach ja, ich hab ja gar keine Kartoffelpresse wenn ich ausziehe. Er sagte dann darauf, ja die können wir doch für dich kaufen (mit seinem Geld), ich lass dich doch nicht mit nichts ausziehen!

    So ist er nämlich! Er ist heute arbeiten, ich nicht! Ich liege nur auf der faulen Haut und weiß nicht wie ich die vielen Stunden rumbringen soll.

    Ich weiß ich stelle mich mit diesem Post in kein gutes Licht.. bei vielen Cos die schreiben sehe ich wie stark sie sind, jeden Tag mit Widrigkeiten kämpfen und versuchen ihr Leben zu meistern. Ich hingegen scheine mich komplett aufgegeben zu haben.. wäre das hier nicht anonym würde ich das alles auch nicht erzählen..

    meine Sozialkontakte habe ich auch extrem heruntergefahren.. ein einfaches "wie geht's dir" bringt mich in eine Zwickmühle..

    Wenigstens habe ich morgen ein Treffen mit einem sehr verständnisvollem, einfühlsamen Seelsorger, und übermorgen Psychotherapie.. das sind meine kleinen Lichtblicke.

    Ich schäme mich ein bisschen über das was ich geschrieben habe, aber so sieht es nunmal aus..

    lg Alexa

    Hallo ih Lieben,

    Ich wollte mich mal wieder melden und berichten..

    Eigentlich hatte die Woche ganz gut für mich begonnen.. ich hab meinen Antrag für die Wohnung abgegeben, bei meiner Psychotherapeutin bin ich einen großen Schritt nach vorne gegangen.. vielleicht zu groß. Einen Tag nach Therapie also gestern hatte ich fast einen Zusammenbruch auf der Arbeitsreha. Vielleicht lag es daran dass ich einen sehr starken Kaffee trank (trinke nur ganz selten Kaffee) und bis Mittags nichts gegessen hatte. Ich hatte alle Zustände: Übelkeit, Schwindel, Kopfweh.. ich hatte Riesenangst.. erschöpft zu Hause angekommen, hab ich mit meinem Partner darüber gesprochen.

    Ich hab so geweint, ich hatte Angst, und er hat mich in die Arme genommen und beruhigt. Ich sagte verheult zu ihm dass ich ihn so vermisse.. er sagte "ich weiß"..

    Ich habe auf seinen Rat gehört und sofort eine halbe Tablette von meinem Neuroleptikum genommen, ich war irgendwie an der Kippe. Kurz später nahm ich nochmal eine Hälfte und konnte nach 1,2 Stunden halbwegs schlafen.

    Nun, ich bin jetzt verwirrt wegen gestern.. Mein Partner war nicht nüchtern gestern. Er war auf Alk und Speed, trotzdem hat er mich getröstet und mich beruhigt und mir geholfen.

    Es ist nicht alles schlecht an ihm, an uns.. ich heule schon wieder, das alles gibt überhaupt keinen Sinn..

    LG Alexa

    Liebe wardasalles,

    Ich habe mir dein Fädchen durchgelesen.. :)

    Ich finde es sehr gut dass du dir Gedanken machst wie es nach einer Trennung (die du eigentlich noch gar nicht willst) für dich weitergehen kann..

    Vor nicht allzu langer Zeit ging es mir wie dir.. ich weiß noch zu Weihnachten herum war dieser Gedanke für mich undenkbar. Weil wir lieben uns doch, und ich dachte das wird helfen. Tut es aber leider nicht.

    Ich habe selbst durch meine psychische Erkrankung fast kein Einkommen. Mein Partner unterstützt mich finanziell, wenn ich etwas brauchte oder einfach nur haben wollte (zum Basteln oder so) hab ich es von ihm bekommen. Es war das erste mal in meinem Leben dass jemand für mich gesorgt hat.

    Auch das gebe ich auf. Ich hatte anfangs als ich meinen Entschluss gefaßt habe auszuziehen regelrecht Panik bekommen. Eine Sozialarbeiterin hilft mir und wir werden gemeinsam schauen wie ich die Kaution und eine Küche zusammen bekomme. Im Notfall habe ich auch meinen Sohn der finanziell gut dasteht. Es ist zwar als Mutter bitter ihn um Geld fragen zu müssen, doch ich weiß wenn ich ihm meine Lage schildere wird er für mich da sein und mir helfen.

    Ich habe ihm noch nichts erzählt, ich weiß noch nicht wie ich ihm das alles erklären soll.

    So, das war jetzt ein bisschen von mir.. hab keine Angst wardasalles.. es ist für einen selbst nicht gut wegen Geldsorgen oder Bequemlichkeit in krankmachenden Beziehungen zu verharren..

    Fühl dich gedrückt

    LG Alexa

    Ach ja Lananana, ich hab mal gehört dass es sehr viele Menschen gibt denen es leichter fällt für andere etwas zu tun als für sich selbst, da gehören wohl viele Cos dazu, und auf Therapie heißt es auch Selbstmotivation ist das Beste, aber Fremdmotivation ist besser als gar keine zu haben. So irgendwie war das..

    Hallo ihe Lieben, hallo wardasalles und hallo Lanananana!

    Ja wir sind nicht allein, das kann schon Trost sein <3 vielen Dank für deine Worte wardasalles, ja ich lese auch sehr viel hier. Es ist ein bisschen zwiegespalten, ich lese von starken Menschen, mutigen Entscheidungen, Tatkraft, und Wege die beschritten werden.. ich fühl mich gar nicht so leider.. anfangs als ich hier zu lesen begann war ich oft empört über die Ratschläge sich zu trennen oder auszuziehen.. jetzt seh ich meinen bevorstehenden Auszug als Notausgang.. ich hab keine Ahnung wie ich die 1,2 Monate bis dahin bewältigen soll..

    Ach ja, ich hab mir heute doch noch etwas Gutes getan: ich habe aus meiner Leggin hinten das saublöde kratzige Markerl herausgetrennt. Ich weiß ist nicht viel, trägt aber enorm zum Wohlbefinden bei :)

    Ich hoffe auch dir gelingt es heute noch etwas schönes für dich zu finden..

    Liebe Lanananana,

    auch dir danke für deine Nachricht. Ich bin sehr dankbar dass ihr euch mit mir beschäftigt und helfen wollt.

    Das Thema Standarts und Selbstfürsorge sind auch bei mir ganz groß. Ja durch die ganzen auf und abs hab ich mich selbst vergessen.

    Ich bin in der Beziehung schon so oft über meine Grenzen gegangen.. das ist aber nicht das erste mal, ich hatte durchwegs schlechte Beziehungen und habe Sachen gemacht für die ich mich schäme.. ich dachte halt dieses mal wird es anders.. wie naiv.. aber es hätte doch auch gut gehen können, der Wille war da, und ich weiß mein Partner ist auch unglücklich..

    Puh, und das Thema Selbstfürsorge, das ist ganz groß bei mir..

    Wenn ich ausziehe ist das wohl das erste mal in meinem Leben dass ich nur auf mich schauen muss.. oder darf, könnte man sagen..

    Auch zum Thema Selbstfürsorge: ich kaue immer auf der Arbeit Kaugummis.. da ich nicht wußte wohin damit habe ich sie einfach geschluckt. Weil ich wollte die Abfallsackerl nicht mit meinen Kaugummis vollkleben, weil die Sackerl meistens nur ausgeleert und wiederverwendet werden und ich nicht immer was dabei hab wo ich die Kaugummis reinspucken kann. Fast jeden Tag stell ich mir die Frage ob ich den jetzt einfach schlucken soll, und muss mich ermahnen wenn ich kein Papier zur Hand hab, sie trotzdem in den Abfallsack zu schmeißen.. Jetzt kleben da einige Kaugummis von mir drinnen.

    So oft wurde mir schon gesagt schau auf dich, auch von einem sehr lieben Menschen... manchmal hat mich das schon wütend gemacht, und ich hab drum gebeten es mir nicht mehr zu sagen. aber Lananana, vielleicht wäre es mal an der Zeit das zu tun..

    Ich wünsche euch einen schönen Abend,

    lg Alexa

    Hallo, da bin ich wieder..

    sehr geschickt gewählt dieser Satz. Klingt erstmal nach Anteil nehmen und Sorge um dich, aber in meinen Augen ist das Ziel ein anderes. Dir deine Wahrnehmungen abzusprechen, dich zu verunsichern und dich damit ruhig zu stellen. Dadurch überlegst du, ob er vielleicht doch recht hat, und schon hat er wieder Muße zum saufen, denn er hat dich ja erstmal wieder beschäftigt. Das führt dich unweigerlich in die Isolation, du kannst gar nicht mehr offen sein für andere Meinungen.

    dieser Satz beschäftigt mich, ich weiß nicht genau, ich kann ihn nicht ganz fassen.. das wäre doch sehr manipulativ, oder nicht? Wäre ich stark genug um mich von diesem,seinem Thema zu befreien wäre ich ja nicht Coabhängig? hm..

    Nun ja, was soll ich sagen, ich komm heute nach Hause und es geht wieder los: er hat auf der Arbeit Speed konsumiert, leider hat er dort einige Quellen.. ich hab ihm auch schon gesagt, auf dieser Arbeit wo getrunken und andere Substanzen konsumiert werden, wird er es nicht schaffen. Er möchte die Arbeit aber noch nicht aufgeben, er weiß selber nicht wie er damit umgehen soll.

    Auf jeden Fall wird bei Speed das ganze System mit Dopamin geflutet, man ist zunächst hellwach, erregt (ich hoffe es ist okay wenn ich das hier schreibe). Also, das Gespräch verlief dann so: um sich zu beruhigen muss er dann Bier trinken, und ob ich ihm später eine Tablette von meinem Medikament geben kann (ist ein schwach dosiertes Antipsychotikum)! und jetzt muss er mal mit dem Rad los um sich zu "sortieren".!!!

    Was für ein Gelaber, er möchte nur seinen Rausch genießen!!! Ist schon klar dass das zu Hause nicht so lustig ist wenn die Frau voll sauer und entnervt und wasweißichnochalles ist!!!

    Ich bin so wütend, aber ich bin schon wieder so entkräftet. Während er da seine Dinge macht, sitze ich hier und komm auf mein Leben nicht klar! weiß nicht was ich tun kann.. naja doch, ich merke es tut mir gut euch zu schreiben, aber mehr geht nicht. Ich werde warten bis er wieder kommt, ich werde seinen Zustand abchecken, ich werde versuchen zu schlafen, was nicht immer gelingt wenn er da seine Sachen macht und ich nicht zur Ruhe komme... ich schaffe es nicht mich aus diesem Kreislauf zu befreien...

    Puh, das war wieder sehr viel von mir, danke dass ihr euch das durchlest..

    Ganz viel Liebe euch allen..<3

    Morgenrot,

    es treibt mir die Tränen in die Augen bei deiner Antwort..

    du hast ja so Recht, wenn ich mit meinem Sohn reden will dann tu ich das! :)

    Ich habe nach wie vor großen Respekt vor ihm, er sieht die Dinge oft klarer, während ich mich in Ängsten und in mir selbst verstricke.. deshalb nehme ich seine "Ratschläge" auch an, aber du hast Recht, wenn ich mit jemandem rede ist das ja wohl meine Sache. Ich habe schon meinem besten Freund vom Auszug erzählt, und der kennt unsere beiden Geschichten, war meinem Partner auch nicht recht.. ich hab ihm leider im Überschwang von hier erzählt, findet er auch nicht so gut. Er meint ich bin zu verkopft und ängstlich, mache mir zu viele Gedanken um ihn anstatt mich um mich selbst zu kümmern (hat er ja Recht)

    Er hält dich in der Hilflosigkeit und du läßt dich halten. Warum ist dass so?

    Ehrlich Morgenrot, das ist eine sehr, sehr gute Frage...

    Vielleicht schreibe ich Abends nochmal, wenn ich darüber nachgedacht habe..

    Vielen Lieben Dank

    Guten Morgen an alle,

    nun sitze ich wieder hier, und alles dreht sich um das Thema Sucht.. Ich bin in einer Arbeitsrehabilitationsmaßname, ich kümmere mich um meine Dokumente für den Antrag für die Wohnung.. das ist alles so unwirklich. Natürlich habe ich mein Notizbuch vergessen, wie könnte es anders sein.

    Gestern habe ich mit meinem Partner wieder darüber gesprochen wie er die Situation sieht. Er meinte er möchte jetzt mal ein paar Wochen nix trinken. Aha.

    Und heute in der Früh meinte er nur er wird schauen wie der Tag für ihn läuft, ob Alkohol dazu kommt oder nicht. Ich weiß wieder nicht was mich Abends zu Hause erwarten wird. Er hat auch Alkohol zu Hause, eigentlich habe ich das nie zugelassen, jetzt steht eine Dose Bier im Garten, und er hat noch etwas in seinem Firmenauto. Es sollte mir egal sein, ist es aber nicht. Ich sehe jeden Tag nach. Ach ja, ich vergaß zu erwähnen dass er auch fährt wenn er trinkt. Vor 1 1/2 Jahren war der Führerschein weg.

    Ich verstehe ihn nicht, er ist Therapieerfahren, er kennt sich aus mit Suchtdruck, Craving, Dopamin, usw. und er ist sehr intelligent. Ich sitz nur ungläubig da, am liebsten würde ich ihn anschreien: das ist doch nur ein Bier!!!! Du bist so stark, und lässt dich von so einem schei..verf.. Bier in die Mangel nehmen..!!??

    Ich habe fast noch niemanden erzählt dass ich ausziehen werde. Ich weiß einfach nicht was ich sagen soll.. Ich will nicht lügen, aber mein Partner will auch nicht dass ich von seiner Sucht erzähle.. Schon komisch zu sagen ja ich ziehe aus, ja wir lieben uns noch.. Mein jüngerer Sohn ist 21, die zwei mögen sich sehr und machen zusammen Sport, mein Partner will bei dem Gespräch wenn ich es meinem Sohn sage dabei sein, wir wollen es ihm gemeinsam sagen. Keine Ahnung, wie..

    Ich dachte ich habe diese ganze Lügerei hinter mir wenn ich clean bin, aber nein, jetzt verheimliche und lüge ich trotzdem. Ich habe es meiner Sozialarbeiterin erzählt, und dabei ist mein Partner wirklich nicht gut weggekommen.. sie hatte heftige Tipps für mich, von wegen Polizei rufen, oder dass ich den Antrag nicht zu mir nach Hause senden lassen muss. Dass er in so einem Licht steht will ich nun auch nicht, und ich habe ein schlechtes Gewissen.

    Ich bin in Gedanken ständig bei im, hier im Forum habe ich den Ausdruck abarbeiten gelesen. Und ich glaube dass trifft auf mich zu. Ich arbeite mich mit dem Thema Alkoholismus und an ihm ab. Ich kann nicht bei mir bleiben, meine kleine Welt dreht sich nur um das Thema.

    Bis vor 1,2 Jahren hatte ich noch viele Hobbies, konnte mich so richtig begeistern.. das schaffe ich nicht mehr, auch wenn ich es versuche machen mir die Dinge keinen Spaß mehr. Ich habe verlernt Freude zu empfinden..

    Irgendwie habe ich keine Hoffnung mehr für meinen Partner. Obwohl es hier im Forum so viele gibt die vom Alk losgekommen sind, ist es leider so dass sehr, sehr viele es nicht schaffen.

    Nun habe ich wieder sehr viel rausgelassen, ich merke auch wie durcheinander mein Geschreibsel ist, es ist alles so verwirrend..

    lg derweil, Alexa

    schön, dass du hier in unserem Forum bist. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Zuversicht für die anstehenden Veränderungen in deinem Leben.

    vielen Dank liebe Maerchenfee, es tut so gut hier seine Geschichte erzählen zu dürfen, ohne alles vertuschen zu müssen oder zu Lügen.. ja wir sind hier viele Betroffene, das gibt ein bisschen Sicherheit.

    Ich wünsche dir und allen anderen noch einen schönen Abend

    Liebe Elly,

    vielen Dank für deine lieben Worte..

    Ja manchmal träume ich vor mich hin wie die neue Wohnung aussehen könnte.. ich überlege was ich mitnehmen will und was nicht.. das könnte man vielleicht als Vorfreude sehen..

    Ich werde meinen Partner sehr vermissen, wir möchten in Beziehung zueinander bleiben, doch wer weiß schon was die Zukunft bringt. Ich würde mich sehr freuen wenn er seinen Weg ohne Konsum gehen könnte, doch glauben tu ich es nicht.. und ich habe genug Dinge in mir die dringend Aufmerksamkeit bedürfen. Ich habe soviel Energie darauf verschwendet ihn nüchtern zu bekommen, nüchtern zu halten.. und jetzt bin ich selbst ganz leer.

    Sobald ich meinem Partner nur ein bisschen Raum für sich selbst freigab, hat er konsumiert. Wenn ich mal ein paar Stunden nicht zu Hause war..Ich sagte mal zu einem lieben Freund von uns: mein Partner ist wie ein junger Hund, kaum drehe ich ihm den Rücken zu, pinkelt er mir in die Ecke. Ich wollte lustig sein, ist es aber gar nicht.

    Ich verliere meinen besten Freund.. meinen liebsten Feind, wir haben so wunderschön unsere Lügen geträumt.. (Tango im Treibsand, ein Lied)

    Ich lese viel hier im Forum, es tut so weh, dieses ganze Leid.. ich hoffe ganz fest, dass sich möglichst viele aus dem Sumpf befreien können.. für sich selbst und den liebsten.. denn die Menschen sind doch das wichtigste, oder nicht?

    Ich möchte euch ein bisschen von mir und meinem Leben erzählen..

    Nun, ich habe schon früh Beziehungen gelebt die alles andere als gesund waren.. ich habe meinen Partner auf Therapie kennengelernt, ich war seit 14 Jahren opiatabhängig, habe entzogen und anschließend Therapie gemacht. Ich werde diese Zeit und die Menschen die mich auf der Therapie begleitet und geführt haben immer in meinem Herzen behalten.. ich bin jetzt 5 Jahre nüchtern.. ich war so naiv, dachte mein Partner und ich gehen gemeinsam in eine goldene, nüchterne Zukunft.. ich war plötzlich frei von der Sucht, ich konnte mich wieder spüren, Scham und Schuld sind von mir abgefallen..

    Mein Partner schien mir so stark, so in sich ruhend, besonnen.. mit ihm wollte ich den Rest meines nüchternen Lebens verbringen... es ist so komisch, es haben sich alle im Haus für uns gefreut, unsere Psychologen, Seelsorger, Pfleger.. Wir können uns gegenseitig stützen.. ahja, ich stehe seit 4 1/2 Jahren im Feuer, neben ihm..

    Er hatte seinen ersten Rückfall mit Alkohol, da war ich noch in Therapie.. ein gesunder Mensch hätte sich damals schon abgegrenzt, ich natürlich nicht. Es folgten einige Entzüge bei ihm, Rückfälle, nüchterne Phasen, der Alkohol hat sich immer hinterrücks angeschlichen, ich war nie darauf vorbereitet, es warf mich jedes mal um.. Wir reden und reden und reden.. fast alles wurde besprochen, geschildert, bis ich ihm zugehört habe und dachte: er hat immer einen Grund zu trinken.. genauso wie ihr es beschreibt: aus Freude, Belohnung, Überschwang, nun ist der Suchtdruck wieder voll am Greifen und er kann nicht ohne auskommen.

    Eine zeitlang war er mir gegenüber verbal aggressiv, ich bin geblieben.. das scheint sich die letzten 1 1/2 Jahre gelegt zu haben, ich habe jedoch noch Angst wenn ich ausziehe und er getrunken hat, dass es wieder ausartet...

    Was mich gerade so beschäftigt: ich leide mehr als er! wenn er nüchterne Tage hat so wie jetzt, zieht er sich hoch: er liest, macht viel Sport, er kocht gerne.. ich verweile hier in meinem Elend, bin erschöpft, unkonzentriert, ängstlich, schaffe es kaum mich von diesem Thema zu lösen.. ich habe große Zukunftsängste, da ich keinerlei finanzielle Ressourcen habe. Ich ziehe aus und werde kein Bett haben, keine Waschmaschine, keine Küche, usw..

    Ich hatte diese Woche einen Termin bei einer Sozialarbeiterin der Einrichtung wo ich war. Gottseidank gibt es hier die Möglichkeit der Nachbetreuung und ich nehme das dankbar an. Sie konnte mir ein wenig der Sorgen bzgl. Kaution nehmen... nächste Woche gebe ich den Antrag auf eine Gemeindewohnung ab (bin aus Ö).

    Mein Partner möchte mich beim Auszug unterstützen! Er meint dann müssen wir beide wieder die Verantwortung für uns selber übernehmen.. hat er ja Recht, aber ich! bin diejenige die Angst hat, ist doch komisch oder?

    Ich dachte er würde mich bitten zu bleiben, weinen, dass er abstürzt, aber nein, er nimmt es sehr gefaßt auf.

    Ehrlich gesagt ist mir alles zu viel.. Mein erwachsener Sohn ist seit gestern zu Besuch, ich bin abwesend, wortkarg, er macht sein Ding, mein Partner auch, und ich bin starr.. fühle mich extrem unbehaglich in mir..

    Jetzt ist alles anders :)